Hwang rettet Remis: Leistungsgerechtes 1:1 gegen die SV Ried

Hwang sicherte dem Team noch einen Punkt / © GEPA

Der Abstand in der Tabelle zwischen den sich in der Red Bull Arena matchenden Teams könnte größer nicht sein. Der souveräne Tabellenführer empfing den Besitzer der roten Laterne, die SV Ried. Das Team von Coach Lassaad Chabbi präsentierte sich jedoch von Beginn an als ebenbürtiger Gegner.

Die heutige Startelf / © SALZBURG12.at
Die heutige Startelf / © SALZBURG12.at

Titelkampf meets Abstiegskampf

Den möglichen Abstieg vor Augen fighteten die Innviertler in jedem Zweikampf und gaben von Beginn an gehörig Gas. Die erste Großchance gehörte daher auch den Gästen, Miranda warf sich mit aller Macht in einen Abschluss von Ziegl und klärte zur Ecke. Aus dieser ergab sich die nächste Chance für Ried, ein Schuss von Florian Hart ging knapp an der rechten Stange vorbei.

Die Hausherren kamen durch Minamino zur ersten Gelegenheit, doch Gebauer agierte sehr sicher. Bei einem Lupfer von Hwang nach einer Viertelstunde wär der Ried-Schlussmann jedoch chancenlos gewesen, allerdings ging der Ball übers Tor.

Nach etwas mehr als einer halben Stunde bekamen die Rieder nach einem Foul von Samassekou an Peter Zulj einen Elfmeter zugesprochen. Der Gefoulte trat selbst an und verwandelte trocken. Der mitgereiste Ried-Anhang feierte die überraschende, wenngleich nicht unverdiente Führung der eigenen Mannschaft.

Ried verteidigte das 1:0 ohne größere Probleme in die Halbzeitpause, sodass Òscar in der zweiten Halbzeit mit Wanderson mehr offensive Kreativität einwechselte. Für den Brasilianer ging Samassekou vom Feld.

In der Pause wurden die "Jungbullen" für den Gewinn der Youth League geehrt / © GEPA
In der Pause wurden die „Jungbullen“ für den Gewinn der Youth League geehrt / © GEPA

Joker sorgt für Schwung

Wanderson brachte frischen Wind ins Spiel und hatte gleich die erste nennenswerte Einschussgelegenheit in Halbzeit zwei. Nach einer Flanke von Schwegler scheiterte er jedoch aus kurzer Distanz an Gebauer. Auch als Vorlagengeber konnte der Brasilianer sich in Szene setzen, allerdings brachte Lazaro das Zuspiel nicht am glänzend aufgelegten Schlussmann der Gäste vorbei.

Nachdem Gebauer auch einen präzisen Wanderson-Abschluss mit einer Glanztat noch um die rechte Stange lenken konnte, begann man bereits mit dem Schicksal zu hadern.

Es dauerte bis tief in die zweite Halbzeit, ehe man doch noch für den Ausgleich sorgen konnte. Lazaro legte nach einer Flanke von, na klar, Wanderson ab und Hwang beförderte das Spielgerät über die Linie. Großer Jubel der über 10.000 Fans in der Red Bull Arena.

Wanderson brachte viel Schwung in der zweiten Halbzeit / © GEPA
Wanderson brachte viel Schwung in der zweiten Halbzeit / © GEPA

Gerechtes Remis in Wals-Siezenheim

Auf der Gegenseite hatte man in den Schlussminuten noch Glück, dass ein von Wanderson abgefälschter Zulj-Schuss nicht im eigenen Tor landete, unterm Strich ging die Partie mit einem leistungsgerechten 1:1 zu Ende.

Die Salzburger müssen damit noch auf die rechnerische Fixierung des vierten Meistertitels in Serie warten, wenngleich aufgrund des 4:1-Sieges der Austria gegen Sturm eine Titelentscheidung ohnedies vertagt gewesen wäre.

Spielinfo

FC Red Bull Salzburg

 

SV Ried

FC Red Bull Salzburg1:1SV Ried
Tipico Bundesliga
31. Spieltag
Anpfiff
Samstag, 29. April 2017, 18:30 Uhr
AustragungsortRed Bull Arena, 10.231 Zuschauer
Schiedsrichter
Markus Hameter
 Torfolge 

Hwang (78.)
0:1
1:1
Zulj (33./Elfmeter)
Samassekou, SchweglerGelbe KartenÖzdemir, Ziegl
Gelb-Rote Karten
Rote Karten

Soriano-Festspiele im Sonntags-Schlager: Salzburg deklassiert die Austria

Soriano mit seiner Spezialität: Der direkte Freistoß / © GEPA

Nachdem Òscar Garcia Wanderson, Laimer und Lainer in der Europa League auf der Bank ließ, rückte dieses Trio für Minamino, Upamecano und den verletzten Wisdom in die Startelf für das Match gegen die Wiener Austria.

Die heutige Aufstellung / © SALZBURG12.at
Die heutige Aufstellung / © SALZBURG12.at

Schwungvoller Start der Hausherren

Die Partie begann verheißungsvoll, denn schon nach wenigen Minuten fanden die Hausherren die erste gefährliche Abschlusschance durch eine einstudierte Freistoßvariante vor. Wanderson spielte auf Laimer, der den Ball per Kopf an die zweite Stange manövrierte, wo Caleta-Car zum Abschluss kam, allerdings nur das Außennetz traf.

Die Salzburger agierten im Vergleich zum trägen Auftritt am vergangenen Donnerstag wie ausgewechselt und hatten nach einer Viertelstunde eine Serie an guten Einschussmöglichkeiten.

Zunächst verfehte Berisha nach Lainer-Stanglpass das lange Eck nur um Zentimeter, ehe Tino Lazaro in der nächsten, nennenswerten Aktion den Sitzer des Jahres ausließ. Andi Ulmer ging steil, bewies Übersicht und spielte vom linken Sechzehnereck einen butterweichen Stanglpass auf den völlig freistehenden Lazaro, der das Kunststück fabrizierte, das Leder aus fünf Metern am leeren Tor vorbeizuschießen.

Der Kapitän schlägt zu

Besser machte es dafür Kapitän Soriano im nächsten Angriff. Wanderson prüfte den für den verletzten Teamgoalie Almer zwischen den Pfosten stehenden Osman Hadzikic mit einem Distanzschuss, der Schlussmann konnte nur prallen lassen, Soriano reagierte am schnellsten und sorgte für die Führung.

Lazaro bekam in der 29. Minute die Chance auf das 2:0, köpfelte das Leder nach Flanke von Wanderson jedoch über die Querlatte.

Die Austria brauchte eine halbe Stunde, um gefährlich in den Sechzehner der Salzburger zu gelangen, dafür fand Kayode nach einem Lochpass von Kapitän Grünwald eine große Torchance vor, die Jubilar Alex Walke (sein 100. Spiel im Dress des FC Red Bull Salzburg) bravourös zunichte machte, indem er den Abschlusswinkel für den pfeilschnellen Gästestürmer verkürzte.

Elfmeteralarm!

Auf der Gegenseite wurde den Salzburgern ein glasklarer Elfmeter verweigert, nachdem Konny Laimer nach Soriano-Zuspiel auf und davon war und von Martschinko nur per Notbremse am Abschluss gehindert werden konnte. Zum Entsetzen der Fans entschied Schiedsrichter Harkam auf weiterspielen!

Mit der knappsten aller möglichen Führungen ging das Match in die Kabinen.

Die Hausherren dominierten das Match jedoch auch nach Wiederbeginn nach belieben, was sich auch umgehend im Ergebnis niederschlug.

Soriano, Soriano…

Berisha eroberte sich an der Mittellinie gegen Grünwald das Spielgerät und steckte durch für Soriano, der den Sprint in Richtung Austria-Tor anzog und perfekt am heranstürmenden Rotpuller vorbei in die linke untere Ecke abschloss.

Nachdem Alex Walke bei einem Distanzschuss von Serbest noch die Oberhand behielt, wurde er in der 56. Minute zum unfreiwilligen Assistgeber für Alexander Grünwald. Eine Flanke von Pires rutschte dem Deutschen durch die Finger, sodass der Austria-Kapitän aus einem Meter nur den Kopf hinhalten musste, um den Anschlusstreffer für sein Team sicherzustellen.

Am anderen Ende des Platzes bekamen die Salzburger nach Foul an Berisha einen Freistoß zugesprochen, welchen sich Kapitän Soriano zurechtlegte, um ihn wunderschön im linken Kreuzeck zu versenken. Eine bessere Antwort als diese hätten die Gastgeber auf das zwischenzeitliche 2:1 der Austria nicht geben können.

Triplepack gegen die Austria: "El Capitan" Jonny Soriano in Torlaune / © GEPA
Triplepack gegen die Austria: „El Capitan“ Jonny Soriano in Torlaune / © GEPA

Harkam muss zum Augenarzt!

Nachdem Grünwald eine Larsen-Flanke beinahe im Tor versenkt hätte, wurde den Salzburgern zum zweiten Mal an diesem Nachmittag ein glasklarer Elfmeter verweigert. Grünwald streckte Soriano im Sechzehner mit ausgestrecktem Bein nieder, doch Harkam sah erneut kein regelwidriges Verhalten der Gäste. Unfassbar, wie man das aus drei Metern Entfernung übersehen konnte. Unser Kapitän musste nach dem rüden Einstieg des Austria-Kapitäns angeschlagen vom Feld und wurde in den Schlussminuten durch Dabbur ersetzt.

Die Austria fand jedoch kaum noch Zugriff zum Spiel, einzig bei einem Stanglpass des eingewechselten Tajouri hätte es Grünwald nochmals spannend machen können, rutschte jedoch knapp am 3:2 vorbei.

Salzburg bewies dagegen mehr Cleverness beim Torabschluss und stellte in Persona Wanderson auf 4:1. Der Brasilo-Belgier wurde an der Sechzehnerlinie nur unzureichend verteidigt und traf unter gütiger Mithilfe von Hadzikic mit einem wuchtigen Schuss zum Endstand.

Erwähnenswert ist noch die Einwechslung von Christoph Leitgeb. Unter großem Jubel der Zuschauer feierte „Leiti“ nach über einem Jahr Verletzungspause sein Comeback, wurde in der 87. Minute für Konny Laimer eingewechselt.

Comeback nach über einem Jahr: Christoph Leitgeb wurde unter viel Applaus eingewechselt / © GEPA
Comeback nach über einem Jahr: Christoph Leitgeb wurde unter viel Applaus eingewechselt / © GEPA

Spielinfo

FC Red Bull Salzburg

 

FK Austria Wien

FC Red Bull Salzburg4:1FK Austria Wien
 Tipico Bundesliga
8. Spieltag
Anpfiff
Sonntag, 18. September 2016, 16:30 Uhr
AustragungsortRed Bull Arena, 7.842 Zuschauer
Schiedsrichter
Alexander Harkam
 Torfolge 
Jonatan Soriano (16.)
Jonatan Soriano (49.)

Jonatan Soriano (60.)
Wanderson (86.)
1:0
2:0
2:1
3:1
4:1


Alexander Grünwald (56.)

Caleta-Car, Samassekou, Leitgeb, WandersonGelbe KartenMartschinko, Grünwald, Serbest
Gelb-Rote Karten
Rote Karten