Testspielkracher: Das „weiße Ballett“ bittet zum Tanz

FC Red Bull Salzburg gegen Real Madrid

Nach dem perfekten Start in der Bundesliga und der Machtdemonstration gegen SV Mattersburg wartet ein anderes Kaliber auf den österreichischen Serienmeister. Einer der bekanntesten Vereine der Welt – Real Madrid – gastiert in der heimischen Red Bull Arena!

Große Namen

Zinédine Zidane, selbst eine Fußballlegende, wird kurz vor dem spanischen Ligastart sicherlich keine B-Elf auf das Salzburger Grün stellen. So darf man erwarten (und hoffen), dass die Stars wie Ramos, Varane, Marcelo, Kroos oder auch ein Weltfußballer Modric rund um Neuzugang Eden „€ 100 Mio. Mann“ Hazard am Salzburger Rasen „zaubern“ werden. Satte 1,19 Milliarden Euro ist der Kader der Spanier wert, die sicherlich alles daran legen werden, als Sieger des Testspiels vom Feld zu gehen.

Die letzten Testspiele der Spanier waren durchwachsen. Gegen Bayern zog man den Kürzeren und verlor mit 3 zu 1. Gegen Arsenal erreichte Madrid ein 2 zu 2 Unentschieden. Die „böseste Klatsche“ gab’s wohl im Test-Stadtduell: Atletico fertigte den Stadtrivalen mit 3 zu 7 ab.

Nach dem Salzburg-Testspiel werden die spanier noch gegen AS Roma testen, dann startet auch in Spanien wieder die Liga.

Modric - Kroos - Marcelo
Große Namen wie Modric, Kroos oder Marcelo werden in Salzburg zu sehen sein.

Test für die Königsklasse

Mit Real Madrid kommt der perfekte Testgegner für die kommenden Aufgaben in der Champions League nach Salzburg. Der wertvollste Verein der Welt wird den FC Red Bull Salzburg so richtig fordern und das ist gut und wichtig. Denn in der Gruppenphase der Champions League kommt eine ganz andere Klasse an Vereinen auf die Salzburger zu. Auch den kommenden Testspielgegner könnte man in der Gruppenphase bekommen.

Doch die Spieler des FC Red Bull Salzburg – wenngleich man sich wenige Chancen auf einen Sieg ausrechnen darf – werden beherzt und frei von der Leber aufspielen. Da darf man sich sicher sein. Gegenseitige Freundlichkeiten wird es wohl erst nach Abpfiff geben.

Die Red Bull Arena ist bis auf den letzten Platz ausverkauft, ein Verkehrschaos muss befürchtet werden. Daher auch der Apell von uns: Reist wenn es geht mit öffentlichen Verkehrsmitteln an bzw. nutzt die Park and Ride Parkplätze!

Wir freuen uns schon sehr auf den „Testspiel-Kracher“ der Saison und berichten natürlich wieder live aus der Arena.

Spielinfo

FC Red Bull Salzburg

Real Madrid

FC-Red-Bull-Salzburg-MeistersternReal_Madrid
Testspiel 
AnpfiffMittwoch, 7. August 2019, 19.00 Uhr
AustragungsortRed Bull Arena
LivetickerWenn ihr am PC oder Tablet mitlesen möchtet, empfehlen wir die Desktopansicht unseres Livetickers, Smartphone-Benutzer sind mit unserer kostenlosen App für iPhone und Android am Besten bedient. Infos zum Spiel wie Aufstellung und Tore erfahrt ihr auch direkt auf unserer Facebookseite oder via Twitter. Für dieses Spiel nutzen wir den Hashtag: #RBSRM

Die Effizienz gewinnt

Salzburg gegen Chelsea

Unterschiedlicher könnten die beiden Spieltage, die nur 5 Tage voneinander lagen nicht sein können. Trafen die Salzburger vergangenen Freitag im ersten Ligaspiel der Saison auf den SK Rapid Wien bei 30 Grad in Hütteldorf, mussten sie wenige Tage später gegen den Europa League Sieger Chelsea FC zuhause vor fast ausverkauftem Haus und bei weniger als 20 Grad in der Red Bull Arena antreten.

Ehe es auf dem Spielfeld fußballerisch so richtig los ging, eröffneten die Gastgeber die neue Heimspiel-Saison mit einem netten Feuerwerk: 

+++ VOR DEM ANSTOSS +++Endlich! König Fußball regiert wieder. Wenige Minuten vor dem Anpfiff der Partie gibts ein kleines Feuerwerk für die Fans.Das Spiel läuft im Moment übrigens live auf Sky Sport Austria 1 HD.

Gepostet von SALZBURG12.at am Mittwoch, 31. Juli 2019

Wie aus der Kanone geschossen

Hwang fand einige Chancen vor
Hwang fand einige Chancen vor

Die Salzburger starteten in das Spiel, wie eine Kanonenkugel, die in diesem Augenblick abgefeuert wurde. Hohes und intensives Pressing beschäftigte die Gäste aus London, die extra für dieses Spiel nach Salzburg geflogen sind, in den ersten 20 Minuten. Und das ordentlich. So hatte Hee Chan Hwang gleich in der ersten Minute die Möglichkeit die Salzburger in Führung zu bringen. Leider stand der Koreaner im Abseits. 10 Minuten später war es wieder Hwang, der nach einem herrlichen Pass ideal startete und das Spielgerät perfekt mitnahm. Luiz konnte den letzlich gefährlichen Schuss quasi von der Linie kratzen. Das allseits bekannte Sprichtwort: Wer die Tore nicht schießt, bekommt sie, sollte sich auch in diesem Spiel bewahrheiten. Ab der 20. Minute konnten die Blues Fehler der Bullen eiskalt ausnutzen und innerhalb kürzester Zeit eine Drei-Tore-Führung herstellen. 

Acht Minuten, drei Tore

Christian Pulisic
Christian Pulisic zeigte seine Klasse

Den Gästen reichten acht Minuten um die Halbzeitführung zu fixieren. Zuerst war es Neuverpflichtung Pulisic, der in der 20. Minuten – nach einem Abwehrfehler – auf 0:1 stellte. Auf 0:2 stellte Barkley, der einen Elfmeter – verursacht von Kristensen – verwandeln konnte. Den Schlusspunkt setze dann wieder US-Amerikaner Pulisic, der wieder schneller als die gesamte Salzburger Verteidigung war und Stankovic überlupfte. Kurz vor der Halbzeit gab es noch eine dicke Möglichkeit für die Salzburger einen Anschlusstreffer zu erzielen. Dominik Szoboszlai trat aus rund 25 Metern zum Freistoß an. Er drehte den Ball über die Mauer ins linke Eck. Kepa konnte den Ball nur knapp ins Aus parieren. Trotzdem ein sehenswerter Freistoß es Ungarn. 

Wunderschöner Freistoß von Dominik Szoboszlai
Wunderschöner Freistoß von Dominik Szoboszlai

Von Anschlusstreffern und herrlichen Toren

Zur Halbzeit wechselte Marsch die gesamte Elf durch. Und das zeigte auch seine Wirkung. Die Salzburger waren, wie auch zu Beginn der ersten Halbzeit, in den Zweikämpfen sehr bissig und präsent. Die Mühen wurden dann auch in der 50. Minute mit einem Tor belohnt. Luiz spielte den Ball ohne jegliche Not in das Toraus. Den Corner trat Junuzovic in den Strafraum, wo Onguéné das Spielgerät per Kopf zum zwischenzeitlichen 1:3 ins Tor beförderte. Die Freude über den Anschlusstreffer währte leider nicht lange. In einem Angriff über Barkley, flankte der Mittelfeldspieler über die gesamte Salzburger Verteidigung zum perfekt startenden Pedro, der den Ball per Ferse in den Maschen versenkte. Das war eines der schönsten Tore, die wir in diesem Stadion gesehen haben. Unfassbar. In der Wiederholung, die auf den beiden Videowalls den Fans gezeigt wurde, applaudierten nahezu alle im Stadion anwesenden über dieses Gustostückerl des Spaniers.

Chelsea-Stürmer Pedro mit Traumtor gegen Salzburg

TRAUMTOR! Chelsea Football Club-Stürmer Pedro gelingt im Testspiel gegen den FC Red Bull Salzburg ein unglaublicher Treffer. ⚽🔥

Gepostet von Sky Sport Austria am Mittwoch, 31. Juli 2019

Heiße Schlussphase

Die Bullen versuchten in der zweiten Spielzeit mehr aus ihrem Ballbesitz zu machen und fanden auch viele Chancen vor. So auch in der 77. Minute wo Koita nach einem doppelten Doppelpass mit seinem Abschluss, wie so oft, an Kepa scheitert. Der Nachschuss aus rund 35 Metern verfehlte nur knapp das rechte Eck. Der Europa League Sieger hat die Salzburger mit seiner Defensivarbeit relativ gut im Griff. Und trotzdem zeigten die Salzburger ein tolles Spiel mit Pässen über viele Stationen, schönen Kombinationen und auch tollen Abschlüssen, die entweder von Kepa vereitelt wurden oder von einem Chelsea-Spieler abgeblockt wurden. Bei dem Aufwand, den der Meister auf dem Feld gegen die Gäste betrieben hat, ist es schade, dass man nicht mehr Tore gemacht hat. Minamino konnte in der 86. Minute kurz auf 2:4 verkürzen. Ein Hand-Elfmeter bescherte den Salzburgern das zweite Tor der Partie. Leider war die Salzburger Hintermannschaft der Meinung, dass das Spiel in der 88. Minute aufhört – denn nach einem bzw. mehreren groben und mehr als fahrlässigen Schnitzern konnte Batshuayi auf 2:5 stellen. Kurze Zeit später schien die Verteidigung der Londoner einer ähnlichen Meinung zu sein – denn aufgrund von einigen Patzern konnte Minamino in der 91. Minute das 3:5 erzielen.

Minamino traf an diesem Abend zwei Mal
Minamino traf an diesem Abend zwei Mal

Ein wichtiges Testspiel

Salzburg hat gezeigt, dass sie ob der kurzen Vorbereitung im Sommer ein gut eingespieltes Team, das aber nicht nur fehleranfällig bei Kontern ist, sondern auch manchmal das Tor einfach nicht treffen will oder kann. Hier gilt es für Trainer Marsch noch ordentlich nachzujustieren. Ob das gelingen kann, wird sich in den nächsten Spielen und vor allem im Testspiel gegen Real Madrid zeigen. Trotzdem: Das Spiel hat für viel Unterhaltung gesorgt. Nicht nur bei den Spielern auf dem Feld, sondern auf bei den Fans auf den Tribünen, die die Mannschaft nach dem Abpiff gebührend gefeiert hat. Das 3:5 war unserer Meinung einfach zu hoch – zeigt aber auch, dass man gegen solche Mannschaften einfach 90 Minuten hellwach sein muss. Und gerade deshalb sind solche Testspiele extrem wichtig: Die Mannschaft wird auf das hohe Niveau vorbereitet. Das hat auch Geschäftsführer Stephan Reiter in unserem Interview bestätigt: 

 

Diese Elf schickte Marsch auf das Feld (1. Halbzeit)

Spielinfo

FC Red Bull Salzburg

 

Chelsea FC

FC-Red-Bull-Salzburg-Meisterstern3:5
Testspiel 
AnpfiffMittwoch, 31.7.2019, 20.00 Uhr
AustragungsortRed Bull Arena, 27.300 Zuschauer
Schiedsrichter 
 Torfolge 



Onguéné (50.)

Minamino (86.)

Minamino (91.)
0:1
0:2
0:3
1:3
1:4
2:4
2:5
3:5
Pulisic (20.)
Barkley (23.)
Pulisic (28.)

Pedro (57.)

Batshuayi (88.)
 Gelbe KartenMinamino
 Gelb-Rote Karten 
 Rote Karten 

Alle Jahre wieder: „Fans“ rufen zum Testspielboykott auf

Young Boys Bern Testpielboykott

Alle Jahre wieder und so sicher, wie das „Amen“ im Gebet. Für das am 1.7.2016 geplante Testspiel des FC Red Bull Salzburg gegen die Young Boys Bern rufen die gelbschwarzen Fans zu einem Testspielboykott auf:

Der Grund ist wie immer der gleiche: „Böse“ Vereinsübernahme, Ändern der Farben und des Logos, Inbegriff der Kommerzialisierung usw. und deswegen darf/soll man nicht gegen uns Salzburger spielen.

Der gesamte Text:

Stellungnahme zum geplanten Testspiel gegen RB Salzburg

Die Ostkurve Bern und gäubschwarzsüchtig rufen die gesamte YB- Fangemeinde auf, das Testspiel gegen RB Salzburg in Österreich zu boykottieren.

Die 1. Mannschaft des BSC YB testet während der Sommerpause gegen RB Salzburg. Die Mitteilung zu den geplanten Testspielen hat der BSC Young Boys am 14. April 2016 auf seiner Internetseite veröffentlicht. Daraufhin hat die Ostkurve in den letzten Wochen mehrere Transparente mit der Aufschrift: „Ke Fuessbau mit Red Bull“ gezeigt. Die Transparente haben darauf abgezielt, die Zuschauer im Stadion Wankdorf für das Thema RB zu sensibilisieren.

Das Unternehmen steht als Inbegriff der Kommerzialisierung. Sportveranstaltungen ohne RB als Sponsoring-Partner finden sich kaum noch. Unter dem Motto „Red Bull verleiht Flügel“ finanziert das Unternehmen Stürze aus einer Weltraumkapsel, Formel 1-Rennställe und weitere Extremsportarten. Nebenbei hat sich RB vor einigen Jahren in den Fussballligen dieser Welt etabliert. Die Strategie des Unternehmens ist immer dieselbe: Es kauft kriselnde Traditionsvereine wie den SV Austria Salzburg auf, steckt Millionen in die Vermarktung und nimmt eine Generalüberholung vor. Der Verein und das Stadion erhalten neue Namen und ein neues Logo, die Vereinsfarben passen sich dem rot-blauen RB-Design an und teure internationale Spieler werden eingekauft. Ein solches Schicksal kann auch einem Traditionsklub aus der Schweiz blühen. Man stelle sich unseren geliebten BSC YB in den Farben rot und blau vor…

Wir sind uns bewusst, dass der moderne Fussball auf finanzkräftige Investoren angewiesen ist. Doch durch die komplette Übernahme bleibt vom ursprünglichen Verein nichts übrig und der Spielbetrieb wird verfälscht. Solche Machenschaften dürfen wir nicht unterstützen!

Wir stellen klar, dass ein Unterschied zwischen Test- und Pflichtspielen besteht. Bei Testspielen sind die Gegner frei wählbar, im europäischen Wettbewerb bekommt man die Gegner zugelost.
Aus diesem Grund danken wir allen YB-Fans für ihren Beitrag im Sinne des traditionellen Fussballspiels.

Ostkurve Bern & gäubschwarzsüchtig
Bern, 22. Mai 2016

Auch für die Schweizer gilt:

Na dann bleibt’s halt daheim!

Danke an unseren Leser Thomas für den Hinweis.