Heimsieg über den LASK oder „Warum das unser erstes und letztes Geisterspiel war“

Salzburg besiegt den LASK

Seit dem Neustart der Liga nach dem Lockdown war das nun der 4. Spieltag ohne Zuschauerbeteiligung. Der LASK forderte den FC Red Bull Salzburg. Ursprünglich war nicht vorgesehen, dass wir unser „2. Wohnzimmer“ betreten dürfen, erst ein Ausfall eines anderen Journalisten ermöglichte uns den Eintritt in die „Heiligen Hallen“ von Wals-Siezenheim.

Friedhofsstimmung

Und so begibt man sich in Richtung Arena. Geparkt wird auf dem Skybox- bzw. Bulls‘ Corner-Parkplatz. Leichter Regen tröpfelt, gespenstische Stimmung. Kein Fan, kein Ordner, kein gar nichts. Die Akkreditierung bekommt man von bekannten Gesichtern. Der Fanbetreuer – umfunktioniert zum „Coronaregeln-Drillinstructor“ – übergibt Akkreditierung, macht auf Corona-Regeln aufmerksam, legt Listen zur Unterschrift vor. Alles relativ kurz und schmerzlos, aber vor allem einsam. Und mit Maske.

Ebenso einsam stapft man den West-Turm in Richtung Presseplätze nach oben. Das metallische Klacken der Stufen ist das einzige Geräusch weit und breit. Oben angekommen – der erste und einzige Ordner am Oberrang. Er hilft sich zurecht zu finden. Auf einem Balkon erwarten einen einzelne Sessel und eine lange Tischplatte. Auch hier wird auf Abstand wert gelegt. Ein kleiner Monitor soll die Analyse strittiger Situationen erleichtern. 

Die Plätze – es sind deren 20 – füllen sich nach und nach mit bekannten und unbekannten Gesichtern. Die Mannschaften kommen zum Aufwärmen auf’s Feld. Es bleibt bei der Grabesstille. Ein paar kurze Gespräche, mit gut bekannten Kollegen sind bislang das einzige Highlight. Irgendwann fängt die Stadionanlage bekannte Musik von sich zu geben. Der Anpfiff scheint in greifbarer Nähe zu liegen.

Schnelle Führung

Endlich der Anpfiff. Und nur wenig später sehen die „chosen few“ einen der seltenen Patzer von LASK-Keeper Schlager, den Szoboszlai eiskalt zum 1:0 ausnutzt. Corona-Jubel am Feld. Kein Ton vor oder neben mir. Angesichts der Totenstille verkneift man sich einen Freudenschrei oder gar Jubel. Nur Minuten später durfte man sich wieder die Unterlippe perforieren. Scharfe Hereingabe, Daka denkt mit und ist schneller als sein Gegenspieler. Schlager war wieder geschlagen. 2:0! Ein von mir ausgesprochenes „Jawoiiii!“ war fast zu laut und wirkte nahezu störend.

Der Ball wurde bis zur 56. Minute hin und hergeschoben und es wurde gekämpft. Ohne Motivationsschub von den Bühnen. Der Anschlusstreffer von Raguz fand nur auf der gegnerischen Trainerbank Anklang.

Die Stadionuhr entblößte das baldige Ende dieses fantechnischen Trauerspiels. Doch da – noch eine Ecke. Vallci, der zuvor schon leicht ermüdet am Feld herumtrabte, nutzte die Gelegenheit und netzte zur Entscheidung ein. Freudlos, jubellos. Zumindest auf der Tribüne. Dann der Abpfiff. Salzburg besiegt auch den LASK. Der Moment, wo man dann eigentlich in den Fanpark geht und mit Freunden ein klein wenig den Sieg feiert. Satz mit X.

Stattdessen bewegt man sich langsam über die Metalltreppen nach unten, gibt die Akkreditierung ab und fährt nach Hause.

So nicht mehr

Wir von SALZBURG12 sind Fans. Fans, die mitfiebern, mitschreien, sich mitfreuen, aber auch mitleiden. Der Unterschied zu euch ist, dass wir seit 10 Jahren darüber schreiben. Wir bereiten euch auf Spiele vor, berichten live aus den Stadien, schreiben Zusammenfassungen, publizieren Meinungen oder versuchen zum Nachdenken anzuregen. Corona hat dies zerstört. Nur beim „Spiel zu sein, damit man beim Spiel ist“ mag journalistischen Ansprüchen genüge tun, für den Fan ist das eine Katastrophe. Das kann man nicht mögen. Hier hat niemand Spaß, der nur halbwegs mit der Heim- oder Gästemannschaft verbandelt ist. Emotionen wie im Tiefkühlraum des örtlichen Metzgers. Das kann wirklich niemand mögen. Niemand, der das Fanherz am rechten Fleck trägt.

Auf ein Geisterspiel geht man nur, weil man muss. 

Um unsere Arbeit für euch zu erledigen, müssen wir nicht im Stadion sein. Und deswegen lassen wir das jetzt auch. Jede Fernsehübertragung liefert bessere Einblicke. Zwar keine Stimmung, aber die gibt es zu „Post-Corona-Zeiten“ ohnedies in keinem Stadion. Mal sehen, was die neue Saison bringt. Ob da wieder Leute reindürfen. Das mag vieles ändern, aber so wie es aktuell ist, ist ein Stadion kein geeigneter Platz für echte Fans – egal ob sie über ein Spiel schreiben oder nicht.

Spielinfo

FC Red Bull Salzburg

 

LASK

FC-Red-Bull-Salzburg-Meisterstern 3:1 LASK-Logo
Tipico Bundesliga 26. Spieltag
Anpfiff Sonntag, 14.6.2020, 19.30 Uhr
Austragungsort Red Bull Arena, 0 Zuschauer
Schiedsrichter Altmann
  Torfolge  
Szoboszlai (8.)
Daka (11.)

Vallci (80.)
1:0
2:0
2:1
3:1


Raguz (56.)
Gelbe Karten Holland, Trauner
Gelb-Rote Karten
Rote Karten

6:0! Salzburg überrollt Hartberg!

Salzburg ueberrollt Hartberg

Kaiserwetter in der Steiermark! Vor den mittlerweile „usus“ gewordenen leeren Rängen bat der TSV Hartberg den FC Red Bull Salzburg zum Tanz. Jesse Marsch drehte an der einen oder anderen Schraube und schickte folgende Elf auf’s Spielfeld:

Aufstellung TSVRBS

Lange mussten die Fans vor den Fernsehern nicht auf den ersten Jubel warten. In einem Laufduell überrannte Patson Daka die Gastgeberhintermannschaft und schob schon in der 4. Minute zum Führungstreffer ein. Doch damit war noch lange nicht genug. Wenige Minuten später war es Enock Mwepu, der die Hintermannschaft alt aussehen ließ und zum 0:2 erhöhte. Wir schreiben Minute 11 als Patson Daka – bedient durch Szoboszlai – erneut die Hartberger stehen ließ. 0:3! Noch nie gelang den Salzburgern ein derart fulminanter Start in ein Ligaspiel!

Salzburg nahm sich zurück, TSV-Coach Schopp konnte einem schon fast leid tun. Doch in der 40. Minute war es dann wieder soweit: Ulmer bedient Koita, der ließ sich die Chance nicht nehmen und schloss eiskalt ab. Mit dem 4:0 aus Salzburger Sicht ging es dann auch in die Kabinen. Die Gastgeber verzeichneten bis dahin einen einzelnen Torschuss.

Anpfiff zur 2. Hälfte und wieder war es Daka, der Szoboszlai-Hereingabe via Scherenkick unter die Querlatte donnerte! 5:0! Danach tat Salzburg nur das Nötigste, war aber weiterhin gefährlich. Rep konnte eine Chance nicht nutzen, da klärte Stankovic. In der Nachspielzeit war es Okafor, der den Deckel draufmachte. Ein Schlenzer, ein Tor, der Endstand 6:0!

Statistik

Alle statistischen Daten findet ihr in unserer FC Salzburg Wiki.

Spielberichte

Sky Sport Austria Daka mit Triplepack! Salzburg feiert Schützenfest in Hartberg
ORf Sport Salzburg überrollt Hartberg in elf Minuten
Laola1 Salzburg zerlegt Hartberg in alle Einzelteile
Sambia-Boys krönten Blitzstart von Red Bull Salzburg
Kronen Zeitung Salzburg fertigt Hartberg nach Strich und Faden ab
Salzburg marschiert, verrücktes Duell zwischen WAC und LASK
FC-Red-Bull-Salzburg-Meisterstern Match-Highlights auf Red Bull Fan.TV

Effiziente Altacher stürzen ideenlose Salzburger in die Krise

Altach gegen Salzburg

Nein, es läuft nicht rund beim FC Red Bull Salzburg. Dies sollte sich beim Auswärtsspiel gegen den SCR Altach ändern. Was blieb, war die Hoffnung. Jesse Marsch – wohl um die „Einsergarnitur“ für das Cup-Halbfinale zu schonen – rotierte erneut ordentlich durch und besetzte gleich 5 Mann neu. Was sich als kontraproduktiv heraustellen sollte. Auch wenn Salzburg das Spiel machte und Farkas nach gut 14 Minuten den Vorarlberger Keeper prüfte, die „Bullen“ blieben ideenlos. Auch Okugawa versuchte sein Glück, ein schöner Drehschuss ging allerdings genau in die Hände von Kobras.

Effizienter hingegen die Gastgeber. Ein Patzer reichte um die Altacher in Führung zu bringen. Sidney Sam kam unbedrängt zu einem Distanzschuss, der Ball schlug neben Stankovic in die Maschen ein. Es folgte viel Geplänkel. Mit dem Rückstand ging es auch in die Kabinen. Jesse Marsch musste auf seine eigene Startaufstellung reagieren und brachte Daka und Hwang für Koita und Bernede. Der gewünschte Erfolg blieb zunächst aus, denn es war wieder Sidney Sam, der einen Megaschnitzer von Onguene ausnutzte um das Ergebnis auf Altacher Seite zu verbessern. Dieser lief auf Stankovic zu, der nach vollendetem „Gurkerl“ den Ball erneut aus dem eigenen Tor holen musste.

Kurz darauf konnte Hwang einen durchaus sehenswerten Treffer nach Daka-Zuspiel landen. Die Chance war noch da! Doch den endgültigen Gnadenstoß versetzten wieder die Altacher. Ein schneller Konter, kein Salzburger kam den Gästen nach und es war Zwischenbrugger, der einen Stanglpass eiskalt verwertete. Der letzte Treffer von Hwang, der vom im Abseits stehenden Farkas bedient wurde, war nicht nur irregulär, sondern auch nur mehr eine kosmetische Korrektur. Ein Abend zum vergessen.

Statistik

Statistik-ALTRBS

Spielberichte

Sky Sport Austria Niederlage in Altach: Nächster Rückschlag für Salzburg
ORf Sport Salzburg rutscht auch in Altach aus
Laola1 Krise! RB Salzburg unterliegt auch in Altach
Nächster Dämpfer: Red Bull Salzburg verliert in Altach mit 2:3
Kronen Zeitung 3:2! Furiose Altacher düpieren Meister Salzburg
Meister Salzburg rutscht im Altacher Regen aus
FC-Red-Bull-Salzburg-Meisterstern Match-Highlights auf Red Bull Fan.TV

 

Müheloser Einzug ins Halbfinale: Salzburg nimmt die Hürde Amstetten

Bild: © GEPA Pictures

Der FC Red Bull Salzburg hat heute souverän den Aufstieg in das Halbfinale des ÖFB Cups geschafft. Mit einem 3:0-Erfolg beim SKU Amstetten buchte die Mannschaft von Jesse Marsch das Ticket für das Semifinale. Masaya Okugawa sorgte bereits nach zehn Minuten für die frühe Führung, als er einen abgewehrten Hwang-Schuss im zweiten Versuch im Gehäuse unterbrachte. Nach Wiederbeginn verwandelte Junuzovic einen Freistoß in den Maschen und rund 15 Minuten vor Spielende machte Enock Mwepu nach einer Farkas-Flanke den Endstand von 3:0 perfekt.

Im Halbfinale wartet auf den Titelverteidiger nun der LASK, das hat die Auslosung in der Halbzeitpause der Begegnung ergeben. Die Partie findet in Wals-Siezenheim, entweder am 3. oder 4. März 2020 statt. In der zweiten Semifinalpartie trifft Austria Lustenau auf Wacker Innsbruck.

Spielstatistik

Spielberichte

Hier die Zusammenfassung aller relevanten Spielberichte der gängigen Sportmedien des Landes.

Sky Sport Austria Salzburg feiert Sieg in Amstetten
ORf Sport Glanzloser Sieg in Amstetten
Laola1 RB Salzburg wirft Amstetten ohne Glanz raus
Red Bull Salzburg wird mit Halbfinal-Hit belohnt
Kronen Zeitung Salzburg locker weiter – und jetzt gegen den LASK
Salzburg im Cup-Halbfinale: Nun wartet Kracher gegen den LASK
FC-Red-Bull-Salzburg-Meisterstern Match-Highlights auf Red Bull Fan.TV

Mageres Unentschieden in der Südstadt

Unentschieden bei Admira gegen Salzburg

Chronistenpflicht. Das gestrige Spiel zwischen Flyeralarm Admira und dem FC Red Bull Salzburg wird wohl nicht in die Geschichtsbücher eingehen. Doch der Reihe nach. Salzburg-Coach Jesse Marsch schickte folgende Elf auf das Feld:

Aufstellung #ADMRBS
Aufstellung #ADMRBS

1000 Prozent-Chance

Gleich zu Beginn hätte das Spiel eine vorzeitige Richtung nehmen können. Wir schrieben Minuten 2 als Hwang Abwehr und Keeper der Heimelf umkurvte, sich aber – anstatt einfach einzuschieben – entschloss, den Ball sehenswerter ins Tor zu befördern. Sein Schuss erwischte allerdings Sebastian Bauer am Kopf, eine Riesenchance blieb damit völlig ungenutzt.

Admira im Glück

Das Glück blieb weiter auf der Seite der Admira. Ein Freistoß mit anschließendem Kopfball von Bakis brachte die Admira in Führung, Stankovic konnte zwar parieren, aber ob der Ball nun schon in vollem Umfang hinter der Linie war oder nicht – daran scheiden sich die Geister. Sei es wie es sei – Schiedsrichter Eisner entschied auf Tor.

Ein wenig später hatte die Admira wieder Glück. Wieder Freistoß, diesmal für die Salzburger. Junuzovic zirkelte den Ball perfekt über die Mauer, der Keeper war bereits geschlagen, doch Pusch roch den Braten und konnte das Leder rechtzeitig wegköpfeln. Mit dem enttäuschenden Stand von 1:0 ging es auch in die Kabine.

30 Minuten Ideenlosigkeit

Marsch brachte in der Pause Haaland auf’s Feld, der aber in den folgenden 30 Minuten zu keinen großartigen Chancen kam. Das Spiel der Salzburger wurde zwar intensiver, aber der „große Coup“ wollte den Mozartstädtern nicht gelingen. Kein Spielwitz oder eine herausragende Spielidee war auszumachen. Die Admira verteidigte mit Mann und Maus und hätte wohl am liebsten auch noch den Mannschaftsbus in den 16er gestellt. Doch dann kam die Erlösung: Minamino kam am 16er-Rand in Ballbesitz, hob den Ball gefühlvoll über die Verteidigung auf den ungedeckten Hwang, der die Salzburg-Fans mit dem 1:1 von ihren „Schmerzen“ erlöste.

Eine Minute später scheiterte Hwang am Keeper der Admiraner. In der Nachspielzeit klingelte es zwar noch einmal im Kasten der Mödlinger, allerdings hoch Schiedsrichter Eisner das Tor auf, weil er ein angebliches Foul von Haaland gesehen hatte. Sei’s drum.

Nichts passiert – im Gegenteil

Ja, Salzburg erreicht nur ein müdes Unentschieden, machte aber trotzdem Boden auf den LASK gut, da dieser im Spiel gegen Rapid verlor. Auch der WAC verlor gegen Altach. Somit beträgt der Abstand der Salzburger auf den LASK nun zwei Punkte, auf den WAC schon 10 Punkte.

Stimmen zum Spiel

Jesse Marsch:

Es war ein sehr komisches Spiel von uns, es war nicht einfach gegen eine tief stehende und starke Abwehr. Unsere Spielweise war von Beginn an nicht so intensiv wie sonst. Wir hatten aber gleich am Anfang die Riesenchance von Hwang. Wenn da das Tor gefallen wäre, wäre es vielleicht anders gewesen. Am Ende war es nur ein Unentschieden, was bitter ist, weil der Ball beim Tor der Admira nicht drinnen war. Wir haben nicht schlecht gespielt, haben dominiert, aber so ist Fußball. Glückwunsch an den Gegner, der einen guten Matchplan gegen uns gehabt hat.

Cican Stankovic:

Wir sind unzufrieden. Wir sind zu früh in Rückstand geraten und ihm zu lange nachgelaufen. Im Endeffekt stehen wir mit einem Remis da. Mehr war wohl nicht drin, mehr haben wir uns aber auch nicht verdient.

Spielinfo

Flyeralarm Admira

 

FC Red Bull Salzburg

FC-Flyeralarm-Admira 1:1 FC-Red-Bull-Salzburg-Meisterstern
Tipico Bundesliga 16. Spieltag
Anpfiff Sonntag, 1.12.2019, 14.30 Uhr
Austragungsort BSFZ-Arena, 2.537 Zuschauer
Schiedsrichter René Eisner
  Torfolge  
Bakis (16.)
1:0
1:1

Hwang (77.)
Schösswendter, Aiwu, Leitner Gelbe Karten Minamino
Gelb-Rote Karten
Rote Karten

Effiziente Salzburger holen Sieg Dank Youngster Haaland

Salzburg besiegt den WAC durch 3 Tore von Haaland

Duell der Europacup-Fighter! Der RZ Pellets WAC bat den Serienmeister FC Red Bull Salzburg zum Tanz auf dem Kärntner Rasen. Jesse Marsch stellte folgende Elf in die Startformation:

Aufstellung #WACRBS

Frühe Führung

Es war erst in der 4. Minute, als „Big Earl“ zum ersten Mal zuschlug. Junuzovic bedient Minamino, der mit dem Pass in Mitte, Haaland mit einem wunderbaren Ferserl. Der Ball wanderte dann via Wolfsberger Bein in die Maschen! So hatten sich die Kärntner den Start wohl nicht vorgestellt.

Was folgte, war Werbung für den österreichischen Vereinsfußball. Der WAC steckte nicht auf, fand immer besser ins Spiel und hielt ordentlich dagegen. Doch ein Tor wollte den Wolfsbergern keines Gelingen. Weissman, Niangbo und Liendl versuchten ihr Glück, scheiterten aber entweder im Abschluss oder am ausgezeichneten Salzburger Schlussmann Carlos Coronel. 

Aber auch auf Wolfsberger Seite zeichnete sich der Keeper aus, der gute Chancen von Haaland und einen tollen Freistoß von Junuzovic entschärfte. Tor fiel in dieser Halbzeit keines mehr, mit dem 0:1 ging es in die Kabinen.

Immer wieder Haaland!

Der WAC kam deutlich druckvoller aus der Kabine als der FC Red Bull Salzburg. Man „roch“ förmlich, dass sich die Lavanttaler mit dem 0:1 nicht zufrieden geben wollten. Man muss ehrlicherweise sagen, dass zu diesem Zeitpunkt die Kärntner den schöneren, aber nicht effizienteren Fußball spielten. Zwei Mal rettet Kapitän Ulmer vor dem Ausgleich, dann war es wieder Coronel, der die Chancen der Heimelf zunichte machte.

Der Schiedsrichtergespann vereitelte eine Top-Chance von Hwang, der allein auf Kofler zulief. Schiedsrichter Altmann entschied auf Abseits, die TV-Kameras verdeutlichten die Fehlentscheidung.

Das Blatt wendete sich jedoch mit der Einwechslung von „Wirbelwind“ Patson Daka! Dieser tankte sich auf links durch, bediente Goalgetter Erling Haaland sehenswert, der den Ball in die Maschen knallte. 12 Minuten später dann der Todesstoß für die Kärntner: Junuzovic mit einer sehenswerten Vorlage auf Daka und wieder bediente dieser Haaland mit einem Querpass. Das Tor war nur mehr Formsache.

Die Salzburger hatten nicht ihren besten Tag, waren aber die effizientere Mannschaft!

Stimmen zum Spiel

Jesse Marsch:

Das war ein sehr intensives Spiel. Der WAC war in vielen Momenten im Vorteil. Wir haben viel über das Thema ‚zu Null‘ gesprochen. Wenn uns das gelingt, haben wir vorne immer unsere Chancen. Am Ende waren es drei wichtige Punkte für uns. Ich bin sehr zufrieden. Anfang der zweiten Halbzeit war der WAC überlegen. Wir haben aber taktisch reagieren können. Es ist gut für einen Trainer, wenn er so flexible Spieler hat.

WAC Coach Struber:

Wir haben Chance um Chance herausgespielt, konnten aber aus vielen guten Möglichkeiten wenig Kapital schlagen. Da braucht es die totale Überzeugung zu vollstrecken. Teilweise war der letzte Pass nicht präzise genug. Dazu gab es einen Salzburger Tormann Coronel, der eine Mauer war. Wenn du das alles zusammenzählst, ist das zu viel des Guten. Der Gegner war uns an Dynamik und Schlagkraft voraus. Mit welcher Power und welchem Selbstverständnis die Stürmer hier hineingehen, davon können wir uns eine große Scheibe abschneiden.

Spielinfo

RZ Pellets WAC

 

FC Red Bull Salzburg

RZ Pellets WAC 0:3 FC-Red-Bull-Salzburg-Meisterstern
Tipico Bundesliga 14. Spieltag
Anpfiff Sonntag, 10.11.2019, 17.00 Uhr
Austragungsort Lavanttal Arena, 4.865 Zuschauer
Schiedsrichter Walter Altmann
  Torfolge  


0:1
0:2
0:3
Haaland (4.)
Haaland (76.)
Haaland (88.)
Rnic, Ritzmaier, Schmitz, Struber (Trainer), Niangbo, Liendl Gelbe Karten Ramalho, Mwepu
Gelb-Rote Karten
Rote Karten

Ein kleines Quäntchen Glück…

Salzburg nimmt einen Punkt mit

Wenn man als Salzburg-Fan auf den 5. November 2019 zurück schaut, so kann man mit 100%iger Sicherheit sagen: Der Fußballgott, sofern es einen gibt, war an diesem Abend den Salzburgern wohlgesonnen. Anders könnte man das Unentschieden gegen die Fußballmannschaft, die ihr Zuhause „gleich neben“ einem Vulkan hat, erklären. Doch der Reihe nach. 

Das Dreierketten-Experiment

Unsere Elf für Napoli! 🔥 #KönigsCLasse

Gepostet von FC Red Bull Salzburg am Dienstag, 5. November 2019

Jesse Marsch lies, erstmals in diesem Bewerb, eine Dreierkette spielen. Pongracic durfte neben Onguéné und Wöber die Innenverteidigung bilden. Gegen eine Mannschaft wie Napoli ein kleines Ausrufezeichen – die Zeichen standen auf: Wir wollen das Spiel machen und hier punkten. Am Ende konnten die Salzburger tatsächlich zählbares aus Italien mitnehmen – mit den Chancen, die man hatte, hätten es auch 2 Zähler mehr sein können. Doch die Systemumstellung in der Champions League zeigte auch eines eindeutig: Gegen solche starken und erfahrenen Gegner kann sowas ganz schön ins Auge gehen. 

Vollgas ab der ersten Sekunde

Coronel mit einer Glanztat – (c) GEPA

Salzburgs Matchplan haben Trainer und Spieler in Interviews und Pressekonferenzen klar vorhergesagt: Man möchte Vollgas spielen. Chancen kreieren und den Gegner stören. Dazu wollte man mit der Dreierkette hinten und einem Mittelfeld aus fünf Spielern die Räume für die Hausherren ziemlich eng machen und die Verteidiger unter Druck setzen. Mit dem Matchplan zeigte man allerdings auch die Probleme auf, die man sich damit eingefangen hatte: Gegen die schnellen Offensivspieler von Napoli hatte man so seine Probleme, wie Onguéné in seiner Aktion gegen den Lazano zeigte. Im Laufduell zog er den Kürzeren und konnte sich nur mit einem Foul helfen. Das Problem: Der Mexikaner stürmte, mehr oder weniger, alleine auf das Tor zu – unsere Nummer 6 konnte sich hier nur mit einem Foul helfen und sah, Gott sei Dank, nur die gelbe Karte dafür. Unmittelbar danach konnte Coronel ein Eigentor mit einer unfassbaren Reaktion noch verhindern. Auch hier trug der Hauptdarsteller die Rückennummer sechs bei den Salzburgern. 

Auf der Gegenseite kam ebenfalls Onguéné zur ersten Großchance für die Gäste: Nach einem Corner köpfelte er freistehend – die Italiener hatten auf den Innenverteidiger schlicht vergessen – den Ball neben (!) das Tor. Da hätte es gut und gerne ein Tor für die Salzburger geben können. 

Haaland per Strafstoß zur zwischenzeitlichen Führung

Haaland trifft zur Führung
Haaland trifft zur Führung – (c) GEPA

In der elften Minute zappelte dann der Ball erstmals im Netz und zwar im Tor der Hausherren. Ulmer bediente mit einem perfekten Pass über das ganze Feld den gut startenden Hwang, der den Ball gut in den Strafraum mitnahm. Im Zweikampf schaffte er es allerdings den Ball vor Koulibaly wegzuspitzeln, sodass der Verteidiger nur Hwang traf. Ein glasklarer Elfmeter. Im Gegensatz zum Spiel gegen Rapid, gab es rund um den Schützen allerdings keine Diskussionen. Haaland ging zum Punkt und trat den Elfmeter, so wie in Salzburg ins rechte untere Eck, erfolgreich und zur Führung der Salzburger. 

Das späte 1:1

Coronel war geschlagen
Coronel war geschlagen – (c) GEPA

Es kam, wie es kommen musste. Die Führung der Salzburger hat die Hausherren vor keine allzu großen taktischen Probleme oder andere Schwierigkeiten gestellt. Der Matchplan änderte sich nicht großartig – man versuchte mit schnellen Spielzügen das Pressing der Salzburger auszuhebeln. Doch gerade eine Einzelaktion sollte für das Endergebnis von 1:1 sorgen. Lozano, der für viel Stress in der Innenverteidigung der Gäste sorgte, kam ungehindert zum Schuss. Coronel war in dieser Situation komplett chancenlos. 

Von der Dreier- zur Viererkette

Das Trainerteam rund um Marsch hatte zur Pause erkannt, dass die Dreierkette nicht das ideale Rezept gegen so einen Gegner war. Mit der Hereinnahme von Mwepu und der Umstellung auf eine Viererkette wurde das Spiel der Bullen deutlich stabiler. Durch diese Veränderung und die Stabilisierung der Verteidigung litt das Offensivspiel der Salzburger – so kam man in der zweiten Spielzeit auf keine nennenswerten Chancen. Doch auch Napoli schien aufgrund der Intensität der ersten Halbzeit müde und konnte nur einen gefährlichen Weitschuss von Lozano vorweisen. Die Einwechslung vom Dreifach-Torschützen gegen Mattersburg Daka und den quirligen Ashimeru brachte leider nicht den gewünschten Erfolg. Beide Teams trennten sich mit einem, für die Salzburger dann doch glücklicheren, 1:1. 

Achtelfinale ist noch möglich

Ja, die Salzburger können noch auf das Achtelfinale hoffen – sollte Neapel in Liverpool verlieren und Salzburg gegen Liverpool im Dezember vor heimischen Publikum gewinnen. Nur so ist es möglich in der Champions League zu überwintern. Möchte man (Achtung! Persönliche Meinung des Autors) das als Fan und Verein? Finanziell wäre es sicher nicht unattraktiv, auch würde man auf einen netten Gegner stoßen – doch es ist unrealistisch dort zu überstehen. 

Deshalb sollte man sich voll auf das Ziel „Absicherung des dritten Platzes“ fokussieren um in der Europa League zu reüssieren. Die EL ist uns wohl gesonnen, wir haben tolle Spiele dort erlebt und sind auf Gegner auf Augehöhe gestoßen. Mit dieser Mannschaft ist dort so viel möglich; erinnern wir uns doch an das Halbfinale… 

Das Spiel in der Videozusammenfassung

Spielinfo

SSC Napoli

 

FC Salzburg

SSC Napoli 1:1 FC-Salzburg
UEFA Champions League Gruppe E, 4. Spieltag
Anpfiff Dienstag, 05.11.2019, 21:00 Uhr
Austragungsort San Paolo,32.862 Zuschauer
Schiedsrichter Marciniak (POL)
  Torfolge  

Lozano (44.)
0:1
1:1
Haaland (40./Elfmeter)

Zielinski Gelbe Karten Onguene, Pongracic, Marsch
Gelb-Rote Karten  
  Rote Karten  

Im Schongang zum ungefährdeten Auswärtssieg

Salzburg besiegt Mattersburg

Es war zu erwarten, dass auf den Serienmeister im Burgenland ein Abwehrriegel wartet. FC Red Bull Salzburg Trainer Jesse Marsch setzte wieder auf Rotation und stellte folgende Elf auf das Mattersburger Grün, die das Mattersburger Bollwerk knacken sollten:

Starker Beginn

Die erste Chance gehörte den Hausherren, die jedoch von Carlos Coronel zunichte gemacht wurde. Salzburg tat sich schwer den Mattersburger Abwehrriegel zu knacken. Jede Chance verlief im Sand und wurde von der burgenländischen Abwehr verhindert. Mühsam. Und so dauerte es bis zur „Salzburger Minute“, bis man endlich jubeln durfte. Eine Halbchance wurde abgewehrt, der Ball endete in einer „Kerze“, die nahezu jeder normal fangen könnte. Der Mattersburger Schlußmann schaffte jedoch das Kunststück diese Ball nicht zu fangen, Daka reagierte blitzschnell und schob zum 0:1 ein. Ein echtes Gastgeschenk der Hausherren.

8 Minuten später dann ein Tor der Kategorie Weltklasse: Im Getümmel landet der Ball erneut bei Daka, der aus gut 20 Metern platziert ins Kreuzeck hämmerte! Was für ein Tor! Mit dem Stand von 0:2 ging es in Kabinen.

Ruhig nach Hause gespielt

Mattersburg kam durchaus motiviert aus der Pause, aber wirklich gefährlich wurden lange Zeit keine der beiden Mannschaften. Und so plätscherte das Spiel vor sich hin, daran konnte oder wollte auch der eingewechselte Haaland nichts ändern.

Es gab auch kurz einen Elfmeteralarm, als Daka im gegnerischen Sechzehner getroffen wurde, aber der Schiedsrichter wollte nicht auf den Punkt zeigen.

Und so dauerte es bis zur Nachspielzeit, bis Daka erneut jubeln durfte. Koita zog ab, der Mattersburger Keeper wehrte nach vorne ab, wo unsere Nummer 20 stand und mit dem 0:3 das Spiel beendete. Kein Leckerbissen, aber ein ungefährdeter Auswärtssieg der Salzburger.

Daka mit einem Triplepack gegen Mattersburg
Daka mit einem Triplepack gegen Mattersburg

 

Stimmen zum Spiel

Zlatko Junuzovic:

Es war, wie erwartet, sehr schwierig. Mattersburg ist tief gestanden und hat die Räume eng gemacht. Wir haben teilweise mit Chipbällen und tiefen Läufen probiert, hinter die Abwehr zu kommen, aber Mattersburg hat es sehr diszipliniert gemacht und aggressiv dagegengehalten. Wir haben heute nicht den Tempo-Fußball gespielt. Wir hätten vielleicht mit weniger Kontakten und schnellen Verlagerungen spielen müssen, aber ein 3:0 nehmen wir so auch.

Jesse Marsch über den gelungenen Auftritt von Patson Daka:

Es ist super für Patson. Es ist nicht einfach für ihn, wir haben in den wichtigsten Spielen mit Hwang und Haaland gespielt. Aber er ist mitten in einer super Saison.

Spielinfo

SV Mattersburg

 

FC Red Bull Salzburg

SV Mattersburg 0:3 FC-Red-Bull-Salzburg-Meisterstern
Tipico Bundesliga 13. Spieltag
Anpfiff Samstag, 2.11.2019, 17.00 Uhr
Austragungsort Pappelstadion, 2.900 Zuschauer
Schiedsrichter Christian-Petru Ciochirca
  Torfolge  
  0:1
0:2
0:3
Daka (33.)
Daka (41.)
Daka (90.+4)
Mahrer Gelbe Karten
Gelb-Rote Karten
Rote Karten

Ungefährdeter Einzug ins Cup-Viertelfinale

Salzburg besiegt Ebreichsdorf

Gestern musste der FC Red Bull Salzburg gegen den letzten verbliebenen Regionalligisten im ÖFB Cup auf’s Feld: „Admira-Killer“ ASK Ebreichsdorf bat in der Südstadt zum „Tanz auf dem Rasen“. Jesse Marsch rotierte wie gewohnt ordentlich durch und schickte folgende Startelf auf’s Feld:

Aufstellung Ebreichdorf gegen Salzburg

Frühe Führung

Die Abwehr der Heimelf war dicht, der ASK Ebreichsdorf zeigte im Vergleich zur Liga einen engen Abwehrriegel – solche Defensivformationen sind die Salzburger mittlerweile gewohnt. Trotzdem dauerte es nicht lange, bis es zum ersten Mal „klingelte“. Okugawa kam ans Leder, lupfte den Ball über den Keeper und es stand bereits nach 7 Minuten schon 0:1 für den amtierenden Cupsieger.

Und es ging in dieser Tonart weiter. Daka zog ab, der Keeper lässt abprallen und Koita nahm das Geschenk dankend an. 0:2 noch in der ersten Viertelstunde. Die erste halbwegs nennenswerte Aktion der Niederösterreicher führte dann aber auch zum dritten Treffer des FC Red Bull Salzburg: Der zaghafte Angriff endete bei Ramalho, der den Ball weit nach vorne schlug. Dort empfing ihn Szoboszlai, der ihn via Außenrist zu Daka beförderte, der den Ball trocken ins Netz beförderte. 0:3! Dann nahm Salzburg ein wenig den Druck aus dem Spiel. Mit dieser Führung ging es auch in die Kabinen.

Gnadenstoß

Der ASK Ebreichdorf kam durchaus motiviert aus den Kabinen und zeigte weiterhin den Willen, zumindest einen Ehrentreffer zu landen. Und dies gelang auch fast durch einen Fehler in der Salzburger Mannschaft. Eichinger schnappte sich das Spielgerät und spurtete Richtung Salzburger Kasten. Allerdings fand er dort in dem sonst wenig beschäftigten Coronel seinen Meister, der den Abschluss gekonnt parierte.

Rund 20 Minuten vor Schluss nahm sich Koita ein Herz und zog mutig aus 20 Metern ab. Und wieder landete der Ball im Netz! 0:4 für die Salzburger. Den endgültigen Gnadenstoß versetzte den Gästen dann letztendlich der eingewechselte Haaland, der kurz vor Ende einen Schuss von Hwang mit leichter Berührung in die Maschen lenkte. Bei diesem 0:5 blieb es dann. Der FC Red Bull Salzburg zieht ohne Probleme ins Viertelfinale des Cups ein.

Stimmen zum Spiel

Andre Ramalho:

Wir wussten, dass diese Mannschaft schon gegen die Admira gewonnen hat. Es war wichtig, dass wir ab der ersten Minute wach waren und Mentalität gezeigt haben. Wir haben so gut wie nichts zugelassen. Mit schnellen Toren ist es für jeden Gegner schwer. Das haben wir geschafft.

Spielinfo

ASK Ebreichsdorf

 

FC Red Bull Salzburg

ask-ebreichsdorf 0:5 FC-Red-Bull-Salzburg-Meisterstern
ÖFB Cup Viertelfinale
Anpfiff Mittwoch, 30.10.2019, 18.00 Uhr
Austragungsort BSFZArena, 3.700 Zuschauer
Schiedsrichter Josef Spurny
  Torfolge  




0:1
0:2
0:3
0:4
0:5
Okugawa (7.)
Koita (13.)
Daka (28.)
Koita (75.)
Haaland (86.)
Gelbe Karten Ashimeru
Gelb-Rote Karten
Rote Karten

Youth League: Offensivgala beschert wichtigen Dreier gegen Napoli

Youth League SALNAP

Den „Youngsters“ des FC Red Bull Salzburg ging es gegen Napoli besser: Die Mannschaft von Frank Kramer feierte gestern Nachmittag gegen die U19 des SSC Napoli nach frühem Rückstand einen verdienten 7:2-Erfolg, lieferte dabei eine richtig starke Performance ab und begeisterte mit einem temporeichem Offensivfeuerwerk. Kramer schickte folgende Elf auf’s Feld:

Antosch
Wallison – Oroz – Okoh – Dedic
Sucic – Pokorny – Prass
Luis Phelipe – Sesko – Adeyemi

Spielverlauf

Spektakulärer Start in Grödig. Die Partie war noch keine 18 Sekunden alt, als sich Luis Phelipe mit einem perfekten Haken freispielte und den Torhüter zu einer Glanzparade zwang. Die Gäste hingegen nutzten in der Anfangsphase ihre erste Chance und trafen nach einer Ecke durch Davide Costanzo zur Führung. Unbeeindruckt verfolgte die Mannschaft von Frank Kramer ihren Matchplan und glich nach toller Vorarbeit von Karim Adeyemi durch Benjamin Sesko verdient aus. Und es war erneut der Offensivspieler, der nach knapp einer Viertelstunde trocken zur 2:1-Führung abschloss. Die Jungbullen blieben weiterhin giftig und stellten die Hintermannschaft der Italiener mit schnellen Kombinationen und effizienten Dribblings vor große Probleme. Nach etwas mehr als einer halben Stunde versuchte Wallison per Weitschuss sein Glück, doch das Spielgerät strich hauchdünn am langen Eck vorbei. Mit einer knappen, aber verdienten Pausenführung ging es die Kabinen. 

Der Beginn in Durchgang zwei hätte nicht besser laufen können. Nach einem abgewehrten Kopfball von Benjamin Sesko staubte Tobias Anselm, der in Hälfte eins für den verletzten Karim Adeyemi ins Spiel kam, zum 3:1 ab. Wenige Augenblicke später erneut ein starkes Dribbling von Luis Phelipe und ein überlegter Abschluss von der Strafraumgrenze zum 4:1. Auch nach der komfortablen Führung zogen die Jungbullen ihr Spiel knallhart durch und wussten mit starkem Tempofußball zu überzeugen – weitere gute Einschussmöglichkeiten waren die Folge. So scheiterten innerhalb weniger Minuten Luka Sucic, Tobias Anselm und Luis Phelipe per spektakulärem Seitfallzieher, ehe Alexander Prass das Spielgerät an die Querlatte hämmerte. Kurz darauf trug sich auch der gerade eingewechselte Junior Adamu mit einem überlegten Kopfballtreffer in die Torschützenliste ein. Von den Italienern war bis auf einen fragwürdigen Elfmetertreffer zum 5:2 in den zweiten 45 Minuten wenig zu sehen. In der Schlussphase sorgten Luka Sucic per Weitschuss bzw. Nicolas Seiwald aus kurzer Distanz und aus spitzem Winkel für den 7:2-Endstand und besiegelten einen hochverdienten Dreier gegen den SSC Napoli.

Stimmen zum Spiel

Frank Kramer:

Man hat heute gesehen, dass die Mannschaft richtig Bock hatte, Fußball zu spielen. Wir haben in der Pause etwas nachjustiert, da trotz der Führung noch nicht alles gut war. Wir wollten es zu Beginn der zweiten Hälfte gleich berichtigen, das ist uns super gelungen. Wir konnten unseren Fußball mit der hohen Intensität mit und auch gegen den Ball sehr gut auf den Platz bringen und richtig konsequent agieren. Es wirkte so, als ob das Napoli heute überrascht hat. Heute können wir das Ergebnis genießen, aber wir wissen es richtig einzuschätzen, wissen, dass es im Rückspiel in zwei Wochen erneut eine schwierige Aufgabe wird.

Spielinfo UEFA Youth League

FC Red Bull Salzburg

 

SSC Napoli

FC-Red-Bull-Salzburg-Meisterstern 7:2 SSC Napoli
UEFA Youth League
3. Spieltag
Anpfiff Mittwoch, 23.10.2019, 16.00 Uhr
Austragungsort Untersberg Arena, 680 Zuschauer
Schiedsrichter Aleksei Matiunin (RUS)