Mühsamer Cupsieg gegen Wr. Neustadt

Cupsieg gegen Wiener Neustadt

Es war weder Gold, noch glänzte es. Die Rede ist vom Cup-Sieg gegen den SC Wr. Neustadt im Viertelfinale des Bewerbs. Die Pflicht ist erfüllt.

Marco Rose schickte folgende Elf auf das niederösterreichische Grün:

Aufstellung #SCWNRBS

Feldüberlegenheit

Der FC Red Bull Salzburg übernahm die Kontrolle – dies zeigte sich auch durch den Ballbesitz, der gerade in der 1. Hälfte bei rund 65% lag. Prevljak und Minamino zeigten gleich in den ersten Minuten, dass man das Spiel hier gewinnen wollte, leider verpufften beide Chancen.

Von den Hausherren sah man in den ersten 30 Minuten wenig, ein Weitschuss von von Siebeck war das erste Lebenszeichen der Neustädter. Doch auf Salzburger Seite zeigte man sich ebenso wenig gefährlich – der Ball wollte nicht ins Gehäuse der Niederösterreich.

So beherrschten die Salzburger den Gegner zwar, aber ins Tor wollte das Spielgerät nicht. Torlos ging es in die Kabinen.

Der Nachwuchs machts!

Doch dann war es endlich soweit. Kurz nach Anpfiff kamen die Salzburger zur Führung: Querpass in den Sechzehner, Dabbur ging nur halbherzig zum Ball, was in diesem Fall aber Glück war. Der Ball sprang weg, landete vor dem jungen Szoboszlai, der aus spitzem Winkel zum nicht unverdienten 0:1 traf!

Nur wenig später gab es erneut Grund zum Jubeln. Ulmer wurde im Sechzehner nicht regelkonform gestoppt, Dabbur verwandelte den Strafstoß trocken. 0:2 für den Serienmeister.

Tor des Monats?

Gegen Ende ließen die Salzburger das Spiel etwas schleifen, der eingewechselte Haaland brachte noch etwas Schwung und Torgefahr. Aber der junge Norweger traf einen Kopfball nicht richtig und durfte sich nicht in die Liste der Torschützen eintragen.

Anders auf der Gegenseite. In der 89. Minute zog Hager nach einem Defensiv-Chaos in der Salzburger Hintermannschaft sehenswert ab und hämmerte das Spielgerät unter die Latte! Ein Kandidat für das Tor des Monats.

Es blieb dann auch beim 1:2 – Salzburg ist damit eine Runde weiter und trifft im Halbfinale auf die Sensationsmannschaft des GAK, die die Wiener Austria aus dem Bewerb geschossen haben.

Stimmen zum Spiel

Marco Rose:

Es war das erwartet harte Stück Arbeit. Wir hatten das Spiel im Griff, aber es ist Pokal. Der Gegner verteidigt mit allem, was er hat, und schaltet um. Es war wichtig, dass wir nach der Pause ein schnelles Tor machen. So ergeben sich auch ein paar mehr Räume, um das zweite Tor zu machen. Ich glaube, dass wir sehr verdient gewonnen haben, wir wissen aber natürlich, dass wir Steigerungspotenzial haben.

Spielinfo

SC Wr. Neustadt

 

FC Red Bull Salzburg

SC Wiener Neustadt1:2FC Red Bull Salzburg
ÖFB Cup
Viertelfinale
Anpfiff
Sonntag, 17. Februar 2019, 15:00 Uhr
AustragungsortHama Trucks Arena, 2.000 Zuschauer
Schiedsrichter
SR Ciochirca
 Torfolge 


Hager (89.)
0:1
0:2
1:2
Szoboszlai (48.)
Dabbur (55./Elfmeter)
TartarottiGelbe KartenSamassekou, Prevljak, Ramalho
Gelb-Rote Karten
Rote Karten

Aufstiegschance gewahrt – Salzburg verliert knapp in Villarreal

Der große Tag war nun endlich gekommen, viele Wochen der Vorbereitung hatte der FC Salzburg hinter sich gebracht. Die Mannschaft von Adi Hütter startete in die KO-Phase der UEFA Europa League beim äußerst heimstarken, wenngleich auch national im Schatten der Großklubs agierenden FC Villarreal.

Beide Teams konnten nicht in Bestbesetzung antreten, auf Seiten der Spanier fehlte vor allem Kapitän Bruno Soriano, die Gäste mussten auf die Dienste der Langzeitverletzen Vorsah und Sörensen sowie Neuzugang Takumi Minamino verzichten.

Die Aufstellung von Adi Hütter bot keinerlei Überraschungen, im Vergleich zum 2:0-Sieg in Wr. Neustadt rückte Ramalho für Caleta-Car nach seiner Sperre in die Startelf, zudem ersetzte Marco Djuricin im Sturm Marcel Sabitzer, der wiederum die vakante Stelle von Minamino im rechten Mittelfeld einnahm. Leitgeb bekam seine Knieprobleme in den Griff und stand anstelle vom zuletzt gut agierenden Naby Keita in der Anfangsformation.

VILRBS Aufstellung

Die Salzburger starteten engagiert in die Partie und ließen sich von den 15.000 Zuschauern, die sich im El Madrigal eingefunden hatten, keineswegs beeindrucken. Den ersten Warnschuss gab Trigueros nach etwa zehn Minuten ab, kein Problem jedoch für Peter Gulacsi, der heute noch öfters in Erscheinung treten sollte.

Für die Gäste verzeichnete Marco Djuricin die erste Topchance, welcher eine Soriano-Weiterleitung direkt nahm und Asenjo prüfte. Allerdings konnte der Villarreal-Keeper entschärfen.

Eine Glanzparade lieferte der Schlussmann der Hausherren dann drei Minuten später ab, als er einen Ramalho-Kopfball nach Bruno-Corner noch aus dem rechten unteren Eck fischte. Den Abpraller brachte Djuricin – wenngleich auch aus spitzem Winkel – aus etwa zwei Metern nicht im Tor unter.

Auf der Gegenseite agierten die Angreifer der Hausherren kaltschnäuziger. Vietto setzte sich im Zweikampf gegen den heute fehleranfälligen André Ramalho durch, prüfte Gulacsi mit einem Schuss aus spitzem Winkel, welchen der Ungar zunächst noch parieren konnte. Allerdings landete der Ball bei Stürmer Uche, der keine große Mühen hatte, den Ball im Tor unterzubringen.

Beim Schiedsrichter bedanken konnten sich die „Submarinos“ dann unmittelbar vor der Pause, als Tomas Pina im Blutrausch Massimo Bruno von den Beinen holte und lediglich mit einem gelben Karton verwarnt wurde.

Nachdem ein Soriano-Schuss in der Schlussminute des ersten Durchgangs nicht den gewünschten Erfolg brachte, traten die Mannen von Coach Marcelino Garcia mit einer knappen 1:0-Führung den Gang in die Kabinen an.

Soriano legt sich den Ball zum Penalty zurecht / © GEPA
Soriano legt sich den Ball zum Penalty zurecht / © GEPA

Hälfte zwei startete vielversprechend für die Gäste. Victor Ruiz foulte Marco Djuricin an der Torausline im Strafraum und der schottische Schiedsrichter Madden zeigte auf den Punkt. Soriano legte sich den Ball zurecht und verlud Keeper Asenjo, schob den Ball lässig in die rechte untere Ecke.

Schwegler verlor den wieselflinken russischen Teamspieler Tscheryschew aus den Augen, der Uche per Stanglpass ideal bediente. Diese fand jedoch in Peter Gulacsi seinen Meister, welcher den Schuss sehenswert parierte.

Beim Schuss des Russen nach Doppelpass mit Vietto hatte der Ungar allerdings das Nachsehen, die Gastgeber gingen durch einen sehenswerten Volleyschuss des aktivsten Akteurs am Platz erneut in Führung, der Ball schlug präzise im langen Eck ein.

Und Salzburg hatte in dieser Phase Glück, nicht noch höher in Rückstand zu geraten. Vietto kam am linken Flügel an den Ball, setzte Uche gekonnt ein und dieser zog alleine vor Gulacsi ab. Doch erneut erwieß sich der in der Saison schon des öfteren kritisierte Ungar als sicherer Rückhalt und parierte sehenswert den Schuss aus kurzer Distanz. Tscheryschew scheiterte im Anschluss aus spitzem Winkel ebenfalls am Salzburg-Schlussmann.

Gulacsi hielt mehrmals bravourös und hielt sein Team im Spiel / © GEPA
Gulacsi parierte mehrmals bravourös und hielt sein Team im Spiel / © GEPA

Danach flaute die Druckphase der Gastgeber etwas ab und Salzburg bekam wieder etwas mehr Zugriff auf die Partie, ohne jedoch wirklich Gefahr zu erzeugen.

In der 84. Minute hatte der eingewechselte Joel Campbell Glück, nach rüdem Einsteigen gegen Ramalho nur Gelb zu sehen, auch in dieser Situation ließ der schottische Schiedsrichter durchblicken, dass er der britischen Fußballschule entstammt.

Nachdem sowohl Villarreal als auch Salzburg in den Schlussminuten aus Freistößen nichts Zählbares erwirtschaften konnten, beendete der Unparteiische nach 93 Minuten die Partie.

Die knappe 1:2-Niederlage ist zwar keine ideale Ausgangsposition für das Rückspiel, allerdings bietet sie die ideale Voraussetzung für ein spannendes und hart umkämpftes Match am kommenden Donnerstag in der Red Bull Arena, für welches bereits 21.500 Karten verkauft wurden. Fehlen wird dabei der heute bereits in der Anfangsphase verwarnte Stefan Ilsanker, der seine dritte gelbe Karte im Bewerb sah und daher beim Retourmatch nur Zaungast sein wird.

UEFA Europa League, Sechzehntelfinale, Hinspiel
El Madrigal, 15.000 Zuschauer, Schiedsrichter: Madden (SCO)
Villarreal Home Trikot

[gt_animated_number event=“inview“ end_to=“2″ format=“normal“ speed=“3000″ color=“#1b355e“ font_size=““ font_style=“normal“] : [gt_animated_number event=“inview“ end_to=“1″ format=“normal“ speed=“3000″ color=“#1b355e“ font_size=““ font_style=“normal“]

FC Red Bull Salzburg Trikot

Villarreal CF

 

FC Salzburg

 

[gt_animated_number event=“inview“ end_to=“93″ format=“normal“ speed=“2000″ color=“#1b355e“ font_size=““ font_style=“normal“] Min. Spielzeit

 

1:0 Uche (32.)
2:1 Tscheryschew (54.)

 Torschützen

 1:1 Soriano (49./Elfmeter)

Pina, Campbell, Jordá

Gelbe Karten

Ilsanker, Schwegler, Ramalho

 Gelb-Rote Karten

 –

 –

Rote Karten

 –