2:1-Heimerfolg gegen Rapid: Drückend überlegene Salzburger lassen Grün-Weiß keine Chance

Riesiger Jubel nach der frühen Führung / © GEPA

Zum Abschluss des 15. Spieltages der Tipico Bundesliga gab sich der SK Rapid Wien in der Red Bull Arena die Ehre. Auf dem Papier lediglich das Aufeinandertreffen vom Tabellenvierten gegen den Fünften, versprach dieses Duell jedoch bereits vor Beginn große Spannung. Und die 15.082 Zuschauer wurden nicht enttäuscht.

Die heutige Startelf / © SALZBURG12.at
Die heutige Startelf / © SALZBURG12.at

Zunächst verzögerte sich der Anpfiff jedoch um einige Minuten, da ein paar Gehirnakrobaten im Gästesektor grüne Freudenfeuer zündeten, die den Innenraum der Red Bull Arena binnen weniger Sekunden in dichten Rauch hüllten.

Nachdem Alexander Harkam mit etwa fünf Minuten Verspätung die Partie endlich anpfeifen konnte, legten die Hausherren los wie die Feuerwehr. Nach etwas mehr als einer Minute hatte Dabbur bereits die Riesenchance, Salzburg in Führung zu bringen. Nach einem präzisen Lochpass von Berisha tauchte der Israeli plötzlich vor Strebinger auf, fand jedoch zunächst noch seinen Meister im Rapid-Keeper.

In Spielminute acht war der Torhüter jedoch chancenlos. Wieder bediente Berisha Dabbur, dieser vernaschte zwei Gegenspieler und schloss aus spitzem Winkel in die lange Ecke ab.

Dabbur brachte Salzburg in Front / © GEPA
Dabbur brachte Salzburg in Front / © GEPA

Und in dieser Tonart ging es weiter. Gulbrandsen setzte sich nach Zuspiel von Lainer energisch gegen Schrammel durch, scheiterte aus spitzem Winkel jedoch an Strebinger. Auch bei einem Weitschuss von Lainer blieb der Rapid-Schlussmann Sieger.

Dabbur konnte kurz darauf erneut einen gefährlichen Abschluss verbuchen. Nachdem sich der Israeli an zwei Gegenspieler vorbeidribbelte, prüfte er den viel beschäftigten Strebinger mit einem satten Abschluss, der allerdings pariert wurde.

Riesiges Pech hatten die Salzburger in Minute 27. Berisha drang von der linken Seite in den Sechzehner ein und bediente den lauernden Gulbrandsen per mustergültigem Stanglpass. Das Spielgerät sprang jedoch kurz vor dem Norweger unglücklich auf, sodass Gulbrandsen unter dem Ball durchfuhr und das Leder ins Nirvana trudelte.

In der letzten Spielminute der ersten Hälfte hatten die Hausherren die große Chance auf’s 2:0. Samassekou fuhr einen Konter und bediente den mitlaufenden Dabbur, der jedoch aus spitzem Winkel erneut an Strebinger scheiterte, welcher zur Ecke klären konnte.

Dieser Corner fiel dem SK Rapid jedoch um die Ohren, denn Lainer köpfelte den von Ulmer getretenen Standard in der Nachspielzeit in die Maschen. Perfekter Zeitpunkt, um den zweiten Treffer zu markieren!

Perfekter Zeitpunkt! Lainer trifft in der Nachspielzeit der ersten Hälfte / © GEPA
Perfekter Zeitpunkt! Lainer trifft in der Nachspielzeit der ersten Hälfte / © GEPA

Der zweite Durchgang begann zwar auch mit einer Torchance der Salzburger, welche Berisha jedoch aus spitzem Winkel gegen – wieder einmal – Richard Strebinger nicht im Tor unterbringen konnte.

Danach nahmen die Hausherren jedoch etwas das Tempo heraus und verwalteten die Partie gekonnt. Rapid brachte heute nicht viel auf die Reihe und schaffte es auch in der zweiten Hälfte nicht, vor das Tor von Alex Walke zu kommen. Einzig bei einem Sonnleitner-Kopfball nach einer Ecke wurden die Wiener einigermaßen gefährlich.

In der Nachspielzeit wurde es jedoch nochmals hektisch. Der eingewechselte Malicsek ging im Zweikampf mit Caleta-Car zu Boden und Schiedsrichter Harkam entschied auf Elfmeter für Rapid, eine strittige Entscheidung des Unparteiischen. Tomi trat an und verwandelte souverän.

Danach verloren jedoch einige Akteure die Nerven, Rudelbildung am Rasen der Red Bull Arena. Im Zuge dieser hitzigen Wort- und Faustgefechte wurden Paulo Miranda und Mario Sonnleitner vom Platz gestellt.

Nach dem Schlusspfiff beruhigten sich die Gemüter jedoch wieder und die Spieler feierten mit den Fans den immens wichtigen 2:1-Heimsieg.

Spielinfo

FC Red Bull Salzburg

 

SK Rapid Wien

FC Red Bull Salzburg 2:1 SK Rapid Wien
 Tipico Bundesliga
15. Spieltag
Anpfiff
Sonntag, 20. November 2016, 16:30 Uhr
Austragungsort Red Bull Arena, 15.082 Zuschauer
Schiedsrichter
Alexander Harkam
  Torfolge  
Munas Dabbur (8.)
Stefan Lainer (45.+1)
1:0
2:0
2:1


Tomi (90.+2/Elfmeter)
Lainer (59.)
Lazaro (74.)
Miranda (90.+3)

Gelbe Karten Grahovac (37.)
Schrammel (71.)
Tomi (90.+3)
Schaub (90.+4)
Hofmann (90.+7)
Miranda (90.+3) Gelb-Rote Karten
Rote Karten Sonnleitner (90.+5)

Lainer und Laimer treffen: Last-Minute-Tore retten den Salzburgern drei Punkte

Stellten die Weichen auf Sieg: Konny Laimer und Stefan Lainer / © GEPA

Das immens wichtige Rückspiel im Play-Off zur UEFA Champions League warf beim heutigen Heimspiel gegen den SV Mattersburg bereits seine Schatten voraus. Trainer Òscar Garcia wechselte gehörig durch und schickte eine völlig neu formierte Elf aufs Spielfeld.

Die heutige Aufstellung / © SALZBURG12.at
Die heutige Aufstellung / © SALZBURG12.at

Die „jungen Wilden“ kommen gut ins Spiel

Die Mannschaft kam dennoch gut ins Spiel und hatte durch Gulbrandsen nach sechs Minuten die erste Riesenchance. Der Norweger manövrierte eine Schlager-Ecke nur Zentimeter an der linken Stange vorbei.

Auch nach einer Viertelstunde war man der Führung sehr nahe. Samassekou spielte einen messerscharfen Lochpass auf Hwang. Der eben erst von Olympia zurückgekommene Koreaner hatte zwar zunächst Schwierigkeiten, sich das Spielgerät entsprechend anzunehmen, doch schlussendlich kam er zum Abschluss, sorgte jedoch lediglich dafür, dass die Werbebande einem Belastungstest standhielt.

Kurze Zeit später hätte beinahe Caleta-Car einen wunderschönen Assist verbuchen können, doch Minamino konnte das aus der eigenen Hälfte abgegebene Zuspiel nicht zur Salzburger Führung abschließen. Goalie Kuster machte sich groß und verhinderte den Einschlag. Fünf Minuten später war es erneut Minamino, der den Mattersburg-Schlussmann forderte, doch auch diesmal hielt dieser die Null.

In Spielminute 25 war es Dabbur, der erstmals Gefahr für das gegnerische Tor versprühte. Mit einem kurzen Haken ging er an zwei Gegenspielern vorbei und schloss aus spitzem Winkel ab, allerdings strich der Ball an der rechten Stange vorbei.

In der Schlussminute der ersten Halbzeit scheiterte Hwang aus kurzer Distanz an Maksimenko, damit ging das Match torlos in die Pause.

Hwang hat hier die Führung am Fuß / © GEPA
Hwang hat hier die Führung am Fuß / © GEPA

Ein „Olympionike“ besorgt die Führung

Hälfte zwei begann mit einem Paukenschlag. Dabbur leitete ein Zuspiel mit einem Kontakt raus zu Stefan Lainer, dessen Hereingabe Gulbrandsen mit der Ferse für Minamino ablegen wollte. Die Vorlage misslang zwar, doch vom Bein eines Mattersburgers kam das Spielgerät trotzdem zum Japaner, der die Ruhe bewahrte und das Leder zur Salzburger Führung in die Maschen jagte. Erster Saisontreffer des erst Anfang der Woche aus Rio zurückgekehrten Olympia-Teilnehmers.

Dabbur hätte kurz darauf sogar erhöhen können, sein Abschluss ging allerdings ein paar Meter über den Querbalken. Auf der Gegenseite hatte Salzburg Glück, nicht den Ausgleich hinnehmen zu müssen. Röcher flankte in den Fünfmeterraum, wo Pink ungehindert zum Kopfball kam, diesen jedoch über die Torumrandung setzte.

Nachdem ein Stangl-Abschuss noch zur Ecke geklärt wurde und auch ein Kopfball von Caleta-Car knapp am Ziel vorbeiging, kam es, wie es kommen musste. Stangl vertendelte den Ball an der linken Flanke, Röcher nutzte die Gelegenheit, zog zur Mitte und suchte den Abschluss. Zunächst konnte Upamecano den Abschluss noch blocken, doch der Nachschuss des Burgenländers landete im Tor.

Zurück von Olympia und gleich wieder Torschütze: Takumi Minamino / © GEPA
Zurück von Olympia und gleich wieder Torschütze: Takumi Minamino / © GEPA

Mattersburg spielt auf Zeit, Salzburg trifft spät

Die Gäste versuchten nun, aus jedem noch so harmlosen Zweikampf Zeit herauszuschinden und die Minuten verrannen. Salzburg konnte in dieser zerfahrenen Schlussphase zunächst keine Gefahr erzeugen, bis die 88. Minute ins Land ging.

Die Hausherren bekamen einen Eckball zugesprochen, welchen Berisha zur Mitte beförderte. Dabbur köpfelte am kurzen Fünfereck, doch Markus Kuster, heute definitiv bester Mattersburger, verhinderte mit einem Riesenreflex zunächst das 2:1. Upamecano beförderte das Leder jedoch postwendend in den Strafraum zurück, wo Lainer den Kopf hinhielt und die erneute Salzburger Führung sicherstellte.

Mattersburg warf alles nach vorne und so kamen die Salzburger sogar noch zum 3:1. Wanderson zündete am rechten Flügel den Turbo, prüfte Kuster mit einem Schuss aus spitzem Winkel, der Keeper konnte nur zur Mitte abwehren, wo Laimer aus fünf Metern den Endstand besorgte.

Salzburg ist nochmal mit einem blauen Auge davongekommen. Die Mannen von Òscar Garcia konnten doch noch die drei Punkte in der Mozartstadt behalten und dies war unterm Strich auch verdient, wenngleich der Plan, fast die gesamte Mannschaft vor dem Zagreb-Spiel auszutauschen, beinahe zum Bummerang geworden wäre. Salzburg hält damit in der Tabelle bei zehn Punkten nach fünf Spielen und kann den Fokus von nun an auf das „Spiel des Jahres“ gegen Dinamo legen.

Spielinfo

FC Red Bull Salzburg

 

SV Mattersburg

FC Red Bull Salzburg 3:1 SV Mattersburg
 Tipico Bundesliga
5. Spieltag
Anpfiff
Samstag, 20. August 2016, 18:30 Uhr
Austragungsort Red Bull Arena, 5.624 Zuschauer
Schiedsrichter
Andreas Kollegger
  Torfolge  
Takumi Minamino (49.)

Stefan Lainer (88.)
Konrad Laimer (90.+1)
1:0
1:1
2:1
3:1

Thorsten Röcher (76.)

Gelbe Karten Jano (43.)
Gelb-Rote Karten
Rote Karten

Neues System greift: Salzburg feiert ersten Saison-Dreier gegen Aufsteiger

Freistoßtrick gelungen! Soriano und Lainer bejubeln das 2:0 / © GEPA

Drei Tage nach dem Erreichen des Champions-League-Play-Offs gab es in der heimischen Red Bull Arena wieder Hausmannskost zu bewundern. Der Aufsteiger aus St. Pölten war zu Gast und hatte nach dem Sieg im Niederösterreich-Derby vergangenen Sonntag auch schon ein Erfolgserlebnis in der Bundesliga zu verzeichnen. Salzburg hingegen wartete noch auf einen vollen Erfolg in dieser Saison.

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