Meistertitel fixiert: Salzburg bezwingt den WAC

Alles war vorbereitet für die große Titelfeier in und um die Red Bull Arena. Meisterbühne, Freibier und Sonnenschein lockten über 18.000 Zuschauer zum letzten Heimspiel der Saison gegen den WAC, welchen wir in der bisherigen Saison in drei Auftritten (ein Remis, zwei Niederlagen) noch nicht bezwingen konnten.

Die heutige Aufstellung / © SALZBURG12.at
Die heutige Aufstellung / © SALZBURG12.at

 

Blitzstart bringt „Bullen“ auf Kurs

Heute sollte jedoch alles anders kommen. Die Salzburger drückten den Gast aus Wolfsberg von Beginn an hinten rein und gingen mit der ersten klaren Torchance gleich in Führung. Schmitz nahm einen Stanglpass direkt, dieser blieb zunächst an einem Verteidiger hängen, allerdings war Sabitzer zur Stelle und drückte den Rebound von der Sechzehnerlinie ins Tor.

Die Stimmung bereits nach wenigen Minuten auf Anschlag. Und die Hausherren legten nach. André Ramalho vergoldete sich sein Abschiedsspiel in der Red Bull Arena mit einem der schönsten Treffer dieser Saison. Ein Eckball wurde an die kurze Sechzehnerecke gespielt, Minamino spitzelte den Ball weiter zum Brasilianer, der den Ball direkt abnahm und wunderschön im rechten Kreuzeck unterbrachte. Tor des Monats. Mindestens.

Kurz darauf hatte Soriano sogar die Chance auf das 3:0, WAC-Keeper Kofler verhinderte jedoch den höheren Rückstand. Und das heute nicht zum einzigen Mal.

Sabitzer mit der schnellen Führung für Salzburg / © SALZBURG12.at
Sabitzer mit der schnellen Führung für Salzburg / © SALZBURG12.at

 

Standing Ovations und „La Ola“

Adi Hütter musste früh wechseln. Tino Lazaro hielt sich nach etwa 25 Minuten die Wade und konnte nicht weitermachen. Für den Youngster kam Massimo Bruno ins Match.

Die zweite Halbzeit begann ähnlich furios wie die Erste. Zunächst parierte Kofler noch einen zu zentral geratenen Abschluss von Sabitzer, zwei Minuten später war der Schlussmann der Gäste jedoch chancenlos. Bruno leitete einen Angriff ein, bediente Sabitzer, der uneigennützig auf Soriano ablegte. Der Spanier traf den Ball zwar nicht voll, hatte jedoch Glück, dass dieser via Querlatte im Gehäuse landete. Das 31. Saisontor von „El Capitan“.

Danach verwandelte sich die Red Bull Arena in ein Tollhaus. Die La Ola ging etliche Male durchs eckige Rund, die Nord feierte bereits ausgelassen den neunten Ligatitel und auch am Rasen agierte die Mannschaft weiterhin meisterlich.

Naby Keita hätte das Ergebnis genauso wie André Ramalho und Jonny Soriano hochschrauben können, allerdings behielt der heute mit Abstand beste Wolfsberger Alexander Kofler ein ums andere Mal die Oberhand.

Nachdem ein Djuricin-Schuss von einem Verteidiger ins Toraus geblockt wurde und die Stimmung ohnedies schon am Überkochen war, beendete Schiri Ouschan die Partie und die Meisterfeierlichkeiten konnten beginnen.

Der Meisterteller bleibt in der Mozartstadt / © SALZBURG12.at
Der Meisterteller bleibt in der Mozartstadt / © SALZBURG12.at

 

Die Party kann beginnen

Zunächst bekam Jonatan Soriano die Trophäe für den besten Spieler der Saison und im Anschluss daran wurde der Mannschaft am Spielfeld die Meisterschale überreicht. Konfettiregen, Runden im Stadion und zahlreiche Fotos und Interview mit den frisch gebackenen Meisterkickern inklusive.

Danach begann die große Sause erst so richtig. Vor dem Stadion fuhr die Mannschaft in einem Autokorso vor und ließ sich auf dem prall gefüllten Stadionvorplatz gebührend feiern. Auf der extra aufgebauten Bühne fanden die Feierlichkeiten ihren Höhepunkt. Der FC Red Bull Salzburg bewies nicht nur meisterlichen Fußball sondern auch meisterliche Feierlaune. Gut so.

Spielinfo

35. Runde Tipico Bundesliga, Saison 2014/15

FC Red Bull Salzburg

Tipico Österreich Bundesliga LogoSonntag, 24. Mai 2015
17.45 Uhr

RZ Pellets WAC

FC Red Bull Salzburg Trikot

3:0

WAC Trikot auswärts
Red Bull Arena, 18.209 Zuschauer, SR: Ouschan
 93. Minuten Spielzeit 

Marcel Sabitzer (6.)
André Ramalho (12.)
Jonatan Soriano (51.)

Torschützen
SabitzerGelbe KartenOussale
Gelb-Rote Karten
Rote Karten

Mit Sieg in die „Woche der Wahrheit“

Für die Salzburger kommt es in den nächsten sieben Tagen zu drei äußerst wichtigen Spielen, am kommenden Mittwoch das Cup-Viertelfinale in Altach und am Sonntag geht’s am anderen Ende des Landes im Happelstadion gegen den SK Rapid um eine Vorentscheidung im Titelkampf.

Aber das ist Zukunftsmusik. Heute hieß der Gegner FK Austria und die Hütter-Elf wollte die Scharte des Wolfsberger Last-Minute-KO’s ausmerzen und mit drei Punkten den am Abend spielenden Verfolgern eine Vorgabe liefern. Und dieses Vorhaben sollte auch gelingen.

© SALZBURG12.at
© SALZBURG12.at

Wer zu spät zum Anpfiff kam, verpasste einiges. Salzburg mit dem ersten Angriff des Spiels, Keita mit dem Zuckerpass auf Minamino, der beförderte das Spielgerät per Stanglpass zur Mitte und Marcel Sabitzer schloss nach 18 Sekunden zum 1:0 für die Hausherren ab. Bereits das zweite Saisontor in der ersten Spielminute durch unsere Nummer sieben, auch gegen Grödig gelang ihm dieses Kunststück.

Die Führung währte jedoch nicht lange. Markus Suttner flankte aus dem Halbfeld an den Elfmeterpunkt, wo David De Paula frei zum Abschluss kam und per sehenswertem Volley zum Ausgleich traf.

Und es hätte sogar noch bitterer kommen können. Eine zu kurz geratene Hinteregger-Rückgabe wurde zur Vorlage für Holzhauser, der plötzlich alleine vor Gulacsi auftauchte und auch zum Abschluss kam. Ein starker Reflex des Ungarn verhinderte jedoch die Gäste-Führung.

Benno Schmitz macht eine gute Partie / © GEPA
Benno Schmitz machte eine gute Partie / © GEPA, Felix Roittner

Auf der Gegenseite rauschte ein Stanglpass von Schmitz an Freund und Feind vorbei und landete bei Lazaro. Der nahm sich die Kugel an und zog ab, Suttner blockte den Schuss zur Ecke und verhinderte so den Einschlag im Austria-Tor.

Danach wurde es kurios! Royer spielte von der linken Seite zur Mitte, Ankersen rutschte in den Schuss und lenkte die Kugel vor dem abschlussbereiten Alexander Frank an die Querlatte. Von dieser sprang der Ball wieder ins Feld, sodass Martin Hinteregger das Spielgerät aus der Gefahrenzone befördern musste.

Lazaro machte es am anderen Ende des Platzes besser. Er kam im Fünfer an den Ball, ließ mit einem kurzen Haken Verteidiger und Torwart aussteigen und beförderte den Ball in die Maschen.

Jetzt drückten die Salzburger aufs Tempo. Soriano wurde von Keita per Lochpass ideal in Szene gesetzt und kam auch zum Abschluss, allerdings strich der Ball Zentimeter am langen Eck vorbei. Auch Takumi Minamino fand eine Möglichkeit vor, schoss jedoch aus aussichtsreicher Position einen guten Meter über das Tor von Heinz Lindner.

Unmittelbar vor der Pause prüfte Meilinger Gulacsi mit einem Distanzversuch, doch der Ungar ließ sich nicht überwinden, sodass die Partie mit einer knappen 2:1-Führung in die Halbzeit ging.

Der zweite Durchgang begann ungleich schleppender. Ein Patzer vom heute als „Sechser“ aufgebotenen Ramalho ermöglichte die erste nennenswerte Torchance für die Gäste im zweiten Abschnitt, doch Holzhauser fand nach Suttner-Flanke in Gulacsi seinen Meister, der die Chance auf den Ausgleich mit einer Glanztat zunichte machte.

Nach etwa einer Stunde fand Ankersen eine gute Einschussgelegenheit vor, nachdem ein Sabitzer-Querpass zunächst sein Ziel Soriano verfehlte, schließlich beim Dänen landete, dieser aus der Chance allerdings kein Kapital schlagen konnte.

Lazaro und Sabitzer: Die Salzburger Torschützen des Spiels / © SALZBURG12.at
Lazaro und Sabitzer: Die Salzburger Torschützen des Spiels / © GEPA, Felix Roittner

In der 74. Minute konnten die Salzburger allerdings für die Entscheidung sorgen. Naby Keita setzte Valentino Lazaro per messerscharfem Lochpass ideal in Szene, der Jung-Nationalspieler blieb vor dem Gehäuse cool und schloss die Chance trocken in die lange Ecke ab.

Wehrmutstropfen in der Schlussphase: Doppeltorschütze Lazaro ging zehn Minuten vor dem Ende mit einer Knöchelverletzung vom Feld, „eine Sicherheitsmaßnahme“ bekräftigte Coach Adi Hütter im Anschluss an die Partie.

In der Schlussminute verhinderte Peter Gulacsi die Ergebniskosmetik der Gäste, mit einem starken Reflex fischte er den gut angetragenen Volleyschuss von Daniel Royer noch aus der kurzen Ecke.

Spielinfo

27. Runde Tipico Bundesliga, Saison 2014/15

FC Red Bull Salzburg

Tipico Österreich Bundesliga LogoSonntag, 4. April 2015
16.00 Uhr

FK Austria Wien

FC Red Bull Salzburg Trikot

3:1

Austria Wien Trikot
Red Bull Arena, 11.376 Zuschauer, SR: Ouschan
 96. Minuten Spielzeit 
Marcel Sabitzer (1.)
Valentino Lazaro (23., 74.)
TorschützenDe Paula (6.)
Soriano, Keita, Ramalho, Schmitz, IlsankerGelbe KartenSuttner, Ortlechner, Rotpuller
Gelb-Rote Karten
Rote Karten