Fahrplan: So ist der zeitliche Ablauf für Cup und Bundesliga

Bundesliga Cup Fahrplan

Heute Vormittag kam im Rahmen einer Pressekonferenz von Gesundheitsminister Anschober, Sportminister Kogler, ÖFB-Präsident Windtner und Bundesliga-Vorstandsvorsitzenden Ebenbauer die „Frohbotschaft“: Die Fortführung von Bundesliga und Cup wird seitens der Regierung erlaubt! Der Wermutstropfen: Zuschauer sind nicht zugelassen, die Teilnehmer beschränken sich auf die Spieler, den Staff, Vereinsverantwortliche und Journalisten.

Wie sieht nun der Zeitplan aus?

Die Klubkonferenz

Am morgigen Mittwoch findet eine Klubkonferenz statt, bei der der Rahmenterminplan festgelegt wird. Die Saison muss mit Ende Juli abgeschlossen werden, daraus resultiert, dass es wohl einige „englische Wochen“ geben wird. Bereits heute sickerte allerdings durch, dass das Cup-Finale zwischen dem FC Red Bull Salzburg und Austria Lustenau die erste Partie nach dem Lockdown sein wird.

Das Mannschaftstraining

Bereits diesen Freitag ist wieder ein volles Mannschaftstraining erlaubt. Somit bleiben den Bundesligisten (und Austria Lustenau) rund 2 Wochen für die Vorbereitung auf den Neustart. All dies und auch die kommenden Spiele unterliegen einem durchaus strengen Präventionskonzept, das regelmäßige Testungen beinhaltet, aber auch klare Regeln, wenn es zu einem positiven Vorfall innerhalb der Mannschaft kommen sollte.

Was passiert bei einem positiven Corona-Test eines Spielers?
Sollte ein Spieler positiv auf das Virus getestet werden, muss er in häusliche Quarantäne und muss dem Trainingsbetrieb fernbleiben. Alle Mannschaftskollegen werden getestet und dürfen – im Falle des negativen Tests – weiter trainieren bzw. Spiele absolvieren.

Das Cup-Finale

Stand heute wird am 30. Mai das Cup-Finale zwischen dem FC Red Bull Salzburg und Austria Lustenau ausgetragen. Genaue Details sind bislang noch nicht bekannt.

Anfang Juni: Spielbetrieb

Je nach dem wie sich die morgige Klubkonferenz entscheidet, startet die Liga mit der 23. Runde entweder Dienstag, 2.6. bzw. Mittwoch 3.6. oder am Wochenende darauf – also 6. bzw. 7.6.2020.

Wir halten euch natürlich am Laufenden und versprechen euch heute schon eine intensive Live-Berichterstattung von den kommenden Begegnungen!

Ein Cup-Halbfinale mit vielen Fragezeichen

Cup Salzburg gegen LASK

Unbenommen, der FC Red Bull Salzburg steckt in einer veritablen Krise. Da gibt es nichts schönzureden. In der Liga gab es im Frühjahr einen matten Punkt von neun möglichen. Der einstige Verfolger LASK ist vom Jäger zum Gejagten geworden. Auch in der Europa League ist der FC Salzburg Geschichte. Zwar konnte man beim Rückspiel gegen die Eintracht eine Besserung bemerken, aber die 4:1-Klatsche in Frankfurt war nicht mehr aufzuholen. Aus drei Bewerben wurden zwei. Ob es dabei bleibt, wird das kommende Halbfinale im ÖFB Cup zeigen, wo man (wieder) auf den LASK trifft.

Defizite

Der sympathische Trainer der Salzburger – Jesse Marsch – ist durch seine Dauerrotation in die Kritik der Fans und der Medien geraten. Marsch hingegen sieht die Begründung für das schlechte Abschneiden der letzten Wochen in der ersten Niederlage des Jahres 2020:

Das Ergebnis aus dem LASK-Spiel hat sich mehr in den Köpfen festgesetzt, als wir vielleicht gedacht haben.

Nun, dies mag zum Teil richtig sein. In Salzburg hat man das Verlieren verlernt. Niederlagen sind keine Schande. Es wird nicht die letzte gewesen sein, mit der Mannschaft und Trainer zu kämpfen haben. Marsch analysiert den Dämpfer gegen Altach so:

Es war nicht genug Tempo im Spiel, in der Defensive bekommen wir einfach zu viele Gegentore, das Umschaltspiel funktioniert nicht. Ganz viele Sachen, die im Herbst funktioniert haben, sind jetzt weg.

Ja, man muss neben der Aufstellung des Trainers auch die Mannschaft in die Pflicht nehmen. Verteidiger Andre Ramalho ortet die Probleme beim Team und sieht Motivationsdefizite:

Ich glaube, wir müssen uns im gesamten Paket, vorne und hinten, als Mannschaft verbessern. Wir dürfen nicht denken, dass wir immer gewinnen können, das ist nicht so. 80 und 90 Prozent gehen auch nicht, 99 Prozent geht auch nicht, es müssen 100 Prozent sein jedes Spiel.

Es muss der Beste spielen!

Der FC Red Bull Salzburg hat einen großen Kader. Jeder will einmal spielen, doch muss auch jeder spielen? Einer, der in letzter Zeit des öfteren von den Fans kritisiert wird, ist Schlußmann Stankovic, der wenig Ruhe und Rückhalt ausstrahlt. Unbenommen ist Stankovic auf der Linie einer der besten Keeper der Liga. Aber leider nur dort. Rufe nach einer Rückkehr des erfahreneren Keepers Alex Walke werden immer lauter.

In der Verteidigung, die mehr als löchrig ist, hat Marsch wenig Möglichkeiten. Kristensen ist verletzt, Wöber ebenso, wobei letzterer ohnedies nicht immer wirklich überzeugen konnte. Bleiben „Oldie“ Andreas Ulmer, der zur Zeit fehleranfällige Onguene und der nicht-mehr-ganz-so-schnelle Ramalho. Vallci hat wenig Praxis und dann noch Patrick Farkas, der seit seinem Schlaganfall noch nicht auf 100% ist. Verzwickte Situation.

Im Mittelfeld fehlt Spielmacher Junuzovic wie kein Zweiter, Bernede ist nach seiner ewigen Verletzungspause auch noch nicht hundertprozentig auf seinem ursprünglichen Niveau. Szoboszlai läuft leider völlig neben der Spur.

Im Sturm sind Daka und Hwang wohl das Beste, was Marsch aufbieten kann. Koita ist zwar bemüht, aber dabei bleibt es meistens. Mergim Berisha hat überhaupt nicht in die Mannschaft gefunden und war auch gegen Altach extrem unauffällig. Und Okafor? Gute Frage, nächste Frage. Mehr als Minuteneinsätze gab es für die Neuerwerbung noch nicht.

Klare Reaktion gefordert

Und jetzt steht das Cup-Halbfinale an. Und der Gegner ist wieder der LASK. Genau der Verein, der die Salzburger die Krise eingeleitet hat. Bei diesem Heimspiel ist eine klare Reaktion der Mannschaft und des Trainers gefordert. Die erste Raktion der „Zuschauer“ ist bereits sichtbar. Stand heute sind die Kartenverkäufe mehr als „mager“:

Zwei Taghe vor dem Spiel gegen den LASK gibt es noch ausreichend Karten.
Zwei Taghe vor dem Spiel gegen den LASK gibt es noch ausreichend Karten.

Wenn der FC Red Bull Salzburg am Donnerstag nicht als Sieger vom Feld geht, kann man sich wohl einige Vorverkaufsphasen für die Spiele der Meistergruppe sparen. Das Salzburger Publikum war immer schon sehr erfolgsverwöhnt…

Spielinfo

FC Red Bull Salzburg

vs.

LASK

FC-Red-Bull-Salzburg-Meisterstern Donnertag, 5.3.2020
20.45 Uhr
LASK-Logo
ÖFB Cup:
Halbfinale
Austragungsort: Red Bull Arena
Spielereignisse:
Aufstellungen, Tore, Rote Karten posten wir auf unseren Social Media Kanälen auf Facebook, Instagram oder Twitter. Ihr verpasst also nichts! Für dieses Spiel nutzen wir den Hashtag #RBSASK

Souveräner Cup-Auftakt: Salzburg siegt klar in Parndorf

Nach einer intensiven Vorbereitung samt forderndem Trainingslager startete der FC Red Bull Salzburg am Freitag Abend im Burgenland in die Saison 2019/20. In der ersten Runde des Uniqa ÖFB Cups musste die Mannschaft von Neo-Trainer Jesse March beim SC/ESV Parndorf antreten – und absolvierte die Aufgabe bravourös.

Mit Spannung war Marschs erste Startelf erwartet worden. Der US-Amerikaner setzte auf eine 4-2-2-2-Formation. Die Viererkette wurde von Ulmer, Ramalho, Onguene und Farkas gebildet, davor gaben Bernede und Junuzovic die Doppelsechs. Szoboszlai und Minamino flankierten das Sturmduo, bestehend aus Haaland und Daka. Stankovic im Tor komplettierte das Line-Up.

Die heutige Startelf / © SALZBURG12.at

Minamino eröffnet den Torreigen

Das Spiel vermochte zu gefallen und viele Spielzüge wirkten schon sehr gut einstudiert, auch wenn der Gegner aus der Burgenland-Liga nur über begrenzte, spielerische Mittel verfügte. Nachdem Haaland das Leder bereits nach wenigen Sekunden an die Stange beförderte, wurde Salzburg seiner Favoritenrolle gerecht und ging nach sechs Minuten in Führung. Ramalho flankte einen nur dürftig geklärten Junuzovic-Freistoß erneut in die Gefahrenzone, wo Minamino goldrichtig stand und das Leder in die Maschen beförderte.

Salzburg drückte weiterhin auf die Tube und überzeugte mit einem konzentrierten Auftritt. Es brauchte aber einen umstrittenen Elfmeter, nachdem Daka von Parndorf-Keeper Weidinger gelegt wurde, um das Ergebnis zu erhöhen. Haaland trat an, nachdem er inzwischen ein zweites Mal die Stange traf, und verwandelte mit etwas Glück zum 2:0.

Farkas glänzte mit einem Doppelpack / © GEPA

Der Final-Held in Torlaune

Vor der Pause erhöhte Patrick Farkas noch auf 3:0 und machte bereits zur Halbzeit einen imaginären Strich unter die Begegnung. Zu groß waren die Unterschiede, als dass im Burgenland für die Truppe von Jesse Marsch noch etwas anbrennen könnte.

Im Gegenteil: Gleich nach Wiederbeginn erzielte Daka Treffer Nummer vier (48.) und nur kurze Zeit später Patrick Farkas das wohl schönste Tor des Tages. Der Rechtsverteidiger spielte vor seinem Treffer nämlich einen doppelten Doppelpass, zunächst mit Haaland und dann mit Minamino, ehe er den Ball konzentriert in der langen Ecke versenkte. Nach seinem Final-Treffer aus der vergangenen Saison geigte der Defensivakteur auch heute wieder auf.

Hee-Chan Hwang kam in der Schlussphase des Spiels zu seinem Comeback im Salzburg-Dress / © GEPA

Haaland fixiert Endstand

Nachdem Parndorf in Minute 71 durch Urgela zum umjubelten Ehrentreffer kam, folgte die erneute Salzburg-Antwort nur zwei Minuten später. Keeper Weidinger klärte einen Onguene-Kopfball vor die Beine von Haaland, der das Spielgerät über die Line drückte. Und in der Schlussphase fixierte der Norweger mit seinem dritten Treffer den Endstand von 7:1 in einer Partie, die gänzlich ohne gelbe Karten ausgekommen war.

Spielinfo

SC/ESV Parndorf

 

FC Red Bull Salzburg

SC/ESV Parndorf 1:7 FC-Red-Bull-Salzburg-Meisterstern
Uniqa ÖFB Cup 1. Runde
Anpfiff Freitag, 19.7.2019, 20.30 Uhr
Austragungsort Heidebodenstadion, 2.000 Zuschauer
Schiedsrichter Gerhard Grobelnik
  Torfolge  





Urgela 71.

0:1
0:2
0:3
0:4
0:5
1:5
1:6
1:7
Minamino 6.
Haaland 34./Elfmeter
Farkas 38.
Daka 48.
Farkas 54.

Haaland 73.
Haaland 89.
Gelbe Karten
Gelb-Rote Karten
Rote Karten