6:0! Salzburg überrollt Hartberg!

Salzburg ueberrollt Hartberg

Kaiserwetter in der Steiermark! Vor den mittlerweile „usus“ gewordenen leeren Rängen bat der TSV Hartberg den FC Red Bull Salzburg zum Tanz. Jesse Marsch drehte an der einen oder anderen Schraube und schickte folgende Elf auf’s Spielfeld:

Aufstellung TSVRBS

Lange mussten die Fans vor den Fernsehern nicht auf den ersten Jubel warten. In einem Laufduell überrannte Patson Daka die Gastgeberhintermannschaft und schob schon in der 4. Minute zum Führungstreffer ein. Doch damit war noch lange nicht genug. Wenige Minuten später war es Enock Mwepu, der die Hintermannschaft alt aussehen ließ und zum 0:2 erhöhte. Wir schreiben Minute 11 als Patson Daka – bedient durch Szoboszlai – erneut die Hartberger stehen ließ. 0:3! Noch nie gelang den Salzburgern ein derart fulminanter Start in ein Ligaspiel!

Salzburg nahm sich zurück, TSV-Coach Schopp konnte einem schon fast leid tun. Doch in der 40. Minute war es dann wieder soweit: Ulmer bedient Koita, der ließ sich die Chance nicht nehmen und schloss eiskalt ab. Mit dem 4:0 aus Salzburger Sicht ging es dann auch in die Kabinen. Die Gastgeber verzeichneten bis dahin einen einzelnen Torschuss.

Anpfiff zur 2. Hälfte und wieder war es Daka, der Szoboszlai-Hereingabe via Scherenkick unter die Querlatte donnerte! 5:0! Danach tat Salzburg nur das Nötigste, war aber weiterhin gefährlich. Rep konnte eine Chance nicht nutzen, da klärte Stankovic. In der Nachspielzeit war es Okafor, der den Deckel draufmachte. Ein Schlenzer, ein Tor, der Endstand 6:0!

Statistik

Alle statistischen Daten findet ihr in unserer FC Salzburg Wiki.

Spielberichte

Sky Sport Austria Daka mit Triplepack! Salzburg feiert Schützenfest in Hartberg
ORf Sport Salzburg überrollt Hartberg in elf Minuten
Laola1 Salzburg zerlegt Hartberg in alle Einzelteile
Sambia-Boys krönten Blitzstart von Red Bull Salzburg
Kronen Zeitung Salzburg fertigt Hartberg nach Strich und Faden ab
Salzburg marschiert, verrücktes Duell zwischen WAC und LASK
FC-Red-Bull-Salzburg-Meisterstern Match-Highlights auf Red Bull Fan.TV

Auswärts beim „LASK-Killer“ in Hartberg

TSV Hartberg gegen Red Bull Salzburg

Mit Volldampf geht es in der Bundesliga weiter. Nach dem Mittwochsspiel gegen Rapid folgt am Sonntag gleich die nächste Runde in der Tipico Bundesliga. Der FC Red Bull Salzburg trifft auswärts auf den TSV Hartberg.

Überraschungsmannschaft

In der letzten und damit ersten Runde nach dem Lockdown war der TSV Hartberg sicherlich die Überaschungsmannschaft. Die Steirer bogen den zu favorisierenden Linzer ASK, eine durchwegs konstant gute Performance über 90 Minuten und ein wenig Glück reichten den Steirern. In der 93. Minute schoss Tadic die Linzer ins Tal der Tränen. Goldtorschütze Tadic nach dem Spiel:

Bis zum Schluss haben wir an unsere Chance geglaubt und sind für Mut und Kampfgeist dann am Ende mit drei Punkten belohnt worden. Unser Ziel hat sich nicht geändert, wir wollten den Klassenerhalt schaffen und die besten Teams Österreichs so gut es geht ärgern. Ich denke bisher ist uns das in dieser Saison auch perfekt gelungen.

Die Hartberger sind in der Meistergruppe – aktuell vor Sturm am 5. Platz – also hat das mit dem Klassenerhalt schon mal geklappt. Und geärgert haben sie den letzten Gegner mit Sicherheit. Aus Salzburger Sicht darf diese Ambition am Sonntag aber begraben werden.

Bislang konnten die Hartberger den amtierenden Cupsieger nicht bezwingen. Bei der letzten Begegnung im Dezember 2019 holten die Steirer zumindest einen Punkt vor eigenem Publikum, alle Spiele davor gingen an die Salzburger. Salzburg fährt sicher nicht in Steiermark, um sich ärgern zu lassen. Doch Markus Schopp – der sympathische Trainer der Steirer – wird mit Sicherheit an einer Strategie tüfteln, um den Gästen den Weg zum „Dreier“ nicht allzu leicht zu machen.

Markus Schopp muss laut Medienberichten auf Sandro Gotal (keine Spielberechtigung), Stefan Rakowitz (Mittelfußbruch) und Michael John Lema (Kreuzbandverletzung) verzichten.

TSV Hartberg vs FC Red Bull Salzburg
Die letzte Begegnung im Dezember 2019 endete mit einem 2:2 Unentschieden.

Glanzlos, aber siegreich

Der FC Red Bull Salzburg erwischte einen perfekten Start in die neu gestartete Saison. Der 2:0-Heimsieg gegen Rapid war zwar weit weg von einem optischen Leckerbissen, aber zumindest konnte die Marsch-Elf einen kaum gefährdeten Sieg gegen den Erzrivalen aus Hütteldorf einfahren. Glück der Salzburger war allerdings auch das Verletzungspech der Wiener, die während der Partie gleich 3 Spieler mit Verletzungen vom Feld holen mussten.

Während die Wiener am letzten Mittwoch bereits nach 60 Minuten – nicht nur optisch – KO waren, zeigte Hartberg beim LASK, dass sich ein Kampf bis zur letzten Sekunde rentiert. Die Steirer verließen mit dem ersten Sieg seit Anfang Dezember 2019 das Feld.

Auch wenn am Papier der Sieger in Form der Salzburger feststellen sollte, gilt es trotzdem konzentriert an die Aufgabe zu gehen. Der LASK hatte viele Chancen, die aber nicht in ihr Ziel wollten. Die Steirer hingegen nützen die wenigen Chancen und den Moment der Unkonzentriertheit beim Gegner. So schnell kann es gehen und deshalb lieben wir diesen Sport ja auch so.

Bei Salzburg werden wohl weiter die „üblichen Verdächtigen“ Philipp Köhn (Knöchelverletzung), Rasmus Kristensen (Oberschenkelverletzung) und Youba Diarra (Knie-OP) fehlen. Genaueres wird die Pressekonferenz zeigen.

Spielinfo

TSV Hartberg

vs.

FC Red Bull Salzburg

TSV-Hartberg Sonntag, 7.6.2020
17.00 Uhr
FC-Red-Bull-Salzburg-Meisterstern
Tipico Bundesliga:
24. Spieltag
Austragungsort: Profertil Arena
Spielereignisse:
Aufstellungen, Tore, Rote Karten posten wir auf unseren Social Media Kanälen auf Facebook, Instagram oder Twitter. Ihr verpasst also nichts! Für dieses Spiel nutzen wir den Hashtag #TSVRBS

Bundesliga-Neustart mit dem „Klassiker“ gegen Rapid Wien

Red Bull Salzburg gegen Rapid Wien

Heute startet wieder die Bundesliga nach dem Motto „Stell dir vor es ist Fußball, aber keiner darf hin!“. Am morgigen Mittwoche beginnt für den FC Red Bull Salzburg der Bundesliga-Alltag mit dem „Klassiker“ gegen SK Rapid Wien – als Geisterspiel.

„Mission 33“?

Nachdem der LASK ja durch seinen FairPlay-Verstoß zurückgereiht wurde, „wittert“ Rapid Wien eine Chance auf einen möglichen Titel. Mit Neustart der Liga liegt Rapid nur mehr 1 Punkt hinter dem LASK und 4 Punkte hinter Salzburg. Nicht nur theoretisch wäre da für die Hütteldorfer etwas „drin“. Wie die Grünen die „Corona-Pause“ überstanden haben, lässt sich nur schwer abschätzen. Zwar absolvierten die Wiener ein erfolgreiches Testspiel, aber ein 3:0 gegen den SV Horn (aktuell 13. der 2. Liga) ist tatsächlich wenig aussagekräftig. Trainer Kühbauer weiß um die Chancen seiner Mannschaft am morgigen Mittwoch:

Das kann richtungsweisend sein. Man ist aus dem Titelkampf draußen, oder es kann in eine bestimmte Richtung gehen.

Die Bilanz der letzten 10 Begegnungen spricht für die Hausherren. In diesen Spielen – inklusive zweier Cuppartien – gewannen die Salzburger gleich neun Begegnungen. Nur im Februar 2019 musste man sich in Wien geschlagen geben.

Bei den letzten neun Spielen vor dem Corona-Lockdown holte Rapid immer Punkte: Vier Unentschieden und fünf Siege (darunter auch das überraschende 0:4 gegen den LASK) konnten die Wiener auf ihr Konto verbuchen.

Laut Medienberichten fehlen bei Rapid Tamás Szántó (Knorpelschaden), Dalibor Velimirovic (Bänderdehnung), Nicholas Wunsch (Knieprobleme), Philipp Schobesberger (Kreuzbandriss), Yusuf Demir (Überdehnung des Syndesmosebandes) und Lion Schuster (Mittelfußbruch).

Vereinsinfo
SK Rapid Wien

SK Rapid Wien

Name: Sportklub Rapid Wien
Sitz: Wien
Gründung: 8. Jänner 1899
Farben: Grün und Weiß
Stadion: Allianz Stadion (28.600 Plätze)

Erfolge
SK Rapid Wien

32 × Österreichischer Meister*
14 x Österreichischer Cupsieger
3 x Österreichsicher Supercupsieger
* Rapid zählt alle Titel vor 1949 (Gründung der gesamtösterreichischen Liga) dazu

Kontakt
SK Rapid Wien

Webseite des Vereins: https://www.skrapid.at/
Telefon: +43 1 72743-0
E-mail: [email protected]

Anfahrt
SK Rapid Wien

 

Als Cup-Sieger in den Klassiker

Einen Titel konnte der FC Red Bull Salzburg nach der Corona-Pause bereits für sich verbuchen. Die Salzburger dominierten das Cup-Finale gegen Austria Lustenau und sicherten sich den „Pott“. Das sich dies äußerst positiv auf die Motivation für den Liga-Neustart auswirkt, scheint selbstverständlich. Jesse Marsch war nach dem Finale überglücklich:

Der Triumph ist ein gutes Gefühl für uns. Unsere Burschen haben während des Lockdowns so viel investiert. Ich bin sehr stolz auf sie. Diesen Abend und den Titel dürfen wir genießen. Dann geht es zur Liga, die wir natürlich auch gewinnen wollen.

Und jetzt kommt Rapid. Der FC Red Bull Salzburg ist in der Tipico Bundesliga seit 7 Heimspielen gegen den SK Rapid Wien ungeschlagen (6 Siege, ein Remis) – zuletzt von Oktober 2008 bis März 2012 länger (8 Heimspiele – 3 Siege, 5 Remis). Noch dazu kommt, dass Salzburg gegen Rapid sehr „torfreudig“ ist. Die Salzburger trafen in der Tipico Bundesliga in 13 Heimspielen in Folge gegen den SK Rapid Wien – insgesamt 31 Tore. Eine derartige Trefferserie gegen Rapid gelang Salzburg nie zuvor.

Motivation und Selbstvertrauen sollte bei den Salzburgern genug da sein. Ob dies reicht, werden wir morgen Abend erfahren.

Vereinsinfo
FC-Red-Bull-Salzburg-Meisterstern

FC Red Bull Salzburg

Name: Fußballclub Red Bull Salzburg
Sitz: Wals-Siezenheim
Gründung: 13. September 1933
Farben: Rot und Weiß
Stadion: Red Bull Arena (30.188 Plätze)

Erfolge
FC-Red-Bull-Salzburg-Meisterstern

13 × Österreichischer Meister
6 × Österreichischer Cupsieger
3 × Intertotocup-Sieger
3 × Österreichischer Supercupsieger

Kontakt
FC-Red-Bull-Salzburg-Meisterstern

Webseite des Vereins: http://www.redbullsalzburg.at/de
Telefon: +43 662 43 33 32
E-mail: [email protected]

Anfahrt
FC-Red-Bull-Salzburg-Meisterstern

 

Spielinfo

FC Red Bull Salzburg

vs.

SK Rapid Wien

FC-Red-Bull-Salzburg-Meisterstern Mittwoch, 3.6.2020
20.30 Uhr
Tipico Bundesliga:
23. Spieltag
Austragungsort: Red Bull Arena
Spielereignisse:
Aufstellungen, Tore, Rote Karten posten wir auf unseren Social Media Kanälen auf Facebook, Instagram oder Twitter. Ihr verpasst also nichts! Für dieses Spiel nutzen wir den Hashtag #RBSSCR

Liveticker

Für morgen haben wir wieder unseren Liveticker angeworfen! Ab ca. 20.00 Uhr geht’s los!

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Finale! Lustenau fordert Titelverteidiger aus Salzburg

Red Bull Salzburg gegen Austria Lustenau

Endlich ist es wieder soweit: Es wird wieder Fußball gespielt! Bevor es mit der Liga weitergeht, findet noch das (längst überfällige) Finale des ÖFB-Cups statt: Das klassische „David gegen Goliath“-Match SC Austria Lustenau gegen Titelverteidiger FC Red Bull Salzburg am kommenden Freitag.

Achtung vor dem „Underdog“

Die Ländle-Kicker hatten im Zuge des Cups etwas Losglück. Der Weg der Austria Lustenau führte über folgende Gegner ins Finale:

1. Runde: Stadl-Paura vs. A. Lustenau (0:5)
2. Runde: A. Lustenau vs. FAC (2:1 n.V.)
Achtelfinale: Gurten vs. A. Lustenau (2:3)
Viertelfinale: A. Lustenau vs. WSG Tirol (7:6 n.E.)
Halbfinale: A. Lustenau vs. FC Wacker (1:0)

In der Liga liegen die Lustenauer aktuell vor Neustart der 2. Liga auf dem 3. Tabellenplatz, allerdings ohne große Chance auf einen möglichen Aufstieg. 

Den Vorarlbergern wurde ja aufgrund der Cup-Finalteilnahme ebenso gestattet, das Training wieder aufzunehmen. Auch absolvierten sie ein Testspiel gegen den SCR Altach, welches die Altacher 3:1 gewinnen konnten. Dennoch darf man die Lustenauer nicht unterschätzen. Auf einen Spieler sollte man besonders den Fokus legen: Ronivaldo. Der 31-jährige Mittelstürmer führt aktuell die Torschützenliste im Cup an (7 Treffer).

Fokussiert an die Aufgabe gehen

Am Papier hat der FC Red Bull Salzburg ein leichtes Spiel. Doch Papier ist geduldig und die „Corona-Pause“ war lang. Im Cup wurden die Salzburger sicher etwas mehr gefordert, als der kommende Finalgegner:

1. Runde: Parndorf vs. RB Salzburg (1:7)
2. Runde: Rapid Wien vs. RB Salzburg (1:2 n.V.)
Achtelfinale: Ebreichsdorf vs. RB Salzburg (0:5)
Viertelfinale: SKU Amstetten vs. RB Salzburg (0:3)
Halbfinale: RB Salzburg vs. LASK (1:0)

Auch die Salzburger testeten in der Post-Quarantäne-Ära. Der Gegner war die WSG Tirol, das Spiel endete mit einem 1:1 Unentschieden, wobei Trainer Jesse Marsch die gesamte Mannschaft auswechselte. Das Tor für die Salzburger erzielte Vallci in der 52. Minute). Schmerzlich war aber nicht das Ergebnis, sondern der Ausfall von Verteidiger Rasmus Kristensen, der mit einer Muskelverletzung nun ausfallen wird. Der Treffer der Gäste gelang durch eine Standardsituation. Jesse Marsch analysierte nach dem Spiel:

Wir hatten im Spiel einen guten Start. Auch wenn die Qualität in manchen Szenen noch nicht ganz gepasst hat, waren Tempo und auch Intensität sehr ordentlich. Aber wir hatten das Spiel im Griff, und nach so einer langen Pause ist es normal, dass nicht alles funktioniert. Es ist wichtig für uns, zu verstehen, dass ein kleiner Fehler bei einer Standardsituation viel ausmachen kann. Insgesamt war es ein ordentlicher Test und eine gute Lektion für uns.

Wenn die Salzburger hochkonzentriert an die Aufgabe gehen, wird der erneute Cupsieg gelingen! Doch wir alle wissen, dass die „Underdogs“ immer mit 200% an diese Aufgaben herangehen. Ein Sieg wäre nicht nur für das Selbstvertrauen wichtig. Denn wenige Tage später startet die Liga wieder und das gleich mit dem Kracher gegen SK Rapid Wien.

Spielinfo

FC Red Bull Salzburg

vs.

SC Austria Lustenau

FC-Red-Bull-Salzburg-Meisterstern Freitag, 29.5.2020
20.45 Uhr
SC Austria Lustenau
ÖFB Cup:
Finale
Austragungsort: Wörthersee Stadion
Spielereignisse:
Aufstellungen, Tore, Rote Karten posten wir auf unseren Social Media Kanälen auf Facebook, Instagram oder Twitter. Ihr verpasst also nichts! Für dieses Spiel nutzen wir den Hashtag #RBSSCA
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Fahrplan: So ist der zeitliche Ablauf für Cup und Bundesliga

Bundesliga Cup Fahrplan

Heute Vormittag kam im Rahmen einer Pressekonferenz von Gesundheitsminister Anschober, Sportminister Kogler, ÖFB-Präsident Windtner und Bundesliga-Vorstandsvorsitzenden Ebenbauer die „Frohbotschaft“: Die Fortführung von Bundesliga und Cup wird seitens der Regierung erlaubt! Der Wermutstropfen: Zuschauer sind nicht zugelassen, die Teilnehmer beschränken sich auf die Spieler, den Staff, Vereinsverantwortliche und Journalisten.

Wie sieht nun der Zeitplan aus?

Die Klubkonferenz

Am morgigen Mittwoch findet eine Klubkonferenz statt, bei der der Rahmenterminplan festgelegt wird. Die Saison muss mit Ende Juli abgeschlossen werden, daraus resultiert, dass es wohl einige „englische Wochen“ geben wird. Bereits heute sickerte allerdings durch, dass das Cup-Finale zwischen dem FC Red Bull Salzburg und Austria Lustenau die erste Partie nach dem Lockdown sein wird.

Das Mannschaftstraining

Bereits diesen Freitag ist wieder ein volles Mannschaftstraining erlaubt. Somit bleiben den Bundesligisten (und Austria Lustenau) rund 2 Wochen für die Vorbereitung auf den Neustart. All dies und auch die kommenden Spiele unterliegen einem durchaus strengen Präventionskonzept, das regelmäßige Testungen beinhaltet, aber auch klare Regeln, wenn es zu einem positiven Vorfall innerhalb der Mannschaft kommen sollte.

Was passiert bei einem positiven Corona-Test eines Spielers?
Sollte ein Spieler positiv auf das Virus getestet werden, muss er in häusliche Quarantäne und muss dem Trainingsbetrieb fernbleiben. Alle Mannschaftskollegen werden getestet und dürfen – im Falle des negativen Tests – weiter trainieren bzw. Spiele absolvieren.

Das Cup-Finale

Stand heute wird am 30. Mai das Cup-Finale zwischen dem FC Red Bull Salzburg und Austria Lustenau ausgetragen. Genaue Details sind bislang noch nicht bekannt.

Anfang Juni: Spielbetrieb

Je nach dem wie sich die morgige Klubkonferenz entscheidet, startet die Liga mit der 23. Runde entweder Dienstag, 2.6. bzw. Mittwoch 3.6. oder am Wochenende darauf – also 6. bzw. 7.6.2020.

Wir halten euch natürlich am Laufenden und versprechen euch heute schon eine intensive Live-Berichterstattung von den kommenden Begegnungen!

„Gnadenstoß“ für den professionellen Mannschaftssport?

Leeres Stadion

Seit wenigen Tagen dürfen die Teams der Bundesliga (und Cup-Finalist Austria Lustenau) wieder in Kleingruppen trainieren. Das ist aber schon die einzig positive Nachricht, die es für die „schönste Nebensache“ der Welt zu vermelden gibt. 

Das Konzept

Die Bundesliga hat in einer Klubkonferenz ein Konzept erarbeitet, dass den verantwortlichen Gremien in den Ministerien übermittelt wurde. Dies gliedert sich in drei wesentliche Punkte:

Medizin: Ziel ist, das Risiko von Übertragungen über ein engmaschiges Testschema mit PCR-Tests zu minimieren. Diese Tests zeigen, ob ein Spieler aktuell mit Corona-Virus infiziert ist. Wesentlicher Bestandteil des Konzepts ist die Möglichkeit, im Falle eines positiven Tests nur den betroffenen Akteur zu isolieren.

Sport: Aktuell gibt es eine behördliche Genehmigung für Kleingruppentraining, das seit Anfang dieser Woche stattfindet. Für Mannschaftstraining und Spielbetrieb sind behördliche Genehmigungen noch ausständig. Zum aktuellen Zeitpunkt muss die Saison 2019/20 bis 30.06 abgeschlossen sein. Sofern dieser Zeitpunkt nach hinten geschoben wird, wird der Rahmenterminplan unter Berücksichtigung sämtlicher Herausforderungen wie bspw. der Spielerverträge evaluiert.

Organisation: In Punkto Organisation von Spielen ohne Zuschauer beruht das Konzept auf drei Gruppen.

Gruppe Rot umfasst Spieler und alle Personen, die direkt Kontakt mit ihnen haben wie Trainer, Betreuer, Schiedsrichter. Diese Personen sollen regelmäßigen Testungen in kurzen Abständen unterzogen werden.

Die Gruppe Orange bewegt sich im Stadioninnenraum und besteht unter anderem aus TV-Produktion, Organisation und teilweise Medienvertretern. Hier wird auf Abstand zur Roten Gruppe sowie allgemein gültige Maßnahmen wie Handhygiene oder das Tragens des Nasen-Mund-Schutz gesetzt.

Die Gruppe Gelb befindet sich im Tribünenbereich. Sie umfasst Vertreter aus Medien und Organisation. Auch hier wird auf Nasen-Mund-Schutz und Abstand halten gesetzt sowie auf die räumliche Trennung zu den anderen Gruppen.

In Summe sollen bei Spielen ohne Publikum maximal 200 Personen im Stadion sowie 40 weitere Personen (bspw. Ordner) im Außenbereich tätig sein.

Die Verlängerung

Vorausschauend fasste ein paar Tage später das ÖFB-Präsidium noch den Beschluss der Verlängerung des Ligabetriebes:

Das ÖFB-Präsidium hat in seiner heutigen Sitzung dem Antrag der Österreichischen Fußball-Bundesliga insofern stattgegeben, dass die Bundesliga ermächtigt wird, aufgrund der Corona-Pandemie die Meisterschaft der Tipico Bundesliga in der Saison 2019/20 für den Fall der Notwendigkeit über den 30.06.2020 hinaus bis zum 31.07.2020 fortzusetzen.

Der Hoffnungsschimmer

Am selben Tag stellte Sportminister und Vizekanzler Kogler dann bei seiner Pressekonferenz fest:

Dass das Konzept die gesundheitspolitischen Vorgaben erfüllt, kann – glaube ich – gelingen.

Das Gespräch

Tags darauf kam es zu einem Gespräch mit Vertretern des Ministeriums und dem ÖFB. Es war keiner der zuständigen Minister anwesend. Das Ergebnis war „ernüchternd“:

Die Österreichische Fußball-Bundesliga hat dem Sportministerium vergangene Woche ein detailliertes Konzept zur Wiederaufnahme des Trainings- und Spielbetriebs übermittelt. Dieses wurde heute Nachmittag bei einem gemeinsamen Termin von Vertretern von Bundesliga, Sport- und Gesundheitsministerium besprochen.
Das vorgelegte Konzept wurde dabei grundsätzlich als gut durchdacht bewertet. Im Laufe des Termins wurden dazu vom Gesundheitsministerium insbesondere folgende Punkte festgehalten:
 
Ein volles Mannschaftstraining für die Teams der Tipico Bundesliga und SC Austria Lustenau ist frühestens mit der nächsten Verordnung des Gesundheitsministers am 15.05.2020 denkbar. Für die Klubs der Tipico Bundesliga und den Cupfinalisten SC Austria Lustenau ist aktuell Kleingruppentraining erlaubt.
 
Das Training für die HPYBET 2. Liga wird ab 15.05.2020 unter Maßgabe der in der Verordnung definierten Rahmenbedingungen möglich sein.
 
Test-Pooling (gemeinsames Auswerten mehrerer Testpersonen) kann für die Teststrategie berücksichtigt werden, wobei max. 5 Personen in einer Gruppe zusammengefasst werden dürfen. Dies senkt die Kosten.
 
Hinsichtlich der Quarantänemaßnahmen wurde festgehalten, dass positiv getestete Personen und deren Kontaktpersonen in Quarantäne müssen.
 
Die Bundesliga soll das aktuelle Konzept auf Basis der heute angesprochenen Informationen überarbeiten und bis spätestens Ende nächster Woche erneut übermitteln, um eine Aufnahme der angedachten Maßnahmen in der nächsten Verordnung des Gesundheitsministeriums (15.05.2020) zu ermöglichen.
 
Bundesliga-Vorstandsvorsitzender Christian Ebenbauer:
Mit den Ergebnissen des heutigen Termins ist eine sportliche Beendigung der Saison 2019/20 schwieriger geworden. Damit ist jedenfalls klar, dass ein Saisonende bis 30.06. nicht möglich ist. Die zusätzlichen Herausforderungen, die sich heute ergeben haben und alle weiteren Schritte werden wir nun mit unseren Klubs besprechen, um im Laufe der kommenden Woche das überarbeitete Konzept abermals übermitteln zu können.

Herber Rückschlag

Markus Kraetschmer (Austria Wien) meldete sich enttäuscht zu Wort:
Es gibt keine vernünftige Planbarkeit, so kommen wir nicht weiter. Es wird existenzbedrohend – nicht nur für den Fußball, für den gesamten Mannschaftssport. Es geht um unsere Kinder. Wir müssen langfristig denken, nicht in 14-Tages-Abschnitten, fordern Planbarkeit. Im Prinzip sind alle Mannschaftssportarten in Gefahr. Aber das ist kein Spezifikum der Austria, das betrifft viele andere Klubs ebenso. Mit jedem Tag wird wirtschaftlich noch mehr zerstört. Zusätzlich werden Karrieren vernichtet. Wir brauchen Klarheit, Planbarkeit und Perspektive. Es geht ja um eine volkswirtschaftliche Gesamtrechnung.
 
Red Bull Salzburgs Stephan Reiter nannte das Problem beim Namen:
Man kann keine Saison seriös zu Ende spielen, wenn zwei Mannschaften, die Betreuer, Schiedsrichter & Co für zwei Wochen in Quarantäne gehen müssen. Wir haben unser Anliegen in Form des Konzeptes mit entsprechender Sorgfalt erstellt. Mit dem aktuellen Feedback der Ministerien muss man klar sagen, dass Mannschaftssport, egal ob Fußball, Beachvolleyball, Handball, etc., so erst dann möglich sein wird, wenn es eine Impfung gibt. Das wäre das Ende vieler Strukturen, Klubs und Sportarten. Man darf nicht aus Sicht der Ministerien uns  eine Karotte vor die Nase hängen und diese dann wegziehen. Wenn die Regierung die Lage so beurteilt, sollte sie es klar sagen und nicht Hoffnung machen, wo es keine gibt. Möglicherweise sind aber auch nicht alle Vorteile unseres Konzeptes bei den beiden Ministerien so angekommen. Es stellt sich für mich eine zentrale Frage: Wenn wir es jetzt nicht hinbekommen, was soll dann im September anders sein? Wir haben aktuell weniger als 2.000 Infektionen, irgendwann müssen wir damit lernen, umzugehen und eine Perspektive für den Mannschaftssport schaffen. Man darf ja auch nicht vergessen, welche Wirtschaftsleistung mit zehntausenden Arbeitsplätzen hinter dem Fußball steckt.

Das nächste Gespräch

Diese Woche soll nun das nächste Gespräch mit Minister Anschober folgen. Und dies könnte sich als folgenschwer für den gesamten Mannschaftssport auswirken. Für die Bundesliga würde ein Abbruch der Saison bedeuten, dass wohl nur drei Mannschaften bis September 2020 überleben würden. Salzburg, der LASK und Sturm. Damit wäre die Bundesliga, wie wir sie kennen, endgültig Geschichte.

Das Dilemma

Christian Ebenbauer von der Bundesliga spricht im Interview mit dem Standard zumindest noch von einem Hoffnungsschimmer, sieht aber auch das „Zuständigkeitsdilemma“:
Es ist halt das Gesundheitsministerium zuständig, unser Ansprechpartner ist aber das Sportministerium, und das Konzept war sogar lange vor diesem Termin öffentlich bekannt. Dass man uns nicht gesagt hat, dass es nicht möglich ist, trotz eines engmaschigen Testsystems kollektive Quarantäne zu vermeiden, ist bitter. Die Gesundheit steht an erster Stelle. Aber man braucht ein Ziel, eine Planungsmöglichkeit, eine Ahnung, wohin die Reise geht. Wenn man nicht weiß, wann und unter welchen Bedingungen wieder gespielt werden kann, wird das schnell von der Sinn- zur Existenzfrage. Und der Treffer vom Donnerstag wird zum K.-o.-Schlag für den gesamten Mannschaftssport. Wir müssen dann entscheiden, ob die Vorgaben sportlich und wirtschaftlich Sinn machen. Noch gibt es Hoffnung.

Also wieder einmal eine „spannende“ Woche für den professionellen Mannschaftssport. Wir halten es mit Cicero: 

Dum spiro spero.
Solange ich atme, hoffe ich.

Bundesliga entwickelt Konzept für Geisterspiele

Red Bull Arena Salzburg

Bei der heutigen Klubkonferenz wird es noch einmal spannend. Die Bundesliga bespricht ein von ihnen ausgearbeitetes Konzept, wie es in Sachen „Geisterspiele“ weitergehen kann. Wir erinnern uns: Zuschauer sind bis auf weiteres von den Spielen ausgeschlossen.

Rot – Orange – Gelb

Die Liga will Personen, die an einem Spieltag teilnehmen, farblich kennzeichnen. Rot für die Spieler, Trainer, Schiedsrichter und Balljungen (also alle unmittelbar in den Spielbetrieb involvierte Personen), Orange für im Stadion-Innenbereich tätige Personen, die nicht in direkten Kontakt mit anderen treten (z.B. Kameraleute der TV-Sender) und Gelb für Personen auf der Tribüne, zum Beispiel Journalisten. Tatsächlich werden aber nur Personen aus der „roten Gruppe“ auf das Virus getestet. 

Möglicher Beginn Mitte Mai

Mitte Mai kann es dann soweit sein. Sollte dieser Termin – aus welchen Gründen auch immer – nicht machbar sein, könnte man das Ende des Ligabetriebs auch nach hinten schieben. Aktuell wird hier der 30.6. genannt. Eine Verschiebung müsste durch das ÖFB-Präsidium beschlossen werden. Ebenbauer sieht aber bei einer Verschiebung mögliche Probleme:

Es gibt viele Fragen bei einer Verlängerung, zum Beispiel auslaufende Spielerverträge, da haben wir derzeit keine Rechtssicherheit. Derzeit ist noch alles darauf ausgerichtet, es bis 30. Juni zu schaffen, und da ist das Zeitfenster sehr eng.

Isolation statt Abbruch

Das Konzept macht sich auch Gedanken um postivi getestete Spieler . Sollte ein Spieler positiv getestet werden, müsste der Infizierte isoliert werden. Der Spieler wäre erst dann wieder offiziell „gesund“, sobald er innerhalb von 48 Stunden zwei weitere Tests mit negativem Ergebnis abliefert. Jene Menschen, die in Kontakt mit dem Infizierten waren, würden „engmaschig getestet und genau beobachtet“, allerdings nicht aus dem Spielbetrieb herausgenommen werden. Dadurch wäre ein positiver Test nicht gleichbedeutend mit einem Meisterschafts-Abbruch.

Quelle: Kurier

FC Red Bull Salzburg startet morgen mit dem Training

Trainingsstart Corona FC Red Bull Salzburg

Am späten Samstag erreichten die Rahmenbedingen, unter denen ein Training stattfinden darf, die österreichischen Bundesligisten. Quintessenz:

Kleingruppen von maximal sechs Kaderspielern mit gleichbleibender Zusammensetzung, zwischen den Spielern bzw. Spielern und Trainern ist ein Abstand von mindestens zwei Metern einzuhalten.

Die Spieler des FC Red Bull Salzburg wurden bereits auf das Virus getestet, bis gestern kamen 60% der Tests retour – alle mit negativem Ergebnis. Nun bereitet man sich auf den morgigen Trainingsstart vor.

Wie die Krone berichtet, können die Co-Trainer jeweils fix eine dieser Kleingruppen übernehmen. Jeder dieser 4 Kleingruppen steht ein Torhüter und auch ein Physio zur Verfügung. Jesse Marsch hingegen wird wohl das Training von außen, aber in Rufweite, beobachten. 

Ein Spieler wird jedenfalls fehlen: Mohamed Camara. Camara flog wegen eines familiären Schicksalsschlags zurück nach Mali und sitzt nun dort fest. Auch wenn er wieder ausreisen darf, würde ihm wohl eine 14-tägige Quarantäne blühen.

Wenn sich die Lage nicht verschlimmert, kann mit einer Weiterführung der Liga – allerdings ohne Fans – ab Mitte Mai spekuliert werden.