Die Corona-Pandemie hat nicht nur das tägliche Leben, sondern auch unser aller Lieblingssportart fest im Griff. Ob und wie der Fußball in Österreich weitergeht, wird wohl in dieser Woche entschieden werden.

Der ÖFB und die Klubs tagen

Am Mittwoch findet die Präsidiumssitzung des ÖFB statt. Dort geht es um alle Fußballbewerbe – egal ob Frauenfußball, Nachwuchsbewerbe oder Amateure. Sportminister Kogler verhängte schon vor einiger Zeit ein Veranstaltungsverbot. Zumindest im Amateurbereich scheinen Geisterspiele keine Option zu sein, also darf mit einem Abbruch der Amateurligen am Mittwoch gerechnet werden. Diese Option ist auch eine für die anderen Ligen. Doch wie wird dann diese „Seuchen-Saison“ (sic!!!) gewertet?

Es scheint Tendenzen zu geben, dass die Saison komplett annulliert und im Sommer neu gestartet wird. Wenn man im Sommer überhaupt schon spielen kann bzw. darf.

Doch wer steigt aus der 2. Liga auf? Wer steigt ab? Wie geht man mit den internationalen Plätzen um?

Würde die Liga nun gestopppt und gewertet werden, wäre St. Pölten abgestiegen. Das werden die Niederösterreicher sicher so nicht hinnehmen und juristische Mittel dagegen ergreifen. Deswegen scheint es wahrscheinlicher, dass aus der Bundesliga niemand absteigt, die Liga dafür aber aufgestockt wird. Hier wird von einer Liga mit 13 oder 14 Vereinen (statt 12) gesprochen.

Bei den Bundesligisten sieht der Wille weiterzuspielen unterschiedlich aus. Der FC Red Bull Salzburg will (wenn möglich) die Saison sportlich klären, der aktuelle Tabellenführer LASK ist hier zurückhaltend. Kunststück, denn sollte die Saison gewertet und nicht annulliert werden, wäre der LASK „Corona Meister 2020“. LASK-Präsident Gruber ist als Aufsichtstatsmitglied im Präsidium stimmberechtigt ist. Ebenso stimmberechtigt sind Philipp Thonhauser (Admira) und Bundesliga-Vorstand Christian Ebenbauer, zusätzlich die neun Landeschefs und ÖFB-Präsident Leo Windtner.

Der ÖFB hat ein juristisches Gutachten in Auftrag gegeben, dessen Rolle bei einem Abbruch sehr gewichtig werden könnte.

International würde ein Abbruch bedeuten, dass der LASK im Play-off der Champions League steht, unsere Salzburger müssten CL-Quali spielen. Rapid Wien wäre in der EL-Gruppenphase, aber nur, wenn Salzburg gegen Austria Lustenau im – ebenso unsicheren – Cup-Finale gewinnt. Ob, wie oder wann dieses Cup-Finale stattfindet, wird ebenso diese Woche besprochen.

Alle Entscheidungen – egal in welche Richtung sie gehen – bringen „Sieger“ und „Verlierer“. Man darf also gespannt sein, was diese Woche für den heimischen Fußball bringt.

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1 Kommentar

  1. Wea wü denn Seuchen-Meister durch Abbruch werdn??? Wenn dann nur de Linza! Anderst schoffens es eh ned!


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