Heute Nachmittag kam es in der Red Bull Arena zum absoluten Spitzenspiel in der Tipico Bundesliga. Der SK Rapid Wien gab sich die Ehre und trat zum Abschluss der zwölften Bundesliga-Runde in Wals-Siezenheim an. Die Partie fand vor ausverkauftem Haus statt, zumindest wurde mit 17.218 Zuschauern die maximale Stadionkapazität für Bundesligaspiele erreicht.

Das Match startete rassig, beide Teams wurden von ihrem Anhang lautstart befeuert, zudem tauchten Rainermarsch, Choreo und die bei Spielen mit Rapid-Beteiligung obligatorischen Rauchtöpfe und Bengalos die Arena in ein stimmungsgeladenes Gesamtbild.

Die heutige Startelf / © SALZBURG12.at
Die heutige Startelf / © SALZBURG12.at

Aluminium in der Anfangsphase

Gleich nach fünf Spielminuten zeigten die Offensivkräfte der Hausherren die erste nennenswerte Aktion. Der mitgelaufene Rasmus Kristensen war es, der einen aufspringenden Ball vom rechten Sechzehnereck in Richtung Tor manövrierte. Rapid-Goalie Richard Strebinger reagierte blendend und konnte dem Spielgerät gerade noch entscheidend an die Querlatte ablenken.

Salzburg brauchte danach etwas, um erneut offensive Akzente zu setzen, blieb aber immer spielbestimmend. Gefährlich für das Tor der Gäste wurde es wieder in der 23. Spielminute, als Ulmer einen Freistoß schnell abspielte und so Hwang optimal in Szene setzte. Der Koreaner tauchte ob des Zuspiels alleine vor Strebinger auf, brachte das Spielgerät aus spitzem Winkel jedoch nicht mehr im Tor unter und verzog.

Doppel-Elfmeter für die Hausherren

Eine halbe Stunde war gespielt, da tat sich erstmals etwas auf der Anzeigetafel. Junuzovic spielte steil auf Haaland, Strebinger kam zu spät und holte den Salzburg-Stürmer von den Beinen. Szoboszlai trat zum Strafstoß an und verwandelte in die linke Ecke. Strebinger war zwar dran, konnte den Verlusttreffer allerdings nicht verhindern. Den Fans war das egal, sie feierten den Führungstreffer gebührend ab.

Nur zwei Minuten später der nächste Elfmeterpfiff, wieder für die Hausherren, wieder wurde Haaland gefoult. Diesmal war Barac der Übeltäter, der den Norweger ummähte. Nun trat Hwang zum Strafstoß an, doch dessen Versuch misslang leider völlig. Der halbrechte Schuss wurde zur einfachen Übung für Strebinger, der das 0:2 aus Sicht der Gäste zunächst verhindern konnte.

Die Schützen des 1:0 und 2:0 / © GEPA
Die Schützen des 1:0 und 2:0 / © GEPA

Salzburg erhöht, Rapid kommt heran

Fünf Minuten später fiel der Treffer dennoch. Haaland wurde von Szoboszlai bedient, spielte Doppelpass mit Hwang und traf im Anschluss aus spitzem Winkel durch die Hosenträger von Strebinger.

In Minute 45 verfehlte ein Freistoß von Szoboszlai knapp das linke Kreuzeck, dafür erzielte Rapid auf der Gegenseite mit der einzigen Strafraumsituation des ersten Durchgangs den Anschlusstreffer. Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld legte Schwab für Knasmüllner ab, der per Kopf zum Abschluss kam und via Innenstange einnetzte.

Das Spiel beginnt zu kippen

Zunächst unverändertes Bild in Halbzeit zwei. Salzburg mit vielen Spielanteilen und dem Willen, das Ergebnis in die Höhe zu schrauben. In Minute 50 war es auch beinahe soweit, Haaland bediente Hwang, dessen Abschlussversuch Strebinger bereits passiert hat und in Richtung Tor kullerte. Barac war aber auf dem Posten und kratzte das Leder noch von der Linie.

Fünf Minuten später hatte Haaland das 3:1 auf dem Fuß, schoss nach einem parierten Junuzovic-Freistoß jedoch klar drüber.

Im Laufe der zweiten Hälfte begann die Partie dann zu kippen. In Minute 57 vertendelte Onguene gegen Fountas den Ball, sodass der Rapidler in Richtung Gehäuse von Carlos Coronel stürmte. Onguene sprintete dem Griechen hinterher und konnte schlussendlich selbst noch einen gefährlichen Abschluss verhindern.

Das ist der Moment: Zlatko Junuzovic mit dem entscheidenden Freistoßtreffer / © GEPA

Das ist der Moment: Zlatko Junuzovic mit dem entscheidenden Freistoßtreffer / © GEPA

Nackenschlag und Happy End

Den Hausherren gelang immer weniger in der Offensive und Rapid übte mehr und mehr Druck aus. In Minute 76 hatte Schwab das 2:2 am Fuß, wurde von Wöber noch entscheidend gestört und der Abschluss verfehlte knapp das rechte untere Eck.

Spielminute 87. Die Fans auf den Rängen sehnten den Schlusspfiff herbei und plötzlich passierte es. Schwab brachte eine Freistoßflanke sauber zur Mitte und Barac köpfelte das Leder unhaltbar in die Maschen. Im Gästesektor explodierte die Stimmung, auf den Heimrängen fast nur lange Gesichter.

Zum Reagieren blieben nur noch wenige Minuten. Jesse Marsch wechselte Koita ein und der wurde in der Nachspielzeit nah an der Sechzehnerkante von den Beinen geholt. Schiedsrichter Drachta entschied auf Freistoß und allen im Stadion war klar: Das wird die letzte Gelegenheit, es lief bereits die 94. Minute. Zlatko Junuzovic legte sich das Leder zurecht, lief an, manövrierte den Ball butterweich über die Mauer und ließ das Leder im linken Kreuzeck einschlagen. Mehr Ekstase geht nicht, die Stimmung des Heimanhangs explodierte und der Torschütze ließ sich von Mannschaft und Bank feiern. Der Lucky Punch war geglückt und die nächsten wichtigen drei Punkte in der Tabelle eingefahren.

Spielinfo

FC Red Bull Salzburg

 

SK Rapid Wien

FC-Red-Bull-Salzburg-Meisterstern 3:2 SK Rapid Wien
Tipico Bundesliga 12. Spieltag
Anpfiff Sonntag, 27.10.2019, 17.00 Uhr
Austragungsort Red Bull Arena, 17.218 Zuschauer
Schiedsrichter Oliver Drachta
  Torfolge  
Szoboszlai (31./Elfmeter)
Haaland (38.)


Junuzovic (90.+4)
1:0
2:0
2:1
2:2
3:2


Knasmüllner (45.+1)
Barac (87.)
Haaland Gelbe Karten
Gelb-Rote Karten
Rote Karten

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