Nach der Niederlage in der Bundesliga zu Beginn der Saison, hat Rapid dank der Cup-Auslosung eine zweite Chance bekommen um sich bei den Salzburgern zu revanchieren. Doch das gelang den Wienern nur knapp nicht.

Trainer Jesse Marsch stellte diese elf Spieler gegen Rapid aufs Feld – Haaland war diesmal leider nicht dabei. Er musste krank in Salzburg das Bett hüten:

15 heiße Minuten

In der ersten Viertelstunde verdammten die Hütteldorfer die Gäste aus Salzburg zum Zuschauen. So versuchten die Gastgeber mit vielen schnellen Bällen in die Spitze zum frühzeitigen Torerfolg zu kommen. So wurde man in den ersten 15 Minuten nicht das Gefühl los, dass mindestens die Hälfte der Mannschaft mental noch in der Kabine waren oder an die erste Halbzeit gegen den LASK in den Köpfen hatten. Man wirkte gehemmt. Und das genau eine Woche nach dem sensationellen Sieg gegen Genk in der Champions League. Aus der starken Phase konnten die Wiener allerdings kein Kapital schlagen.

Salzburg harmlos

 

Die Salzburger fingen sich allmählich. Brachten etwas Ruhe in das Mittelfeld, waren aber aufgrund von Fehlpässen und einer gut eingestellten Kühbauer-11 relativ ungefährlich. Lediglich drei erwähnenswerte Aktionen konnten die Salzburger verbuchen. Einerseits war es ein Szoboszlai-Schuss in der 22. Minute, den Strebinger entschäften konnte. Dann ein Onguene-Kopfball nach einem Junuzovic Corner. Und andererseits schoss Daka den Rapid-Hintermann zweimal hintereinander an. Tore schauten bei diesen Aktionen nicht heraus.

Bernede Ausfall

Einen fahlen Beigeschmack hatte die erste Halbzeit. Nach einem Zweikampf mit Stefan Schwab in der 16. Minute ging Bernede zu Boden. An Aufstehen war nicht zu denken – er musste verletzt (Schienbeinbruch) aufgwechselt werden.

Besserung in Sicht & per Standard zur Führung

Fünf Minuten nach Anpfiff zur zweiten Spielzeit, wurde Daka von Hofmann gefoult. Zum Freistoß trat Dominik Szoboszlai, der den Ball wunderschön und unhaltbar ins Kreuzeck trat. Doch die Führung hielt nicht lange. Knapp fünf Minuten nach dem Führungstreffer, gelang den Wienern der Ausgleich. Taxi Fountas legte den Ball schön in den Strafraum, wo Kitagawa stand und den Ball einnetzte. Die Salzburger Verteidigung sah bei dieser Aktion nicht sehr gut aus.

Da schlägt das Pendel plötzlich in die Richtung der Salzburger

In der 65. Minute wurde es dann ganz heiß am Feld. Velimirovic ballerte das Leder an die Stange, kurz darauf, flog Kapitän Stefan Schwab nach einem rot-würdigen Foul mit Gelb-Rot vom Feld. So hatten die Salzburger 25. Minuten Zeit die Partie in Überzahl für sich zu entscheiden.

Nach dem Ausschluss stellten die Gastgeber ihr Offensivspiel komplett ein und überließen den Salzburgern mehr oder weniger das Mittelfeld. Doch aus dem Mehr an Raum und Ballbesitz konnten die Salzburger nicht wirklich etwas anfangen. Ehe Eisner beide Mannschaften mit dem 1:1 in die Verlängerung schickte, sollte er mit Velimirovic den zweiten Rapid-Spieler mit Gelb-Rot in die Kabine schicken.  

Die Erlösung durch Minamino

Als Fußball-Connoisseur könnte man meinen, dass eine Mannschaft, die zwei Feldspieler mehr als die andere hat, einen deutlichen Vorteil hat. Doch an diesem Mittwoch-Abend war das nicht der Fall. Die Salzburger taten sich unheimlich schwer Räume bei den sehr tief stehenden Rapidlern zu finden. So brauchte Salzburg bis zur 121. Minute um einen Treffer zu erzielen und so das Weiterkommen in die nächste Runde zu sichern. Minamino traf in letzter Sekunde zur 2:1 Führung für die Salzburger.  

Spielinfo

SK Rapid Wien

 

FC Red Bull Salzburg

SK Rapid Wien 1:2 (n.V.) FC-Red-Bull-Salzburg-Meisterstern
Uniqa ÖFB Cup 2. Runde
Anpfiff Mittwoch, 25.9.2019, 20.45 Uhr
Austragungsort Allianz Stadion, 20.000 Zuschauer
Schiedsrichter Rene Eisner
  Torfolge  


Kitagawa (56.)

0:1
1:1
1:2

Dominik Szoboszlai (50.)

Minamino (121.)

Schwab (13.)
Hofmann (50.)
Ljubicic (54.)
Velimirovic (63.)
Barac (82.)
Gelbe Karten Marsch (60.)
Minamino (82.)

Schwab (66.)
Velimirovic (93.) 

Gelb-Rote Karten  
  Rote Karten  

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