Der FC Red Bull Salzburg absolvierte das zweite Auswärtsspiel der Saison in der vierten Runde beim SKN St. Pölten. Vor dem Spiel warnte Trainer Marsch vor den Niederösterreichern. Man solle sie ernst nehmen und auf keinen Fall meinen, dass das Spiel ein Spaziergang bei den Wölfen ist. Und in den ersten Minuten konnte man durchaus sehen, was er meinte. Doch der Reihe nach.

Trainer Marsch schickte folgende Elf aufs Spielfeld:

#SKNRBS

Der schon gegen den WAC auffällige Hee Chang Hwang wurde für die Leistungen der letzten Spiele belohnt und durfte von beginn an starten. Auch der Neuzugang Kristensen konnte zum ersten Mal in der Bundesliga von Anfang an aufs Feld.

Der Spielplan der Niederösterreicher zeichnete sich in den ersten Minuten ab: Sie setzten sie auf Konter, wollten das Spiel mitgestalten. Ja, das gelang ihnen zuänchst auch ganz gut. So etwa in der 22. Minute, wo ein perfekter Pass auf Riski gespielt wurde und er nur noch durch Onguénés Einsatz vor einem Abschluss und einer möglichen Führung gestoppt werden konnte.

Das war scheinbar der Weckruf für die Salzburger, denn ab diesem Moment nahm der Meister das Heft in die Hand und produzierte Torchancen quasi im Minutentakt.

Haaland zum Ersten

Haaland feiert seine zwei Tore / © GEPA
Haaland feiert seine zwei Tore / © GEPA

In der 30. Minute war es dann soweit. Der norwegische Goalgetter netzte zur 1:0 Führung ein. Ein weiter Abschlag von Stankovic auf Hee Chang Hwang, der mit einer Körpertäuschung sein Gegenüber austrickste und Haaland perfekt bediente. Er musste den Ball nur noch erfolgreich an Keeper Riegler vorbei schieben.

Hwang zum Zweiten

Nach einer kurzen Trinkpause und einer Lagebesprechung, ging es in der 34. Minute mit neuen Instruktionen für Marsch seine Elf aufs Feld. Vier Minuten später klingelte es dann zum 2:0 für die Salzburger. Der international gefragte Dominic Szoboszlai reichte den Ball förmlich an Hee Chang Hwang, der Riegler umkurvte und gemütlich zur zwei Tore Führung traf.

Muntere erste Halbzeit

Auch Minamino trifft gegen den SKN / © GEPA
Auch Minamino trifft gegen den SKN / © GEPA

Mit zwei Gegentreffern waren die Niederösterreiher in der ersten Halbzeit recht gut bedient. So hatte unteranderem Takumi Minamino das 3:0 bzw 4:0 am Fuß. Nach 48 Minuten ging es für beide Mannschaften in die Kabinen.

Ach du lieber Schwan

Das oder sowas ähnliches hat sich sicher der Trainer der St. Pöltener gedacht. Denn in der zweiten Spielzeit dieser kurzweiligen Begegnung ging es für die Gastgeber nur in eine Richtung: Nämlich in die ihres Tores inklusive einer verheerenden roten Karte für Schütz.

Niedergang in drei Akten. Oder: Drei Tore in fünf Minuten

Wer auf eine torreiche Partie gehofft hat, wurde vor allem in der zweiten Halbzeit nicht enttäuscht. Liebe Fans der St. Pöltener, bitte jetzt nicht mehr weiterlesen.

Schon kurz nach dem Anpfiff zur zweiten Halbzeit, stellte Haaland auf 3:0. Herrlicher Freistoß von der Nummer 16, Zlatko Junuzovic, in den Strafraum. Dort fühlte sich von den Niederösterreichern niemand verantwortlich für den jungen Norweger. Dieser stieg auf und versenkte den Ball sehenswert per Kopf im Tor.

Drei Minuten später klingelte es wieder. Und wieder läutete der Mittelfeldmotor Szoboszlai einen erfolgreichen Angriff der Salzburger ein. Wieder fand sein Zuspiel einen Abnehmer, nämlich Haaland. Doch dieser wollte nicht selbst einnetzen und legte nach einer geschickten Verzögerung auf den wartenden Takumi Minamino quer. Der Rest? Naja, Tor. Salzburg 4, St. Pölten 0.

Den dritten und letzten Akt dieser dramatischen fünf Minuten andauerten Tragödie setzte Kapitän Andreas Ulmer. Statt den Ball, wie immer bei einem Freistoß, in den Strafraum zu befördern, passte Junuzovic auf Szoboszlai, der eine Flanke antäuschte, aber letztlich zu Ulmer passte. Verwirrt? Ja, bin ich auch zuerst gewesen. Aber es war eh relativ einfach. Der Ball kam jedenfalls bei Ulmer an. Dieser täuschte ebenfalls eine Flanke vor. Aber es war ein Schuß, der zum 5:0 führte. Gefinkelt dieser Herr Ulmer.  

Auch Koita möchte…

Koita trifft bei seinem Debüt für Salzburg / © GEPA
Koita trifft bei seinem Debüt für Salzburg / © GEPA

Mit dem Torreigen von der 50. Bis 55. Minute könnte man als Fußballfan relativ zufrieden sein. Aber die elf Mannen eher nicht so. Ansich logisch. Der für den Haaland aufs Feld gekommene Sékou Koïta trug sich ebenfalls in die Torschützenliste ein. Torschütze Hwang war hier der Assistgeber – nach einer schönen Umschaltsituation im Mittelfeld.

Endlich wieder zu Null gespielt

Auch in den letzten 20 Minuten war Salzburg die klar beherrschende Kraft. Man Lies nichts anbrennen und kam noch zu einigen Chancen, die allerdings nur Chancen blieben. Wäre man im Abschluss etwas konsequenter, hätte es an diesem lauen Samstagnachmittag zweistellig für die Gäste aus Salzburg ausgehen können. Nicht nur die geschossenen Tore bereiteten den Salzburgern viel Freunde, nein. Sondern auch der Umstand, dass man endlich kein Tor kassierte und so das Torverhältnis mit dieser Partie ordentlich aufpolierte.

Spielinfo

SKN St. Pölten

 

FC Red Bull Salzburg

spusu SKN St. Pölten0:6FC-Red-Bull-Salzburg-Meisterstern
Tipico Bundesliga4. Runde
AnpfiffSamstag, 17.8.2019, 17:00 Uhr
AustragungsortNV Arena , 4.165 Zuschauer
SchiedsrichterDieter Muckenhammer
 Torfolge 






0:1
0:2
0:3
0:4
0:5
0:6

(30.)
Hee-Chang Hwang (38.)
Haaland (50.)
Minamino (55.)
Ulmer (58.)
Koita (69.)

Ingolitsch (26.)
Rasner (47.)
Gartler (59.)
Gelbe KartenSzoboszlai (6.)
Bernede (10.)
 Gelb-Rote Karten 
Schütz (50.)Rote Karten 

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