Unter der Woche war der FC Red Bull Salzburg in aller Munde. Zunächst gab Marco Rose seinen Abschied mit Saisonende bekannt, danach diskutierte halb Fußball-Österreich über den Zirkus rund um das Cup-Finale, auch wenn hier Salzburg nur eine Nebenrolle spielte. Und schließlich wurde am Freitag noch die Vertragsverlängerung von Andi Ulmer verlautbart.

Da wurde es höchste Zeit, um wieder sportliche Schlagzeilen zu schreiben. Dies passierte heute durch einen Heimsieg gegen den SK Sturm, der aufgrund des 0:0 vom LASK gegen St. Pölten noch an Wert dazugewonnen hat. In der Tabelle hat Salzburg nun einen Neun-Punkte-Polster auf die Linzer.

Die heutige Startelf / © SALZBURG12.at
Die heutige Startelf / © SALZBURG12.at

Mit Rückstand in die Pause

Den Sieg musste sich die Mannschaft jedoch hart erarbeiten. Denn Sturm ging nach einem Treffer von Michael Lema sogar mit einer Führung in die Pause. Missglückter Einwurf der Salzburger, Lovric spielt das Leder quer und der junge Grazer netzt ein. Das erste Mal in dieser Bundesliga-Saison, dass die Mannschaft von Marco Rose den Gang in die Kabinen mit einem Rückstand antreten musste.

Dabei hätte es dazu gar nicht kommen müssen, hätte Schiedsrichter Weinberger das Foul von Aflonitis an Gulbrandsen nicht übersehen und den fälligen Strafstoß gepfiffen. Oder hätte Takumi Minamino den Ball nicht an die Stange gesetzt, sondern ins Tor getroffen. Sei es drum, es passierte nicht. In Roses Jungs stieg damit die Motivation und in der zweiten Halbzeit wurde der Turnaround geschafft.

Freddie Gulbrandsen sorgte für den Ausgleich in der 53. Spielminute. Dominik Szoboszlai bereitete das 1:1 mit einer genialen Flanke vor, Gulbrandsen löste sich ideal und spitzelte das Leder über die Linie. Der Norweger hatte wenig später auch die Chance auf den nächsten Treffer, doch Jörg Siebenhandl konnte den zweiten Verlusttreffer mit einer Parade zunächst noch verhindern (61.).

Dabbur feiert sein 2:1 mit Marco Rose / © GEPA
Dabbur feiert sein 2:1 mit Marco Rose / © GEPA

Happy End mit schalem Beigeschmack

In der 67. Minute machte es Munas Dabbur besser. Nach Zuspiel von Szoboszlai ließ der Israeli die halbe Sturm-Verteidigung mit einem Patenthaken ins Leere laufen und schloss im Anschluss trocken in die kurze Ecke ab.

Nur vier Minuten später gab Dominik Szoboszlai den Deckel auf die Partie und schloss einen wunderschönen Angriff zum 3:1 ab. Nach Zuspiel von Andi Ulmer ging er mit dem Leder bis an die Grundlinie vor und traf vorbei an Sturm-Goalie Siebenhandl ins Tor. Danch hatte der Ungar sogar noch die Chance auf das 4:1, sein Freistoß aus rund 25 Metern streifte allerdings nur das Außennetz.

Einen bitteren Schlusspunkt hatte die Partie allerdings für Comebacker Marin Pongracic. Der wurde nach seinem Muskelbündelriss in der 58. Minute für Jerome Onguene eingewechselt, sorgte 20 Minuten lang für Beruhigung in der Hintermannschaft, ehe er sich ohne Fremdeinwirkung erneut am Oberschenkel verletzte und wieder ausgewechselt werden musste. Marco Rose sprach nach der Partie von einer erneut längeren Pause, die dem Kroaten nun droht.

Spielinfo

FC Red Bull Salzburg

 

SK Sturm Graz

FC Red Bull Salzburg3:1SK Sturm Graz
Tipico Bundesliga25. Spieltag
AnpfiffSonntag, 14.4.2019, 17.00 Uhr
AustragungsortRed Bull Arena, 11.133 Zuschauer
SchiedsrichterJulian Weinberger
 Torfolge 

Gulbrandsen (53.)
Dabbur (67.)
Szoboszlai (71.)
0:1
1:1
2:1
3:1
Lema (40.)


Dabbur, OngueneGelbe KartenMensah, Dominguez, Spendlhofer, Koch
 Gelb-Rote Karten 
 Rote Karten 

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