Leo Windtner
ÖFB Präsident Leo Windtner

Zu dem gestern in einem Kommentar einer schwedischen Boulevardzeitung geäußerten Vergleich von Adolf Hitler und Josef Fritzl mit dem FC Red Bull Salzburg im Vorfeld des UEFA Champions League Qualifikationsspieles gegen Malmö FF nimmt ÖFB-Präsident Dr. Leo Windtner wie folgt Stellung:

„Dieser Vergleich ist klar abzuweisen und auf das Schärfste zu verurteilen. Solche Relationen haben im Sport nichts verloren und richten sich sogar gegen die gesamte österreichische Nation. Es ist unglaublich, wie gedankenlos damit vorgegangen und jede Tabugrenze überschritten wird. Der verantwortliche Redakteur ist sich noch dazu keiner Schuld bewusst.

Der ÖFB als Verband und alle seine Mitglieder stehen seit Jahren für Toleranz, gegen jede Art von Rassismus und Diskriminierung und für Integration in allen Bereichen der Gesellschaft. Gemeinsam mit FIFA und UEFA werden seit Jahren Projekte zu Fair Play und Respect umgesetzt in bestehenden Kooperationen wie mit FARE wird auch öffentlich gegen jede Form von Rassismus, Menschenfeindlichkeit und Diskriminierung aufgetreten. In der kürzlich vom Bundesministerium für Inneres, Bundesliga und ÖFB präsentierten Initiative gegen Extremismus, Rassismus und Diskriminierung bei Fußballveranstaltungen wurde insbesondere die Rolle der Medien besonders hervorgestrichen.

Dieses negativ herausstechende Beispiel unterstreicht einmal mehr, was unverantwortlicher und gedankenloser Journalismus anrichten kann. Wir haben in knapp einen Monat Schweden zu Gast in Wien und ich kann nur hoffen, dass der mediale Rummel rund um dieses Spiel vom schwedischen Boulevard nicht auf diesem erschreckenden Niveau ausgetragen wird. Der österreichische Fußball schafft es hoffentlich, sportlich darauf die richtige Antwort zu geben.“

Quelle: Presseaussendung ÖFB

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