Wir bitten dich um eine Bewertung

Der SK Puntigamer Sturm Graz war jahrelang ein gern gesehener Gegner in der Red Bull Arena. Seit dem 17.07.2002, damals sogar noch im Lehener Stadion, waren die Blackies in der Mozartstadt sieglos. Bis zum heutigen Tag. Sturm drehte nach Pausenrückstand die Partie noch um und gewann mit 2:1.

Aber alles der Reihe nach. Mit dem Cup-Viertelfinale im Hinterkopf stellte Roger Schmidt seine Startelf dementsprechend auf. Lazaro, Hierländer und Zulj kamen für Mané, Kampl und Alan in die Startelf.

RBSSTU Aufstellung

Die Partie begann gar nicht schlecht für die Hauherren, nach einer Viertelstunde gabs gleich etwas zu feiern. Florian Klein steckte den Ball mit Übersicht für den lauernden Robert Zulj durch, dieser spielte den Stanglpass zur Mitte, wo Michael Madl dem Ball nicht mehr ausweichen konnte und auf 1:0 für Salzburg stellte. Mit Treffer Nummer 102 in dieser Saison überboten die Salzburger damit hochoffiziell den Rapid-Rekord aus den 80er Jahren. Meiste geschossene Tore in einer Saison.

Sturm agierte im ersten Durchgang zunächst harmlos, wurde erst nach einer halben Stunde durch zwei Flankenbälle einigermaßen gefährlich. Doch einmal hatte André Ramalho die Situation im Griff und Flanke Nummer zwei konnte Alex Walke entschärfen.

Danach wurde Sturm allerdings mutiger. Nach einem Freistoß für die Gäste brachte sich Tobias Kainz mit einer Körpertäuschung gegen seinen Bewacher in Schussposition. Stefan Ilsanker konnte den Torschuss allerdings zur Ecke abwehren. 

Kurz darauf stürmte David Schloffer am rechten Flügel auf Alex Walke zu. Der Grazer Offensivmann hielt drauf, fabrizierte allerdings weder einen Torschuss noch einen Stanglpass auf den mitlaufenden Beichler und entschärfte die Situation damit selbst.

Salzburg zur Pause auf Kurs, doch in Durchgang zwei sollte die Partie auf den Kopf gestellt werden.

Ilsanker im Infight mit Kainz / © GEPA
Ilsanker im Infight mit Kainz / © GEPA

Die erste Chance nach Seitenwechsel hatte Valon Berisha, nach Flanke von Rechts zog dieser direkt ab, Sturm-Goalie Pliquett musste sich lang machen um den Einschlag noch zu verhindern. Ein 2:0 wäre wohl der KO-Schlag für die Grazer gewesen.

Auf der Gegenseite machte der SK Sturm ernst. Zunächst ließ Djuricin André Ramalho aussteigen und setzte zum Schuss aufs lange Eck an. Der Ball verfehlte sein Ziel noch hauchdünn.

In der nächsten Situation konnten die Gäste allerdings den Ausgleich erzielen. Marco Djuricin setzte sich erneut gegen Ramalho durch und schob den Ball direkt ins lange Eck, via Innenstange fiel so der Ausgleich.

Kurz darauf hätte Djuricin sogar auf 1:2 stellen können, doch Alex Walke behielt im eins gegen eins die Oberhand.

Schmidt reagierte auf den größer werdenden Druck der Gäste, wechselte Alan und Mané ein, kurz zuvor war auch schon Kampl gekommen. Und gleich wurde es auch gefährlich. Soriano wurde von rechts ideal angespielt, scheiterte beim Abschluss allerdings am Grazer Keeper.

Auf der Gegenseite liefs besser, die Gäste gingen nämlich kurze Zeit später sogar in Führung. Florian Kainz fasste sich ein Herz, zog aus über 30 Metern ab, der Schuss fand seinen Weg ins Tor. Alex Walke hatte keine Abwehrchance, die Kugel schlug via Innenstange in den Maschen ein.

Die Schmidt-Elf lieferte schon bessere Spiele ab / © GEPA
Die Schmidt-Elf lieferte schon bessere Spiele ab / © GEPA

Jetzt brannte der Hut, doch die Bemühungen der Hausherren wurden nicht mehr belohnt. Sturm verteidigte mit Mann und Maus, einzig ein abgefälschter Schuss von Alan brachte das Tor der Gäste nochmals in Gefahr, doch zählbares schaute nicht mehr heraus.

Damit ist die Serie von 32 Heimspielen ohne Niederlage en suite Geschichte und auch die Sieglos-Serie der Grazer in der Salzburger Arena gehört der Vergangenheit an, da ist der Torrekord nur ein schwacher Trost.

Spielinfo:

32. Runde der tipp3 Bundesliga
Red Bull Arena, 9.170 Zuschauer, Schiedsrichter: Lechner
FC Red Bull Salzburg SK Sturm Graz
FC Red Bull Salzburg1:2SK Puntigamer Sturm Graz
Madl (19./Eigentor) 1:0 
 1:1Djuricin (64.)
 1:2Kainz (73.)

Gelbe Karten: Hinteregger; Hölzl, Offenbacher
Gelb/Rote Karten: 
Rote Karten: 

Für SALZBURG12.at berichteten Alex Januschewsky und Christoph Lumetzberger aus der Red Bull Arena.

Teile den Beitrag mit deinen Freunden:
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  

2 Kommentare

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.