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So hatte sich Roger Schmidt das Cup Spiel gegen den steirischen Fünftligisten FC Lankowitz wohl nicht vorgestellt. Auch wenn Schmidt ordentlich rotierte, die „B-Elf“ hätte bei weitem genug Potential haben müssen, um die Steirer nach allen Regeln der Kunst abzufertigen. Folgende Elf stand am Feld:

Walke
Klein, Ramalho, Hinteregger, Svento
Teigl, Leitgeb
Reyna, Meilinger
Berisha, Nielsen

Auswechslungen: Fountas für Meilinger (63.), Lazaro für Reyna (63.), Ilsanker für Teigl (86.)

Genug Potential für einen ungefährdeten Sieg – sollte man meinen. Doch es sollte anders kommen.

Chancen ohne Ende

Berisha erlöst die Salzburger
Berisha erlöst die Salzburger

Die Salzburger hatten eine Vielzahl von Chancen, aber auch wieder das „übliche“ Problem: Die Chancenauswertung. Nur „rein“ wollte die Kugel erst in der 39. Minute. Meilinger bedient Berisha, der knallt den Ball in die Maschen. Die Führung sicherlich verdient, nur von der „Höhe“ her weit unter jeglichen Erwartungen.

Über den Erwartungen hingegen waren die Lankowitzer – besonders nach der Pause. Der ehemalige Sturm Graz Kicker Diego Rottensteiner kam in der 70. Minute an den Ball und lies Alexander Walke hinter sich greifen. Ein Lattenpendler, der zum nicht unverdienten Ausgleich führte. Salzburg kam zwar weiterhin zu Chancen, Zählbares war allerdings nicht dabei.

Die erste Sensation war perfekt – Lankowitz rettet sich in die Verlängerung. 

Ein kurzes Debut und neuer Mittelstürmer

So hatte sich die junge Neuerwerbung Taxiarchis Fountas sein Debut wohl nicht vorgestellt. Gelb in Minute 90+4, die Gelb-Rote (ob fragwürdig oder nicht) in Minute 100. Damit war Salzburg in Unterzahl. Martin Hinteregger konnte kaum mehr laufen, ein Zusammenprall bei einem Zweikampf dürfte eine Gehirnerschütterung verursacht haben: „Ich habe zum Trainer gesagt, ich sehe nichts mehr, ich bin fast bewusstlos. Mir war schwindlig und ich hatte Brechreiz. Da habe ich ihn gebeten, mich hinten herauszunehmen.“. Schmidt tat wie gebeten und versetzte Martin Hinteregger in den Sturm. 

Bei den Elfern souverän

Aufatmen durften die Salzburg-Fans dann beim Elfmeterschiessen, dass der torlosen Verlängerung folgte. Alle Salzburger trafen – den letzten Elfer versenkte der wieder genesene Valentino Lazaro in die Maschen. Lankowitz schlug sich selber in Form von Grassl, der die Latte traf. Hier der verschossene Elfer im Fanvideo von Georg Samhaber:

Stimmen zum Spiel

Salzburg Trainer Roger Schmidt:

„Auch wenn wir uns das heute anders vorgestellt haben, bin ich sehr glücklich, dass wir eine Runde weiter sind. Statt die Führung auszubauen, haben wir mit der ersten Chance des Gegners den Ausgleich erhalten. Danach ist das Spiel hektisch und zerfahren geworden. Zum Schluss haben wir im Elfmeterschießen noch große Konzentration gezeigt und den Aufstieg geschafft“

Lankowitz-Coach Toni Ehmann:

„Ich habe gewusst, dass gewisse Möglichkeiten bestehen, auch gegen Salzburg gut auszusehen. Die Qualität, die Red Bull hat, kann man kompensieren, indem man einfach gewisse Dinge berücksichtigt. Die Mannschaft zog mit und damit waren wir erfolgreich. Die steigen jetzt in den Bus ein und sagen, gegen so einen Fünftligisten habe ich noch nie gespielt. Und will ich auch nie mehr spielen.“

FC Lankowitz

1:1 (5:6)

FC Red Bull Salzburg

FC Piberstein Lankowitz vs. FC Red Bull Salzburg

2. Runde ÖFB Samsung Cup
Tore: Berisha; Rottensteiner. Elferschiessen: Puntigam, Dinaj, Rottensteiner, Maritschnegg, Schöpf; Klein, Nielsen, Berisha, Ramalho, Ilsanker, Lazaro
Gelbe Karten: Dinaj, Grassl; Berisha, Lazaro, Fountas
Gelb-Rot: Fountas

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