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Wie auch schon in der Qualifikation zur UEFA Champions League gegen Fenerbahce Istanbul oder auch in den Bundesliga Partien gegen Wacker Innsbruck und Sturm Graz ließ Salzburg einmal mehr vor dem Tor die letzte Konsequenz missen. Auch gegen Schalgiris Vilnius hätte sich der Sieg wesentlich höher gestalten lassen können. Häufig agieren die Salzburger Kombinationskünstler zu verspielt und unkonzentriert vor dem Tor. Die Unkonzentriertheit beim Abschluss könnte darauf zurückzuführen sein, dass die Stürmer aufgrund der neuen Spielsysteme viel mehr in der Defensive gefragt werden und somit die eigentliche Aufgabe eines Stürmers, also das Toreschießen, etwas in den Hintergrund rückt. Perfektes Beispiel dafür war Mark Janko, der wenig Laufarbeit zeigte, doch stets da stand, wo ein Stürmer zu stehen hat. Obwohl Soriano und Co. momentan wie am Fließband treffen, könnte die mangelnde Chancenauswertung, wie auch schon in den beiden Spielen gegen Fenerbahce, gegen stärkere internationale Gegner zum Verhängnis werden. Doch die Chancenauswertung stellt bestimmt noch ein sehr dankbares Problem dar. Im Laufe der Saison wird sich dies bestimmt verbessern. Auch andere Vereine wie Borussia Dortmund oder Bayern München haben momentan leichte Probleme mit ihrer Chancenauswertung.  

Außerdem schienen die Salzburger bei gegnerischem Ballbesitz teilweise etwas ungeordnet und unsortiert zu sein. Immer wieder bildeten sich größere Lücken im Mittelfeld, die glücklicherweise von der Admira nicht genutzt wurden.

Positiv zeigte sich einmal mehr das hohe Pressing, das die Gegner nach Ballverlust sofort unter Druck setzt und zu Abspielfehlern zwingt.

Stefan Ilsanker sicherte den Raum vor der Verteidigung wieder grandios ab.Spieler wie Ilsanker, Hinteregger und auch Ramalho zeigten sich extrem zweikampfstark, sodass die „Bullen“ nach Ballgewinn wieder schnell in die Offensive umschalten konnten. Alan, Mané und teilweise auch Hierländer und Klein taten sich heute schwerer als sonst und fanden aufgrund vieler Fehlpässe nicht richtig in die Partie. Positiv fielen u. a. der seit Wochen in Hochform aufspielende Kevin Kampl und Andi Ulmer auf. Soriano machte wie gewohnt seinen „Putz“.

Seit bei Red Bull Salzburg auf Kontinuität gesetzt wird, ist wie schon zu Ende der letzten Saison die Handschrift von Roger Schmidt mehr als deutlich erkennbar. Im Prinzip kein Vergleich mit dem, was unter Ricardo Moniz gezeigt wurde. Ein offensiver, temporeicher und attraktiver Angriffsfußball, der Lust auf mehr macht. Auch die Einkaufspolitik, die jahrelang in der Kritik stand, kann sich momentan wirklich sehen lassen. Eine Mischung aus jungen ausländischen und österreichischen Talenten und technisch starken Spielern hat es mittlerweile geschafft, den Salzburgern wieder den Spaß am Fußball zu zeigen. Wollen wir es hoffen, dass es in dieser Tonart weitergeht. 

Patrick Bamberger

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