78 Jahre – genau am 13. September 1933 – ist es her, dass die Austria Salzburg durch eine Fusion aus FC Rapid Salzburg und FC Hertha Salzburg gegründet wurde. 78 bewegte Jahre, besonders in der jüngeren Vergangenheit. Und während ich diese Zeilen schreibe, bin ich mir nahezu sicher, dass ich dafür sicherlich in irgendeiner Form verbale Prügel einstecken werde.

Grund dafür ist wohl der 6. April 2005 – der Tag, an dem Red Bull die sportlich marode und finanziell schwer angeschlagene Austria Salzburg übernahm. Der FC Red Bull Salzburg wurde zum legitimen Nachfolgeverein der „Violetten“ durch die 100%ige Übernahme der damaligen Salzburg Sport AG (heute: Salzburg Sport GmbH).

Was dann passierte, ist uns wohl noch allen in guter Erinnerung. Rudi Quehenberger, ehemaliger Vereinschef der Austria Salzburg, betritt am 29. Mai 2005 in der Pause des Spiels gegen Bregenz den Rasen und bedankt sich für die Unterstützung und das Vertrauen in den vergangenen Jahren. Was folgte, waren massive Streitereien, die am 7. Oktober 2005 mit der Gründung der „neuen“ Austria Salzburg gipfelten, die man heute in unmittelbarer Nähe der Red Bull Arena in Maxglan findet.

Es liegt mir fern, hier einen erneuten Geschichtsstreit anzuzetteln. Die „Lager“ sind getrennt, die Rivalität innerhalb der Stadt lebt. Über die gemeinsame Geschichte scheiden sich heute noch die Geister.

Die meisten Fans des österreichischen Vizemeisters der obersten Spielklasse deklarieren sich noch heute als „alte Austrianer“. In einer Facebookumfrage vor einigen Wochen, bei der rund 1000 Personen befragt wurden, stellte sich heraus, dass über 80% der befragten Red Bull Salzburg Anhänger schon viele Jahre vor 2005 Anhänger des Salzburger Bundesligavereins waren – und es heute noch sind. Ich selber sehe viele „alte bekannte Gesichter“ bei jedem Heimspiel, die noch aus den „Lehener Zeiten“ kenne.

Deshalb ist es mir, als Anhänger seit Mitte der 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts, ein Bedürfnis, heute zum 78. Jubiläum zu gratulieren.

Interessierten Lesern empfehle ich die Vereinsgeschichte auf der offiziellen Webseite des Vereins und – noch ausführlicher – die dementsprechenden Eintragungen in der Wikipedia.

Ich für meinen Teil trage die Geschichte im Herzen, aber ich schaue primär nach vorne. Es sind die kommenden Aufgaben, die es zu meistern gilt. Die Geschichte ist ohnedies nicht änderbar.

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