Fußball ohne Fans ist nichts! 

Wir erleben heute den 3. Spieltag „nach Corona“. Sturm Graz gegen FC Red Bull Salzburg lautet das für uns interessante Duell. Und die Stadien sind weiterhin leer. Geisterspiel Nummer 3. Emotionen gibt’s maximal am Spielfeld.

Wir sind alle ausgesperrt (ja auch wir, denn die „herkömmlichen“ Akkreditierungen gelten alle nicht mehr). Nahezu täglich gibt es Pressekonferenzen der Regierung, wo Lockerungsmaßnahmen für die Bevölkerung präsentiert werden. So darf man beispielsweise ab kommenden Montag wieder ohne Maske zu seinem „Wirt’n“, die 4-Personen-pro-Tisch-Regel gibt’s dann auch nicht mehr, in den Schulen tummeln sich mittlerweile wieder hunderte Kinder. Ab nächster Woche herrscht auch großteils wieder Reisefreiheit in Europa (mit wenigen Ausnahmen).

Ja, es ist uns gemeinsam gelungen die Auswirkungen dieses heimtückischen Virus in Schach zu halten. Österreich kam sehr glimpflich davon. Deswegen auch die Lockerungen. Gut so.

(Nicht nur) Fußball bleibt außen vor

Lockerungen an allen Ecken und Enden. Die meisten dieser „spürbaren“ Lockerungen betreffen alles Aktivitäten, die sich in geschlossenen Räumen abspielen. Wenn man Virologen glauben darf, dann verbreitet sich gerade dort das Virus stärker als im Freien. Im Freien! Also auch im Stadium. Doch da darf niemand außer der „Gelb-Orange-Roten-Gruppe“ rein, die das Präventionskonzept beschreibt. Da kommen nicht einmal wir vor (was unsere Arbeit für euch Fans nicht leichter macht).

Änderung! Jetzt!

Ich darf also gleich wieder bis 1.00 Uhr früh beim Wirt meines Vertrauens mit allen meinen Freunden rumhängen, Kinder dürfen sich zu hunderten in Schulen frei bewegen (ohne Maske), aber ins Stadion darf ich nicht? Ja, das Präventionskonzept war wichtig. Wichtig, damit unser Lieblingssport überhaupt wieder starten darf (was ein gewisser oberösterreichischer Verein fast „vergeigt“ hätte). Doch dieses Konzept kommt aus der Vergangenheit. Zu einer Zeit, wo es tatsächlich Sinn machte.

Doch heute schreiben wir den 10.6. Ein Tag, an dem im ganzen Bundesland Salzburg gerade mal 3 Personen an diesem heimtückischen Virus erkrankt sind. Und genau deswegen gehört dieses Konzept überdacht und sofort geändert.

Corona 10.06.2020
Die Corona-Zahlen des heutigen Tages. Einzig die Bundeshauptstadt fällt „negativ“ auf. Quelle: https://info.gesundheitsministerium.at/

Drei Szenarien

Für uns wären drei Szenarien zumindest theoretisch möglich.

  1. Totale Öffnung der Stadien.
    Gut, das wäre die freundlichste, aber wahrscheinlich unwahrscheinlichste Lösung. Aber theoretisch denkbar.
  2. Bundeslandspezifische Öffnung
    Man einigt sich auf eine gewissen Anzahl der Infektionen, die es maximal pro Bundesland geben darf und öffnet dann die Stadien. Wir hören die Wiener schon „schreien“, denn die sind aktuell der „Bad Boy“ der Corona-Pandemie in Österreich.
  3. Öffnung für die treuesten Fans
    Alternativ wäre auch möglich, dass die Stadien nur für Inhaber einer Abocard geöffnet werden. Kein Verein hat sein komplettes Stadion mit Dauerkarteninhabern gefüllt, damit wäre auch ein gewisser Abstand zwischen den Besuchern garantiert.

Faktum ist aber: So kann das nicht weitergehen. Die Liga und die Regierung müssen – am besten gestern – das Konzept neu bewerten und eine rasche Lösung finden. Das Konzept entspricht nicht (mehr) dem Status Quo. Und wenn unsere Regierung Lockerungsmaßnahmen für das tägliche Leben präsentiert, dann sollten diese auch den Fußball umfassen.

Was ist eure Meinung?

Jetzt wollen wir wissen, wie ihr darüber denkt! Postet eure Meinung bitte direkt in die Kommentare unten! DANKE!

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3 Kommentare

  1. unbedingt Rollstuhlfahrer mit Begleitung!!!

  2. Meiner persönlichen Meinung nach sollen ab der Runde 4 der Corona-Zeitrechnung die Dauerkartenbesitzer wieder ins Stadion dürfen. Dafür muss man sich gerade als Salzburger („Treue lohnt sich“) stark machen! So ist das ja nicht auszuhalten!

  3. Ab Mitte Juni wieder die Dauerkartenbesitzer ins Stadion lassen, verteilt auf den Unterrang und Oben was benötigt wird, dass zumindest 1 Platz frei ist, wenn gewünscht(Familienmitglieder können ja weiterhin nebeneinander sitzen). Mit Abstand, Desinfektionsmittel auf den WCs und Eigenverantwortung sollte es ja funktionieren. Bei der Getränkeausgabe kann man den Abstand ja super umsetzen nur ob es sich wirtschaftlich rentiert, ist natürlich eine andere Frage, man braucht ja auch mehr Personal.


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