Damen EM 2017 – was kommt danach?
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Die Damen Fußball EM 2017 ist vorbei und das österreichische Team hat sich sensationell bis ins Halbfinale vorgekämpft. Dies war so nach der Gruppenauslosung nicht zu erwarten, hatte man doch Gegner wie die Schweiz oder Frankreich in der Gruppe und diese dann sogar als Gruppenerster abgeschlossen.

In den letzten Tagen und Wochen entstand ein richtiger Hype um Feiersinger, Schnaderbeck und Co. doch ich frage mich: Wie geht es nun weiter?

Schwung mitnehmen!

Ich finde der Schwung muss genutzt werden!

Natürlich warfen diverse andere Medien gleich auf das man doch in den Lizenzkriterien verankern soll das jeder Bundesligist eine Damen Mannschaft zu stellen hat, dies ist ein Blickwinkel den wir nach den finanziellen Lizenzproblemen in den letzten Jahren sehr bedenklich finden. Denn man darf nicht vergessen, auch hier benötigt man finanzielle Investitionen, Hotelkosten, Trainingslager u.v.m.

Derzeit gibt es nur 2 Bundesligisten die sich ein „Damenteam“ leisten, der SKN St. Pölten (gleichzeitig das Nationale Zentrum für Frauenfussball des ÖFB) und Sturm Graz. Die Wiener Austria hat eine Kooperation mit dem FC Landhaus und stellt den Dritten im Bunde.

Die österreichischen Damen schlugen sich bei der EM 2017 sensationell! Bild: Salzburg24
Die österreichischen Damen schlugen sich bei der EM 2017 sensationell! Bild: Salzburg24

Doch wo ist Red Bull Salzburg?

Steht hier doch DIE professionellste Akademie in Österreich, die sogar von vielen ausländischen Vereinen bewundert wird, doch hat die Sparte „Frauenfussball“ beim Verein noch nicht Einzug gehalten. Selbst in den Jugendmannschaften (bei anderen Vereinen bis zur U14 üblich) findet man keine Mädchen.

Grad als Vorreiter und innovativster Verein in Österreich sollte hier schnellstens eine Änderung herbeigeführt werden, vor allem wenn man sich die TV-Werte im Vergleich ansieht.

Trainingsplätze sind ausreichend vorhanden und ich finde, Salzburg sollte auch hier schnellstens handeln. Den Hype mitnehmen und auf das Beste hoffen, um vielleicht wenigstens in dieser Sparte in der Champions League mitzuspielen.

Ein Gastbeitrag von Martin Löffler

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