Für das Titelbild dieses Artikels mussten wir schon ein wenig im „Archiv“ kramen. Das Bild stammt aus dem Jahr 2011 und zeigt den Ex-Salzburg-Kicker Leonardo gegen den LASK. Warum das jetzt? Der FC Red Bull Salzburg testet heute Freitag, 13.11.2015 gegen eben diesen Linzer Verein, der 2012 einen Konkurs abwenden konnte und sich in den Amateurbereich verabschiedete. Nun sind die Linzer wieder in Schlagweite der Bundesliga, ein Aufstieg aus der Sky Go Ersten Liga ist nicht unmöglich. Soviel zur Vorgeschichte.

Grippewelle

Schon im Frühjahr 2015 wollten die Linzer gegen die Salzburger testen. Die Fans rebellierten, das Testspiel wurde abgesagt. Eine „Grippewelle“ in Oberösterreich machte das Testspiel unmöglich. Wenig glaubhaft, aber bitte. Ein Kniefall vor den Leuten, bei denen sportliche Entwicklung wohl im Hintergrund steht, der Faktor der „Tradition“ und die Geisteshaltung „gegen den modernen Fußball“ aber ganz weit oben auf der Prioritätenliste.

Déjà-vu

Und nun hat sich der LASK-Vorstand „erdreistet“ ein neues Testspiel gegen den deklarierten Klassenfeind anzusetzen. Natürlich rief das die Fans der Linzer gleich wieder auf den Plan. Man fordert (erneut) eine Absage des Testspiels.

„Na dann bleibt halt zu Hause!“

Als Fußball-Fan seit Mitte der 1970er Jahre kann ich bis zu einem gewissen Grad die Linzer Fans verstehen. Doch von Tradition kann man sich weder etwas kaufen, noch bringt sie einen sportlich weiter. Und genau darum geht es bei Testspielen. Optimalerweise testet man gegen einen stärkeren Gegner, im Fall des LASK gegen einen möglichen Gegner der kommenden Saison, sollten die Linzer St. Pölten und Innsbruck im Lauf dieser Saison noch irgendwie „knacken“. Das steht aber bei „aktiven Fanszene“ des LASK im Hintergrund. Der Hass auf den Klassenfeind dominiert:

kommentar-lask-fan

Dem LASK geht es – wie sollte es auch anders sein – rein um die sportliche Entwicklung:

stellungnahme-lask

Weniger zimperlich waren die LASKler, als Ex-FC Red Bull Salzburg-Co-Trainer Oliver Glasner Cheftrainer wurde. Ebenso waren keine Proteste zu hören, als Nikola Dovedan vom FC Liefering in die Stahlstadt wechselte. Aber testen? Nein, das geht zu weit. Ironiemodus aus.

Kann ja sein, dass einigen (wohl nicht allen, da gab es auch durchaus positive und intelligente Meldungen) es wirklich nicht schmeckt, sich sportlich mit einem Verein einer höheren Liga zu messen. Einfaches Rezept:

„Na dann bleibt halt zu Hause!“

Empfohlen

Kein Kommentar vorhanden. Sei der Erste!


hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.