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Die Fans des FC Red Bull Salzburg sehen sich seit der Übernahme der maroden SV Austria Salzburg mit Protesten anderer Vereine konfrontiert. Sprechgesänge a la „Bullenschweine“ gehören in Österreich seit dem zur Tagesordnung und sorgen maximal für ein müdes Lächeln bei den Fans – halt „Kunden“ – des Vereins.

Vom Protest zur Drohung

Als im Jahre 2009 der Getränkehersteller fußballtechnisch in Deutschland mit „RB Leipzig“ Fuß fasst, gingen auch dort die Wogen hoch. In Deutschland äußert sich dieser Protest weit massiver, was natürlich auch an der weit höheren Zahl an Fans und Einwohnern liegt.

Im angenehmsten Fall bleibt halt mal aus Protest der Gästesektor leer oder man sieht sich mit einem „bösen“ Transparent (die ja auch schon zum Teil abartige Auswüchse genommen haben) konfrontiert. Gerne wird auch gegen die „Kommerzialisierung des Fußballs“ demonstriert – die größte „Lachnummer“, denn der Profifußball, ob man es wahrhaben will oder nicht, IST kommerziell. Wenn es dann mal „ganz hart“ kommt, dann nötigen die ortsansässigen „Ultras“ die Vereinsführung, Testspiele gegen das „Produkt“ abzusagen.

Auch in Salzburg war schon von einer solchen Absage „betroffen“. 2011 wollte der HSV nicht gegen die Österreicher antreten. Sei’s drum – wir haben das ganz gut überlebt.

Doch mit all dem können die im Schnitt rund 25.000 Leute pro Heimspiel der Leipziger gut umgehen.

Doch der letzte Vorfall rund um RB Leipzig schlägt dem berühmten Faß den noch berühmteren Boden aus: „Besorgte Fußballfans aus Karlsruhe“ versendeten nun Drohbriefe an Fans und an die Geschäftsstelle der Leipziger mit folgendem Inhalt:

Liebe Fußballfreunde aus Leipzig, Wir möchten euch auf diesem Wege warnen, den weiten Weg nach Karlsruhe anzutreten. Aus einer sicheren Quelle haben wir erfahren, dass die aktiven Fans des Karlsruher Sport-Clubs diverse Aktionen gegen die ,Fans‘ und das Konstrukt RB-Leipzig planen.

Inhaltlose Drohung?

Nun könnte man sagen, dass es sich um das bekannte „Bla Bla“ handelt. So lockers sehen dass die Klubs, aber auch die Exekutive nicht. So leiteten die Sicherheitsbeauftragen von Leipzig und Karlsruhe in Zusammenarbeit mit der Polizei Maßnahmen wie einen verstärkten Ordnerdienst oder auch Shuttle-Busse ein.

Die Drohung rief auch DFB-Vizepräsident Rainer Milkoreit auf den Plan, der da meinte:

Das Kesseltreiben muss irgendwann einmal ein Ende haben. Wenn die Stimmung gegen RB in Anfeindungen oder Drohungen ausartet, dann ist das eindeutig ein Schritt zu viel.

Wir sind auf Eure Kommentare bei Facebook oder Google+ zu diesem Thema gespannt.

Titelbild – Symbolfoto (c) www.tz.de

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