Europa League: Rapid ist Gruppenletzter
Salzburg, Ried, Admira und Rapid Wien waren „europäisch“ nicht erfolgreich / Bild: APA

Eine besch…eidene europäische Saison für den nationalen Fußball. Zuerst scheitert Red Bull Salzburg „alt“ (alt, in Bezug auf die Ära vor Rangnick/Schmidt) am Fußballzwerg Dudelange in der Champions League Qualifikation und darf damit nicht einmal in der Europa League starten, dann fliegen die SV Ried und Admira Wacker raus und nun „schafft“ es der letzte „Eurofighter“ SK Rapid Wien genau 0 Punkte in der Gruppenphase einzufahren.

Das Problem dabei: FC Basel und und FC Kopenhagen können ihre Spiele gewinnen und damit sind die Schweiz und Dänemark in der Fünfjahreswertung von Österreich nicht mehr einholbar. Das bedeutet, dass Österreich in der Saison 2014/15 seinen fünften Startplatz für die europäischen Bewerbe verliert.

Im Gegensatz zu anderen, die auch in internationalen Wettbewerben die Vereinsbrille ufhaben, sind wir – weder über das eigene, noch über das Abschneiden der anderen Vereine – nicht wirklich glücklich.

2008/09 waren es 2.250 Punkte und 2009/10 hätte es so gut angefangen. In den Bewerben erzielte Österreich 9.375 Punkte, 2010/11 dann 4.375, 2011/12 waren es 7.125 und mit der Saison 2012/13 werden es wohl nicht mehr wie 1.750 werden. Das ergibt einen Gesamtscore von 24.875 Punkte. Dänemark, die einen Platz vor Österreich liegen, hält bei 25.500 Punkten – also uneinholbar.

Während die Salzburger in der vergangenen Saison durch die tolle internationale Saison den 5. Startplatz für Österreich ermöglicht haben, ging der dann in dieser Saison gleich wieder verloren.

Schuldzuweisungen wird man von uns vermissen. Man kann jederzeit gegen „Underdogs“ verlieren, man kann jederzeit an Legia Warschau oder Sparta Prag scheitern. Gegen Leverkusen und Charkiv natürlich auch. Trondheim wäre meiner geschätzten Meinung nach „packbar“ gewesen, aber auch das hat nicht sollen sein. Am Niklaus-Tag tritt Rapid noch einmal an. Der Tabellenführer Charkiv bittet zum Tanz auf dem grünen Rasen. Aber auch mit einem starken Heimpublikum kann Rapid nicht mehr als ein Achtungserfolg gelingen, der sich aber auf die Fünfjahreswertung nicht auswirken wird. Ein Achtungserfolg, mehr allerdings nicht.

Augen zu, fluchen und durch

Österreichs Vereine müssen ihre Chance in der kommenden Saison nutzen. Da gehen 5 Vereine an den Start und auf Punktejagd. Red Bull Salzburg wird mit 99,99999%iger Sicherheit dabei sein. Ebenso sicher, die beiden Wiener Vereine, Sturm Graz und die SV Ried. Zumindest nach derzeitigem Stand der Tabelle.

Ja, Österreich kann fluchen. Wird dennoch nichts nützen. Fluchen, sich lächerlich machen und verspotten – das können sie, die Fans der anderen Vereine. Zuerst traf es Salzburg wegen „Düdeldü“ und jetzt Rapid Wien. Aber immer wieder versuchen die Fans der „anderen“ von ihren „Problemen“ abzulenken und nehmen sich die Salzburger als Ziel. Diesen FC Red Bull Salzburg, der mit Siegen gegen Metalurgs, Senica, Omonia Nikosia, Slovan Bratislava und die Mega-Millionentruppe Paris Saint Germain wesentlich zum 5. Startplatz beigetragen hat. Lediglich die Wiener Austria hat ebenso Punkte in der Gruppe G beigesteuert. Wo waren da die Rapid-ler, deren Fans heute über Salzburg spotten?

Oder man soll sich an die glorreiche  Saison 2009/10 erinnern, die ja auch ein Teil der Fünfjahreswertung ist. Red Bull Salzburg wird ungeschlagen Gruppenerster der Gruppe G. Und die Gegner waren kein „Honigschlecken“: Villareal, Lazio Rom und Lewski Sofia sind nicht irgendwer. Sturm Graz und Rapid Wien wurden übrigens in dieser Saison Gruppenletzte.

Wetten, es kommt…

…trotzdem das „Düdeldü“? Leistungen anderer Mannschaften in internationalen Bewerben anzuerkennen, fällt scheinbar nicht leicht. Die gegnerischen Fans, „hauen“ uns Salzburgern immer noch „Düdelingen“ um die Ohren. Doch ich sag euch heute eines – erklärt mich für verrückt oder nicht:

Ich bin dankbar für „Düdelingen“!

Spinnt er jetzt? Noch nicht ganz 🙂

Wäre Red Bull Salzburg gegen Düdelingen weiter gekommen und dann irgendwann später an irgendwem gescheitert, hätte kaum wer gelacht. Es musste genau dieser Fußballzwerg sein, diese Halb-Amateurmannschaft. Eine Mannschaft eines Ortes, die kein Mensch wirklich kannte.

Der Rausflug gegen Düdelingen war der Stein des Anstosses, der den Kurswechsel bei Salzburg eingleitet hat. Ein Kurswechsel, der uns eine neue Garde an Fußballspielern wie Kevin Kampl, Sadio Mané, Valon Berisha, Havard Nielsen und wie sie alle heissen, gebracht hat. Eine Spielertruppe, die nun 90 Minuten kämpft, eine sportliche Führung unter Ralf Rangnick mit einem Top-Trainer Roger Schmidt, wo man endlich eine Strategie erkennen kann, die die Fans über viele Jahre in Salzburg so schmerzlich vermisst haben. Und jetzt stehen sie erst am Anfang. Es ist noch nicht mal Halbzeit in der Saison und die Truppe ist noch nicht perfekt. Wenn der Weg allerdings konsequent weiter verfolgt wird, dann entsteht hier in Salzburg eine motivierte, eingefleischte, kampfbereite Truppe, die noch viele Erfolge einfahren wird. Auch in den internationalen Wettbewerben. Und dafür bin ich „Düdelingen“ schon sehr dankbar!

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