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Zur Zeit läuft es beim FC Red Bull Salzburg alles andere als „rund“, obwohl man „nur“ 6 Punkte hinter dem Tabellenführer liegt. Es würde der Ausreden viele geben, die den aktuellen Tabellenstand erklären, aber wohl keine trifft den Punkt. Der 18.9. war der letzte Tag, an dem die Salzburger die wichtigen drei Punkte einfahren konnten. Zwischen diesem Datum und heute liegen 3 Niederlagen und 2 Unentschieden. Wichtige Punkte, die am Ende der Meisterschaft fehlen werden, zumal die Gegner allesamt „knackbar“ gewesen werden. Wo liegen die Gründe?

Verletzungsorgie
Ein wichtiger Punkt, sind die zahlreichen Verletzungen, die die Salzburger hinnehmen müssen, obwohl sie dies durch den großen Kader kompensieren könnten. Alan, Douglas da Silva, Mendes da Silva, Leitgeb, Leonardo, Schiemer und Wallner lautet der Status Quo. Also allesamt Stützen der Mannschaft und wichtige Spieler. Besonders schmerzhaft sind die Ausfälle von Alan und Leonardo, da diese durchaus als die „Kreativabteilung“ der Salzburger bezeichnet werden dürfen. Wallner – immer wieder Garant für das wichtige Tor – wurde im Spiel gegen Ried „Elfmeter verdächtig“ gelegt und musste verletzt vom Feld. Mit Alan, Leonardo und Wallner fehlen Moniz nun drei Spieler, die für 33 Tore und 22 Assists in den letzten Monaten verantwortlich waren.

Rotation an allen Enden
Das Trainerduo Moniz/Kovac lässt gehörig rotieren oder ist anders gesprochen dazu auf Grund der vielen Ausfälle nahezu gezwungen. Moniz hat oft und berechtigt die harte Gangart der Gegner (besonders Zarate ist eines der „Lieblingsziele“ der Gegner) kritisiert – mit Berechtigung. So bleibt „Movac“ nicht viel anders über, als ständig rotieren zu lassen – von einer Stammformation kann man in der Mozartstadt nur träumen.

Probleme mit der Defensive
Es dürfte sich letztendlich bis in den hintersten Winkel Österreichs herumgesprochen haben,  dass die Salzburger immer dann Probleme bekommen, wenn sie auf eine stark defensiv orientierte Mannschaft treffen. Wenn die Salzburger keine Räume zur Verfügung haben, dann leidet auch deren Spiel darunter. Was hier allerdings fehlt, ist der „Plan B“. Für solche Mannschaften haben die Salzburger kaum ein Patentrezept gefunden.

 

"JJ" sieht die rote Karte. Fragwürdig.

Überforderte Schiedsrichter
Nein, dass wird kein pauschalen Gejammere über die Leistungen der Schiedsrichter. Doch die Ereignisse der jüngeren Zeit lassen dem Fan schon einmal die „Galle“ übergehen. Ob es das fragwürdige Vorgehen des „schwarzen Mannes“ gegen Bilbao oder die beschämende Leistung des hoffnungslos überforderten Schiris gegen Ried (Elfer an Wallner nicht gegeben, fragwürdiger Ausschluss von Jantscher) war – die Fanseele kocht und das zu Recht. 

Abwärtsspirale – wie vor einem Jahr
Diese Komponenten ziehen die Mannschaft nach unten. Kennen wir, hatten wir. Das Resultat ist bekannt – im vergangenen Jahr reichte es „nur“ zum Vizemeister. Die Mannschaft, die nun scheinbar das Siegen verlernt hat, braucht wieder Erfolge. Erfolge, an die man sich klammern kann. Erfolge, die die Jungs wieder aufbauen. Erfolge, die Kraft für „mehr“ geben.

Die Salzburger brauchen den Sieg, das Glücksgefühl und die daraus resultierende Motivation. Sollte sich diese nicht bald einstellen, dann werden die Mozartstädter am Ende der Saison wieder mit dem Schicksal des „Vize“ (oder noch tiefer in der Tabelle) hadern (müssen). 

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