Peter Pacult. Ein Name der in jüngerer Vergangenheit – nein, eigentlich schon immer – für mediale Aufregung gesorgt hat, holt zum nächsten Gegenschlag gegen seinen alten Verein aus Wien aus. Nach Fan-Unzufriedenheit, „Heurigentreffen“ mit dem Red Bull Boss, Rauswurf, viel medialem Bashing beiderseits und Verpflichtung bei RB Leipzig, rüttelt der Ex-Hütteldorfer nun an der „Religion Rapid“ und dem grün/weißen „Feindbild“ Red Bull:

„Es war mir immer schon ein Rätsel. Das Geld für den Verkauf von Andreas Ivanschitz hat Rapid mit Handkuss genommen. Und auch in Hütteldorf wird Red Bull getrunken“

So gelesen in der News. Ein Feinbild in Form der Dose zur Aufrechterhaltung einer Religion?

„Aber alle tun so, als ob es ein Teufelszeug wäre. Das Märchen vom kleinen, armen Arbeiterklub hier und den durch und durch verkommerzialisierten Roten Bullen glaubt doch eh keiner mehr.“

Gesprächsstoff ist damit garantiert. In den diversen Fanforen wird schon länger ganz heftig diskutiert. Wo vorher Peter Pacult die „persona non grata“ (zumeist auf Grund des sportlichen Misserfolgs) war, ist nun Ex-Finanzminister und Rapid-Präsident Edlinger in die Schußlinie der Fans geraten. Edlinger dürfte den Bogen überspannen bzw. bereits überspannt haben.

Auch Michael Fiala, seines Zeichens Chefredakteur von 90minuten.at hinterfragt das „überzuckerte Familiengefühl“ beim (angeblichen) Rekordmeister in seiner Kolumne „Wir sind Rapid – und wer seid ihr?“ – ein Lesetipp! Ebenso lesenswert „Rapid – Eine Famile ohne Plan?“, erschienen auf selbiger Webseite.

Rapid ist in der Tat für viele Wiener eine Religion. Eine Religion, die aber nun vermehrt unzufriedene „Gläubige“ hat. Und nun nimmt ihnen Pacult auch noch eines der für die „Aufrechterhaltung des Glaubens“ wichtigen Feindbilder: Red Bull. Edlinger, ein Mann der „Wasser predigt und scheinbar doch Red Bull trinkt“…

Damit hat wohl PP den Gong für die nächste Runde eingeläutet…

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8 Comments

    • Themen dieser Art stehen bei uns immer in dieser Kategorie… Ist ja kein Spielbericht und keine normale "News"

  1. pacult hat hier die richtigen worte gefunden, keine frage. er hat sich – soweit ich das beurteilen kann – noch selten bis nie ein blatt vor den mund genommen und das ist eine eigenschaft, die mir in diesem geschäft grundsätzlich gefällt, auch wenn das für den betroffenen manchmal nach hinten losgehen kann.

    was mich aber auch interessiert: finden rb-fans pp jetzt plötzlich gut? immerhin war er ja bis vor wenigen wochen noch der trainer des ungeliebten rivalen.

    • Kurz und bündig. PP = gut = nein. Warum sollten wir ihn gut finden? Nur weil er Leipzig trainert? 

  2. alex, wenn du wirklich glaubst, dass rbs als feindbild nötig ist um nicht vom glauben abzufallen, dann hast du (und der newsredakteur) was nicht ganz verstanden. die 'religion' gibt's außerdem schon länger als 6 jahre 😉

    im übrigen halte ich diesen rapid vs rbs -kram für künstlich befeuert. und das nicht nur aus wien.

    • RBS vielleicht, aber "Salzburg" war's schon seit dem ich auf Fußballplätze. Ich erinnere mich noch sehr gut an die Schlägereien im Kirchenpark Salzburg vs. Rapid Wien. Nur stand für die Hütteldorfer – zumindest seit dem Einstieg von RB – Salzburg als "Klassenfeind" da. Die Verkörperung des sog. "modernen Fußballs". Künstlich von Edlinger, den Medien und Co. am Leben erhalten…


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