Größere Zuschaueranzahl ab September möglich!

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Eine frohe Botschaft verkündete Vizekanzler und Sportminister Werner Kogler bei seiner Pressekonferenz: Ab Anfang September dürfen bis zu 10.000 Zuschauer wieder in die heimischen Stadien. Allerdings unter bestimmten Voraussetzungen.

Tausende Babyelefanten

Für die Besucher müssen zugewiesene Sitzplätze zur Verfügung stehen und die Abstandsregeln müssen eingehalten werden. Für unsere Red Bull Arena, die ja knapp über 30.000 Plätze hat, würde dies bedeuten, dass man das Stadion genau zu einem Drittel „voll“ machen darf. Neben jedem Zuschauer sitzt dann der imaginäre Babyelefant.

Wer darf?

Die Frage stellt sich der Fan wohl gleich zu Beginn. Und diese sollte – wenn der Verein nicht seine eigenen Prinzipien über Bord wirft – rasch geklärt sein. „Treue lohnt sich“ titelte der FC Red Bull Salzburg in der Vergangenheit und sprach damit vorallem die Dauerkarteninhaber an. Dieses Motto sollte sich auch nicht ändern. Zumal der FC Red Bull Salzburg auch seine Dauerkarte so bewirbt:

Treue lohnt sich

Sturm auf Abokarten?

Der FC Red Bull Salzburg hält bei 8500+ Dauerkartenbesitzern. Um in der erlauchten Kreis zu kommen, der ab September in die Stadien darf, sollte man also Inhaber einer solchen Abocard sein. Da die Neuregelung der Regierung erst heute bekannt wurde, darf man erwarten, dass die Damen und Herren im Ticketing in der Red Bull Arena nun wirklich Arbeit bekommen.

Mehr Infos über die Dauerkarte und die Preise gibt’s direkt beim Verein.

Ändert das Präventionskonzept! Jetzt! (mit Umfrage)

Fußball ohne Fans ist nichts! 

Wir erleben heute den 3. Spieltag „nach Corona“. Sturm Graz gegen FC Red Bull Salzburg lautet das für uns interessante Duell. Und die Stadien sind weiterhin leer. Geisterspiel Nummer 3. Emotionen gibt’s maximal am Spielfeld.

Wir sind alle ausgesperrt (ja auch wir, denn die „herkömmlichen“ Akkreditierungen gelten alle nicht mehr). Nahezu täglich gibt es Pressekonferenzen der Regierung, wo Lockerungsmaßnahmen für die Bevölkerung präsentiert werden. So darf man beispielsweise ab kommenden Montag wieder ohne Maske zu seinem „Wirt’n“, die 4-Personen-pro-Tisch-Regel gibt’s dann auch nicht mehr, in den Schulen tummeln sich mittlerweile wieder hunderte Kinder. Ab nächster Woche herrscht auch großteils wieder Reisefreiheit in Europa (mit wenigen Ausnahmen).

Ja, es ist uns gemeinsam gelungen die Auswirkungen dieses heimtückischen Virus in Schach zu halten. Österreich kam sehr glimpflich davon. Deswegen auch die Lockerungen. Gut so.

(Nicht nur) Fußball bleibt außen vor

Lockerungen an allen Ecken und Enden. Die meisten dieser „spürbaren“ Lockerungen betreffen alles Aktivitäten, die sich in geschlossenen Räumen abspielen. Wenn man Virologen glauben darf, dann verbreitet sich gerade dort das Virus stärker als im Freien. Im Freien! Also auch im Stadium. Doch da darf niemand außer der „Gelb-Orange-Roten-Gruppe“ rein, die das Präventionskonzept beschreibt. Da kommen nicht einmal wir vor (was unsere Arbeit für euch Fans nicht leichter macht).

Änderung! Jetzt!

Ich darf also gleich wieder bis 1.00 Uhr früh beim Wirt meines Vertrauens mit allen meinen Freunden rumhängen, Kinder dürfen sich zu hunderten in Schulen frei bewegen (ohne Maske), aber ins Stadion darf ich nicht? Ja, das Präventionskonzept war wichtig. Wichtig, damit unser Lieblingssport überhaupt wieder starten darf (was ein gewisser oberösterreichischer Verein fast „vergeigt“ hätte). Doch dieses Konzept kommt aus der Vergangenheit. Zu einer Zeit, wo es tatsächlich Sinn machte.

Doch heute schreiben wir den 10.6. Ein Tag, an dem im ganzen Bundesland Salzburg gerade mal 3 Personen an diesem heimtückischen Virus erkrankt sind. Und genau deswegen gehört dieses Konzept überdacht und sofort geändert.

Corona 10.06.2020
Die Corona-Zahlen des heutigen Tages. Einzig die Bundeshauptstadt fällt „negativ“ auf. Quelle: https://info.gesundheitsministerium.at/

Drei Szenarien

Für uns wären drei Szenarien zumindest theoretisch möglich.

  1. Totale Öffnung der Stadien.
    Gut, das wäre die freundlichste, aber wahrscheinlich unwahrscheinlichste Lösung. Aber theoretisch denkbar.
  2. Bundeslandspezifische Öffnung
    Man einigt sich auf eine gewissen Anzahl der Infektionen, die es maximal pro Bundesland geben darf und öffnet dann die Stadien. Wir hören die Wiener schon „schreien“, denn die sind aktuell der „Bad Boy“ der Corona-Pandemie in Österreich.
  3. Öffnung für die treuesten Fans
    Alternativ wäre auch möglich, dass die Stadien nur für Inhaber einer Abocard geöffnet werden. Kein Verein hat sein komplettes Stadion mit Dauerkarteninhabern gefüllt, damit wäre auch ein gewisser Abstand zwischen den Besuchern garantiert.

Faktum ist aber: So kann das nicht weitergehen. Die Liga und die Regierung müssen – am besten gestern – das Konzept neu bewerten und eine rasche Lösung finden. Das Konzept entspricht nicht (mehr) dem Status Quo. Und wenn unsere Regierung Lockerungsmaßnahmen für das tägliche Leben präsentiert, dann sollten diese auch den Fußball umfassen.

Was ist eure Meinung?

Jetzt wollen wir wissen, wie ihr darüber denkt! Postet eure Meinung bitte direkt in die Kommentare unten! DANKE!

Corona-Saison 2020: Wie es nun weitergehen muss!

Red Bull Arena Salzburg

Gestern verlautbarte Vizekanzler und Sportminister Kogler, dass man regierungsseitig die Möglichkeit für sogenannte „Geisterspiele“ für die Bundesliga und 2. Liga sowie den Cup ermöglichen werde. Man darf als Fan also davon ausgehen, dass man zumindest in dieser Saison kein Stadion in Österreich mehr von innen sehen wird. „Dank“ Corona.

Schlimmer trifft es alle Ligen unter der 2. Liga, denn egal ob Männer, Frauen oder Nachwuchs – hier wurde die Saison abgebrochen. Es gibt weder Meister bzw. Cupsieger, noch Auf- oder Absteiger. Die Saison wurde seitens des ÖFB gestern annulliert – aus dem Kalender gestrichen. In den unteren Ligen gibt es bereits massiven Widerstand – besonders aus der Ecke der potentiellen Aufsteiger. So ist von Mirko Sraihans, Obmann der 1. Simmeringer SC, dessen Verein auf Aufstiegskurs war, zu hören, dass man auch juristisch gegen diesen Beschluss vorgehen werde:

Es wird wieder nur auf die Großen geschaut. Ich sehe schon ein, dass die Bundesliga wichtig ist, aber auf die Kleinen wird total vergessen. Wir werden uns juristisch damit auseinandersetzen und uns auch anschauen, was andere Vereine machen – etwa die Vienna, die damit sicher auch nicht einverstanden ist. Wir werden sicher nichts auslassen, zu unserem Recht zu kommen, wenn es möglich ist.

Ähnliches ist von anderen Vereinen auch zu hören.

Trainingsstart ab Montag

Ab kommenden Montag darf im Profi-Fußball wieder trainiert werden. In Kleingruppen, deren Personen nicht wechseln dürfen. Der FC Red Bull Salzburg will „so schnell wie möglich“ wieder auf den Trainingsplatz, betonte Geschäftsführer Stephan Reiter. Reiter ergänzt:

Wir halten aber die Umsetzung der uns bisher bekannten Vorgaben, die wir ja schon aus Deutschland kennen, für herausfordernd, aber gemeinsam lösbar.

Auch der LASK verkündete bereits, am Montag wieder mit dem Training zu starten.

Der FC Red Bull Salzburg will sobald wie möglich wieder mit dem Training in Taxham starten.
Der FC Red Bull Salzburg will sobald wie möglich wieder mit dem Training in Taxham starten.

Klub-Konferenz

Heute tagt der ÖFB mit den Vertretern der Vereine erneut – natürlich per Videokonferenz. Der ÖFB zeigte sich willig, die Saison unter den behördlichen Auflagen fertig zu spielen. Dazu wären aber auch Tests auf das Corona-Virus nötig, die nicht nur die gesamte Mannschaft, sondern auch den „Staff“ betreffen. Rund € 100,– soll so ein Test pro Person kosten, der von der Bundesliga bezahlt werden muss. Wie diese Spiele nun stattfinden können – das erste „Pflichtspiel“ wäre das Cup-Finale unseres FC Red Bull Salzburg gegen Austria Lustenau – wird zu diskutieren sein. Denn am Meisterschaftsausgang und an diesem Cup-Finale „hängen“ auch die internationalen Startplätze. Nur wenn Meisterschaft und Cup ausgespielt werden, kann der ÖFB die österreichischen Vertreter der UEFA nennen. Sollte es nicht möglich sein, Meisterschaft und Cup sportlich zu beenden, wird das ÖFB-Präsidium unter Anwendung der diesbezüglich im Gutachten festgelegten Grundsätze entsprechende Beschlüsse fassen.

Lieber Geisterspiele, als Abbruch!

Auch wenn Geisterspiele von jedem Fan gehasst werden, sind sie einem Abbruch der Saison unbedingt vorzuziehen. Auch wenn man bereits gegen jeden Verein zweimal gespielt hat, ist noch lange nichts entschieden. Einer der wenigen, die mit einem Saisonabbruch liebäugeln, ist LASK-Präsident Gruber, der mit der Entscheidung der belgischen Liga (diese wurde bereits abgebrochen) sympathisiert. Kunststück, denn dann wäre der LASK wohl Meister. Die UEFA hat die Entscheidung der Belgier bereits heftig kritisiert, ob dies auch ein Nachspiel haben wird, bleibt abzuwarten. In Österreich haben sich bereits Salzburg-Sportdirektor Freund und Rapids Christoph Peschek medial gegen einen Liga-Abbruch ausgesprochen. Christoph Freund:

Unser Job ist, wenn es geht, Fußball zu spielen. Die Leute wollen gerade in schwierigen Zeiten unterhalten werden. Zumindest im Fernsehen.

Umfassendere Berichterstattung

Wenn es der Klub-Konferenz heute gelingt einen Konsens zu erreichen, dass die Spiele unter den behördlichen Bedingungen abgehalten werden, braucht es aber mehr, als das „0-8-15“-Fernseherlebnis, um den „Heißhunger“ der Fans zu stillen. Unter Einhaltung der Auflagen wie „Abstandhalten“ und möglicherweise auch „Masken-Pflicht“ für Journalisten sind alle Medien – egal ob Print, Online oder Fernsehen – gefordert, ein wahres „Feuerwerk“ an Berichterstattung abzubrennen, das über den normalen Spieltagsalltag, wie wir das vor Corona gewohnt waren, hinaus geht. Mehr Kameras (vielleicht auch Body-Cams), mehr Liveticker, mehr Fotos, mehr Social Media. Einfach alles „mehr“ und kreativer.

Das Mixed-Zone-Interview nach dem Spiel könnte etwas schwieriger werden, hier sollten tatsächlich nur TV-Sender Zutritt bekommen. Hier hat man bereits aus dem Alltag Erfahrungen mit Interviews „auf Distanz“.

Entscheidender Tag

Bei der heutigen Klub-Konferenz fällt die Entscheidung. Darauf wartet ganz Fußball-Österreich. Das Resultat kann und darf nur ein sportliches sein. Dazu steht viel zu viel auf dem Spiel. Für viele Vereine auch finanziell, die zwar um die Eintrittsgelder und Konsumation „sterben“ würden, aber zumindest die Gelder aus den TV-Übertragungen erhalten würden.

Was kommt danach?

Auf die UEFA kommen schwere Zeiten zu. Denn auch wenn die Ligen regulär beendet werden, bleibt die Frage wann und vor allem wie eine Champions- oder Europa League stattfinden können. Was nützt einem ein CL-Quali-Spiel gegen einen (beispielsweise) italienischen Verein, wenn es zum Zeitpunkt der potentiellen Austragung noch eine Reisewarnung bzw. sogar ein Einreiseverbot gibt? Wie sieht es mit der Sicherheit vor Ort aus? Und da gäbe es noch viele Detailfragen, die es zu lösen gilt. Doch hier liegt der Ball nicht in Österreich. Lasst uns die Meisterschaft und den Cup sportlich beenden. Das ist allemal besser, als den Profifußball einfach abzubrechen.

Quo vadis Fußball?

Das Corona Virus hat die Welt fest im Griff. Betroffen sind nicht nur das tägliche Leben, sondern natürlich auch unser aller Lieblingssportart: Der Fußball. Die Ligen wurden in ganz Österreich ausgesetzt und Testspiele abgesagt. In anderen Ländern wurden Mannschaften wurden unter Quaratäne gestellt, die UEFA diskutiert in den kommenden Tagen sogar die Europameisterschaft 2020 zu verschieben.

Auch in anderen Sportarten wie z.B. Skisport, Handball oder Basketball wurde der Betrieb gestoppt. Den „härtesten Schnitt“ hat wohl Eishockey vollzogen: Der Spielbetrieb wurde eingestellt, es gibt in dieser Saison keinen Meistertitel. Bumm.

Richtungsweisend?

Wir alle hoffen inständig, dass wir bald wieder zu einer halbwegs gewohnten Normalität zurückkehren. Derzeit sieht es allerdings nicht so aus, als würde man zu Ostern wieder seiner Lieblingsmannschaft in einem Stadion zujubeln können. Hoffentlich irren wir uns. Aber die Zeichen stehen mehr darauf, dass diese Saison ohne weiteres Spiel enden wird.

Ja, angesichts der vielen Vorfälle auf dieser Welt, ist die Sachlage im Fußball ein „Luxusproblem“. Aber auch darüber muss man reden. Diverse Fans – auch aus anderen Ligen – diskutieren seit einigen Tagen, wie ihre Saison enden könnten.

Möglichkeiten gäbe es theoretisch einige. Diese reichen von dramatischen Lösungen wie die beim Eishockey, bis hin zu sehr optimistischen nach dem Motto „Wird alles gut, der Zauber ist bald vorbei“. Nur bei dieser letzten Variante – dem „aussitzen“ – würden die (inter)nationalen Fußballverbände keine Rolle spielen. Darüber müssen sich UEFA, ÖFB und Co. nun ihre Köpfe zerbrechen. Realistisch gesehen, bleiben zwei Möglichkeiten:

Ein harter Schnitt

Man folgt dem Vorbild Eishockey, beendet die Liga ohne Meister. Keiner steigt ab, keiner steigt auf.

Sportlich gesehen, wäre dies wahrscheinlich die fairste Variante, die keinen Verein bevorzugt und keinen benachteiligt. Dazu ist aber eine genaue Absprache mit der UEFA notwendig bzw. man muss auf Entscheidungen dieses Verbandes warten. Denn es steht ja auch im Raum, die aktuelle Champions League- bzw. Europa League-Saison zu beenden. Wer spielt dann kommenden Jahr in diesen Bewerben? Auch hier müsste die UEFA die aktuelle Saison quasi „ignorieren“. Jeder beginnt 2020/21 so, als wäre es da Jahr zuvor.

Der sportlich unfaire Schritt

Dann gibt es auch Stimmen die meinen, man solle einfach nur den Grunddurchgang werten. Das würde besonders die LASK-Fans freuen, denn dann wären die Linzer auf einmal Meister. Sportlich fair wäre diese Lösung allerdings nicht. Denn eine Saison hat mehr Spiele als nur den Grunddurchgang.

Eure Meinung ist gefragt

Was ist eure Meinung zu diesem Thema? Bitte wählt aus unserer Umfrage aus. Kommentare bzw. Meinungen dazu dürft ihr gerne auf unserer Facebook-Seite hinterlassen.

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Veranstaltungsverbot: Bundesliga berät über weitere Vorgangsweise

Die heute verhängte Maßnahme, Outdoor-Veranstaltungen mit mehr als 500 Personen zu untersagen, um der Ausbreitung des Coronavirus entgegenzuwirken, hat Auswirkungen auf die Bewerbe der Österreichischen Fußball-Bundesliga. Wir warten die genauen Inhalte des Erlasses ab und werden die behördlichen Vorgaben umsetzen. In Punkto Spielplan werden wir die vorbereiteten Szenarien besprechen und so rasch wie möglich eine Entscheidung treffen.

Statements

Bundesliga-Vorstandsvorsitzender Christian Ebenbauer über…

…das Veranstaltungsverbot: „Natürlich sehen wir alle am liebsten stimmungsvolle Spiele mit vielen Zuschauern, erleben aber gerade eine Ausnahmesituation im ganzen Land. Wir vertrauen voll und ganz den zuständigen Experten und setzen die Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung selbstverständlich um.“

…die Auswirkungen auf den Fußball: „Wie andere Veranstalter sind diese Maßnahmen für uns und unsere Klubs mit massiven organisatorischen und finanziellen Herausforderungen verbunden. Da geht es um fehlende Einnahmen aus Ticketing, Gastronomie, Merchandising und die gesamte Wertschöpfungskette wie Dienstleister und Sponsoren.“

…die weitere Vorgangsweise und die Entscheidung Verschiebungen vs. Geisterspiele: „Wir wollen Spiele mit Zuschauern, sowohl aus wirtschaftlichen als auch aus Stimmungsgründen und vor allem im Sinne der sportlichen Fairness. In diesem Sinne werden wir sämtliche Möglichkeiten ausschöpfen und Geisterspiele erst in Betracht ziehen, wenn es keine anderen Möglichkeiten mehr gibt.“

Kommt ein „Red Bull Bröndby IF“?

Didi Mateschitz

Wie das dänische Medium „Inside Business“ berichtet, war Red Bull Boss Didi Mateschitz zu Gesprächen in Dänemark, um über den Einstieg bei Bröndby IF zu verhandeln. Der dänische Verein ist finanziell angeschlagen und sucht dringend nach Investoren.

So vermeldet das Medium (übersetzt):

Der österreichische Geschäftsmann Dietrich Mateschitz, Gründer und Mitinhaber von Red Bull, hat den Fußballverein Brøndby im Visier. Der Multi-Milliardär war über das Wochenende in Brøndby, um sich den Verein genauer anzusehen und die Möglichkeiten für eine Investition zu prüfen.

Quelle: Inside Business

Ebenso soll eine russische Delegation in Dänemark gewesen sein. Aktuell ist Red Bull bei vier Vereinen engagiert. Neben unserem FC Red Bull Salzburg investiert das österreichische Unternehmen noch in RB Leipzig, die New York Red Bulls und Red Bull Bragantino (Brasilien).

Schieflage beim mehrfachen Meister

Bröndby IF wurde in seiner Geschichte zehn Mal Meister, schrieb aber 2019 große Verluste und sucht nach Geldgebern. Der aktuell 4. der dänischen Liga besitzt ein Stadion mit rund 28.000 Plätzen.

Alle wollen ihn: Erling Haaland im Fokus von Top-Klubs – und Leipzig

Haaland erwischte heute einen Sahnetag / © GEPA

Erling Braut Haaland. Knackige 19 Jahre, aktuell führender der österreichischen und der UEFA Champions League Torschützenliste. 26 geschossene Tore in 18 Pflichtspielen. Groß, schnell, technisch versiert, schwer zu verteidigen und immer gut für ein Tor. Unzählige Scouts beobachten den Shootingstar des FC Red Bull Salzburg – und das nicht seit gestern.

England, Italien oder Deutschland

Die Liste der Vereine, die das „Wunderkind“ auf dem Radar haben ist groß, die Gerüchteküche brodelt wie nie zuvor. Und darunter befinden sich Top-Vereine wie Juventus Turin, Real Madrid, SSC Napoli, Borussia Dortmund, Bayern München oder Manchester United. Hier werden Summen genannt, die aus einer Fußballsimulation am heimischen PC stammen könnten. Eines ist jedem Salzburg-Fan heute schon klar: „Big Earl“ ist zwar mit einem langfristigen Vertrag ausgestattet, wird aber nicht auf Ewigkeiten zu halten sein.

Einige Medien sprachen von einem möglichen Wechsel im Winter. Dem hat RBS-Sportdirektor Christoph Freund zumindest medial einen Riegel vorgeschoben:

Ein Transfer im Winter ist für uns kein Thema. Klar ist aber, dass Erling ein spektakulärer Typ ist.

Laut Medienberichten hat der junge Norweger keine Ausstiegsklausel, aber – so die deutsche Sport Bild heute – eine festgelegte Ablösesumme in der Höhe von € 30 Millionen ab Sommer 2020. Kurier Redakteur Stephan Blumenschein glaubt allerdings nicht an diese Art von Vertragszusatz:

Das wohl spannendste Gerücht machte dieser Tage die mediale Runde: Manchester United will für Haaland satte € 100 Millionen schon im Winter auf den Tisch legen, ihn aber bis Sommer 2020 wieder an Salzburg zurückverleihen. Dies berichtete die englische Zeitung „The Sun“ letztes Wochenende. Mit diesem Erlös würde die hervorragende Scoutingabteilung der Salzburger wohl einige „neue Haalands“ in der Fußballwelt verpflichten können.

Schon wieder Leipzig?

Der Traum von Erling Haaland ist es in der Premier League zu spielen. Das kann ihm auch niemand verübeln. Stadien, Zuschauer, Interesse am Fußball… alles viel größer und besser als im kleinen Land Österreich. Und auch lukrativer.

Erling Haalands Traum ist die Premier League
Erling Haalands Traum ist die Premier League

Diesen Schritt auf die Insel würde wohl jeder verstehen. Doch nun kommen die Sachsen von RB Leipzig ins Spiel, die – no na – ein gewisses „Naheverhältnis“ haben und sich schon des Öfteren in Salzburg „bedient“ haben. Mehr als eine komplette Mannschaft, genauer 16 Spieler, wanderten von Salzburg nach Leipzig.

Mit einem Artikel der heutigen Sport Bild verdichten sich die Gerüchte, dass Erling Haaland Spieler Nummer 17 sein könnte, der nach Leipzig wechselt. Geht es nach der deutschen Zeitung, war „Big Earls“ Vater Alf-Inge Haaland, der auch sein Berater ist, bereits in Leipzig zu Gast, um sich den Verein und die Infrastruktur anzusehen.

Leipzig-Manager Markus Krösche befeuert diese Gerüchte:

Der Junge ist ein sehr guter Spieler. Sowohl in der Liga als auch in der Champions League macht er einen außergewöhnlich guten Job. Wir schauen uns natürlich schon jetzt für den Sommer um.

Ex-Coach rät zu bleiben

Vor kurzem gab auch Erlings Ex-Jungstrainer Alf Ingve Berntsen, der ihn in der Jugend von Bryne FK neun Jahre lang trainierte, eine Empfehlung an seinen ehemaligen Schützling ab:

Haaland war vor Kurzem nicht einmal Stammspieler bei Salzburg. Bis August dieses Jahres hat er so gut wie gar nicht gespielt. Er hat durch seine Tore einen Hype ausgelöst, aber es wäre ratsam, sich noch ein Jahr bei Salzburg weiterzuentwickeln. Er hat das Potenzial, einer der Besten der Welt zu werden, aber diverse Beispiele aus der Vergangenheit zeigen: Dafür braucht es Ruhe und Behutsamkeit.

Ja, es gibt Beispiele in der Vergangenheit. Da wäre zum Beispiel ein Bernardo. Im Sommer 2016 nach Leipzig gelotst, 2018 nach England zu Brighton & Hove Albion verliehen. Dort kam er in der aktuellen Saison auf 2 Ligaeinsätze (von 12 möglichen). Oder ein Stefan Ilsanker. Oder ein Haidara mit einer Startelf-Quote von 18% bei den Sachsen. Ein Riesentalent auf dem spielerischen Abstellgleis, da er auf seiner Wunschposition nicht an Marcel Sabitzer „vorbeikommt“.

Was passiert nun? Oder was sollte passieren?

Erling Haaland kommentiert all diese Gerüchte nicht wirklich und ist um einen „Sager“ nicht verlegen:

Es ist fucking langweilig. Ich bin mittlerweile gelangweilt. Wie gelangweilt auf einer Skala von 1 bis 10? 9,9!

Als Salzburg-Fan muss man sich gedanklich von Erling Haaland verabschieden. Nicht heute, vielleicht auch nicht im Winter, aber wohl ziemlich sicher im Sommer 2020. Einen Spieler wie Haaland kann man in Österreich nicht halten. Ein Wechsel zum „Schwesterverein“ – wie RB Leipzig gerne medial im Bezug zu Salzburg genannt wird – würde noch tiefere Kluften innerhalb der ohnedies schon gespaltenen Fanszene (was das Verhältnis zwischen Leipzig und Salzburg betrifft) aufreissen. Und dieser Transfer wäre für den 19-jährigen Norweger auch nicht logisch. Denn Haaland hat das Portential SOFORT in einer englischen oder auch italienischen Liga in eine Startelf zu kommen.

Das Leben ist kein Wunschkonzert. Fußball noch viel weniger. Aber wenn wir dürften, dann würden wir uns wünschen, dass „Big Earl“ in der englischen Premier League landet. Am besten aber erst im Sommer 2021. Und Salzburg kassiert so richtig ab und holt neue „Haalands“ in die Mozartstadt. Aber bis das soweit ist freuen wir uns auf viele weitere Spiele (und Tore!!!) von Erling „Big Earl“ Haaland!

Kommentar: „Bitte am Boden bleiben!“

FC Red Bull Salzburg Nordkurve

Unbenommen, das erste Auftreten des FC Salzburg in der UEFA Champions League gegen KRC Genk entwickelte sich zur einer „magischen Nacht“. Dieser gingen fast ebenso „magische“ 7 Bundesligarunden voran und auch das Cup-Spiel wollen wir nicht vergessen. Und die Salzburger machen Tore wie am Fließband. Nach 7 Runden Bundesliga steht der FC Red Bull Salzburg mit 7 Siegen und geschossenen 34 Toren da. Wenn man die Tordifferenz der Vereine von den Plätzen 2 bis 6 zusammenrechnet, kommt man genau auf die Tordifferenz der Salzburger. Wahnsinn oder?

Überheblich?

Angesichts dieser „Fantasiezahlen“ neigt man gerne dazu, dass man als Fan überheblich wird. So wurde von Fans die beworbenen Auswärtsfahrten des Vereins zum LASK bzw. Rapid im Cup als Fahrten zu „Jausengegnern“ oder als Spiele zum „aufwärmen“ betitelt:

 

Auch in zahlreichen Kommentaren in den sozialen Medien werden Spiele mit Salzburg-Beteiligung in der Bundesliga nur mehr als „Tests für größere Aufgaben“ betitelt. Leute, bleibt bitte am Boden und einen Tick demütiger! Überheblichkeit ist nicht angesagt, denn der Ball ist rund, das Tor eckig und ein Spiel dauert zumindest 90 Minuten. Und da kann vieles passieren! Gegen jeden Gegner!

Vor diesem Phänomen ist natürlich keiner gefeit. Weder Fans, noch Spieler. Es wird der Tag kommen, wo die Salzburger Mannschaft sein Spiel nicht gewinnen kann.

„Big Earl“ Haaland

Erling Braut Haaland gehört wohl zu den größten Talenten, das jemals im Salzburger Dress eingelaufen ist. Da sind sich Fans und Medien einig. Während „Big Earl“ unter Marco Rose noch eine Nebenrolle spielte, blüht der 19-jährige Mittelstürmer unter Jesse Marsch so richtig auf und knackt einen Rekord nach dem anderen. Und wenn dein Name in diesem jungen Alter durch alle Medien geistert, dich jeder lobt, du in den Fokus von 50 Scouts großer Vereine gerätst, dann musst du schon auch ein extrem besonnener Typ sein, damit dir das nicht zu Kopf steigt. In der Bundesliga schoss Haaland 15 Mal auf das gegnerische Tor, 11 Mal davon zappelte der Ball im Netz! Eine unglaubliche Quote! Dann spielst du das erste Mal Champions League und erzielst gleich einen lupenreinen Hattrick. Die Medien überschlagen sich vor Begeisterung, die UEFA nomminiert dich als Spieler der Runde in der Champions League. Das geht auf’s Ego…

Genau da hat der FC Red Bull Salzburg und seine Mitarbeiter wohl die größte Aufgabe zu bewältigen. Die Gefahr, dass ein Spieler „abhebt“ ist groß. Gerade im Fall Haaland wäre das menschlich auch verständlich, denn wohl jeder 19-jährige hätte seinen „persönlichen Höhenflug“, wenn ihm ähnliches gelingen würde. Dass Haaland ein ganz „spezieller“ Typ ist, beweist auch eine Anekdote, die aktuell die Runde macht.

Max Wöber erzählte gegenüber den Medien eine Geschichte, die sich am Tag vor dem Spiel gegen Genk zugetragen haben soll: Kapitän Andreas Ulmer ging mit seinem Kind spazieren, neben ihm hielt ein Auto, in dem sich Erling Haaland befand. Haaland ließ das Fenster hinunter, im Auto lief – zur Motivation – die Champions League Hymne.

Auch Routinier Junuzovic schwärmt in den höchsten Tönen von seinem Mitspieler:

Er hat unglaubliche Fähigkeiten in allen Belangen. Er hat die Größe, er hat die Wucht, er hat das Dribbling, er hat die Technik, er hat einen Top-Abschluss – und er ist erst 19 geworden, also er wird sich auch noch entwickeln. Er hat die richtige Einstellung, der wird seinen Weg auf jeden Fall gehen. Er hat es auch in der Champions League bestätigt.

Am Tag nach dem Spiel gab es auch schon die ersten Interessenten für Haaland. 90min will erfahren haben, dass der BVB Favorit für einen Transfer des jungen Salzburg-Spielers sein soll. Sowas kann dir schon zu Kopf steigen. Mögen wir hoffen, dass es Christoph Freund und Co. gelingt, Haaland nicht nur am Boden, sondern auch noch etwas länger in Salzburg zu halten.

Hier habe ich durchaus Hoffnungen. Und wenn uns das – trotz alle Euphorie – auch auf Fan-Seite gelingt, dann könnte das eine richtig tolle Saison werden. Mit dem LASK und dann im Cup gegen Rapid kommen durchaus schwere Spiele auf uns zu. Beide sind weder Freiwild noch Jausengegner. Also: Bitte am Boden bleiben!