Große Freude nach dem späten Führungstreffer / © GEPA
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Spät aber doch: Salzburg ringt Mattersburg in Hitzeschlacht nieder
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Gastbeitrag von Karl Kriechbaumer

Das erste Auswärtsmatch der noch jungen Bundesligasaison führt den FC Red Bull Salzburg ins Pappelstadion zum SV Mattersburg. Beide Mannschaften sind mit einen Sieg gut in die neue Saison gestartet. Die Bullen sind gewarnt, denn die Burgenländer gelten gerade zuhause als aggressiver, unangenehmer Gegner. Das hätten die Mozartstädter letzte Saison beinahe im ÖFB-Cup am eigenen Leib zu spüren bekommen, als nur ein bärenstarker Cican Stankovic das Aus im Halbfinale verhindern konnte.

Die Aufstellung / © SALZBURG12.at

Marco Rose versucht mit der gewohnten Raute im Mittelfeld die Mattersburger Abwehrreihen zu durchbrechen. Dabei darf erstmals Neo-Bulle Zlatko Junuzovic in der Bundesliga von Beginn an ran. Auf der rechten Abwehrseite rückt Mwepu nach, er ersetzt den erkrankten Stefan Lainer.

Mäßiger Sommerkick zu Beginn

Die Zuschauer müssen lange auf die erste brauchbare Chance im Spiel warten. Die wird dann von den Salzburgern verbucht. Nach einem Ulmer-Eckball schraubt sich Munas Dabbur am kurzen Fünfereck hoch und köpft den Ball in Richtung Mattersburger Tor, doch Kuster kann parieren. Kurz darauf dribbelt sich der Bullen-Stürmer wieder in den Straftraum, doch der Israeli schießt über das Gehäuse der Hausherren. Nach einer guten halben Stunde kommen die Mattersburger zu einer Offensivaktion, und zwar über einen Standard. Alois Höller kommt zum Kopfball, doch dieser gerät zu schwach, um Stankovic in Verlegenheit zu bringen.

Chancen häufen sich

Nach dieser Halbchance für die Mattersburger dürften die Mozartstädter nun aufgewacht sein, denn die Bullen drängen fortan immer öfter in den Gefahrenbereich vor, konkrete Chancen bleiben jedoch Mangelware. Bei den besten herausgespielten Szenen kommt Dabbur aber nicht entscheidend zum Abschluss. Kurz vor der Pause hätten die Burgenländer das Match beinahe auf den Kopf gestellt. Nach einer Ecke nimmt der Ex-Austrianer Marco Kvasina den Ball volley und knallt die Kugel an die Latte. Hier hatte der Serienmeister Glück. Kurz danach fasst sich Xaver Schlager ein Herz und zieht aus der zweiten Reihe ab, doch sein Schuss verfehlt das Tor knapp.

Unmittelbar vor dem Pausenpfiff gehen die Gemüter noch einmal hoch, denn Hannes Wolf wird rüde gefoult. Anstelle der fälligen gelben Karte für den „Übeltäter“ Alois Höller, der sich eine Verwarnung zuvor schon redlich verdient gehabt hätte, pfeift Schiedsrichter Julian Weinberger zur Halbzeitpause. Es war nicht die erste gelbwürdige Aktion, die der Unparteiische auf Seiten der Mattersburger goutierte, umso unverständlicher ist es, dass es ohne Verwarnung in die Halbzeit geht.

Dabbur konnte auch im dritten Pflichtspiel der noch jungen Saison treffen / © GEPA

Dabbur konnte auch im dritten Pflichtspiel der noch jungen Saison treffen / © GEPA

Mattersburg kommt engaugiert aus der Pause

Wie schon gegen den LASK verschlafen die Bullen den Beginn der zweiten Halbzeit. Die Burgenländer kommen ohne viel Gegenwehr in die Nähe des Salzburger Strafraumes und bleiben vor allem über Standardsituationen gefährlich. Die Bullen überstehen aber auch diese Phase unbeschadet und werden wieder selbst aktiv. Und so hätte Hannes Wolf nach einen Pass vom rechten Flügel beinahe die Führung hergestellt, doch Kuster kann die Heimelf mit einer Glanzparade im Spiel halten. Auch später bei einem Dabbur-Kopfball kann der Schlussmann sich auszeichnen.

Den Salzburgern scheint die Zeit davonzulaufen. Obwohl sie das Heft wieder in die Hand genommen haben, können sie aus ihren Ballbesitz nur wenige Chancen kreieren. Insbesondere in der Schlussphase drängen die Bullen die Hausherren weit in die eigene Hälfte zurück. Es scheint, als müssten auch die Salzburger Spieler den tropischen Temperaturen Tribut zollen.

Große Freude nach dem Schlusspfiff / © GEPA

Große Freude nach dem Schlusspfiff / © GEPA

Späte Erlösung in Hitzeschlacht

In der heißen Schlussphase suchen die Bullen die Entscheidung. Kurz vor Schluss prüft der eingewechselte Amadou Haidara aus der Distanz Markus Kuster, doch der Schlussmann behält abermals die Oberhand. In der Nachspielzeit zieht Mwepu aus 20 Metern ab, abermals geht der Schuss knapp am Tor vorbei.

Wer in der 93. Minute bereits an ein torloses Remis gedacht hat, hat die Rechnung ohne Salzburgs Abwehrchef Andre Ramalho gemacht, denn der Brasilianer kommt weit vor dem SMV-Tor an die Kugel und zieht aus über 30 Metern wuchtig ab. Der Ball landet schließlich über beide Innenstangen im Netzt und erlöst nicht zuletzt die, durch die harte Gangart der Mattersburger erzürnte, Salzburger Betreuerbank. Danach durfte sich auch Munas Dabbur in die Torschützenliste eintragen. Ein gescheiterter Mattersburger Abwehrversuch landete bei Dabbur, der nun endlich Schlussmann Kuster überwinden konnte.

Der FC Red Bull Salzburg bezwingt schließlich verdient, in der erwartet schweren Auswärtspartie, aggressive Mattersburger durch zwei späte Tore mit 2:0. Neben der unangenehmen Spielweise der Hausherren tat die enorme Hitze am Spielfeld ihr übriges. Umso schöner ist es, ein derart schwierige Partie in letzter Minute doch noch an sich reißen zu können, was einmal mehr für die enorme Moral der Rose-Elf spricht.

Spielinfo

SV Mattersburg

 

FC Red Bull Salzburg

SV Mattersburg0:2FC Red Bull Salzburg
Tipico Bundesliga
2. Spieltag
Anpfiff
Samstag, 4. August 2018, 17:00 Uhr
AustragungsortAllianz Stadion, 3.000 Zuschauer
Schiedsrichter
Julian Weinberger
 Torfolge 
 0:1
0:2
Ramalho (90+3)
Dabbur (90+5)
Salomon, KvasinaGelbe KartenWolf, Minamino
Gelb-Rote Karten
Rote Karten
Christoph Lumetzberger

Christoph Lumetzberger ist Red Bull Salzburg Fan durch und durch. Tolle Spiele, schöne Tore und emotionale Momente mit seinem Lieblingsteam ziehen ihn immer wieder ins schönste Stadion Österreichs, die Red Bull Arena. Über diese Website: „SALZBURG12.at ist ein tolles Projekt hinter dem ich zu 100% stehe!“

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