Fanmarsch Roter Stern Belgrad
Die Lesezeit für diesen Artikel beträgt ca. 3 Minuten
Fanmarsch und Verkehrsinfarkt. Letzte Infos zum Play-off Spiel
5 (100%) 4 Stimme[n]

Große Aufregung gab es am Montag Abend, als der FC Red Bull Salzburg bekannt gab, dass man 7.200 serbische Fans beim Heimspiel gegen Roter Stern Belgrad erwartet: 

Gerne wurde aber überlesen, dass die Salzburger den Serben eigentlich nur das zustehende Kontingent von 2.800 Karten zur Verfügung gestellt hat, 4.400 Karten über den freien Verkauf an in Österreich (bzw. auch Bayern) lebende oder sogar gebürtige Serben verkauft hat. Hätte man diese Leute ausgesperrt, hätte man sich – zurecht – rassistische Vorwürfe gefallen lassen müssen. Insofern hat der Salzburger #Serienmeister hier alles richtig gemacht, auch wenn dies auf den ersten Blick nicht einleuchten mag..

Florian Wöckl, Fanbetreuer des FC Red Bull Salzburg erklärt die Vorgangsweise beim Vorverkauf:

Hallo zusammen, folgend darf ich euch kurz unsere Verkaufsvorgehensweise erklären:
Die Verkaufsphasen wurden so gewählt, um unseren Fans vorab die Möglichkeit zu bieten an ihre Tickets zu kommen. Daher startete der freie Verkauf erst am Freitag. Zum Start des freien Verkaufs hatte Belgrad 2.800 Tickets für den regulären Gästesektor (Unterrang + Oberrang + Oberrang Kurve Süd/West).
Die restlichen 4.400 Tickets erwarben in Österreich lebende Serben im freien Verkauf. Um eine bestmöglich Fantrennung gewährleisten zu können, haben wir an diese Personen ausschließlich Karten für die Südtribüne verkauft, eben damit eine Fanvermischung vermieden werden kann. Die restlichen 1.500 Tickets in den anderen Sektoren werden nun ebenfalls aus diesem Grund ausschließlich an registrierte Fans vergeben. Die Serben haben also wie geschrieben ausschließlich 2.800 Tickets für den Gästesektor erhalten, die restlichen Süd-Tickets gingen ganz normal im freien Verkauf, in dem auch unsere Fans nach wie vor Tickets erwerben konnten, an den Mann. Die Kapazität von 26.500 Plätzen kommt aufgrund des hohen Sicherheitslevels zu Stande.

Fanmarsch

Wie auch schon bei anderen internationalen Spielen wird es seitens der gegnerischen Anhängerschaft wieder einen Fanmarsch geben, der von der Innenstadt zur Red Bull Arena führen wird. Über den Weg des Fanmarschs ansich kann man diskutieren. Die Exekutive rechnet mit insgesamt 9000 Serben, die dem Spiel beiwohnen werden, ein Teil davon wird auch bei diesem Fanmarsch dabei sein, der am späten Nachmittag beginnen soll und über die Strecke Staatsbrücke, Hanuschplatz, Griesgasse, Franz-Josef-Kai, Müllner Hauptstraße, Lindhofstraße, Gaswerkgasse, Rudolf-Biebl-Straße und Kleßheimer Allee führen. An diesen Stellen ist mit Staus zu rechnen, die man großräumig umfahren sollte.

Ebenso ist bei einer derartigen Menge an Gästefans damit zu rechnen, dass sich nicht nur friedliche Fans darunter befinden. Deswegen wurde das Spiel seitens der Exekutive als Risikospiel eingestuft. Hans Wolfgruber, Pressesprecher der Polizei Salzburg, erklärt im S24 Interview:

Die Kollegen wissen, dass die Serben den Fußball nach südlicher Mentalität noch anders zelebrieren.

Salzburgs Polizei werde laut Wolfgruber analog zu anderen Großveranstaltungen mit Hubschrauber, Polizei-Hundeführer und sprengstoffkundigen Beamten für die Sicherheit sorgen. Zudem werde aus jedem österreichischen Bundesland Unterstützung in Salzburg erwartet.

Wir sind in enger Abstimmung mit den Sicherheitsverantwortlichen, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten.

meint Red-Bull Salzburg-Geschäftsführer Stephan Reiter im Gespräch mit der Salzburger Nachrichten. Auch mit dem Gästeverein gebe es engen Austausch. Aber:

Was außerhalb des Stadions passiert, darauf haben wir keinen direkten Einfluss.

Innenstadt meiden, Öffis benutzen

Die Polizei empfiehlt allen Besuchern mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen. Mit der Eintrittskarte zum Spiel sind öffentliche Verkehrsmittel sechs Stunden vor Spielbeginn sowie bis zum Betriebsschluss in Salzburg inklusive Freilassing frei nutzbar:

 

Wie kommt ihr ins Stadion?

  • Shuttlebusse vom Salzburger Messezentrum von 18 bis 24 Uhr (Shuttletransferzeit zum Stadion und retour in rund zehn Minuten)
  • Shuttlebusse vom Airportcenter-DOC Wals-Himmelreich von 18 bis 24 Uhr (Shuttletransferzeit zum Stadion und retour in rund zehn Minuten)
  • Shuttlebusse vom Salzburger Hanuschplatz
  • verstärkte städtischen Buslinien
  • verstärkte S-Bahn und die regulären Bahnlinien
  • zusätzlich verkehrt der “Nachtstern”
  • das öffentliche Verkehrsangebot wird im Falle einer Spielverlängerung entsprechend erweitert
Alex Januschewsky

Alex Januschewsky wurde 1968 in Salzburg geboren und ist seit Mitte der 1970er Jahre Fan des Salzburger Spitzenfußballs – mit Leib, Herz und Seele. Er war Mitglied von heute nicht mehr existenten SV Austria Salzburg Fangruppierungen, ging aber den Weg der Fan-Neugründung im Jahr 2005 nicht mit. Seit 2010 ist er Herausgeber von SALZBURG12.at und zuständig für Neuigkeiten, Vorberichte sowie die Liveberichterstattung von den Spielen.

Tags:
Teile den Beitrag mit deinen Freunden:
  • 70
  •  
  •  
  • 1
  •  
  •  
  •  
    71
    Shares
0 Comments

Leave a reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

© 2010 - 2018 SALZBURG12.at

Log in with your credentials

Forgot your details?