Dabbur markierte zu Saisonbeginn einen Doppelpack / © GEPA
Bundesliga-Auftakt nach Maß: Salzburg bezwingt den LASK mit 3:1
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Gastbeitrag von Karl Kriechbaumer

Saisonauftakt bei Kaiserwetter in Wals-Siezenheim. Der Meister der abgelaufenen Saison, FC Red Bull Salzburg, bekommt es zuhause in der Red Bull Arena mit dem LASK zu tun. Die Oberösterreicher reisen mit breiter Brust an, am vergangenen Donnerstag konnten sie in der EL-Qualifikation mit einem starken 4:0 gegen Lilleström für Furore sorgen. Die Salzburger weisen eine beeindruckende Heimbilanz auf – die Elf von Erfolgscoach Marco Rose blieb in der letzten Bundesliga-Saison zuhause ungeschlagen – und diese Serie sollte heute prolongiert werden.

Rose sorgt auch bei der Aufstellung ein wenig für Überraschung, denn er lässt den von Werder Bremen geholten Zlatko Junuzovic vorerst nur auf der Bank und verschiebt somit das Bundesliga-Comeback des Ex-Teamspielers. Dafür darf Patson Daka von Beginn an ran.

Hitzige Anfangsphase

Nachdem Munas Dabbur als Torschützenkönig der abgelaufenen Saison geehrt wurde, eröffnet Schiedsrichter Harald Lechner bei sommerlichen Temperaturen die Partie. Die Bullen sorgen auch auf den Feld für eine hitzige Anfangsphase, die LASK-Abwehr bekommt den Ball nicht aus dem Gefahrenbereich und so steht Dabbur plötzlich alleine vor dem Goalie der Linzer. Schlager kann den Schuss des Israelis aus kurzer Distanz abwehren. Auch beim Nachschuss von Xaver Schlager kann er sich auszeichnen und verhindert so den schnellen Rückstand der Stahlstädter.

Danach flacht die Partie ab. Die Bullen setzen auf viel Ballbesitz, wobei die Linzer nach der Anfangsviertelstunde vermehrt den Mut zum Pressing wiedergefunden haben.

Tor in Hitzeschlacht

Nach 22 Minuten zappelt der Ball erstmals im Netz. Ulmer wird am linken Flügel frei gespielt. Der Bullen-Kapitän läuft bis zur Grundlinie und bringt das Spielgerät scharf zur Mitte, wo sich der LASK-Goalie das Spielgerät vor dem einschussbereiten Dabbur selbst unglücklich ins eigene Tor lenkt. Die Hausherren gehen also mit 1:0 in Führung und drücken weiter aufs Tempo. Kurz darauf hätte Haidara per Kopf erhöhen können, sein Abschluss verfehlt das Linzer Gehäuse nur knapp.

Der Youngster aus Mali sorgte gleich darauf wieder einmal für einen Hingucker, als er einen Schuss gefühlvoll ans Lattenkreuz zirkelte. Am Nachschuss wird Dabbur mit viel Körpereinsatz gehindert. Schiedsrichter Harald Lechner zeigte nicht auf den Elferpunkt, was ihm zum wiederholten Male Pfiffe von den Rängen einbrachte.

Dabbur markierte zu Saisonbeginn einen Doppelpack / © GEPA

Dabbur markierte zu Saisonbeginn einen Doppelpack / © GEPA

Dabbur-Doppelpack sorgt für Vorentscheidung

Der LASK kann sich von der Umklammerung der Bullen zusehens weniger befreien und die Hausherren schlagen gnadenlos zu. Ray Yabo tanzt wiederum am linken Flügel durch die Linzer Abwehr und bedient Dabbur per Stanglpass, der präzise im langen Eck abschließt. Kurz darauf stellte der Israeli seinen Torriecher abermals unter Beweis und schnürt den Doppelpack. Ein Schlager-Schuss findet über Umwege zum Torschützenkönig der abgelaufenen Saison, der den Ball via Innenstange im Tor unterbringt. Somit können die Bullen den Pausengang entspannt mit 3:0 antreten.

Duje Caleta-Car und Valon Berisha wurden in der Pause verabschiedet / © GEPA

Duje Caleta-Car und Valon Berisha wurden in der Pause verabschiedet / © GEPA

Verabschiedung vom „Mentalitätsmonster“ und dem „Vizeweltmeister“

Die Halbzeitpause stand ganz im Zeichen von Verabschiedungen verdienter Spieler. Der langjährige Mittelfeldmotor und unumstrittene Führungspieler, Valon Berisha, wird sein Glück künftig in der „ewigen Stadt“ bei Lazio Rom suchen. Außerdem wird Duje Caleta-Car, der mit Kroatien sensationell Vizeweltmeister wurde, seine Zelte demnächst bei Olympique Marseille aufschlagen.

Die Verabschiedungen dürften bei den Bullen am Spielfeld nicht spurlos vorbei gegangen sein, den sie verschlafen den Anfang der zweiten Halbzeit. Denn wer glaubt, dass sich der LASK geschlagen gibt, der irrt gewaltig. Die Linzer drücken ordentlich aufs Tempo und drängen immer wieder in den Strafraum der Mozartstädter vor. Doch Stankovic kann in dieser starken Phase der Glasner-Elf seinen Kasten sauber halten, auch wenn bei einen Schuss von Peter Michorl die Latte retten musste. Nach kritischen Minuten wacht der Meister aber rechtzeitig auf und übernimmt wieder die Kontrolle über die Partie.

Junuzuvic mit Bundesliga-Comeback

Nach einer guten Stunde geht ein Raunen durch die gut besuchte Red Bull Arena, denn Zlatko Junuzovic wird, unter großem Beifall der Fans, von Marco Rose aufs grüne Geläuf beordert. Er ersetzt den Gelb-verwarnten Amadou Haidara. Der Ex-Werderaner feiert somit sein Comeback in der heimischen Bundesliga.

LASK mit Kosmetik für das Endergebnis

In der 69. Minute bringt die Pfeife von Harald Lechner die „Junu“-Sprechchöre der Bullen-Fans zum Erstummen, denn der Unparteiische entscheidet auf Strafstoß für die Oberösterreicher. Dem vorausgegangen ist ein Foul von Xaver Schlager an Thomas Goiginger an der Straufraumgrenze. Strittig, ob hier auf Elfmeter oder Freistoß zu entscheiden ist. Maximilian Ullmann führt den fälligen Elfmeter aus, schickt dabei Stankovic ins falsche Eck und schiebt den Ball sicher ein. Der LASK verkürzt somit auf 3:1.

Echte Spannung kommt aber in der Red Bull Arena nicht mehr auf, denn die Gäste können nicht entscheidend nachlegen und so passiert bis zum Schlusspfiff nicht mehr viel. Am Ende steht ein souveräner Heimsieg des Meisters. Der LASK hatte bereits in Hälfte eins alle Trümpfe aus der Hand gegeben, und so gab es, trotz einer couragierten Leistung in Halbzeit zwei, für die Linzer nichts mehr zu erben.

Erfolgsversprechend bei den Salzburgern war vor allem die sehr gute Abstimmung der Mannschaftsteile, welche in den letzten Jahren zu Saisonbeginn oftmals fehlte. Genau diese Eingespieltheit wird es für die künftigen Aufgaben brauchen, insbesondere in der Champions-League-Qualifikation.

Spielinfo

FC Red Bull Salzburg

 

LASK Linz

3:1
Tipico Bundesliga
1. Spieltag
Anpfiff
Sonntag, 29. Juli 2018, 17:00 Uhr
AustragungsortRed Bull Arena, 11.532 Zuschauer
Schiedsrichter
Harald Lechner
 Torfolge 
Schlager (22./ET.)
Dabbur (31.)
Dabbur (38.)
1:0
2:0
3:0
3:1



Ullmann (69./Elfmeter)
HaidaraGelbe KartenPogatetz, Ranftl, Trauner, Holland
Gelb-Rote Karten
Rote Karten
Christoph Lumetzberger

Christoph Lumetzberger ist Red Bull Salzburg Fan durch und durch. Tolle Spiele, schöne Tore und emotionale Momente mit seinem Lieblingsteam ziehen ihn immer wieder ins schönste Stadion Österreichs, die Red Bull Arena. Über diese Website: „SALZBURG12.at ist ein tolles Projekt hinter dem ich zu 100% stehe!“

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