Riesenjubel nach dem Last-Minute-Treffer / © GEPA
Märchenhaftes Finish: Salzburg holt Punkterekord in der Nachspielzeit
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Knapp 15.000 Fans hatten sich zum letzten Saison-Heimspiel in der Red Bull Arena eingefunden. Nach Spielende wurde auf dem Rasen und vor dem Schloss Kleßheim der Meistertitel gefeiert, zuvor standen noch 90 Minuten gegen den SV Mattersburg auf dem Programm. Marco Rose vertraute dabei folgender Elf:

Die heutige Startelf / © SALZBURG12.at

Die heutige Startelf / © SALZBURG12.at

Salzburg dominiert von Beginn weg

Die Partie verlief – drei Euro ins Phrasenschwein – wie auf einer schiefen Ebene. Salzburg nahm von Beginn weg das Heft in die Hand und hatte nach den ersten 45 Minuten einen Ballbesitz von 81 Prozent zu Buche stehen.

Auch auf dem Chancenzettel tauchte der alte und neue Meister regelmäßig auf. Gleich in der zweiten Minute löffelte Hannes Wolf einen Freistoß butterweich über die Mauer, SVM-Keeper Markus Kuster verhinderte mit einer Parade die schnelle Führung Salzburgs.

Nach acht Minuten setzte Wolf Dabbur ein, der vor Spielbeginn die Torjägerwertung der Bundesliga drei Treffer vor Sturms Deni Alar anführte (nach dem Spieltag sollten noch zwei Treffer übrig bleiben). Der Israeli bugsierte das Leder aus spitzem Winkel jedoch an der rechten Stange vorbei.

Vor der letzten Runde führt Dabbur immer noch mit zwei Toren vor Alar / © GEPA

Vor der letzten Runde führt Dabbur immer noch mit zwei Toren vor Alar / © GEPA

Mattesburg hält dicht

Auch wenn Mattersburg hinten dichtmachte, kam Salzburg immer wieder zu Chancen. So etwa in der 26. Minute, als sich Wolf ein Herz fasste und aus über 20 Metern den Kunstschuss versuchte. Nur der Querbalken konnte den Einschlag und die Salzburger Führung verhindern.

Kurze Zeit später bekam Michael Novak bei einem Haidara-Schuss den Ball an die Hand, hier wurde wohl zurecht auf Weiterspielen entschieden. Sekunden später hielt Ramalho nach einem Yabo-Eckball den Fuß hin, das Leder überstieg die Querlatte nur knapp. Nach einer halben Stunde bediente Wolf Dabbur per Stanglpass, der Abschluss konnte von einem Mattersburger Verteidiger noch von der Linie gekratzt werden.

Wolf muss unter die Dusche

Nachdem sich beide Teams ohne Tore in die Kabinen verabschiedeten, begann der zweite Durchgang gleich mit einem Paukenschlag. Hannes Wolf zog gegen den durchstartenden Okugawa die Notbremse und stieg der Salzburger Leihgabe brutal auf die Wade. Schiedsrichter Schüttengruber zückte die rote Karte – und nicht zu unrecht.

Doch auch mit zehn Mann waren die Salzburger die tonangebende Mannschaft. Mattersburg spielte zwar am Ende mit drei Stürmern, mehr als das bloße Lauern auf Konter blieb den Gästen nicht.

Die Minuten vergingen, Salzburg versuchte alles, blieb jedoch zumeist an einem Verteidiger hängen.

Gulbrandsen mit dem "Lucky Punch" / © GEPA

Gulbrandsen mit dem „Lucky Punch“ / © GEPA

Lucky Punch vom Joker

Schiedsrichter Schörgenhofer ließ fünf Minuten nachspielen und die Hausherren ließen sich auch bis in die 95. Minute Zeit, um den erlösenden Treffer doch noch zu erzielen. Freistoß an die zweite Stange, Dabbur legte das Leder mit Übersicht zur Mitte, wo der eingewechselte Fredrik Gulbrandsen den Fuß hinhielt und die Arena mit dem 1:0 zum Beben brachte. Eine riesige Jubeltraube, der die komplette Bank inklusive Trainer Marco Rose beiwohnte, bejubelte den hochverdienten Last-Minute-Treffer.

Dieses Tor war der perfekte, letzte Puzzlestein für die anschließenden Feierlichkeiten. Tellerübergabe im Stadion, Meisterfeier vor dem Schloss Kleßheim.

Geschafft: Kapitän Alex Walke reckt den Meisterteller in die Luft / © GEPA

Geschafft: Kapitän Alex Walke reckt den Meisterteller in die Luft / © GEPA

Spielinfo

FC Red Bull Salzburg

 

SV Mattersburg

FC Red Bull Salzburg1:0SV Mattersburg
Tipico Bundesliga
35. Spieltag
Anpfiff
Sonntag, 20. Mai 2017, 16:30 Uhr
AustragungsortRed Bull Arena, 14.441 Zuschauer
Schiedsrichter
Manuel Schüttengruber
 Torfolge 
Gulbrandsen (90.+5)1:0
Caleta-Car, DabburGelbe KartenMalic, Erhardt, Seidl, Ertlthaler, Maierhofer
Gelb-Rote Karten
WolfRote Karten
Christoph Lumetzberger

Christoph Lumetzberger ist Red Bull Salzburg Fan durch und durch. Tolle Spiele, schöne Tore und emotionale Momente mit seinem Lieblingsteam ziehen ihn immer wieder ins schönste Stadion Österreichs, die Red Bull Arena. Über diese Website: „SALZBURG12.at ist ein tolles Projekt hinter dem ich zu 100% stehe!“

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1 Comment
  1. Kurr-man Jackie Jr.
    Kurr-man Jackie Jr. 3 Monaten ago

    Great Team

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