Gulbrandsen leitete den Torreigen ein / © GEPA
5:0! Salzburg stürmt an die Tabellenspitze
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Zweiter gegen Erster. Bestes Auswärtsteam gegen bestes Heimteam. Meister gegen Tabellenführer. Salzburg gegen Sturm Graz. Kurzum: mehr geht im österreichischen Fußball nicht. Während in weiten Teilen des Landes über Nacht der Winter einbrach, sorgten die Heimmannschaft dafür, dass den 10.241 Zuschauern in der Red Bull Arena nicht kalt wurde.

Marco Rose konnte personell beinahe aus den Vollen schöpfen. Einzig Diadie Samassekou fehlte aufgrund eines grippalen Infektes, ansonsten war von der Verletzungsmisere vergangener Tage nichts mehr zu sehen. Die Salzburger Startelf sah wiefolgt aus:

Frühe Führung des Meisters 

Das Spiel begann, wie es besser nicht starten konnte. Nach einem Berisha-Warnschuss in der fünften Minute sorgte eine Standardsituation für den ersten Treffer der Hausherren. Berisha trat zu einem Freistoß aus dem rechten Halbfeld an, manövrierte das Leder zur Mitte, wo Gulbrandsen aus dem Gewühl heraus am höchsten stieg und zur Salzburg-Führung einköpfelte. Riesenjubel ob des frühen Brustlösers.

Die Antwort der Grazer war ein Kopfball von Zulj, der hauchdünn an der linken Stange vorbeiging.

Nachdem ein Lupfer von Hannes Wolf sein Ziel nur knapp verfehlte, überschlugen sich in der 36. Spielminute die Ereignisse. Sturm-Abwehrchef Christian Schulz holte den nach einem Steilpass durchstartenden Gulbrandsen im Sechzehner von den Beinen und wurde von Schiedsrichter Grobelnik zu recht wegen Torraubes vom Platz gestellt. Berisha trat zum fälligen Penalty an und verwandelte diesen mit einer Coolness unter die Querlatte, dass es eine Freude war.

Berisha nach seinem Elfmetertreffer mit einem Gruß für den Gästefanblock / © GEPA

Berisha nach seinem Elfmetertreffer mit einem Gruß für den Gästefanblock / © GEPA

Die Zeichen standen schon sehr früh auf Ablöse des Tabellenführers und wurden noch deutlicher, als der Meister quasi mit dem Pausenpfiff das Ergebnis auf 3:0 stellen konnte. Ein geblockter Stanglpass von Yabo landete bei Wolf, dessen erneute Hereingabe von einem Bein in kurze Eck befördert wurde. Die Fans feierten Dabbur, nach genauer Durchsicht der TV-Bilder konnte ein Eigentor von Dario Maresic ausgemacht werden.

Spiel auf schiefer Ebene gegen Zehn Grazer

In der zweiten Halbzeit tat sich ungleich weniger als im ersten Durchgang. Zu klar waren die Fronten verteilt und der SK Sturm konnte in Unterzahl einfach keinen Druck aufbauen, der den klaren Salzburg-Heimsieg hätte gefährden können.

Für Jubel sorgte stattdessen das Comeback von Hee-Chan Hwang. Der aufgrund einer Oberschenkelverletzung für zwei Monate außer Gefecht gesetzte Koreaner wurde nach einer guten Stunde für Gulbrandsen eingewechselt. Beinahe hätte er sein Comeback auch gleich mit einem Tor gekrönt, allerdings setzte er einen Kopfball knapp an der rechten Stange vorbei.

Dabbur baute die Führung in der Schützenliste aus / © GEPA

Dabbur baute die Führung in der Schützenliste aus / © GEPA

In der Schlussphase hatte Sturm mit einem abgefälschten Freistoß, den Alex Walke sicher parieren konnte, die gefährlichste Chance der gesamten Partie. Auf der Gegenseite wurde das Ergebnis jedoch nochmal gehörig nach oben geschraubt.

In der 84. Minute landete eine abgeblockte Hwang-Hereingabe bei Dabbur, der aus der Drehung das lange Eck anvisierte und präzise neben die Stange traf. Dem nicht genug, stellte er mit einem traumhaften Treffer in der 89. Minute den Endstand her. Seine Bewacher ließ er auf engstem Raum aussteigen und schloss gekonnt in die lange Ecke ab.

Nachdem die Querlatte Minamino’s 6:0 in der Nachspielzeit verhinderte, beende Schiedsrichter Grobelnik das Match. Der Jubel naturgemäß ausgelassen, die Grazer hingegen waren bedient. So hatten sie sich die Verteidigung der Tabellenführung wahrlich nicht vorgestellt. Stattdessen steht nun der FC Red Bull Salzburg am Platz an der Sonne, zwei Punte vor dem heutigen Gegner.

Spielinfo

FC Red Bull Salzburg

 

SK Sturm Graz

FC Red Bull Salzburg 5:0 SK Sturm Graz
Tipico Bundesliga
15. Spieltag
Anpfiff
Sonntag, 19. November 2017, 16:30 Uhr
Austragungsort Red Bull Arena, 10.241 Zuschauer
Schiedsrichter
Gerhard Grobelnik
  Torfolge  
Gulbrandsen (8.)
Berisha (36./Elfmeter)
Maresic (45.+2/Eigentor)
Dabbur (84.)
Dabbur (89.)
1:0
2:0
3:0
4:0
5:0
 
Gulbrandsen
Wolf
Yabo
Gelbe Karten Siebenhandl
Potzmann
Röcher
Gelb-Rote Karten
Rote Karten Schulz
Christoph Lumetzberger

Christoph Lumetzberger ist Red Bull Salzburg Fan durch und durch. Tolle Spiele, schöne Tore und emotionale Momente mit seinem Lieblingsteam ziehen ihn immer wieder ins schönste Stadion Österreichs, die Red Bull Arena. Über diese Website: „SALZBURG12.at ist ein tolles Projekt hinter dem ich zu 100% stehe!“

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2 Kommentare
  1. Alex Januschewsky
    Alex Januschewsky 4 Wochen ago

    #Hinrichtung 😱😊😜

    • Stefan Dejanovic
      Stefan Dejanovic 3 Wochen ago

      Meinst nicht, dass Hinrichtung ein klein wenig zu theatralische ist? Es klingt doch poetischer, wenn wir der eingebildete Cerbarus war doch nur eine verstrahlte Pripiat (Tschernobyl) Straßen Tölle

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