Brachte Salzburg früh in Führung: Xaver Schlager / © GEPA
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Punkteteilung in der Südstadt
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In der 12. Runde der tipico Bundesliga muss Red Bull Salzburg den schweren Gang zu Admira Wacker Mödling antreten. Die Südstädter sind in dieser Saison eine Heimmacht, 4 Siegen steht erst eine Niederlage gegenüber. Für die Salzburger geht es nach dem Europa League Sieg gegen Konyaspor nun in der Liga darum, den Anschluss an Tabellenführer Sturm Graz zu halten.

Bullen-Coach Marco Rose bringt für dieses Unterfangen drei Neue im Vergleich zum Spiel in der Türkei. Jerome Onguene kommt zu seinem zweitem Bundesligaspiel, da Caleta-Car gelb-gesperrt ist. Zudem dürfen Christoph Leitgeb und Xaver Schlager von Beginn an ran.

Die heutige Startelf / © SALZBURG12.at

Die heutige Startelf / © SALZBURG12.at

Blitzstart der Gäste

Mit der Admira und Salzburg treffen in dieser Begegnung die offensivstärksten Teams der bisherigen Saison aufeinander (je 23 Tore). Und von Beginn weg wird diese Partie ihren Ansprüchen gerecht. Bereits nach 2 Minuten hat die Admira die erste Großchance: Sasa Kalajdzic kann nach schöner Kombination im Mittelfeld alleine auf das Tor von Alex Walke ziehen, setzt den Ball aber knapp am rechten Pfosten vorbei. Bis auf diese Möglichkeit diktiert aber Salzburg das Spiel in der Anfangsphase. Und in der 7. Minute belohnen sich die Bullen dann für den guten Start: Xaver Schlager erzielt mit dem 1:0 sein erstes Saisontor. Valon Berisha kommt am Strafraumrand zum Torschuss, trifft dabei den Ball aber nicht richtig. Dieser fällt Schlager vor die Füße, der artistisch vollendet. Die Proteste der Admiraner bezüglich Abseits bringen nichts ein, Schiedsrichter Rene Eisner gibt den Treffer. Eine richtige Entscheidung.

Doch die Antwort der Admira lässt nicht lange auf sich warten: Knasmüllner kommt alleinstehend zum Kopfball, der aber zu zentral auf das Tor geht (9.). Im Gegenzug hat Fredrik Gulbrandsen die Riesenmöglichkeit auf das frühe 0:2. Nach tollem Pass von Leitgeb steht er alleine vor Leitner, der allerdings glänzend reagiert und den Gegentreffer verhindert (10.).

Die Admira antwortet prompt

Es entwickelt sich ein offener Schlagabtausch zwischen den beiden Teams, die beide ein hohes Tempo in der Anfangsphase gehen. Der Admira gelingt es immer wieder Nadelstiche zu setzen und einer dieser Angriffe hat auch Konsequenzen: Andi Ulmer erwischt Maximilian Sax in vollem Lauf unglücklich am Fuß. Dieser kommt außer Tritt und fällt im Strafraum. Eisner zeigt sofort auf den Punkt. Christoph Knasmüllner lässt sich diese Möglichkeit nicht entgehen und erzielt den Ausgleich vom Elfmeterpunkt (17.).

Das Tor gibt der Admira merklich Auftrieb und in der 19. Minute hat Salzburg Glück, nicht den nächsten Gegentreffer hinnehmen zu müssen. Sax kommt wieder nach einer Flanke ganz allein zum Abschluss, setzt den Ball aber über das Tor.

Nach der unterhaltsamen Anfangsphase haben sich nun beide Mannschaften besser auf den Gegner eingestellt und lassen weniger Tormöglichkeiten zu. In der 30. Minute gibt es wieder Elfmeteralarm im Strafraum der Bullen. Onguene ist mit der Hand am Ball und hat Glück, dass diesmal die Pfeife von Schiedsrichter Eisner stumm bleibt.

Blackout fällt Salzburg beinahe um die Ohren

Hektisch wird es dann erst wieder gegen Ende der 1. Hälfte: Christoph Leitgeb übersieht, dass Sax noch im Strafraum der Salzburger steht. Sein gewollter Rückpass mutiert so zur idealen Vorlage für den Admiraner, der nochmals auf Grozurek ablegen will. Ulmer kann aber noch rechtzeitig stören und verhindert Schlimmeres. Damit geht es mit dem 1:1 in die Pause.

Das Unentschieden geht wohl auch in Ordnung, wobei die Admira die besseren Möglichkeiten hatte. Doch auch Salzburg hatte mit der Riesenchance von Gulbrandsen die Möglichkeit bereits früh die Führung auszubauen.

Auch nach Wiederanpfiff beginnt die Admira auffälliger: Dominik Starkl kommt gegen Alex Walke knapp zu spät (49.) und kurz darauf setzt Grozurek den Ball ans Außennetz, nachdem er sich energisch in den Strafraum getankt hat (50.). Salzburg hingegen fällt vermehrt durch Abspielfehler auf, die Admira kann dies aber nicht ausnützen: Grozurek kann erneut eine Großchance nicht verwerten. Nach tollem Zuspiel von Knasmüllner, scheitert er am hervorragend reagierenden Alex Walke (57.). Die Admira hätte sich die Führung mittlerweile mehr als verdient.

Auch die Einwechslung von Wolf brachte keine Wende mehr / © GEPA

Auch die Einwechslung von Wolf brachte keine Wende mehr / © GEPA

Hektische Schlussphase

So hat der eingewechselte Takumi Minamino erst in der 61. Minute Salzburgs erste gute Möglichkeit nach Seitenwechsel. Sein Abschluss geht aber knapp am langen Eck vorbei. Die nächste Möglichkeit  der Admira folgt nach einer Ecke: Kalajdzic setzt sich per Kopf durch, Walke kann aber abwehren (70.).

In der Folge schafft es Salzburg wieder Kontrolle über das Spiel zu gewinnen und verhindert so zumindest weitere Großmöglichkeiten der Admiraner. Eigene Chancen bleiben in der zweiten Hälfte aber weiterhin Mangelware. Die Admira verlegt sich aufs Kontern und kommt in der 85. Minute nochmal gefährlich vors Tor: Der eingewechselte Marin Jakolis knallt den Ball aber genau auf Walke.

Danach kommt es zu keinen nennenswerten Möglichkeiten mehr. Salzburg kann den aufgezogenen Abwehrriegel der Admira auch in der vierminütigen Nachspielzeit nicht knacken. Somit holen die Salzburger einen Punkt bei der Admira. Damit muss man auch zufrieden sein, denn die Admira war die klar bessere Mannschaft und scheiterte nur an der eigenen Effizienz. Salzburg hingegen waren die anstrengenden letzten Wochen deutlich anzumerken. Bullen-Trainer Marco Rose sieht dies ähnlich: „Wir hatten heute nicht unseren besten Tag. Ich mache der Mannschaft keinen Vorwurf, weil der Faktor Müdigkeit heute sicher eine Rolle gespielt hat.“ Die Salzburger können mit dem Punkt gegen eine starke Admira gut leben, der Rückstand auf Tabellenführer Sturm Graz wächst damit aber auf drei Punkte an.

Spielinfo

FC Admira Wacker

 

FC Red Bull Salzburg

FC-Flyeralarm-Admira1:1FC Red Bull Salzburg
Tipico Bundesliga
12. Spieltag
Anpfiff
Sonntag, 22. Oktober 2017, 14:00 Uhr
AustragungsortBSFZ-Arena, 2.500 Zuschauer
Schiedsrichter
René Eisner
 Torfolge 

Knasmüllner (17./Elfmeter)
0:1
1:1
Schlager (7.)
Gelbe KartenUlmer
Gelb-Rote Karten
Rote Karten
Sebastian Reiter

Seit nunmehr 15 Jahren begeistert sich Sebastian für das runde Leder und somit auch den Salzburger Fußball. War es zu Beginn noch die violette Salzburger Mannschaft gewesen, so hofft er mittlerweile auf Siege der roten Bullen. Auch wenn er aufgrund seines Journalismus-Studiums zurzeit seine Zelte in Wien aufgeschlagen hat, ist der 24-Jährige so oft es ihm möglich ist bei den Spielen in der Red Bull Arena vor Ort.

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