Pongracic gegen Alar im Kampf um den Ball / © GEPA
Knappe Niederlage in Graz: Sturm zieht Salzburg davon
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In der 6. Runde der Tipico Bundesliga kommt es zum Spitzenspiel zwischen Tabellenführer Sturm Graz und Titelverteidiger Red Bull Salzburg. Wollen die Salzburger nicht den Anschluss an die in dieser Saison noch makellosen Grazer verlieren, muss zumindest ein Unentschieden in der ausverkauften Merkur Arena her. Bei einem Salzburger Sieg winkt sogar die Tabellenführung.

Um dieses Ziel zu erreichen setzt Trainer Marco Rose auf die gleiche Elf, die bereits am Donnerstag gegen Viitorul Constanta die Salzburger mit einem 4:0 Sieg in die Gruppenphase der Europa League schoss.

Die heutige Startelf / © SALZBURG12.at

Die heutige Startelf / © SALZBURG12.at

Volle Hütte in Graz

Und die Salzburger deuten ihre derzeitige Hochform in der ausverkauften Merkur-Arena auch sofort an: Nach einem Eckball von Ray Yabo kommt Caleta-Car zum Kopfball, setzt diesen aber knapp über das Tor (4.). Ansonsten kann sich keine der beiden Mannschaften eine Großchance in der Anfangsphase herausspielen, da in den entscheidenden Momenten noch die Genauigkeit auf beiden Seiten fehlt. Zudem machen es die hohen Temperaturen beiden Mannschaften nicht leichter.

Mit Fortdauer der Partie findet aber besonders Sturm Graz immer besser in die Partie. Durch ihr schnelles Umschaltspiel erarbeiten sich die Grazer ein Plus an gefährlichen Aktionen. In Minute 20 hat Sturm allerdings Glück: Fredrik Gulbrandsen wird zu Unrecht wegen Abseits von Schiedsrichter Schörgenhofer zurückgepfiffen – der Norweger hätte getroffen. Nur eine Minute später wird es dann aber auch im Salzburger Strafraum das erste Mal richtig gefährlich, doch Deni Alar trifft einen Stanglpass von Marvin Potzmann nicht. Nur kurze Zeit später haben die Grazer die nächste Möglichkeit: Dario Maresic zieht aus großer Distanz ab, trifft seinen Teamkollegen Deni Alar, von dem der Ball abgefälscht wird und nur hauchdünn am Tor vorbeistreicht (25.). Aber auch Salzburg bleibt gefährlich, Hannes Wolf schießt den Ball aber genau in die Arme von Jörg Siebenhandl (26.). In der Folge entwickelt sich ein schnelles Spiel, bei dem aber weiterhin die Grazer ein leichtes Chancen-Plus verzeichnen. Salzburg wird erst wieder in Minute 35 gefährlich, Munas Dabbur kann aber im letzten Moment noch vom Ball getrennt werden. Auf der Gegenseite sorgt Bullen-Kapitän Alex Walke für eine Schrecksekunde. Nach einem weiten Freistoß kommt er zu spät und der Ex-Salzburger Stefan Hierländer köpft beinahe zum 1:0 für die Grazer ein (40.). In der letzten gefährlichen Aktion vor Ende der ersten Hälfte hat dann Munas Dabbur seinen ersten Abschluss, doch der Israeli verfehlt mit seinem Schuss von der Strafraumgrenze knapp das kurze Eck (45 + 1.).

Kurz darauf beendet Schiedsrichter Robert Schörgenhofer die erste Spielhälfte. Mit dieser kann Salzburg-Trainer Marco Rose wohl nur bedingt zufrieden sein, denn Sturm Graz war insgesamt die aktivere und gefährlichere Mannschaft. Die Salzburger konnten ihr schnelles Kombinationsspiel durch die Mitte nicht wie gewohnt aufziehen, da Sturm defensiv sehr kompakt stand. Leider gibt es auch verletzungsbedingt schlechte Nachrichten auf Salzburger Seite: Andi Ulmer kann nach einem Zusammenstoß mit Alex Walke nicht mehr weitermachen und wird von Patrick Farkas ersetzt.

Duell der Youngsters: Hannes Wolf und Dario Maresic / © GEPA

Duell der Youngsters: Hannes Wolf und Dario Maresic / © GEPA

Alar nutzt gute Startphase

Dieser hat zu Beginn der zweiten Spielhälfte gleich ordentlich zu tun. Sturm startet besser als die Salzburger aus der Kabine und kommt zu einer Reihe von Möglichkeiten. Thorsten Röcher setzt sich gegen Marin Pongracic durch, sein Stanglpass kann aber geklärt werden (48.). Kurz darauf kommt Peter Zulj nach einer Ecke der Grazer zum Kopfball, setzt diesen aber knapp über das Gehäuse (50.). In Minute 52 ist es dann aber soweit: Sturm presst an, Valon Berisha lässt sich von Sandi Lovric den Ball abluchsen, dieser kommt zu Deni Alar, welcher in den Strafraum zieht und trocken zum verdienten 1:0 für Sturm Graz abschließt. Die Salzburger sind in dieser Phase des Spiels den Grazern klar unterlegen und haben Glück, dass Deni Alar seine nächste Chance auslässt und den Ball am langen Eck vorbeisetzt (58.).

In der Folge fangen sich die Salzburger etwas und schaffen es das Spiel zu beruhigen, Torchancen bleiben aber Mangelware auf Seiten der Bullen. Sturm wiederum verlegt sich aufs Kontern und macht die Mitte dicht. Erst in der 73. Minute kommt Salzburg zur Ausgleichschance, doch Patrick Farkas versagen alleine vor Jörg Siebenhandl die Nerven und der Außenverteidiger schießt den Ball deutlich über das Grazer Tor. Doch diese Aktion macht den Salzburgern scheinbar Mut, der eingewechselte Haidara zieht aus der Distanz ab und Siebenhandl kann nur mit großer Mühe den Ausgleich verhindern (76.). In den letzten Minuten der Partie belagert Salzburg den Strafraum der Grazer, doch deren Abwehrmauer steht sehr sicher und es ergeben sich kaum mehr Chancen für Salzburg. Erst Munas Dabbur kommt zu einer guten Möglichkeit, doch der Ball springt unglücklich vor dem Salzburg-Stürmer auf und er jagt den Ball über das Tor (88.). Danach kommt es zu keiner nennenswerten Möglichkeit mehr für die Salzburger bis zur allerletzten Aktion in diesem Spitzenspiel: Nach einem Eckball kann Sturm zunächst klären, Patrick Farkas zieht vom Strafraumrand ab, trifft den Ball aber nicht richtig. Dieser fliegt Amadou Haidara vor die Füße welcher auf Hannes Wolf ablegt. Der Youngster lässt sich diese Möglichkeit nicht nehmen und netzt ein, doch stand Haidara bei dieser Aktion im Abseits, weswegen der Treffer zu Recht nicht gegeben wird. Mit dieser Aktion erfolgt dann auch der Schlusspfiff und Salzburg muss die erste Pflichtspielniederlage unter Trainer Marco Rose einstecken.

Diese war durchaus verdient da Sturm sehr clever spielte und vor allem direkt nach Anpfiff der zweiten Hälfte die klar bessere Mannschaft war. Salzburg zeigte nach dem Rückstand Moral und fand auch eine große Ausgleichsmöglichkeit vor, insgesamt war dies aber zu wenig. Mit dieser Niederlage vergrößert sich der Rückstand auf Tabellenführer Sturm Graz nunmehr auf 5 Punkte. Trotzdem zeigt sich Marco Rose nach dem Spiel nicht komplett unzufrieden mit seiner Mannschaft: „Ich fand es war ein flottes Spiel bei wahnsinnigen Temperaturen. Sturm war vor der Pause ein bisschen gefährlicher vor dem Tor. Dann machen wir diesen einen dummen Fehler und sind 1:0 hinten. Danach haben wir wieder gut gespielt und uns wieder Chancen herausgespielt. Sturm müssen wir jetzt mal ziehen lassen, aber wir werden weiter arbeiten und auf unserem Weg bleiben.“

Spielinfo

SK Sturm Graz

 

FC Red Bull Salzburg

SK Sturm Graz 1:0 FC Red Bull Salzburg
Tipico Bundesliga
6. Spieltag
Anpfiff
Sonntag, 27. August 2017, 16:30 Uhr
Austragungsort Merkur Arena, 15.100 Zuschauer
Schiedsrichter
Robert Schörgenhofer
  Torfolge  
Alar (52.) 1:0
Lykogiannis, Zulj, Hierländer Gelbe Karten Caleta-Car, Pongracic, Wolf, Haidara
Gelb-Rote Karten
Rote Karten
Sebastian Reiter

Seit nunmehr 15 Jahren begeistert sich Sebastian für das runde Leder und somit auch den Salzburger Fußball. War es zu Beginn noch die violette Salzburger Mannschaft gewesen, so hofft er mittlerweile auf Siege der roten Bullen. Auch wenn er aufgrund seines Journalismus-Studiums zurzeit seine Zelte in Wien aufgeschlagen hat, ist der 24-Jährige so oft es ihm möglich ist bei den Spielen in der Red Bull Arena vor Ort.

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