Erfolgslauf gestoppt: Mattersburg entzaubert den Titelanwärter

1:2-Niederlage im Burgenland vertagt die Meisterfeier der Salzburger
Ex-Bulle Maierhofer markierte den zwischenzeitlichen Ausgleich / © GEPA
Ex-Bulle Maierhofer markierte den zwischenzeitlichen Ausgleich / © GEPA
Erfolgslauf gestoppt: Mattersburg entzaubert den Titelanwärter
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Nach der überraschenden Punkteteilung gegen Tabellenschlusslicht Ried wartet mit dem SV Mattersburg der nächste Tabellennachzügler auf Red Bull Salzburg. Mit einem Auswärtssieg könnten sich die Bullen zum vierten Meistertitel in Folge krönen. Dieses Unterfangen müssen die Salzburger allerdings ohne Andi Ulmer in Angriff nehmen, denn der Linksverteidiger ist leicht angeschlagen und wird von Stefan Lainer ersetzt. Auf der rechten Seite darf Christian Schwegler seine Abschiedstour durch die Bundesliga fortsetzen. Der Schweizer kehrt nach der Saison zu seinem Heimatklub Luzern zurück. Ansonsten beordert Oscar noch Wanderson in die Startformation, der in den letzten Wochen durch spektakuläre Auftritte auf sich aufmerksam machen konnte. Bei den Mattersburgern mischen vor allem zwei Akteure mit Salzburger Vergangenheit ordentlich auf, nämlich „Topscorer“ vergangener Tage, Stefan Maierhofer, sowie Bullen-Leihspieler David Atanga. Mattersburg Coach Gerald Baumgartner bietet beide Offensivspieler auf, die für die nötige Entlastung sorgen sollen.

Die Startelf der Salzburger / © SALZBURG12.at

Die Startelf der Salzburger / © SALZBURG12.at

Erste Chance, erstes Tor

Die Mattersburger wollen sich aber nicht aufs Beton anrühren fixieren, sondern stören die Mozartstädter früh am Spielaufbau. Somit ergibt sich eine zerfahrene Anfangsphase, die allerdings nicht lange währen sollte.  Denn der Titelverteidiger kann die erste gefährliche Aktion gleich in das wichtige Führungstor ummünzen. Minamino tankt sich in Minute zehn zentral durch, schießt aber aus kurzer Distanz Mattersburg-Goalie Kuster an. Doch Wanderson reagiert am schnellsten und stellt per Abstauber die frühe Führung des Titelaspiranten her. Die Hausherren wirken geschockt und so hätte Berisha beinahe nach wunderschöner Einzelaktion das Spiel vorentscheiden können, doch sein Schuss fiel zu schwach aus.

Danach scheinen die Bullen das Spiel unter Kontrolle zu haben, doch der Schein trügt. Denn „Maskenmann“ Stefan Maierhofer schraubt sich nach einer Ecke am höchsten und köpft wuchtig ins Tor. Dabei lässt er Schlussmann Walke keine Chance. Wie also schon im Herbst finden die Burgenländer nach einer Standardsituation zurück ins Spiel. Die Heimmannschaft strahlt vor allem weiterhin über Standards Gefahr aus, etwas Zählbares gelingt jedoch beiden Teams nicht mehr. So schickt Schiedsrichter Harald Lechner die Mannschaften nach 45 Minuten leistungsgerecht mit 1:1 in die „Katakomben“ des Pappelstadions.

Da war die Welt noch in Ordnung: Wanderson mit der frühen Führung / © GEPA

Da war die Welt noch in Ordnung: Wanderson mit der frühen Führung / © GEPA

Kalte Dusche nach Wiederbeginn

Beide Trainer vertrauen denselben Mannen wie im ersten Durchgang und so geht es unverändert in die zweite Hälfte. Und die Hausherren kommen motiviert aus der Kabine. Ähnlich wie im Herbst können die Mattersburger den frühen Rückstand erneut drehen. Wenige Minuten nach Wiederanpfiff trifft ausgerechnet Atanaga gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber. Ausgangspunkt dabei ein langer Outeinwurf auf Maierhofer. Die Bullen-Defensive kann nicht ordentlich klären und so fällt der Ball David Atanga vor die Füße, der den Ball trocken im Tor unterbringt.

Die Antwort des Tabellenführers folgt prompt. Die Salzburger kombinieren sich hervorragend durch die Mattersburger Abwehr und setzen Lazaro in Aktion, der allerdings alleinstehend vor Kuster übers Tor schießt. Doch dann reißt ein wenig der Faden und die Bullen wirken ungewohnt verunsichert. Diese Phase des Spiels geht ganz klar an die Mannen in grün. Oscar erkennt den Ernst der Lage und nimmt einen Doppeltausch vor.  Er nimmt Christian Schwegler runter und bringt Stefan Stangl. Der Schweizer war akut rot-gefährdet, da er nach eigenen Ballverlust Röcher als (beinahe) letzter Mann zu Fall brachte. Hwang ersetzt den blass geblieben Samassekou. Danach wird es etwas ruppiger. Miranda behilft sich gegen Maierhofer seiner Ellbogen und kassiert dafür gelb. Walke wird wegen Schiedsrichterkritik verwarnt. Berisha grätscht von der Seite einen Mattersburger um.

Betretene Miene bei Minamino / © GEPA

Betretene Miene bei Minamino / © GEPA

Mattersburger Abwehrbollwerk hält

Der Doppeltausch zeigte nicht die gewünschte Wirkung. Deshalb bringt Oscar Radosevic anstelle von Berisha um die Wende einzuleiten. Doch die Mattersburger wirken äußerst fokussiert und sind sehr präsent in den Zweikämpfen. 15 Minuten vor Schluss bebt das Pappelstadion, denn Torschütze Maierhofer wird ausgewechselt und erntet den Dank der 5.200 Zuschauer. Das Aufbäumen der Bullen bleibt aus. Zu sehr hadert man min den Entscheidungen des Schiedsrichters und mit sich selbst. Wanderson, der nach seinem Tor untertauchte, dribbelt sich durch die Abwehrreihen durch und schließt von etwa zwanzig Metern Entfernung ab. Doch sein Schuss fällt zu zentral aus. Eine echte Schlussoffensive konnte damit aber nicht wirklich eingeleitet werden. Zu gut steht heute die Mattersburger Verteidigung.

Somit muss der Titelanwärter im Saisonfinish die erste Niederlage seit 27. November 2016 einstecken. Die Mozartstädter wirkten heute ungewohnt verunsichert. Obwohl die Salzburger zu keiner Zeit ihr spielerisches Potenzial auf den Platz bringen konnten, schmerzt die Niederlage trotzdem, da die Mattersburger neben ihren beiden Treffern, die jeweils aus Standardsituation resultierten, keine herausgespielten Chancen erarbeiten konnten. Allerdings muss man sich im Salzburger Lager vorwerfen, nicht konsequent genug auf diese bekannte Stärke der Hausherren reagiert zu haben. Während der Sieg für die Mattersburger die Abstiegsängste zunächst vergessen lässt, so ist die Mission Titelverteidigung bei den Bullen noch immer auf Schiene. Bereits morgen könnten die Korken doch noch knallen, nämlich wenn die Austria in Altach nicht gewinnen sollte. Ansonsten könnte man im Heimspiel gegen den Rekordmeister Rapid Wien nächste Woche vor eigenem Publikum den Titel einfahren, gibt auch Schlimmeres.

Spielinfo

SV Mattersburg

 

FC Red Bull Salzburg

SV Mattersburg2:1FC Red Bull Salzburg
Tipico Bundesliga
32. Spieltag
Anpfiff
Samstag, 6. Mai 2017, 16:00 Uhr
AustragungsortPappelstadion, 5.200 Zuschauer
Schiedsrichter
Harald Lechner
 Torfolge 

Stefan Maierhofer (25.)
David Atanga (48.)
0:1
1:1
2:1
Wanderson (10.)

Höller, BürgerGelbe KartenWalke, Miranda, Schwegler
Gelb-Rote Karten
Rote Karten

 Gastbeitrag von Karl Kriechbaumer

Kategorien
FC Red Bull Salzburg
Christoph Lumetzberger

Christoph Lumetzberger ist Red Bull Salzburg Fan durch und durch. Tolle Spiele, schöne Tore und emotionale Momente mit seinem Lieblingsteam ziehen ihn immer wieder ins schönste Stadion Österreichs, die Red Bull Arena. Über diese Website: "SALZBURG12.at ist ein tolles Projekt hinter dem ich zu 100% stehe!"
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