Rekord! Mit 2:0 gegen Floridsdorf ins Viertelfinale und zu neuer Bestmarke

Auch der "zweite Anzug" sitzt gut: Salzburg steigt souverän ins Viertelfinale auf / © GEPA

Das Cup-Achtelfinale wurde zu einer Rekordbegegnung. Der FC Red Bull Salzburg konnte gegen den Floridsdorfer AC den 21. Bewerbssieg in Folge feiern und zog mit einem 2:0 in die Runde der letzten Acht ein.

Òscar ließ in der Aufstellung keinen Stein auf dem anderen und begann fast ausschließlich mit Spielern, die in den letzten Wochen nur sporadisch zum Einsatz kamen.

Die heutige Aufstellung / © SALZBURG12.at
Die heutige Aufstellung / © SALZBURG12.at

Frühe Führung stellt Weichen auf Aufstieg

Die Mannschaft fand trotz der großen Umbauten von Beginn an gut ins Spiel und hatte durch Dabbur bereits nach zwei Minuten die Chance auf die frühe Führung. Doch noch scheiterte der Israeli.

In Minute sieben konnte die Òscar-Elf bereits zum ersten Mal anschreiben. Caleta-Car bediente Yabo, der sich an drei Gegenspielern vorbeikombinierte, Gästekeeper Schlager aussteigen ließ und aus spitzem Winkel zur Salzburger Führung einnetzte.

Auf eine Reaktion der Gäste aus Floridsdorf wartete man vergeblich. Den Salzburgern genügte ein konzentrierter Auftritt, um weiterhin alles im Griff zu haben. Wie in der 21. Minute, als Dabbur ein Zuspiel von Gulbrandsen direkt nahm, das Spielgerät jedoch knapp über die Querlatte manövrierte.

Nach etwas mehr als einer halben Stunde prüfte Yabo den Gästekeeper mit einem satten Schuss, Schlager ließ prallen und Dabbur war zur Stelle, um den Rebound trocken im Tor unterzubringen. Die Vorentscheidung bereits nach 34 Minuten.

Dabbur und Yabo waren mit ihren Toren maßgeblich am Aufstieg beteiligt / © GEPA
Dabbur und Yabo waren mit ihren Toren maßgeblich am Aufstieg beteiligt / © GEPA

Danach passierte bis kurz vor dem Pausenpfiff nichts Erwähnenswertes mehr, die letzte Aktion der ersten Halbzeit gehörte jedoch dem FAC. Mario Kröpfl zog aus etwa 30 Metern ab, traf das Leder perfekt und prüfte Salzburg-Schlussmann Stankovic, der den Flatterball nur nach vorne klären konnte. Es stand jedoch kein Gästespieler bereit, um die Kugel zu verwerten, sodass die Partie mit einer 2:0-Führung in die Pause ging.

Gulbrandsen hätte dieses Ergebnis nur Minuten nach Wiederbeginn in die Höhe schrauben können, doch die trockene Direktabnahme eines Minamino-Lochpasses konnte Schlager aus dem Eck fischen.

Salzburg verwaltet geschickt, FAC erschreckend harmlos

Im zweiten Durchgang häuften sich zunächst die Chancen, ohne jedoch an der Anzeigetafel etwas zu ändern. Weder ein Schlenzer von Minamino, den Schlager noch aus der rechten Kreuzecke fischen konnte, noch ein Gestocher von Schlager und Gulbrandsen sorgte für den dritten Treffer am heutigen Abend. Auch ein schön angetragener Distanzschuss von Minamino strich knapp an der rechten Kreuzecke vorbei und brachte nichts Zählbares.

Dass der Aufstieg ins Viertelfinale trotzdem nie in Gefahr war, hatte man hauptsächlich dem harmlosen Gegner zu verdanken. Der FAC lief in der gesamten Partie dem Titelverteidiger hinterher und hatte der Niederlage nichts entgegenzusetzen.

In den Schlussminuten kam Schlager noch zu zwei Abschlusschancen, doch beide Male brachte er das Spielgerät nicht aufs Tor.

Alles in allem ein souveräner Aufstieg ins Viertelfinale des ÖFB Samsung Cups, der nie in Gefahr war und bei etwas konsequenterer Chancenauswertung auch noch weit höher als 2:0 hätte ausfallen können.

Spielinfo

FC Red Bull Salzburg

 

Floridsdorfer AC

FC Red Bull Salzburg 2:0 Floridsdorfer AC
 ÖFB Samsung Cup
Achtelfinale
Anpfiff
Mittwoch, 26. Oktober 2016, 16:00 Uhr
Austragungsort Red Bull Arena, 2.834 Zuschauer
Schiedsrichter
Walter Altmann
  Torfolge  
Ray Yabo (7.)
Munas Dabbur (34.)
1:0
2:0

Gelbe Karten
Gelb-Rote Karten
Rote Karten

Knappe Heimniederlage gegen Nizza: Salzburg’s Europareise ist fast beendet

Endlich in der Startelf: Marc Rzatkowski / © GEPA

Die Salzburger standen in der Gruppe I mit null Punkten aus zwei Spielen bereits mit dem Rücken zur Wand und wollten das „Spiel der letzten Chance“ nutzen. Gegen die ebenfalls noch punktelosen Gäste aus Nizza rotierte Trainer Òscar Garcia gehörig durch und setzte auf ein 4-4-2 mit einer Doppelspitze Soriano/Gulbrandsen. Am rechten Flügel bekam – man ist geneigt zu sagen: endlich – Marc Rzatkowski seine Chance von Beginn an.

Die heutige Aufstellung / © SALZBURG12.at
Die heutige Aufstellung / © SALZBURG12.at

Miranda-Patzer bringt Gäste in Front

Apropos Beginn. Der war richtig gut von den Hausherren. In den ersten zehn Minuten kam der Tabellenführer der französischen Liga quasi nicht aus der eigenen Hälfte heraus, Salzburg begann sehr druckvoll und das Bemühen, die letzte Chance in dieser Gruppe nutzen zu wollen, war den Spielern deutlich anzumerken.

Bei einem riskanten Zuspiel von Wisdom auf Miranda reichte jedoch eine Unkonzentriertheit des brasilianischen Verteidigers, um dem OGC Nice die Führung auf dem Silbertablett zu servieren. Pléa luchste Miranda das Leder ab und schloss den darauf folgenden Sturmlauf durch die Hosenträger von Alex Walke ab.

Die Salzburger steckten jedoch nicht auf und fanden kurz nach dem Rückstand eine gute Ausgleichschance vor. Rzatkowski trat einen Freistoß aus dem linken Halbfeld an die lange Ecke, wo Soriano das Leder aus spitzem Winkel in die kurze Ecke manövrierte. Yoan Cardinale, Schlussmann der Gäste, konnte sich gleich zweimal auszeichnen. Den Schuss von Soriano kratzte er noch von der Linie und einen Wimpernschlag später verhinderte er den Ausgleich von Gulbrandsen.

Torschütze Pléa bekam nach erneutem Miranda-Bock, der nach dem Fehler zum 0:1 sehr verunsichert wirkte, sogar die Chance auf den zweiten Treffer, doch sein Lupfer aus spitzem Winkel ging knapp über die Querlatte.

Die beste Chance der Hausherren fand Stefan Lainer vor, der nach einem messerscharfen Lochpass von Gulbrandsen plötzlich alleine vor dem Tor auftauchte, jedoch zu überhastet neben die linke Stange abschloss.

Nizza verteidigte konsequent / © GEPA
Nizza verteidigte konsequent / © GEPA

Das Bemühen ist da 

Nach Wiederbeginn wurde Laimer von Gulbrandsen in Szene gesetzt, doch der Kopfball aus kurzer Distanz fand seinen Weg ins Tor nicht.

Dante, ehemals mit dem FC Bayern zu Gast in der Red Bull Arena, verhinderte kurze Zeit später mit einem mutigen Tackling einen gefährlichen Abschluss von Gulbrandsen, der von Lazaro mit einem Lochpass auf die Reise geschickt wurde.

Das Bemühen bei den Salzburgern war definitiv da, doch weder ein Rzatkowski-Volleyschuss, als auch ein Distanzschuss von Radosevic machten auf der Anzeigetafel aus der Null eine Eins. Salzburg erhöhte in weiterer Folge zwar die Schlagzahl, doch weiterhin hielt die knappe Führung der Gäste.

Eine der wenigen Möglichkeiten versenkte Gulbrandsen zwar in der langen Ecke, dem Treffer wurde jedoch aufgrund einer Abseitsposition des vermeintlichen Assistgebers Lazaro zu recht die Anerkennung verwehrt.

Nachdem auch Lazaro aus der Distanz knapp das Tor verfehlte und die späten Einwechslungen von Minamino, Dabbur und Hwang wirkungslos blieben, endete das Match mit einem 1:0-Sieg für den OGC Nice. Der französische Tabellenführer spielte, ähnlich wie Krasnodar im ersten Europa-League-Heimspiel, das Ergebnis staubtrocken nach Hause und hatte in der Nachspielzeit sogar noch die Chance auf das 2:0, das Alex Walke jedoch verhinderte.

Spielinfo

FC Salzburg

 

OGC Nice

FC-Salzburg-Logo 0:1 ogc-nice
UEFA Europa League
Gruppe I, 3. Spieltag
Anpfiff
Donnerstag, 20. Oktober 2016, 19:00 Uhr
Austragungsort Red Bull Arena, 9.473 Zuschauer
Schiedsrichter
Evgen Aranovskiy (UKR)
  Torfolge  
0:1 Pléa (13.)
Hwang, Laimer Gelbe Karten Eysseric, Dalbert
Gelb-Rote Karten
Rote Karten