Abfuhr für Altach: Salzburg weist Tabellenführer in die Schranken

Jubel bei den Salzburgern: Klarer 4:1-Erfolg gegen Leader Altach / © GEPA

 

Am Samstag Abend kam es zum Spitzenspiel in der Tipico Bundesliga. Der Tabellenführer aus Altach gab sich die Ehre und das Match versprach große Spannung. Die Vorarlberger hatten in der Tabelle vor dem heutigen Hinrundenabschluss fünf Punkte Vorsprung und konnten mit einem Salzburger Erfolg zwar nicht überholt werden, allerdings zeigten die Hausherren bereits von Beginn an großes Engagement, um den Rückstand auf lediglich zwei Punkte zu verkürzen.

Die heutige Startelf / © SALZBURG12.at
Die heutige Startelf / © SALZBURG12.at

Blitzstart der Hausherren

Salzburg konnte bereits in der zweiten Spielminute in Führung gehen. Ecke Lazaro, Doppelpass mit Dabbur, der ÖFB-Teamspieler flankte zur Mitte, Stefan Lainer stieg am höchsten und versenkte das Spielgerät in der langen Ecke. Ein Start nach Maß für den Meister.

Wenige Minuten später hatte Dabbur die Riesenchance, das Ergebnis bereits in der Anfangsphase in die Höhe zu schrauben. Der Israeli wurde per Lochpass ideal in Szene gesetzt und stand plötzlich alleine vor Altach-Torhüter Andreas Lukse. Doch anstelle den freistehenden Hwang zu bedienen, versuchte Dabbur den kurzen Haken, scheiterte jedoch kläglich an Lukse. Das musste das 2:0 sein!

Diese Aktion hätte sich beinahe gerächt. In Minute 17 zündete Salzburg-Leihgabe Oberlin den Turbo und war noch vor dem herausstürmenden Alex Walke an der Kugel. Der Schweizer umkurvte den Goalie und versuchte aus spitzem Winkel den Abschluss. Miranda konnte jedoch das Schlimmste verhindern und klärte zur Ecke.

Doch auch Salzburg fand weitere, gute Gelegenheiten vor. Ulmer bewieß in der 20. Minute große Übersicht und setzte Dabbur per messerscharfem Steilpass ein. Der Stürmer versuchte den Abschluss ins rechte Eck, verfehlte sein Ziel jedoch um wenige Zentimeter.

Auch Hwang bekam seine Chance, nach einem Berisha-Lochpass schloss der Koreaner in die linke untere Ecke ab, Lukse war mit den Fingerspitzen noch dran und klärte zur Ecke.

Berisha mit dem schönsten Treffer des Abends / © GEPA
Berisha mit dem schönsten Treffer des Abends / © GEPA

Idealer Start auch in Halbzeit zwei

Die zweite Halbzeit hätte besser nicht beginnen können. Konrad Laimer drang von der rechten Seite in den Sechzehner ein, legte zurück auf den lauernden Berisha, der nahm von der Sechzehnerlinie Maß und schloss mit Rechts präzise in die lange Ecke ab.

Nach einer Stunde musste Òscar verletzungsbedingt auswechseln, Munas Dabbur hatte sich ohne Fremdeinwirkung verletzt und blieb am Rasen liegen. Für den Israeli, der sich vermutlich eine Muskelverletzung zugezogen hat, kam Minamino ins Spiel.

Am 3:0 der Hausherren waren jedoch andere Personen beteiligt. Freistoß für Salzburg, Lazaro trat den Standard, Miranda stieg hoch und köpfelte präzise in die lange Ecke.

Nachdem auf der Gegenseite Lainer mit einer Grätsche gegen Prokopic und Walke mit einer Parade gegen Netzer das 1:3 verhinderten, schepperte es im Altach-Gehäuse erneut. Lainer bediente mit viel Übersicht Hwang, der der auf Abseits spielenden Altach-Hintermannschaft auskam, Torhüter Lukse umkurvte und zum 4:0 abschloss.

Hwang umkurvt Lukse und trifft / © GEPA
Hwang umkurvt Lukse und trifft / © GEPA

Den Ehrentreffer der heute überforderten Gäste erzielte bezeichnenderweise ein Salzburger. Dovedan erarbeitete sich nach einem Gestocher den Ball, legte diesen von der Grundlinie scharf zur Mitte, wo Paulo Miranda den Fuß nicht mehr wegbekam und zum 4:1-Endstand ins eigene Tor traf.

Der FC Red Bull Salzburg rückte in der Tabelle bis auf zwei Punkte an den SCR Altach heran, steht vor dem morgigen Spiel des SK Sturm in Wolfsberg auf Tabellenrang zwei.

Spielinfo

FC Red Bull Salzburg

 

SCR Altach

FC Red Bull Salzburg4:1SC Rheindorf Altach
 Tipico Bundesliga
18. Spieltag
Anpfiff
Samstag, 3. Dezember 2016, 18:30 Uhr
AustragungsortRed Bull Arena, 5.639 Zuschauer
Schiedsrichter
Manuel Schüttengruber
 Torfolge 
Stefan Lainer (2.)
Valon Berisha (51.)
Paulo Miranda (63.)
Hee-Chan Hwang (74.)
1:0
2:0
3:0
4:0
4:1




Paulo Miranda (81./ET)
Gelbe KartenNikola Dovedan (83.)
Gelb-Rote Karten
Rote Karten

Heimniederlage! Salzburg verzweifelt am Admiraner Abwehrbeton

Heute ohne Tor: Munas Dabbur sucht Beistand von oben / © GEPA

Die Salzburger trafen am Sonntag Nachmittag in der heimischen Arena auf die Admira. Ein gern gesehener Gegner, konnte man doch aus den letzten Elf direkten Duellen zehn Siege und ein Remis holen. Zudem endeten die letzten zehn Gastspiele der Niederösterreicher in Wals-Siezenheim allesamt mit einem Salzburger Heimsieg. Heute sollte jedoch alles anders kommen.

Die heutige Startelf / © SALZBURG12.at
Die heutige Startelf / © SALZBURG12.at

Aggressiver Start der Gäste

Die Gäste legten nämlich gut los und drückten die Salzburger von Beginn an in die Defensive. Monschein tauchte bereits nach wenigen Sekunden gefährlich im Strafraum auf, doch Wisdom konnte mit einer Grätsche noch das Schlimmste verhindern.

In Spielminute 14 waren jedoch sowohl der Liverpool-Leihspieler, als auch Upamecano geschlagen. Ein weiter Ball auf den Admira-Stürmer stellte die Salzburger Innenverteidigung vor gröbere Probleme, Monschein nahm sich den Ball mustergültig mit der Ferse mit und schloss den Angriff, unhaltbar für Alex Walke, in die linke untere Ecke ab. Eine zu diesem Zeitpunkt absolut verdiente Führung der Gäste.

Die Salzburger brauchten lange, um eine passende Antwort auf den Rückstand zu finden. Radosevic hämmerte nach 25 Minuten einen zentralen 30-Meter-Freistoß in die Mauer, der Ball wurde noch abgefälscht und landete immerhin an der Hintertorstange.

Nach einer halben Stunde konnten die Salzburger den sehr kompakt agierenden Abwehrverbund der Admira mit einem weiten Pass auf Lainer aushebeln. Der Salzburger Rechtsverteidiger drang in den Sechzehner ein und legte das Leder von der Grundlinie zurück auf Hwang, dem der Ball jedoch etwas wegsprang, sodass Dabbur auch ins Boot geholt wurde und sich letztendlich der Koreaner und der Israeli beim Abschluss behinderten. Dabbur brachte zwar den Ball aufs Tor, doch ohne Druck hinter dem Schuss mutierte die Aktion zu einer einfachen Angelegenheit für Admira-Schlussmann Leitner.

Die nächste Chance hatte Hwang in der 40. Spielminute, nachdem er einen weiten Berisha-Pass klug abdeckte und aus spitzem Winkel knapp neben das rechte Kreuzeck setzte. Außerdem ging ein Hwang-Kopfball in der Nachspielzeit nur Zentimeter an der rechten Stange vorbei.

Das war’s jedoch mit der Salzburger Herrlichkeit im ersten Durchgang. Nach einer mauen Dreiviertelstunde gings mit einem 0:1-Rückstand zur Pausenansprache.

Quo Vadis, Òscar? Chancen, jedoch keine Tore gegen die Admira / © GEPA
Quo Vadis, Òscar? Chancen, jedoch keine Tore gegen die Admira / © GEPA

Admira-Mauer hält dem Salzburger Druck stand

Der zweite Durchgang begann jedoch keineswegs besser, als der Erste geendet hatte. Die Admira verteidigte weiterhin konsequent und störte den Meister bereits im Spielaufbau, sodass nur Bälle aus der Distanz in Ansätzen gefährlich wurden.

Lainer wollte einen weiten Ball in den Sechzehner schlagen, der Versuch riss dem Salzburger jedoch ab, sodass sich das Leder beinahe ins Tor gesenkt hätte. Zentimeter fehlten zum Ausgleich.

Nächste Chance nach einer guten Stunde. Laimer mit einem weiten Ball auf Dabbur, der nach Doppelpass mit Lainer am kurzen Fünfereck zum Abschluss kam, das Leder jedoch nur ans Außennetz setzen konnte.

Die Admira konnte jedoch weiterhin die Salzburger Angriffsbemühungen vom eigenen Gehäuse fernhalten, sodass Salzburg weiterhin nur spärlich aus der Distanz gefährich wurde. Berisha versuchte sich aus über 30 Metern, der Ball landete allerdings auf und nicht im Tor.

Die Minuten vergingen und Salzburg hatte weiterhin keine wirklichen Mittel gegen das Defensivkonzept der Gäste. Kommissar Zufall wäre da den Salzburgern beinahe zu Hilfe gekommen. Lainer schlug vom rechten Flügel eine Flanke zur Mitte, der Ball riss dem Außenverteidiger jedoch ab und landete an der Stange. Den Rebound bugsierte der eingewechselte Yabo am Tor vorbei.

Der eingewechselte Yabo hatte den Ausgleich am Fuß / © GEPA
Der eingewechselte Yabo hatte den Ausgleich am Fuß / © GEPA

Die letzte Chance der Partie hatte Salzburg in der Nachspielzeit. Upamecano köpfelte eine Ecke aufs Tor, Maranda kratze den Ball noch von der Linie. Rebound Lainer, doch der Ball wurde diesmal vom Keeper pariert.

Damit verliert der FC Red Bull Salzburg seit zehn Jahren wieder einmal zu Hause gegen die Admira und nach dem Sieg des SK Sturm bei Rapid auch in der Liga weiter an Boden. Man fand heute zwar keine Fülle an Torchancen vor, allerdings muss gegen einen defensiv gut stehenden Gegner auch einmal aus wenigen Chancen ein Tor erzielt werden.

Nächste Chance dazu bereits am kommenden Mittwoch beim Auswärtsspiel gegen das Team der Stunde, dem FK Austria Wien. 

Spielinfo

FC Red Bull Salzburg

 

FC Admira Wacker

FC Red Bull Salzburg0:1FC Admira Wacker
 Tipico Bundesliga
16. Spieltag
Anpfiff
Sonntag, 27. November 2016, 16:30 Uhr
AustragungsortRed Bull Arena, 5.100 Zuschauer
Schiedsrichter
Dieter Muckenhammer
 Torfolge 
0:1Christoph Monschein (14.)
Lainer, Laimer, DabburGelbe Karten
Gelb-Rote Karten
Rote Karten

2:1-Heimerfolg gegen Rapid: Drückend überlegene Salzburger lassen Grün-Weiß keine Chance

Riesiger Jubel nach der frühen Führung / © GEPA

Zum Abschluss des 15. Spieltages der Tipico Bundesliga gab sich der SK Rapid Wien in der Red Bull Arena die Ehre. Auf dem Papier lediglich das Aufeinandertreffen vom Tabellenvierten gegen den Fünften, versprach dieses Duell jedoch bereits vor Beginn große Spannung. Und die 15.082 Zuschauer wurden nicht enttäuscht.

Die heutige Startelf / © SALZBURG12.at
Die heutige Startelf / © SALZBURG12.at

Zunächst verzögerte sich der Anpfiff jedoch um einige Minuten, da ein paar Gehirnakrobaten im Gästesektor grüne Freudenfeuer zündeten, die den Innenraum der Red Bull Arena binnen weniger Sekunden in dichten Rauch hüllten.

Nachdem Alexander Harkam mit etwa fünf Minuten Verspätung die Partie endlich anpfeifen konnte, legten die Hausherren los wie die Feuerwehr. Nach etwas mehr als einer Minute hatte Dabbur bereits die Riesenchance, Salzburg in Führung zu bringen. Nach einem präzisen Lochpass von Berisha tauchte der Israeli plötzlich vor Strebinger auf, fand jedoch zunächst noch seinen Meister im Rapid-Keeper.

In Spielminute acht war der Torhüter jedoch chancenlos. Wieder bediente Berisha Dabbur, dieser vernaschte zwei Gegenspieler und schloss aus spitzem Winkel in die lange Ecke ab.

Dabbur brachte Salzburg in Front / © GEPA
Dabbur brachte Salzburg in Front / © GEPA

Und in dieser Tonart ging es weiter. Gulbrandsen setzte sich nach Zuspiel von Lainer energisch gegen Schrammel durch, scheiterte aus spitzem Winkel jedoch an Strebinger. Auch bei einem Weitschuss von Lainer blieb der Rapid-Schlussmann Sieger.

Dabbur konnte kurz darauf erneut einen gefährlichen Abschluss verbuchen. Nachdem sich der Israeli an zwei Gegenspieler vorbeidribbelte, prüfte er den viel beschäftigten Strebinger mit einem satten Abschluss, der allerdings pariert wurde.

Riesiges Pech hatten die Salzburger in Minute 27. Berisha drang von der linken Seite in den Sechzehner ein und bediente den lauernden Gulbrandsen per mustergültigem Stanglpass. Das Spielgerät sprang jedoch kurz vor dem Norweger unglücklich auf, sodass Gulbrandsen unter dem Ball durchfuhr und das Leder ins Nirvana trudelte.

In der letzten Spielminute der ersten Hälfte hatten die Hausherren die große Chance auf’s 2:0. Samassekou fuhr einen Konter und bediente den mitlaufenden Dabbur, der jedoch aus spitzem Winkel erneut an Strebinger scheiterte, welcher zur Ecke klären konnte.

Dieser Corner fiel dem SK Rapid jedoch um die Ohren, denn Lainer köpfelte den von Ulmer getretenen Standard in der Nachspielzeit in die Maschen. Perfekter Zeitpunkt, um den zweiten Treffer zu markieren!

Perfekter Zeitpunkt! Lainer trifft in der Nachspielzeit der ersten Hälfte / © GEPA
Perfekter Zeitpunkt! Lainer trifft in der Nachspielzeit der ersten Hälfte / © GEPA

Der zweite Durchgang begann zwar auch mit einer Torchance der Salzburger, welche Berisha jedoch aus spitzem Winkel gegen – wieder einmal – Richard Strebinger nicht im Tor unterbringen konnte.

Danach nahmen die Hausherren jedoch etwas das Tempo heraus und verwalteten die Partie gekonnt. Rapid brachte heute nicht viel auf die Reihe und schaffte es auch in der zweiten Hälfte nicht, vor das Tor von Alex Walke zu kommen. Einzig bei einem Sonnleitner-Kopfball nach einer Ecke wurden die Wiener einigermaßen gefährlich.

In der Nachspielzeit wurde es jedoch nochmals hektisch. Der eingewechselte Malicsek ging im Zweikampf mit Caleta-Car zu Boden und Schiedsrichter Harkam entschied auf Elfmeter für Rapid, eine strittige Entscheidung des Unparteiischen. Tomi trat an und verwandelte souverän.

Danach verloren jedoch einige Akteure die Nerven, Rudelbildung am Rasen der Red Bull Arena. Im Zuge dieser hitzigen Wort- und Faustgefechte wurden Paulo Miranda und Mario Sonnleitner vom Platz gestellt.

Nach dem Schlusspfiff beruhigten sich die Gemüter jedoch wieder und die Spieler feierten mit den Fans den immens wichtigen 2:1-Heimsieg.

Spielinfo

FC Red Bull Salzburg

 

SK Rapid Wien

FC Red Bull Salzburg2:1SK Rapid Wien
 Tipico Bundesliga
15. Spieltag
Anpfiff
Sonntag, 20. November 2016, 16:30 Uhr
AustragungsortRed Bull Arena, 15.082 Zuschauer
Schiedsrichter
Alexander Harkam
 Torfolge 
Munas Dabbur (8.)
Stefan Lainer (45.+1)
1:0
2:0
2:1


Tomi (90.+2/Elfmeter)
Lainer (59.)
Lazaro (74.)
Miranda (90.+3)

Gelbe KartenGrahovac (37.)
Schrammel (71.)
Tomi (90.+3)
Schaub (90.+4)
Hofmann (90.+7)
Miranda (90.+3)Gelb-Rote Karten
Rote KartenSonnleitner (90.+5)