0:1 gegen den SK Sturm: Salzburg verliert turbulenten Schlager

0:1 gegen den SK Sturm: Salzburg verliert turbulenten SchlagerBitte bewerte diesen Beitrag Dem ORF war es zwar keine Übertragung wert, nichts desto Trotz stand am heutigen Sonntag Nachmittag der...
Spielte heute eine Hauptrolle im Spiel: Schiedsrichter Julian Weinberger / © GEPA
Spielte heute eine Hauptrolle im Spiel: Schiedsrichter Julian Weinberger / © GEPA
0:1 gegen den SK Sturm: Salzburg verliert turbulenten Schlager
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Dem ORF war es zwar keine Übertragung wert, nichts desto Trotz stand am heutigen Sonntag Nachmittag der Schlager der Tipico Bundesliga am Programm. Tabellenführer Sturm Graz kam zum Spitzenspiel in die Red Bull Arena und dieses Spiel sollte den knapp 11.300 Zuschauern noch lange im Gedächtnis bleiben.

Die heutige Aufstellung / © SALZBURG12.at

Die heutige Aufstellung / © SALZBURG12.at

Die Mannschaft, die Trainer Òscar aufs Feld schickte, war ident mit jener, die am vergangenen Donnerstag beim FC Schalke 04 aufgelaufen war.

Zu Beginn passierte nicht allzu viel, beide Mannschaften waren sich der Wichtigkeit dieser Begegnung bewusst. Mit einem Sieg würden die Hausherren bis auf einen Punkt an Sturm Graz heranrücken, die Grazer mit einem „Dreier“ den Rest der Bundesliga schon etwas distanzieren.

Die erste Gelegenheit hatte Andi Ulmer, der nach einem Konter keine Anspielstation fand und selbst den Abschluss suchte, das Leder zumindest ans Außennetz jagte. Auch die nächste Abschlusschance der Gastgeber fabrizierte der für das ÖFB-Team auf Abruf nominierte Linksverteidiger, doch diesmal machte Keeper Gratzei die Chance zunichte und lenkte den Distanzschuss noch um die rechte Stange.

Miranda hatte in der 25. Minute die Chance auf das 1:0, setzte nach einem Corner von Wanderson das Spielgerät jedoch knapp neben die linke Stange.

In der 33. Minute hätten die Salzburger eigentlich in Führung gehen müssen, allerdings spielte Lainer nach zunächst guter Einzelleistung einen Angriff nicht sauber zu Ende. Am rechten Sechzehnereck ging der Außenverteidiger an zwei Grazern vorbei und spielte im Anschluss daran einen Stanglpass zur Mitte, unglücklicherweise in den Rücken des lauernden Laimer, dem schlussendlich der Torschuss verwehrt blieb.

Nachdem Lazaro nach einem Laimer-Querpass an Gratzei scheiterte, kam es ganz dick für den FC Red Bull Salzburg. Der bereits gelb-verwarnte Konrad Laimer traf Matic unglücklich an der Ferse und wurde mit der Ampelkarte vom Feld geschickt. Eine harte, wenngleich wohl zu vertretende Entscheidung.

Trainer Òscar stellte sich nach dem Match demonstrativ hinter die eigene Mannschaft / © GEPA

Trainer Òscar stellte sich nach dem Match demonstrativ hinter die eigene Mannschaft / © GEPA

Im zweiten Durchgang schaukelte sich die Stimmung in der Arena dann richtig auf. Hauptakteur dabei war Schiedsrichter Julian Weinberger, der mit einer Fülle an strittigen Entscheidungen massig Öl ins Feuer goss.

Zunächst verzichtete er nach einem Bodycheck von Koch gegen Upamecano auf eine gelbe Karte und zwei Minuten später konnte der durchstartende Wanderson nur durch ein Foul von Jeggo daran gehindert werden, in den Sechzehner einzuziehen und eine gute Abschlusschance vorzufinden. Wenigstens hier wurde der Spieler verwarnt, wenngleich viele auf den Rängen den nächsten Platzverweis, diesmal für einen Sturm-Akteur, forderten.

In dieser Phase des Spiels waren Chancen Mangelware, in Spielminute 66 reichte dem SK Sturm ein Angriff über die rechte Seite jedoch, um in Führung zu gehen. Jeggo durfte ungehindert flanken und im Zentrum hatte Alar zu viel Platz, köpfelte gegen die Laufrichtung von Walke das 1:0 für die Grazer.

Die Salzburger agierten jetzt mit der Wut im Bauch, einer übertrieb es allerdings. Gegen Jeggo ging der kurz zuvor eingewechselte Radosevic nach einem Ballverlust mit den Stollen voran in einen Zweikampf und wurde von Weinberger des Feldes verwiesen. Unnötige Aktion des Kroaten, der Platzverweis trotz allem diskutabel.

Gekommen um zu gehen: Radosevic wird nach 13 Minuten ausgeschlossen / © GEPA

Gekommen um zu gehen: Radosevic wird nach lediglich 13 Minuten mit glatt Rot ausgeschlossen / © GEPA

Die Salzburger steckten mit neun Mann jedoch nicht auf und hatten wenig später durch den eingewechselten Hwang die große Chance auf den Ausgleich. Der Koreaner wurde von Lainer per Stanglpass bedient, scheiterte jedoch aus kurzer Distanz an Goalie Gratzei.

Für die Grazer ergaben sich in der Folge Räume, welche Edomwonyi in Minute 80 beinahe zum 2:0 genützt hätte. Walke hielt sein Team jedoch mit einer guten Parade im Spiel.

Nachdem Weinberger ein taktisches Foul von Huspek nicht mit Gelb bestrafte, wurde der Ärger auf Schiedsrichter Weinberger immer größer und als der Unparteiische zunächst den Salzburger Co-Trainer und Minuten später auch Coach Òscar auf die Tribüne verbannte, kochte die Arena über. Ein gellendes Pfeifkonzert war die Folge.

Sportlich hatte Berisha den Lucky Punch auf den letzten Metern der Partie, sein Volleyschuss in der 92. Minute ging jedoch an die Querlatte. Auf der Gegenseite traf auch Sturm nochmals Aluminium, nach 93 gespielten Minuten beendete Julian Weinberger schließlich das Match.

Der SK Sturm holt die drei Punkte in Salzburg und zieht in der Tabelle auf sieben Punkte davon. Salzburg rutscht nach dem gestrigen 2:1 der Altacher in Wolfsberg auf Tabellenrang drei ab.

Trainer Òscar wollte sich auf der anschließenden Pressekonferenz nicht zu den Schiedsrichterleistungen äußern, nahm stattdessen sein Team in Schutz und teilte mit, er sei stolz auf seine Spieler, die auch zu neunt noch versuchten, die Niederlage abzuwenden. Auf Schiedsrichter Weinberger angesprochen meinte er nur, er möchte die Leistung nicht kommentieren, da „uns Herr Weinberger in den Saison wieder pfeifen wird“. Zu dieser Aussage darf sich jeder sein eigenes Bild machen. 

Spielinfo

FC Red Bull Salzburg

 

SK Sturm Graz

FC Red Bull Salzburg0:1SK Sturm Graz
 Tipico Bundesliga
10. Spieltag
Anpfiff
Sonntag, 2. Oktober 2016, 16:30 Uhr
AustragungsortRed Bull Arena, 11.317 Zuschauer
Schiedsrichter
Julian Weinberger
 Torfolge 
0:1Deni Alar (66.)
Laimer (20.)
Soriano (89.)
Gelbe KartenJeggo (53.)
Schulz (63.)
Laimer (38.)Gelb-Rote Karten
Radosevic (69.)Rote Karten
Kategorien
FC Red Bull Salzburg
Christoph Lumetzberger

Christoph Lumetzberger ist Red Bull Salzburg Fan durch und durch. Tolle Spiele, schöne Tore und emotionale Momente mit seinem Lieblingsteam ziehen ihn immer wieder ins schönste Stadion Österreichs, die Red Bull Arena. Über diese Website: "SALZBURG12.at ist ein tolles Projekt hinter dem ich zu 100% stehe!"
2 Anzahl der Kommentare
  • Peter SKOPEK
    2 Oktober 2016 at 20:16
    Leave a Reply

    Dieser Schiedsrichter sollte nie wieder ein Spiel leiten dürfen ( auch kein Schülerspiel )

  • Red Bull Salzburg zu Gast bei den Wölfen aus Kärnten
    16 Dezember 2016 at 8:34
    Leave a Reply

    […] Sturm Graz verloren die Salzburger zwar in der letzten Runde, allerdings stimmte der Kampfgeist – besonders in Unterzahl – zu 100%! Konny Laimer und […]

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