0:1 gegen Krasnodar: „Kindisches Tor“ bringt Salzburg auf die Verliererstraße

Bitte bewerte diesen Beitrag Trainer Òscar überraschte vor Spielbeginn mit einigen Änderungen in der Startelf im Vergleich zum Admira-Spiel. Für Wanderson begann Takumi Minamino am linken Flügel, Samassekou rückte...
Caleta-Car putzt aus / © GEPA
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Trainer Òscar überraschte vor Spielbeginn mit einigen Änderungen in der Startelf im Vergleich zum Admira-Spiel. Für Wanderson begann Takumi Minamino am linken Flügel, Samassekou rückte für Konrad Laimer in die Mannschaft. Außerdem feierte André Wisdom sein Startelfdebüt als Rechtsverteidiger.

Die heutige Aufstellung / © SALZBURG12.at

Die heutige Aufstellung / © SALZBURG12.at

Ein Debüt für 30 Minuten   

Das Spiel begann verhalten. Ein erster Distanzversuch der Gäste ging nach zwölf gespielten Minuten nur knapp an der linken Außenstange vorbei. Akhmedov hielt aus über 25 Metern drauf, der Torerfolg blieb ihm nur knapp verwehrt.

Auf der Gegenseite hatte Solospitze Soriano die erste nennenswerte Chance auf einen Treffer. Nach präzisem Samassekou-Lochpass nahm sich der Spanier das Spielgerät in der Drehung mit und suchte direkt den Abschluss. Der Schuss wurde noch leicht abgefälscht, sodass die Kugel zum Corner ins Aus wanderte.

Bereits nach 30 Minuten musste Òscar zum ersten Mal wechseln. Wisdom hatte sich eine Verletzung im Oberschenkel zugezogen und wurde durch Stefan Lainer ersetzt.

Musste nach Startelfdebüt früh vom Feld: André Wisdom / © GEPA

Musste nach Startelfdebüt früh vom Feld: André Wisdom / © GEPA

Infantiler Gegentreffer

Richtig in Schwierigkeiten kam die Salzburg-Defensive in der ersten halben Stunde zwar nicht, allerdings wäre ein Ballverlust von Berisha den Hausherren beinahe um die Ohren geflogen. Smolov spielte Miranda am linken Sechzehnereck schwindelig und verfehlte das lange Eck nur knapp.

Nach vorne ging trotzdem herzlich wenig und hinten leistete man sich einen groben Schnitzer. Krasnodar mit einem Einwurf auf Höhe der Mittellinie, den Smolov mit dem Kopf verlängerte. Miranda fuhr unter dem Ball durch, der dahinter stehende Lainer war sichtlich überrascht, sodass Joaozinho die Gelegenheit nutzte und das Spielgerät zum 0:1 in die Maschen setzte. Òscar Garcia sprach nach dem Spiel von einem „kindischen Tor“ (Zitat: infantil), spielte auf das Verteidigungsverhalten seiner Spieler beim Gegentreffer an.

Nach dem Pausenrückstand änderte sich im zweiten Abschnitt zunächst nichts. Salzburg kam personell unverändert aus der Kabine und tat sich nach vorne auch weiterhin schwer, entwickelte zu wenig Durchschlagskraft im Angriff. Eine Viertelstunde verging, bis ein Lazaro-Schuss Keeper Kritsyuk vor gröbere Probleme stellte. Im Nachfassen konnte er jedoch verhindern, dass das Spielgerät ins Tor kullerte.

Die Zeit verstrich und die Fans auf den Rängen sehnten die Einwechslung von Wanderson herbei, der – für viele nicht nachvollziehbar – nicht in der Startelf stand. In der 73. Minute vollzog Òscar den zweiten Wechsel, allerdings war es nicht der zuletzt sehr belebend agierende belgisch-brasilianische Doppelstaatsbürger, der ins Spiel kam, sondern Munas Dabbur. Um es gleich vorwegzunehmen: Der Israeli wurde zu keinem Faktor im Spiel und blieb unauffällig.

Wie im Übrigen auch die Salzburger Offensive, die gegen die sehr gut stehende Abwehr der Russen kein Rezept fand. Laborde wäre nach einem Konter beinahe das 0:2 gelungen, doch sein Abschluss aus halb-rechter Position ging an der linken Stange vorbei.

Überraschend in der Startelf: Takumi Minamino / © GEPA

Überraschend in der Startelf: Takumi Minamino / © GEPA

Hoffnungsträger kommt spät

In der 80. Minute kam Wanderson dann endlich ins Spiel. Für den eingetauschten Lainer gab es mit der Auswechslung zwar die Höchststrafe, taktisch gesehen war der Schachzug jedoch nachvollziehbar.

Wanderson machte die Schlussphase nochmals spannend, im speziellen in der 85. Minute, als er von der linken Seite scharf zur Mitte spielte. Soriano bekam das Spielgerät an den Fuß und von dort kullerte es in Richtung linker Stange. Minamino holte zum Torschuss aus, verfehlte den Ball jedoch knapp, sodass die Russen weiterhin in Führung lagen.

Daran änderte auch ein Distanzschuss von Upamecano und ein Wanderson-Schuss, der knapp am rechten Kreuzeck vorbeiging, nichts mehr. Nach vier Minuten Nachspielzeit beendete der tschechische Schiedsrichter das Spiel. Der FC Salzburg war geschlagen und verlor damit zum ersten Mal seit Herbst 2011 ein Europa-League-Gruppenspiel.

In der abschließenden Pressekonferenz nach dem Match gab Trainer Òscar Auskunft darüber, warum Laimer gar nicht und Wanderson erst so spät in die Partie gebracht wurde. Er gab physische Gründe an und verwies auch auf das Spiel gegen die Austria am kommenden Sonntag samt der erhöhten Verletzungsgefahr bei drei Spielen innerhalb von acht Tagen.

Spielinfo

FC Salzburg

 

FK Krasnodar

FC-Salzburg-Logo0:1FC Krasnodar
UEFA Europa League
Gruppe I, 1. Spieltag
Anpfiff
Donnerstag, 15. September 2016, 21:05 Uhr
AustragungsortRed Bull Arena, 6.507 Zuschauer
Schiedsrichter
Miroslav Zelinka (CZE)
 Torfolge 
0:1Joaozinho (37.)
Samassekou, SorianoGelbe KartenKabore, Laborde
Gelb-Rote KartenPetrov
Rote Karten
Kategorien
FC Red Bull Salzburg
Christoph Lumetzberger

Christoph Lumetzberger ist Red Bull Salzburg Fan durch und durch. Tolle Spiele, schöne Tore und emotionale Momente mit seinem Lieblingsteam ziehen ihn immer wieder ins schönste Stadion Österreichs, die Red Bull Arena. Über diese Website: "SALZBURG12.at ist ein tolles Projekt hinter dem ich zu 100% stehe!"
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