Soriano traf vom Punkt / © GEPA
Nur Remis gegen den WAC: Meister prolongiert Bundesliga-Fehlstart
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Nach vier Spielen in der Fremde dürfen die Bullen endlich wieder mal zuhause ran. Dabei kann Oscar Garcia auf die „Festung Red Bull Arena“ setzten, musste der Burgherr zuhause noch keine Niederlage einstecken. Überhaupt ist der FC Red Bull Salzburg gegen die Wolfsberger in der Heimat noch ungeschlagen (fünf Siege, drei Unentschieden).

Darüber hinaus kann Oscar Garcia erfreulicherweise auf Schlüsselspieler und Torschützenkönig Jonny Soriano bauen, der nach seinem Siegestor gegen Partizani Tirana am Dienstag verletzungsbedingt vom Feld musste. Der Spanier wurde jedoch rechtzeitig fit und führt seine Bullen wie gewohnt als Kapitän aufs Feld.

Allerdings lässt Oscar Garcia weiterhin rotieren. So wird die Abwehrkette, die gegen Tirana ohne Gegentor blieb, gleich an drei Stellen verändert. Caleta-Car und Schwegler werden durch Upamecano und Lainer ersetzt. Zudem feiert Stefan Stangl, Neuzugang von Rapid, sein Bundesligadebüt im Bullen-Trikot. Er ersetzt Andi Ulmer und wird die linke Abwehrseite bearbeiten. Somit scheinen nur Abwehrchef Martin „Hinti“ Hintergger und Torwart Alex Walke vorerst gesetzt.

In der Offensivabteilung wird auf dieselbe Zusammensetzung wie in der CL-Quali gesetzt. Dabei dient Bernando als zentraler Balancespieler, der von Berisha und Samassekou flankiert wird. Auch an vorderster Front wird wiederum Dabbur, Soriano und Lazaro das Vertrauen geschenkt.

Eine Überaschung gibt es auf der Ersatzbank. Nezugang Wanderson musste lange Zeit auf die Freigabe von seinem ehemaligen Dienstgeber Getafe warten, hat die provisorische Spielberechtigung nun endlich von der FIFA erhalten und findet sich auch gleich auf der Bank wieder. Weniger überraschend ist, dass neben ihm der beste Mittelfelspieler der Saison der zweiten deutschen Bundesliga, nämlich Neuzugang Rzatkowski, Platz nimmt.

Der WAC setzt hingegen auf Kontinuität. WAC Coach Heimo Pfeifenberger hat seine erste Elf anscheinend schon gefunden, er schickt die selbe Elf aufs grüne Geläuf wie im Spiel gegen Altach.

Die heutige Aufstellung / © SALZBURG12.at

Die heutige Aufstellung / © SALZBURG12.at

Salzburg legt guten Start hin

Die Bullen drücken gleich zu Beginn aufs Tempo und finden so in Minute drei und sechs ihre ersten Chancen vor. Vor heimischer Kulisse agieren die Bullen viel präsenter in den Zweikämpfen als noch gegen Sturm. Deshalb ließen auch die ersten Großchancen nicht lange auf sich warten, auch wenn sie von Lainer (13.) und Dabbur (15.) nicht verwertet werden konnten. Die Gäste hingegen deuten ihre Gefährlichkeit bei Standardsituationen und durch erste Halbchancen (22., Wernitznig) bereits an.

Nach der ersten Sturm-und-Drang-Phase der Salzburger schleichen sich immer öfters leichtfertige Fehlpässe im Spiel der Bullen ein. So war es letztenendes den beiden Torschützenkönigen vorbehalten, um für die letzte Großchance zu sorgen, bevor Schiedsrichter Julian Weinberger zur Trinkpause bittet. Jonny Soriano mit Zauberpass auf Munas Dabbur, dessen Abschluss nur knapp das Eckige verfehlte.

Trinkpause bei 30 Grad

Auch nach der Unterbrechung hält Salzburg weitherhin das Heft fest in der Hand. Chancen aus Aussichtsreicher Position konnten allerdings weder vom stark aufspielenden Dabbur noch von Jungspund Samassekou oder vom Ex-Rapidler Stangl verwertet werden. Auch weil WAC-Torhüter Kofler Schlimmeres für sein Team verhindern konnte. Danach flachte die Partie stark ab und ging nach 45 Minuten torlos in die Kabinen.

Beide Trainer scheinen mit ihrem aktuellen Personal zufrieden zu sein, denn sie schicken ihre Mannschaften unverändert in die zweite Halbzeit.

Soriano trifft vom Punkt

Doch die 6.259 Fans sollen nicht umsont bei Kaiserwetter in die Arena gepilgert sein. Nach schöner Spieleröffnung von Upamecano auf Dabbur vernascht dieser Standfest auf der linken Angriffsseite und dringt in den Strafraum vor. Dabbur kommt zu Fall, woraufhin Schiedsrichter Julian Weinberger zum ersten Mal in seiner noch jungen Karriere auf dem Punkt zeigt. Jonny Soriano übernimmt Verantwortung und tritt zum nicht unumstrittenen Elfmeter an, den er in Minute 52 trocken im Tor unterbrachte. Salzburg also mit der verdienten 1:0-Führung.

Kurz danach hätte Soriano nachlegen können. Nach schöner Vorarbeit von Samassekou versucht der Salzburger Kapitän den Ball ins lange Eck zu schlenzen, doch Torhüter Kofler hält seine Mannschaft im Spiel.

Spielgenehmigung da: Wanderson feiert sein Bundesligadebüt / © GEPA

Spielgenehmigung da: Wanderson feiert sein Bundesligadebüt / © GEPA

Wanderson? Wanderson!

In Minute 62 ist es nun soweit. Oscar Garcia bringt den mit Spannung erwarteten Wanderson, der den blass gebliebenen Lazaro ersetzte. Auch der WAC nutzt die Möglichkeit zum Wechsel: Mit Offenbacher kommt ein Spieler mit Salzburger Vergangenheit, er wird für den Wolfsberger Kapitän Sollbauer eingewechselt. Kurz darauf wird auf Seiten der Salzburger der zweite Wechsel vollzogen. Dauerläufer Konny Laimer soll für die nötige Stabilität im Mittelfeld sorgen. Er kommt an Stelle des fehlerlosen Samassekou.

Salzburg schaltet nach der Führung zurück. Der Meister schafft nun kaum mehr, sich flüssig durch die gegnerischen Reihen zu kombinieren und läuft Gefahr, in dieser Phase des Spiels die Kontrolle über eben dieses zu verlieren. Davon profitiert nun den WAC, der nach Großchance vom eingewechselten Gerald Nutz (69.) beinahe ausgleicht. Trotz dem Aufbäumen der Wölfe, die sich mit kräftigen Versuchen gegen die drohende Niederlage stemmen, hätten die Salzburger den Sack zumachen müssen. Dabbur dribbelt sich auf rechts super durch. Seinen scharfen Pass zur Mitte grätscht Soriano ins Tor, doch der Schiedsrichterassistent verweigert die Anerkennung des Treffens aufgrund einer vermeintlichen Abseitsstellung des Kapitäns.

Wurde rechtzeitig fit: Kapitän Jonatan Soriano / © GEPA

Wurde rechtzeitig fit: Kapitän Jonatan Soriano / © GEPA

Später Ausgleich der Wölfe

Das war gleichzeitig auch die letzte Aktion des auffällig, aber etwas glücklos agierenden Munas Dabbur, der sich sichtlich am Flügel nicht am wohlsten fühlt. Er wird durch den neuen Hoffnungsträger Rzatkowski ersetzt.

Danach kommt das, was sich schon durchaus abgezeichnet hat: Dem WAC gelingt der Ausgleich in Minute 82. Hellqvist verschafft sich nach einer Hereingabe von Standfest den nötigen Platz, um nach einer Drehung den Ball scharf im rechten Eck zu versenken. Upamecano agierte dabei etwas glücklos.

Die Hausherren scheinen vom Ausgleichstreffer sichtlich verunsichert und haben in der Schlussphase endgültig das Heft aus der Hand gegeben. Zu viele und vor allem unnötige Abspielfehler ersticken eine echte Schlussoffensive im Keim. Doch quasi aus dem Nichts kommen die Salzburger nochmals brandgefährlich vors Tor. Wanderson schickt Soriano an die Grundlinie, dieser legt mit Übersicht zurück auf den mitgelaufenen Bernardo, der auch kurzerhand abschließt. Doch quasi mit dem Schlusspfiff verhindert Kofler mit einer Glanzparade den späten Salzburger Sieg.

Somit bleibt der Meister auch nach dem zweiten Bundesligaspiel sieglos und damit deutlich hinter den Erwartungen zurück. Obwohl die Salzburger nun zumindest einmal in der Tabelle angeschrieben haben, sieht eine echte Wiedergutmachung der Auftaktniederlage definitiv anders aus.

Spielinfo

FC Red Bull Salzburg

 

Wolfsberger AC

FC Red Bull Salzburg 1:1 RZ Pellets WAC
 Tipico Bundesliga
2. Spieltag
Anpfiff
Samstag, 30. Juli 2016, 16:00 Uhr
Austragungsort Red Bull Arena, 6.259 Zuschauer
Schiedsrichter
Julian Weinberger
  Torfolge  
Jonatan Soriano (52./Elfmeter)
1:0
1:1

Philip Hellqvist (82.)
Gelbe Karten Sollbauer, Tschernegg
Gelb-Rote Karten
Rote Karten

Autor: Karl Kriechbaumer

SALZBURG12.at

SALZBURG12.at ist das inoffizielle Fanmagazin des FC Red Bull Salzburg und des FC Liefering

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