Knapper Erfolg in Albanien: Tür zum Play-Off steht weit offen

Nach dem mauen Auftritt in Graz durfte man sich zwar keine Wunderdinge der Salzburger erwarten, allerdings fanden die Mannen von Òscar Garcia, zumindest vom Ergebnis her, wieder in die...
Das ist der Moment: Soriano verwandelt den Penalty staubtrocken / © GEPA
Das ist der Moment: Soriano verwandelt den Penalty staubtrocken / © GEPA
Knapper Erfolg in Albanien: Tür zum Play-Off steht weit offen
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Das Spiel in Tirana entwickelte sich in der Tat zur schweren Kost, war es doch oberste Prämisse des Gegners, nicht den Hauch von Spielfluss bei den Salzburgern aufkommen zu lassen. Dies gelang dem albanischen Vizemeister im ersten Durchgang mit konzentrierter Arbeit gegen den Ball auch über weite Strecken, gefährliche Angriffe der Mozartstädter waren Mangelware.

Die heutige Aufstellung / © SALZBURG12.at

Die heutige Aufstellung / © SALZBURG12.at

Wenig Los in Elbasan

Einzig bei zwei Standardsituationen war das Tor von Partizani in Gefahr. Bei einem auf das lange Fünfereck angetragenen Lazaro-Freistoß rutschte Caleta-Car Zentimeter an der Führung vorbei und kurz darauf verpasste Hinteregger die Chance, völlig freistehend, nach einem Corner für die Führung und das im Europacup so immens wichtige Auswärtstor zu sorgen.

Die gefährlichste Aktion aus dem Spiel heraus hatten schließlich kurz vor der Pause die Albaner. Ekuban erlief einen Lochpass, bei dem Caleta-Car nicht gut aussah, der Abschluss des Ghanaers blieb jedoch am herangrätschenden Hinteregger hängen, Alex Walke konnte die Situation schlussendlich entschärfen, den 6.000 Zuschauern in der knapp 50 Kilometer von Tirana entfernten Elbasan-Arena blieb der Torjubel im Halse stecken.

Dafür konnten sich die Anhänger über ein Blackout des ansonsten souveränen Schiedsrichters Michael Oliver freuen. Agustin Torassa, in der Saison 2007/08 für ein halbes Jahr im erweiterten Kader der Salzburger, sprang Christian Schwegler von hinten in die Beine, dem englischen Referee war dieses rotwürdige Foul jedoch nicht mal einen Foulpfiff wert.

Schwegler gegen Torassa - der Schweizer hat's gottseidank unverletzt überstanden / © GEPA

Schwegler gegen Torassa – der Schweizer hat’s gottseidank unverletzt überstanden / © GEPA

Die ‚Ampel‘ schaltet auf Rot

In der zweiten Halbzeit konnte zunächst Berisha mit einem 30-Meter-Dropkick wenigstens das Außennetz zum Beben bringen, ehe auf der Gegenseite Youngster Samassekou seinem Europacup-Startelfdebüt ein äußerst unrühmliches Ende setzte.

In der 50. Minute sah er für ein Foul am eigenen Strafraum die gelbe Karte, hatte zwei Minuten später bei einem mutigen Tackling im Sechzehner Glück, keinen Penalty verursacht zu haben, ehe er weitere zwei Minuten später für ein unnötiges Foul an der Mittellinie die Ampelkarte sah. Eine äußerst unglückliche Aktion des Maliers.

Die Hausherren kamen in Überzahl danach zu mehreren Halbchancen, doch für wirkliche Torgefahr konnte trotz allem keine der Aktionen sorgen.

‚El Capitan‘: Trotz Tor kein Grund zum Lachen

Stattdessen schlug das Pendel in der 70. Minute für den FC Salzburg aus. Berisha drang in den Sechzehner ein, provozierte mit einer doppelten Körpertäuschung einen Elfmeter und bekam diesen, nachdem sein Gegenspieler das Bein hatte stehen lassen, auch zugesprochen. Soriano trat an und verwandelte souverän in die rechte untere Ecke.

Dies war die letzte Aktion des Kapitäns, der drei Minuten später einem „Anschlag“ von Renaldo Kalari zum Opfer fiel. Der 32-Jährige Albaner sprang dem Salzburg-Kapitän, wohl mit einer gewaltigen Portion Wut im Bauch, mit gestreckten Beinen in den Knöchel und wurde dafür mit glatt Rot vom Feld geschickt.

Nachdem die Anzahl der Spieler am Rasen der Elbasan-Arena wieder ausgeglichen war, brachten die Salzburger die knappe 1:0-Führung staubtrocken über die Bühne und haben nun ausgezeichnete Chancen auf das Play-Off der UEFA Champions League. Spielerisch war die Elf von Òscar Garcia von der Königsklasse jedoch in etwa so weit entfernt wie die ruppig geführte Partie von einem Fair-Play-Preis. Da wartet in den nächsten Tagen noch viel Arbeit auf das Betreuerteam, viel Zeit bleibt jedoch nicht, hat man doch bereits am kommenden Samstag den WAC in der Bundesliga zu Gast, wo man nach den Erfolgen in der Hauptstadt schon am zweiten Spieltag unter Zugzwang steht.

Spielinfo

FK Partizani Tirana

 

FC Salzburg

FK Partizani Logo0:1
FC-Salzburg-Logo
UEFA Champions League
3. Qualifikationsrunde, Hinspiel
Anpfiff
Dienstag, 26. Juli 2016, 20:15 Uhr
AustragungsortElbasan Arena, 6.000 Zuschauer
Schiedsrichter
Michael Oliver (ENG)
 Torfolge 
0:1Jonatan Soriano (70./Elfmeter)
IbrahimiGelbe KartenSchwegler, Berisha
Gelb-Rote KartenSamassekou
KalariRote Karten
Kategorien
FC Red Bull Salzburg
Christoph Lumetzberger

Christoph Lumetzberger ist Red Bull Salzburg Fan durch und durch. Tolle Spiele, schöne Tore und emotionale Momente mit seinem Lieblingsteam ziehen ihn immer wieder ins schönste Stadion Österreichs, die Red Bull Arena. Über diese Website: "SALZBURG12.at ist ein tolles Projekt hinter dem ich zu 100% stehe!"
Ein Kommentar
  • Nach Auswärtssieg: Salzburg am Weg ins Play-Off!
    16 Dezember 2016 at 8:33
    Leave a Reply

    […] Auswärtssieg – so glücklich er gewesen sein mag – bei FK Partizani Tirana war für den FC Salzburg […]

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