1:3 in Graz: Salzburg misslingt Bundesliga-Auftakt völlig

Die Mannen von Òscar Garcia gingen mit großen Erwartungen in das Spiel gegen den SK Sturm. Allerdings glich das Match in der Merkur-Arena eher einem müden Sommerkick, als einem...
Ex-Rapidler Alar konnte sich auch in die Torschützenliste eintragen / © GEPA
Ex-Rapidler Alar konnte sich auch in die Torschützenliste eintragen / © GEPA
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Blitzstart von Sturm

Das Unheil begann in Graz bereits nach sechs gespielten Minuten. Sturm-Neuzugang Matic bekam von der rechten Flanke den Ball, umkurvte Konny Laimer und nahm von der Sechzehnerlinie Maß, traf exakt neben die rechte Stange. Walke blieb verdutzt stehen und schimpfte mit seinen Vorderleuten, die den Grazer zum Abschluss kommen ließen.

Die heutige Aufstellung der Salzburger / © SALZBURG12.at

Die heutige Aufstellung der Salzburger / © SALZBURG12.at

Nächste Chance, nächstes Tor

Die Hausherren begnügten sich jedoch nicht mit dem 1:0 und konnten das Ergebnis in Spielminute 18 sogar ausbauen. Upamecano, eine von vielen Umstellungen in der Startelf, rutschte unglücklich in eine Huspek-Hereingabe, die Kugel flipperte daraufhin durch den Sechzehner, Schmerböck war der Nutznießer und schob Walke das Leder durch die Beine. Zwei-Tore-Führung für die Elf von Franco Foda.

Die Antwort der Salzburger war jedoch großteils Bundesliga-untauglich. Lazaro hatte am rechten Flügel mehr mit sich, als mit dem Gegner zu kämpfen, Bersiha misslang gefühlt jeder zweite Pass, Dabbur trat im gesamten Spiel quasi nicht in Erscheinung und als Reyna einer misslungenen Laimer-Flanke zusah, wie diese ins Seitenaus kullerte, anstelle ihr nachzusprinten, war man geneigt, die Salzburger nach der Einstellung zum heutigen Match zu befragen.

Das i-Tüpfelchen folgte nach 36 Spielminuten. Ulmer misslang ein Zweikampf gegen Huspek völlig, dieser zündete in der eigenen Hälfte den Turbo, bediente Alar mit einem Querpass durch die Hintermannschaft der Salzburger ideal und der Ex-Rapidler ließ Walke mit einem staubtrockenen Abschluss ins kurze Eck nicht den Hauch einer Abwehrchance.

Einzige Halbchance der Salzburger im ersten Spielabschnitt war ein 30-Meter-Freistoß von Berisha, den Gratzei zur Seite abwehren musste.

Bei allem Ärger über den Auftritt der Òscar-Elf muss man ihnen zwar zu Gute halten, dass Sturm mit drei Schüssen aufs Tor auch ebenso oft anschreiben konnte, allerdings waren zwischen den raren Angriffen der Grazer keinerlei kreative Lichtblicke oder spielerische Geistesblitze zu sehen, die heute nur im Ansatz den Sieg der Grazer hätten gefährden können.

Die Salzburger hatten mit Sturm-Neuzugang Matic ihre liebe Not / © GEPA

Die Salzburger hatten mit Sturm-Neuzugang Matic ihre liebe Not / © GEPA

Sturm verwaltet, Salzburg ideenlos

Denn auch im zweiten Durchgang änderte sich, trotz Einwechslung von Soriano, zunächst nichts. Nachdem Gratzei einen Lazaro-Abschluss nach einem Corner zur Ecke klären konnte, hatten es die Salzburger Alex Walke zu verdanken, dass nicht unmittelbar nach Wiederbeginn das 4:0 passierte. Huspek wurde von Schmerböck bedient, der köpfelte aus wenigen Metern aufs Tor und Walke riss im richtigen Moment die Hände in die Höhe.

Ein kurzer Hoffnungsschimmer kam bei einem Distanzschuss von Stefan Lainer auf, der aus über 30 Metern abzog und an die Querlatte schoss. Allerdings war es bezeichnend, dass es einen Abwehrspieler brauchte, um am heutigen Abend Torgefahr zu erzeugen.

Zarte Torgefahr durch einen Lainer-Distanzschuss / © GEPA

Zarte Torgefahr durch einen Lainer-Distanzschuss / © GEPA

Ehrentreffer durch den Neuzugang

Denn danach war wieder ‚Ebbe’ mit den Salzburger Offensivbemühungen. Stattdessen hatte Sturm, wieder mal, das 4:0 am Fuß. Diesmal war es eine Portion Glück und eine Portion Fuß-von-Lainer, dass der Distanzschuss von Lykogiannis aus dem linken Halbfeld nur an die Querlatte ging. Der Rechtsverteidiger verletzte sich zudem bei der Abwehraktion und musste im Anschluss daran durch Christian Schwegler ersetzt werden.

Als man fast schon nicht mehr mit einem Treffer der Salzburger gerechnet hatte, traf der eingewechselte Gulbrandsen via Innenstange zum 1:3 und ließ leise Hoffnungen auf der Trainerbank und im Gästeblock der mit etwa 8.500 Zuschauern gefüllten Merkur-Arena aufkommen.

Erst recht, als Berisha in Minute 88 völlig alleine vor Gebauer auftauchte. Anstelle eines simplen Abschlusses versuchte der Norweger jedoch einen Haken um einen heranstürmenden Verteidiger und schoss diesen zu allem Überfluss beim nachfolgenden Abschluss sogar noch an.

Eine sinnbildiche Aktion für einen völlig missratenen Start in die Bundesliga, den man in Hütteldorf mit großem Wohlwollen verfolgt haben wird.

Die Salzburger haben jedoch nicht lange Zeit, über diese Niederlage nachzudenken, denn bereits am kommenden Dienstag geht’s in der Champions-League-Qualifikation mit dem Spiel in Elbasan gegen den FK Partizani Tirana weiter. Da haben die Spieler die Chance, sich für den blamablen Auftritt heute zu rehabilitieren.

Spielinfo

SK Sturm Graz

 

FC Red Bull Salzburg

SK Sturm Graz3:1FC Red Bull Salzburg
 Tipico Bundesliga
1. Spieltag
Anpfiff
Samstag, 23. Juli 2016, 18:30 Uhr
AustragungsortMerkur Arena, 8.593 Zuschauer
Schiedsrichter
Harald Lechner
 Torfolge 
Matic (6.)
Schmerböck (18.)
Alar (36.)
1:0
2:0
3:0
3:1



Gulbrandsen (82.)
Gelbe KartenUpamecano
Gelb-Rote Karten
Rote Karten
Kategorien
FC Red Bull Salzburg
Christoph Lumetzberger

Christoph Lumetzberger ist Red Bull Salzburg Fan durch und durch. Tolle Spiele, schöne Tore und emotionale Momente mit seinem Lieblingsteam ziehen ihn immer wieder ins schönste Stadion Österreichs, die Red Bull Arena. Über diese Website: "SALZBURG12.at ist ein tolles Projekt hinter dem ich zu 100% stehe!"
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