Internationaler Flair bei Auswärtsfahrt nach Wien

Wenn sich 9 Busse von Salzburg auf den Weg nach Wien machen, ist Stimmung garantiert. Der Bericht einer besonderen Auswärtsfahrt....
Auswärtsfahrt Rapid | Foto: Werner Renzl
Auswärtsfahrt Rapid | Foto: Werner Renzl
Internationaler Flair bei Auswärtsfahrt nach Wien
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Sommerliche Temperaturen waren es an diesem Sonntag, 3.April 2016. Viel zu schade eigentlich, um eine weite Busreise anzugehen! Dennoch liessen es sich über 400 Fans in 9 Bussen nicht entgehen, eine Auswärtsfahrt auf „internationalem Niveau“ beizuwohnen! Internationales Niveau? Ja, mehrmals hab ich gefragt, ob wir uns nach Zagreb befinden – auch Amsterdam war mir irgendwie mehrmals untergekommen. Ihr fragt warum? Ich hoffe mit diesem Bericht, kann ich euch ein paar Antworten dazu liefern.

Alles begann eher einfach und normal, um 9:30 Uhr war die Abfahrt geplant. Die Fans trudelten mit Fahnen, Trommeln, diversen Getränken und viel Vorfreude am Vorplatz der Stadion Westseite ein – alle auf der Suche nach dem richtigen Bus – bei 9 Stück davon gar nicht so einfach 🙂

Und mit dem Vorsatz der guten Stimmung, machten wir uns halbwegs pünktlich auf dem Weg nach Wien. St. Georgen, Voralpenkreuz, St. Pölten – es wurden wie immer mehrere Zustiegsmöglichkeiten angeboten und Raucher – bzw. Toilettenpausen waren ja auch notwendig.

In manchem Bussen wurden die Rockcharts aus dem CD Player rauf und runter gespielt, in anderen wiederum gab es Live Musik mit allen Musik Genres und lautstarker Unterstützung der mitreisenden Fans.

Plötzlich und wie aus dem nichts, rauschten mitten auf der Autobahn nahe Wien, mehrere Polizeimaschinen zwischen uns. Im Konvoi ging es immer näher Richtung Happel Stadion. Jede Autobahnauffahrt wurde von den Polizisten gesperrt, jedes Auto das zwischen den Bussen reinfahren wollte, mit wilden Gestiken der Polizei vertrieben. Irgendwie waren unsere Gesetzeshüter nervös.

ZAGREB 2.0 – SCHIKANE DER POLIZEI GEGENÜBER UNS FANS

Uns allen kam diese Fahrerei schon ziemlich langsam und zeitaufwändig vor, war es doch schon 14 Uhr (Spielbeginn 15 Uhr) und weit und breit keine Hauptstadt zu sehen. Ich konnte mir mehrmals die Frage, ob wir nochmal nach Zagreb fahren, nicht verkneifen – gewisse Parallelen waren zu erkennen. Tempo 80, rauf auf die Autobahn, runter von der Autobahn, einmal im Kreis fahren – die Zeit vergeht immer mehr – kein Happel Stadion in Sicht! Nach mehrmaligem Nachfragen bekamen wir die Antwort, dass sich ein Megastau auf dem direkten Weg zum Stadion gebildet hat und die liebe Polizei uns über Umwege zum gewünschten Ziel bringen muss. Meiner Meinung nach reine Schikane – Ankunft im Happel Oval war 14:40 Uhr! Grade nochmal Glück gehabt!

AMSTERDAM 2.0 – DER STEINIGE WEG ZUM SEKTOR

Umgeben von zig Polizisten (wir sind ja sooooo gefährlich), musste sich erst einmal jeder einen Überblick schaffen, wo es überhaupt ins Stadion reingeht. Nach freundlichem Abtätscheln des dortigen Ordnerdienstes, ging es 3 steile Stockwerke nach oben. Hab mich gefühlt wie in der Amsterdam Arena – Sauerstoffzelt gab’s leider keines 🙂 Dafür jede Menge preiswerte Getränke und Red Bull – Wo man dann doch schon danke sagen muss dafür.

Dann endlich Spielbeginn!

Irgendwie wollte der Funke unserer Motivation nicht ganz auf die Mannschaft überspringen. Halbzeit 1 ohne jegliche Offensivaktion unsererseits. Einzig „die heilige Kuh“ Steffen Hofmann brachte uns nach seinem Stangenschuss zum Kopfschütteln. Jungs – war das alles?

Und die richtig kalte Dusche lies auch nicht lange auf uns warten – 46. Minute, 1:0! Dennoch versuchten wir die Stimmung aufrecht zu erhalten, wir waren doch genug Leute, die Mannschaft braucht die Unterstützung. Dann… unsere Freunde gegenüber wollte gerade ihre Hände heben um die Rapidviertelstunde einzuklatschen… Duje köpfelte das 1:1! Riesenfreude natürlich bei uns. Mehr gibt es vom Spielverlauf aber auch schon nicht mehr zu sagen – eher eine schwache Leistung von unserer Mannschaft. Dennoch war das Gefühl bei uns Fans wie nach einem Sieg. Es wurde gefeiert, es wurde gesungen, es wurde gehüpft.

Die Heimreise war dann wieder eher ruhig – waren doch alle ziemlich müde von diesem Tag.

Aber es zahlt sich immer wieder aus, das eine oder andere Mal auswärts mit dabei zu sein. Und die Mannschaft braucht ja auch schließlich unsere vollste Unterstützung. Es war schon ein guter Schritt in Richtung – erster Stern – und das bei internationalem Flair auf dem Weg nach Wien!

Titelbild: Werner Renzl

Kategorien
Die 3. Halbzeit
Tamara Lechner

Tamara ist seit 15 Jahren leidenschaftlicher Fan der Salzburger Mannschaft. Vor kurzem hat die akademische Physiotherapeutin auch ihre "Liebe" zum geschriebenen Wort entdeckt und lebt diese nun bei SALZBURG12.at aus.
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