Selbstfaller im Innviertel: Salzburg mit schwachem Auftritt in Ried

Ein blamabler Auftritt gegen die Gludovatz-Elf bescherte Neo-Coach Òscar die erste Niederlage seiner Ära in der Mozartstadt. Doch nicht die Niederlage selbst, sondern die Art und Weise, wie sie...
SV Ried besiegt Salzburg
Selbstfaller im Innviertel: Salzburg mit schwachem Auftritt in Ried
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Nach der durchwachsenen Vorbereitung konnten unsere Salzburger die ersten beiden Pflichtspiele für sich entscheiden. Nach diesen zwei Partien, von welchen zumindest das Ergebnis passte, wurden die Salzburg-Fans jedoch hart auf den Boden der Realität geschleudert. In Ried kassierte man eine 0:1-Niederlage, was jedoch weitaus mehr nachdenklich stimmte, war die Tatsache, dass man in der Offensive äußerst harmlos agierte.

Aber der Reihe nach: Coach Òscar musste auf Kapitän Jonny Soriano verzichten, der Spanier zog sich eine Hüftverletzung zu und fehlt dem Team voraussichtlich zwei bis drei Wochen. Daher trug Alexander Walke die Kapitänsbinde in Ried.

© SALZBURG12.at

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Die Partie begann äußerst zerfahren, offensive Aktionen waren Mangelware und die Salzburger konnten im gesamten ersten Durchgang keine einzige Torchance verbuchen.

Dafür hatten die Bullen in Halbzeit eins sogar mehrmals Glück, oder besser gesagt: Alex Walke! Der Deutsche hielt die Mannschaft mit zwei tollen Paraden gegen Thomas Fröschl vorerst im Spiel. In der 24. Minute spielte Filipovic einen messerscharfen Steilpass in den Lauf des Stürmers, Walke kam heraus und konnte den Einschlag verhindern.

Auch zehn Minuten später war der Salzburger Schlussmann hellwach, was man von Duje Caleta-Car nicht behaupten konnte. Ein zu kurz geratener Rückpass auf Walke wurde zum idealen Zuspiel für Fröschl, der jedoch erneut im 32-jährigen Deutschen seinen Meister fand.

Kurz vor der Pause kam Möschl zu einer Kopfballchance nach weitem Zuspiel von Trauner, doch auch hier konnte Walke den Einschlag verhindern.

Salzburg obenauf - ein seltenes Bild im Innviertel / © GEPA

Salzburg obenauf – ein seltenes Bild im Innviertel / © GEPA

Im zweiten Durchgang fabrizierte Berisha den ersten Salzburger Torschuss, wenngleich dieser jedoch aus der Distanz und viel zu zentral angetragen daherkam. Eine gute Chance hatte auch der eingewechselte Prevljak nach Damari-Ferserlvorlage, allerdings landete der Abschluss auf der Fantribüne der Gastgeber.

Prevljak konnte nochmal in Erscheinung treten, nach Berisha-Lochpass zog er direkt ab, verfehlte das linke untere Eck jedoch knapp. Die beste Phase der Salzburger war damit jedoch bereits wieder dahin.

Ein Ballverlust von Berisha im Spielaufbau flog den Gästen nach gut einer Stunde um die Ohren. Trauner steckte den Ball für Fröschl durch, dieser ließ Miranda ganz schön alt aussehen und stürmte alleine auf das Tor von Alex Walke zu. Diesmal konnte der Deutsche den Einschlag jedoch nicht mehr verhindern, Fröschl verwandelte und die Keine-Sorgen-Arena glich einem Tollhaus.

Wer eine Antwort der Salzburger erwartete, wurde jedoch schmerzlich enttäuscht. Ein Berisha-Distanzschuss in der 76. Minute war die einzige gefährliche Torchance der Gäste in einer halben Stunde, kurz vor Spielende wäre den Salzburgern zudem ein komplett misslungener Freistoßtrick, bei dem Schmitz den Ball auf Berisha querlegen wollte, jedoch Honsak anschoss, um die Ohren gefologen. Der Rieder lief 80 Meter alleine aufs Tor von Walke zu, der heute beste (und einzige in Normalform agierende) Salzburger machte sich groß und verhinderte das 0:2 aus Gästesicht.

Auf das Trainerteam in Salzburg wartet in den nächsten Tagen viel Arbeit / © GEPA

Auf das Trainerteam wartet in den nächsten Tagen viel Arbeit / © GEPA

In der Schlussminute fiel Bernardo im Sechzehner bei einem Zweikampf mit Reifeltshammer, allerdings war der Elfmeterpfiff in etwa soweit weg wie die Garcia-Elf von einem Dreier im Innviertel.

Natürlich darf man nicht vergessen, dass der Spanier erst wenige Wochen das Zepter bei den „Bullen“ schwingt und auch drei Spiele in sechs Tagen hinterließen sicher ihre Spuren bei den Spielern, allerdings vermisste man Attribute wie „Kampf“, „Einsatz“ und „Spielfreude“ an allen Ecken und Enden. Auch das in Graz relativ ansehnlich praktizierte Pressing funktionierte in Ried so gut wie gar nicht.

Man darf gespannt sein, wie diese Niederlage bis zum Altach-Match am kommenden Samstag aufgearbeitet und analysiert wird und welche Schlüssel das Trainerteam daraus zieht.

Spielinfo

SV Josko Ried

 

FC Red Bull Salzburg

SV Ried

1:0

FC Red Bull Salzburg
Tipico BundesligaBewerb
22. RUNDE BUNDESLIGA
Spieltermin
SAMSTAG, 13. FEBRUAR 2016, 16.00 UHR
Stadion
KEINE SORGEN ARENA
5.120 ZUSCHAUER
Schiedsrichter
ANDREAS KOLLEGGER
 93. Minuten Spielzeit 
Thomas Fröschl (62.)Torschützen
HartGelbe KartenSchmitz, Miranda, Pehlivan
Gelb-Rote Karten
Rote Karten

 

Kategorien
FC Red Bull Salzburg
Christoph Lumetzberger

Christoph Lumetzberger ist Red Bull Salzburg Fan durch und durch. Tolle Spiele, schöne Tore und emotionale Momente mit seinem Lieblingsteam ziehen ihn immer wieder ins schönste Stadion Österreichs, die Red Bull Arena. Über diese Website: "SALZBURG12.at ist ein tolles Projekt hinter dem ich zu 100% stehe!"
Ein Kommentar
  • Zurück in die Spur! SCR Altach gastiert in Salzburg | SALZBURG12.at
    16 Februar 2016 at 8:45
    Leave a Reply

    […] letzte Spiel in der Bundesliga gegen die SV Ried war gelinde gesagt eine Bauchlandung. Doch da die Wiener Austria im Derby gegen Rapid verlor, […]

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