Déjà-vu: Salzburg geht wieder in Malmö unter

Der FC Red Bull Salzburg scheitert an Malmö FF in der Champions League Qualifikation. Erneut. Und erneut mit 3:0....
Wieder zu stark für die Bullen: Rosenberg und Malmö FF (C) GEPA
Wieder zu stark für die Bullen: Rosenberg und Malmö FF (C) GEPA
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Eine Situation, die die Salzburger Fans schon kennen dürften: man träumt vom Einzug in die Gruppenphase der Champions League. Der Weg dorthin führt unter anderem nach Malmö zum schwedischen Meister. Die Ausgangssituation sieht für die Salzburger gut aus, ja sogar besser als letztes Jahr, wo man im Hinspiel einen unnötigen Treffer hinnehmen musste. Man könnte davon ausgehen aus den Fehlern, die man letztes Jahr gemacht hat, gelernt zu haben. Aber die Probleme zwischen den Matches 2014 und 2015 sind sehr ähnlich:

Auch diesmal kam es zu personellen Problemen, wohl weniger dramatisch als letztes Jahr. Marco Djuricin wurde aus sportlichen Gründen aus dem Kader gestrichen und somit reiste man mit noch einem Stürmer weniger an (Jonatan Soriano, Omer Damari und Havard Nielsen fehlten verletzungsbedingt). Nach einem 2:0-Sieg im Hinspiel sollte dies trotzdem reichen. So denkt man, dass der Trainer einen Plan hat, die Führung im Gesamtscore über die 90 Minuten zu bringen. Doch dem war anscheinend nicht so. Die Salzburger wirkten sowohl defensiv, als auch offensiv ratlos. Zwar hatten sie mehr Ballbesitz und kreierten auch Torchancen, vergaben diese doch sehr nachlässig. In der Offensive wirkte man zu harmlos und ob das Auflaufen eines Marco Djuricin daran etwas geändert hätte, sei einmal dahin gestellt. Vor allem nach dem Ausschluss von Adu in der 64. Minute nach wiederholten Foulspiel und in der Schlussphase, in der Malmö offensiv nicht mehr viel bot und klarerweise mit fast allen Spielern den Strafraum abriegelte, fehlte es an Kreativität (nicht als, ob diese vorher nicht gefehlt hätte): Nachdem man das Spiel über die Flügel offensichtlich verbannt hat und der Weg durch die Mitte verschlossen war, versuchten die Salzburger mit Verzweiflungsschüssen aus der Entfernung Keeper Wiland zu überraschen. 

Auch bei diesem Aufeinandertreffen brauchte Malmö FF keine 20 Minuten, um das Spiel zu drehen und selber mit 2:0 zu führen. Diesmal ging es sogar in 14. Der Grund an dem das liegen dürfte, ist wohl die Taktik der Salzburger Bullen. Diese war auf ein offensives Verteidigen ausgerichtet. Dies ging jedoch nicht auf und so kam es bereits nach 7 Minuten zum ersten Treffer durch Djurdjic: ein Pass aus dem hinteren Mittelfeld auf dem auf der rechten Seite vorstürmenden Berget und dessen Flanke auf den im Strafraum laufenden Torschützen reichten aus, um die Salzburg-Verteidigung alt aussehen zu lassen. Bereits hier wurde deutlich sichtbar, dass die Verteidigung, bestehend aus Ulmer, Hinteregger, Miranda und Schmitz überfordert war. Dazu kamen noch einige individuelle Fehler, vor allem von Miranda, der auch in den vergangenen Spielen keine gute Figur machte.

Trainer Peter Zeidler muss sich wohl auf einige Fragen gefasst machen (C) GEPA

Trainer Peter Zeidler muss sich wohl auf einige Fragen gefasst machen (C) GEPA

Nur weitere sieben Minuten darauf wurde der Hinspiel-Sieg egalisiert: einen Eckball von Rodic kann Kapitän Rosenberg ohne Probleme ins Tor Köpfen. Das makabere an diesem Tor ist, dass es niemand für nötig hielt, diesen zu decken oder auf anderen Wegen am Kopfball zu hindern.

Die vorhin angesprochenen Schnitzer von Miranda führten zum Endstand: das Laufduell mit dem Gegenspieler nach einem langen Pass aus dem Mittelfeld Richtung Salzburger Tor konnte Miranda noch für sich entscheiden, legte dann jedoch den Ball in die Mitte, direkt vor die Füße von Rodic und der Vorbereiter zum 2:0 lässt dem herauslaufenden Cican Stankovic keine Chance und netzt. Miranda hätte sich für dieses Tor auf jeden Fall einen Assistpunkt verdient!

Ein einziger Treffer hätte den Salzburger Bullen aufgrund der Auswärtstorregel für den Aufstieg in die Play-Offs gereicht. Bei dieser Offensivleistung hätte es wohl einen Elfmeter dazu gebraucht. Diesen hätte es auch für die Salzburger in der 39. Minute geben müssen: nach einem Foul an Berisha im Strafraum, welches ungeahndet blieb, hätte vielleicht zum ersehnte wichtigen Treffer geführt. Aber das soll nicht als Grund für das Scheitern gegen Malmö gelten. Um gegen diese Mannschaften zu bestehen braucht es eine ausgeklügelte Taktik, ein eingespieltes Team, Kreativität, etwas Erfahrung, und Konzentration, also alles das den Salzburgern fehlte.

 

Spielinfo

3. Runde der UEFA Champions League-Qualifikation, 2015/16

Malmö FF

Mittwoch, 05. August 2015
21.00 Uhr

FC SAlzburg

Logo Malmö FF

3:0

FC Salzburg
Swedbank Stadon, 19.522 Zuschauer, SR: Koukoulakis
 94. Minuten Spielzeit 
Djurdjic (7′)
Rosenberg (14′)
Rodic (42′)
Torschützen
Tinnerholm
Rosenberg
Gelbe KartenKeita
Ulmer
Leitgeb
AduGelb-Rote Karten
Rote Karten
Kategorien
FC Red Bull Salzburg
Marc Waschnig-Theuermann

Marc Waschnig-Theuermann befasst sich schon seit seiner Kindheit mit der schönsten Nebensache der Welt; sowohl aktiv mit Freunden als auch passiv in der Red Bull Arena. Der Jurist hat das Gewinnspiel "Journalist für einen Tag" gewonnen und schreibt seitdem für SALZBURG12.at. @salzburg12at folgen
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