Blamable Salzburger verlieren verdient gegen den Aufsteiger

In der ersten Runde der tipico-Bundesliga trafen mit dem Aufsteiger und dem Doublesieger zwei Welten aufeinander, die spielerisch unterschiedlicher nicht sein konnten: Auf der einen Seite sah man eine...
Joker Ibser (li) nützte die Fehlleranfälligkeit der Salzburg eiskalt aus (c) GEPA
Joker Ibser (li) nützte die Fehlleranfälligkeit der Salzburg eiskalt aus (c) GEPA
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In der ersten Runde der tipico-Bundesliga trafen mit dem Aufsteiger und dem Doublesieger zwei spielerische Welten aufeinander, die unterschiedlicher nicht sein konnten:

Auf der einen Seite sah man eine Mannschaft, die von Beginn dem Spiel ihren Stempel aufdrückte und das Spiel gestaltete. Die Spieler waren aufeinander abgestimmt und motiviert ihren Fans zu zeigen, dass man letzte Saison noch nicht ihren Zenit erreicht hat und nochmal mehr erreichen kann und will. Und auf der anderen Seiten sah man den FC Red Bull Salzburg: Der Meister und Cupsieger nahm zumindest am Spiel teil.

Schnelle Führung für den SVM

Das Schicksal nahm bereits früh ihren Lauf und ebnete bereits nach 16 Sekunden den Weg zur Führung des SV Mattersburg durch den Torschützenkönig der „Erste Liga“Markus Pink. Nach einem Einwurf und einem Lupfer von Perlak, der die Salzburger Verteidigung lahmlegte, hatte er wenig Mühe den Ball allein vor Cican Stankovic stehend einzunetzen. Nach einer Viertelstunde dachte man, die Bullen wären langsam auch schon im Pappelstadion angekommen: Ein Freistoß aus knapp 18 Metern setzte Kapitän Soriano an die Querlatte. Viel mehr war in der ersten Halbzeit nicht von den Salzburgern zu sehen, zumindest nichts, das die eigenen Fans erfreut hätte. Kaum Zweikämpfe konnten gewonnen werden und falls dies dann doch mal glückte, verlor man den Ball schnell wieder aufgrund eines Fehlpasses.

In der zweiten Hälfte war das Spiel der Salzburger etwas gefährlicher: Mirandas Kopfball nach einer Ecke fiel zu zentral aus (61’) und andere Aktionen konnten von der Fünf-Mann-Verteidigung der Burgenländer meist gestoppt werden, bevor es gefährlich wurde.

Turbulente Schlussphase

Gegen Ende der zweiten Halbzeit war es den Salzburgern möglich das Spiel etwas mehr an sich zu reißen und viele Möglichkeiten zu schaffen, die man bis auf eine nicht nutzen konnte: Mattersburg-Goalie Kuster konnte einen ungefährlichen Schuss nicht festhalten und Naby Keita, einer der ganz wenigen Lichtblicke der Salzburger Mannschaft, verwandelte aus spitzem Winkel zum Ausgleich (83’).
Dieser tat den Bullen gut, denn nach diesem Tor presste man auf die Führung und kreierte gute Chancen, welche immer wieder unnötig vergeben wurden.

Hat noch viel Arbeit vor sich: Peter Zeidler (c) GEPA

Hat noch viel Arbeit vor sich: Peter Zeidler (c) GEPA

Aber natürlich kam es, wie es kommen musste: Ulmer rannte über die Seite nach vorne und verlor, in diesem Spiel nicht unbedingt das erste mal, den Ball an den Gegenspieler; der eingewechselte Ibser ließ Miranda, der neben den Ball schlug (aber ansonsten eine ansehnliche Partie ablegte), stehen und hatte keine Probleme, den Ball an Stankovic vorbei in das Tor zu jagen (92’).

 Das Ergebnis geht absolut in Ordnung. Man ließ sich regelrecht vom Aufsteiger düpieren und es wurde auch schnell klar, dass die Mannschaft, gespickt durch die vielen Neuzugänge noch nicht eingespielt war. Dies war anhand der zahlreichen Fehlpässe (vor allem Pässe gegen die Laufrichtung des Mitspielers) zu erkennen. Klar ist auch, dass Peter Zeidler noch viel Arbeit vor sich hat und versuchen muss die Mannschaft besser aufeinander abzustimmen und das möglichst schnell, denn kommende Woche warten bereits Malmö FF in der Champions League-Qualifikation und in der Bundesliga der SK Rapid Wien auf die Salzburger. Liefern die Bullen weiterhin solche Spiele, wie gegen den SV Mattersburg ab, kann man sich schnell vom internationalen Geschäft verabschieden.

Spielinfo

01. Runde Tipico Bundesliga, Saison 2015/16

SV Mattersburg

Tipico Österreich Bundesliga LogoSamstag, 25. Juli 2015
16.00 Uhr

FC Red Bull Salzburg

SV Mattersburg

2:1

FC Red Bull Salzburg
Pappelstadion, 8.500 Zuschauer, SR: Lechner
 92. Minuten Spielzeit 
Pink (1′)
Ibser (92′)
TorschützenKeita (83′)
SpranglerGelbe KartenSchmitz
Gelb-Rote Karten
Rote Karten
Kategorien
FC Red Bull Salzburg
Marc Waschnig-Theuermann

Marc Waschnig-Theuermann befasst sich schon seit seiner Kindheit mit der schönsten Nebensache der Welt; sowohl aktiv mit Freunden als auch passiv in der Red Bull Arena. Der Jurist hat das Gewinnspiel "Journalist für einen Tag" gewonnen und schreibt seitdem für SALZBURG12.at. @salzburg12at folgen
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