Umbruch in Salzburg: Der Double Sieger im Wandel

Beim FC Red Bull Salzburg wird gehörig umgebaut....
Christoph Freund, Ralf Rangnick und Jochen Sauer
Umbruch in Salzburg: Der Double Sieger im Wandel
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Sadio Mané, Kevin Kampl, Alan, André Ramalho, Stefan Ilsanker und Peter Gulacsi. Dies sind wohl nur die bekanntesten Namen, die in letzter Zeit den FC Red Bull Salzburg verlassen haben.

Seit dem gestrigen Tag ist diese Liste um einen Namen „reicher“. Trainer Adi Hütter verließ die Salzburger. „Auffassungsunterschiede“ zwischen ihm und der Leitung des Vereins waren wohl der Grund. So meinte Geschäftsführer Jochen Sauer gegenüber der Salzburger Nachrichten:

Wir müssen alle in die gleiche Richtung arbeiten. Es gibt Themen, die man ausdiskutieren muss. Deshalb wollen wir auch ein hundertprozentiges Commitment, dass alle denselben Weg gehen möchten, den wir einschlagen.

In der hauseigenen Presseaussendung ergänzt Sauer:

Nach eingehenden und intensiven Gesprächen, die wir sehr respektvoll sowie ganz offen und ehrlich geführt haben, sind wir gemeinsam und einvernehmlich zur Entscheidung gelangt, anhand der unterschiedlichen zukünftigen Zielsetzungen ab sofort getrennte Wege zu gehen.

Der sportliche Leiter Christoph Freund fügt hinzu:

Der Kader wird sich in diesem Sommer wieder verändern. Es werden immer neue Spieler eingebaut und entwickelt. Dauerhaft Aufbau- und Ausbildungsarbeit zu leisten erfordert ein hohes Maß an Identifikation mit dieser Aufgabe, die obendrein bei uns auch mit einer sehr großen Erwartungshaltung gepaart ist. Gegenseitiges, uneingeschränktes Verständnis und Commitment in Bezug auf die gemeinsamen Ziele sind dabei eine unabdingbare Voraussetzung für eine erfolgreiche Zusammenarbeit.

Ein Weg, den Adi Hütter in dieser Form wohl nicht mitgehen wollte. Der Ex-Coach:

Nach mehreren offenen, guten und intensiven Gesprächen, sind wir gemeinsam zu dem Entschluss gekommen, getrennte Wege zu gehen. Nach einem sehr erfolgreichen Jahr, kann ich mich mit einem guten Gefühl von Red Bull Salzburg verabschieden.

Unruhe

Adi Hütter war und ist in der Fanlandschaft der Salzburger sicher nicht unumstritten. Während sich ein Teil der Fans beim Ex-Trainer für das Geleistete bedankte und ihm alles Gute wünscht, herrscht bei manchen auch Freude vor, denn – trotz Double-Wiederholung – war das Spiel der Salzburger im Vergleich zum Vorjahr weniger attraktiv und effektiv. Ein dritter Teil jedoch geht ob des erneuten „Umbruchs“ mit dem Verein ins Gericht.

Lachende Dritte

Diejenigen, die sich jetzt ins Fäustchen lachen, sind neben den Medien, die wieder einmal ihre „Headline“ bekommen haben, naturgemäß die Anhänger der anderen Mannschaften, die nun ihren Verein als Top-Anwärter für die kommende Meisterschaft sehen. Und nicht nur das. Auch der Anlauf in Richtung „Champions League“ wird in Frage gestellt.

Trainer- und Spielersuche

Besonders lange ist die Liste der Neuverpflichtungen dieser Saison noch nicht. Die Nachfolge von Peter Gulacsi wurde mit Cican Stankovic bereits im Winter geklärt, Stefan Lainer (von SV Ried) und Okugawa (der via FC Liefering herangeführt werden soll) stehen weiters auf der Haben-Seite. Von den Leih-Rückkehrern Reyna und Nielsen hat man bislang noch nicht viel gehört.

Weiters bleibt die „Baustelle“ in der Innenverteidigung. Ebenso sollte man sich Gedanken um einen „Sechser“ machen. Ilsanker und Ramalho, die diese Position wechselweise einnahmen, sind ja nun nicht mehr im Dienst der Salzburger. Ebenso offen ist noch, was nun mit Bruno und Sabitzer passiert – beide Leihen endeten. Sabitzer will ja nach eigenen Aussagen nicht nach Leipzig, Neo-RBL-Coach Ralf Rangnick „beorderte“ den Spieler allerdings zurück. Da werden die Wünsche von „el capitan“ Jonatan Soriano auch nicht viel helfen. In einem Interview meinte der Kapitän:

Ich will nicht, dass Sabitzer zu Leipzig geht. Aber das ist nicht meine Entscheidung.

Nun muss sich der FC Red Bull Salzburg neben den Baustellen am Feld auch noch um einen Trainer umschauen. Die Suche soll bis zum Trainingsstart am 27. Juni abgeschlossen sein. Ein Name ist auch schon gefallen.

Oscar Garcia, ehemaliger Stürmer des FC Barcelona, soll laut spanischen Medienberichten ein Kandidat für diesen Job sein und bereits ein konkretes Angebot vorliegen haben. Maccabi Tel Avi, Brighton Hove and Albion sowie Watford waren auch Stationen des spanischen Trainers, der von 1992 bis 1999 für den amtierenden Champions League Sieger gespielt hat.

Wer auch immer die sportlichen Geschicke am Feld lenken wird, hat wahrlich keine leichte Aufgabe zu erfüllen. Der Meistertitel zählt zum Pflichtprogramm, die Doublewiederholung ist das „Dressing“ am fußballerischen Salat. Und der Einzug in die Champions League sollte nun auch endlich gelingen. Viele Fragezeichen am Salzburger Fußballhimmel, die sich bis zum Trainingsstart in Wohlgefallen auflösen sollten…

 

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Die 3. Halbzeit
Alex Januschewsky

Alex Januschewsky wurde 1968 in Salzburg geboren und ist seit Mitte der 1970er Jahre Fan des Salzburger Spitzenfußballs - mit Leib, Herz und Seele. Er war Mitglied von heute nicht mehr existenten SV Austria Salzburg Fangruppierungen, ging aber den Weg der Fan-Neugründung im Jahr 2005 nicht mit. Seit 2010 ist er Herausgeber von SALZBURG12.at und zuständig für Neuigkeiten, Vorberichte sowie die Liveberichterstattung von den Spielen. Ebenso ist er Mitglied von Sports Media Austria, der Vereinigung österreichischer Sportjournalisten.
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