17 Stunden für 45 Minuten

Eine Fanreise, die man so noch nicht erlebt hat....
Unsere Fans bei Dinamo Zagreb
Bitte bewerte diesen Beitrag

8 Stunden hin… 9 Stunden wieder retour… für 45 Minuten! So hat man Kroatien noch nie erlebt!

Salzburg, Donnerstag 6.11: Es war klar: Sollte der FC Salzburg dieses Spiel gegen Dinamo Zagreb gewinnen, wären die Jungs in der K.O Phase! Nach der Traumsaison letztes Jahr unter Ex-Trainer Roger Schmidt war dies ja schon fast Pflicht für die Verantwortlichen. Ja und für uns Fans war klar, dass wir dieses Spiel auf keinen Fall verpassen dürfen. Somit trafen sich einige Fans um 11:30 Uhr zur Abfahrt, es ging mit zwei Reisebussen nach Zagreb. Die Stimmung war gut, man freute sich auf die Reise mit Freunden und auf ein sicher interessantes Spiel. Man wusste schon im Vorfeld, dass bis dato 3 verletzte Spieler wieder einsatzbereit waren – da kann nichts mehr schief gehen.

Fanfoto: Katrin Staudinger

Fanfoto: Katrin Staudinger

Es wurde gesungen, es wurde getanzt, es wurde gefeiert. Schliesslich muss man die lange Anreise nach Kroatien irgendwie überbrücken. Die obligatorischen Raucherpausen durften natürlich nicht fehlen, gemütlich essen, mal ein bisschen mit der „Pyrotechnik“ spielen, mal einen Zugwagon erklimmen. 😉  Alles kein Problem – wir haben ja Zeit und Spass. Nur dann wurde mancher schon ein bisschen unruhig.

Warum? War es doch schon 16:30 Uhr und wir hatten noch einen kleinen Weg vor uns. Über Slowenien ging es dann in Richtung Kroatien. Doch dann. Stopp an der Grenze! Bus steht und es ist 18:30 – Spielbeginn 19:00 Uhr!

Die Grenze

Warum geht’s nicht weiter? Lasst uns doch durch! Unsere Busfahrer baten uns, sich anzuschnallen – Reisepass bereitzuhalten. O.K wir warten!!! 18:40 Uhr: ALLES AUSSTEIGEN! Jeder einzeln, mit Gepäck!

Toll….das kann dauern. Ab diesem Zeitpunkt war uns klar – die erste Halbzeit werden wir nicht live erleben! Passkontrolle, Bus wurde gefilzt, Gepäck wurde durchsucht. Was noch dazukam, es waren natürlich Fans dabei, die keinen Personalausweis oder Pass bei sich trugen. Diskussionen ohne Ende mit unseren Ordnern und der „lieben“ Polizei. Mit viel Glück brachten wir fast alle durch – ja richtig fast alle. Einer musste da bleiben, an der Grenze zu Kroatien.

Dieser hatte es aber nach Erzählung gar nicht so schlecht erwischt, konnte sich in Ruhe das Spiel in der Gemeinschaftsküche der Polizei anschauen und durfte auch die selbstgemachte Lasagne der slowenischen Polizei genießen. Hatte auf jeden Fall mehr vom Spiel als wir, denn um 18: 55 Uhr durften wir wieder in die Busse, um mit Blaulicht und Sirenen ins Stadion gebracht zu werden. Zumindest waren wir ja schon mal in der Nähe von Zagreb. Laut Angaben dauerte es noch ca. 20 Minuten bis wir beim Stadion sind. Die kroatische Polizei kam uns zu diesem Zeitpunkt schon ein bisschen „unsympathisch“ vor. Kein Wunder, wurden wir über Umwege zum Stadion gebracht.

Erste Halbzeit am Handy

Wir Fans waren sauer…..richtig angepisst. Zum Glück gabs noch das gute alte Handy. Damit konnten wir den 0:1 Treffer in der 40 (!!!) Spielminute unseres Johnny Soriano mitverfolgen und feierten dies schon mal im Bus vor.

Zur Halbzeit waren dann auch wir endlich am Stadiongelände des Dinamo Zagreb und versammelten uns um unserer Wut mit diversen Nettigkeiten Ausdruck zu verleihen (siehe Video)

Ein paar von uns waren ja schon tags davor mit der Mannschaft mitgeflogen. Nach kurzem Austausch wurden wir bestätigt, das die Stadt Zagreb als solches ganz schön war und das Essen relativ lecker und günstig – die Einwohner aber unfreundlich und aggressiv waren. Egal – wir waren da. Die Stimmung wurde durch unseren Capo und unserem Trommler angeheizt.

8 Stunden Fahrt – für 45 Minuten – laut Aussprechen darf man das nicht 😉

Doch wie wir jetzt alle wissen – unsere Jungs haben auf uns „gewartet“…… ein kleines bisschen „Amsterdam Feeling“ lag in der Luft: 3 x Soriano, Bruno und unser KK44 sorgten für ein Schützenfest und machten die Strapazen fast alle wieder wett.

„Wir sind nur zum Feiern hier“, „Oh wie ist das schön“ und „Danke Soizburg Danke“  – mehr brauchte man dazu nicht mehr sagen/singen 😉

So, das Spiel war erledigt – nach gefühlten 15 Minuten im Stadion ging es wieder Richtung Bus. Alle gemeinsam wurden wir von der kroatischen Polizei wieder Richtung Busse gedrängt. Doch wir wollten nicht so schnell weg – wollten doch unsere Freude noch ein bisschen zeigen. Gesagt, getan, liessen wir unseren „Freund und Helfer“ mal ein paar Schritte vorgehen – Die Fans hatten noch Lust zu singen!

Schikane

Doch plötzlich war der Spaß vorbei, als ein kroatischer Polizist unser Auftreten nicht mehr so lustig fand, alles was sich ihm in den Weg stellte rammte und die Trommel von unserem Blacky einfach wegkickte. Danach folgte ein Aufruhr vom Feinsten: Die überhitzten Gemüter mussten erst wieder einmal beruhigt werden. Wenn ihr mich fragt, kein Wunder, dass es zwischen der kroatischen Polizei und den Bad Blue Boys (den gefürchteten Supporters von Dinamo Zagreb) oft heiss her ging. Sollte man als Ordnungshüter nicht für Ruhe sorgen – und nicht Unruhe stiften??!!

Der Sieg und der damit verbundene Aufstieg waren fast schon wieder Nebensache, die Wut über diesen Vorfall und des zu spät kommens überwiegte.

Apropos „Bad Blue Boys“: alles ruhig! Das Stadion war generell eher mässig gefüllt, 8.500 Zuseher hatten sich den Sieg unserer Mozartstädter angesehen.

Gut…..es ging wieder 9 Stunden Richtung Heimat! An der Grenze holten wir unseren „verlorenen Sohn“ wieder ab, wir gingen nur knapp einer erneuten Passkontrolle davon. Es wurde uns gesagt, dass wir in Slowenien nicht mehr stehen bleiben dürfen. Die Toilette in unserem Bus war aber kaputt, bei manchen hieß es ein gutes „Durchhaltevermögen“ zu beweisen. 😉

Das i-Tüpfelchen unseres Ausfluges fehlte aber irgendwie… Wir waren aber kurz davor. Wie zum Beispiel die Serpentienen mit dem Bus nicht zu schaffen und eine Steinmauer zu rammen. Ist zum Glück nicht passiert aber wie gesagt – kurz davor. Wir mussten ja schon lachen darüber und was tut man nicht alles für die Mannschaft.

Denn: „Wir sind so stolz auf unser Team, Zusammenhalten das ist unser Ziel! Wir sind aus Kleßheim, wir sind die Hochburg, wir sind die Fans vom FC Soizburg!“

8 Stunden hin… 9 Stunden wieder retour… für 45 Minuten! So hat man Kroatien noch nie erlebt!

Kategorien
FC Red Bull Salzburg
Tamara Lechner

Tamara ist seit 15 Jahren leidenschaftlicher Fan der Salzburger Mannschaft. Vor kurzem hat die akademische Physiotherapeutin auch ihre "Liebe" zum geschriebenen Wort entdeckt und lebt diese nun bei SALZBURG12.at aus.
Kein Kommentar

Deine Meinung zu diesem Beitrag?

UNTERSTÜTZE UNS
Mit einer Spende für unsere Webseite - egal in welcher Höhe - unterstützt ihr den Fortbestand der Seite! Vielen Dank vorab für eure Unterstützung!

BUNDESLIGA

Latest football scores live. Includes soccer fixtures, table & results.

SUCHE
WIR SIND PARTNER

krebshilfe-salzburg

Meisterschaftsfinale28. Mai 2017
WERBUNG
Werbung: wettbasis.com

hochzeitseinladungen.de

MyCardShop - Karten, die Geschichte schreiben

Hochzeitseinladungen und Anlasskarten vom Designer

DATENSCHUTZ

Diese Webseite ist durch ein Zertifikat gesichert. Sämtliche gesendete Daten sind mit bis zu 256 Bit per SSL verschlüsselt.

Comodo Secured SSL

Erfahrungen & Bewertungen zu SALZBURG12.at