Nächster Nackenschlag für Salzburg

Leider reichte es auch heute zu keinem Punktgewinn gegen die Austria...
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Nachdem der WAC das Samstags-Spiel in Wien mit 0:3 verlor, wollte man im Heimspiel gegen die Austria eigentlich den Generalangriff auf die Tabellenführung vornehmen. Gekommen ist es anders…

Aber der Reihe nach. Folgende Elf schickte Adi Hütter aufs Feld:

RBSFAK Aufstellung

Flotter Spielbeginn von beiden Teams

Die Gäste fanden die erste Gelegenheit der Partie vor. Suttner schloss eine Schwegler-Kerze im Strafraum beinahe zur Gästeführung ab, der Ball landete jedoch knapp neben der linken Stange.

Im Gegenzug brachte Bruno Heinz Lindner mit einer Einzelaktion in Bedrängnis, die die technische Klasse des Belgiers offenbarte. Bruno spielte zwei Austrianer aus und prüfte den Austria-Keeper mit einem Schuss ins kurze Eck. Der Austria-Goalie war bereits unterwegs ins andere Eck und konnte nur mit Mühe den Rückstand für sein Team verhindern. Ein zentral angetragener Kampl-Schuss nach elf Minuten wurde hingegen zur Fangübung für den Teamgoalie.

Lediglich eine Minute später versuchte Andi Ulmer den Torabschluss. Seinen Kracher aus spitzem Winkel konnte der viel beschäftigte Austria-Schlussmann nur nach vorne abprallen lassen, Nutznießer fand sich jedoch keiner.

In der 18. Minute ließt Alan einen Hundertprozenter aus. Schwegler brachte den Ball zur Mitte, Shikov konnte nur kurz abwehren und Alan sprang das Leder vor die Beine. Der Brasilianer zog ab, der Schuss blieb jedoch in der Austria-Verteidigung hängen.

In Minute 26 hatte die Austria das Glück (oder besser den Schiedsrichterassistenten) auf ihrer Seite. Soriano leitete mit einem präzisen Zuspiel einen Konter über Lazaro ein, der Jungnationalspieler zog von der rechten Seite zur Mitte und wurde ganz klar von Suttner gefoult. Lazaro stolperte und die Chance war dahin. Der fällige Freistoß am Sechzehnereck wurde nicht gegeben.

Exakt nach einer halben Stunde vergab Alan zunächst noch die Chance auf die Führung, eine Minute später klappte es dann doch. Der Brasilianer kam an der Mittellinie an den Ball, spielte den Doppelpass mit Soriano und zog daraufhin aufs Tor. Einen Gegenspieler ließ er mustergültig aussteigen und drückte den Ball im Anschluss zentral unter die Latte. Wunderschöner Führungstreffer!

Trotz zweier Alan-Tore setzte es wieder eine Niederlage /  © GEPA

Austria stellt Spiel auf den Kopf

Die Antwort der Austria ließ jedoch nicht lange auf sich warten und stellte die Partie regelrecht auf den Kopf!

Zunächst scheiterte Damari noch mit einem Schuss aufs lange Eck, der Ball strich Zentimeter am Aluminium vorbei, zwei Minuten später schafften die Gäste jedoch den Ausgleich. Meilinger zirkelte den Ball vom rechten Sechzehnereck mustergültig in die lange Kreuzecke, Gulacsi hierbei ohne Abwehrchance. Leider ein Traumtor des Ex-Salzburgers.

Dem nicht genug drehte die Austria die Partie sogar komplett um. Grünwald wurde am rechten Flügel angespielt, konnte mutterseelenalleine in den Strafraum eindringen und setzte De Paula per Stanglpass ein. Der Ex-Wolfsberger löste sich perfekt von seinem Bewacher und stellte auf 1:2. Die Salzburger gingen mit hängenden Köpfen in die Kabine.

Halbzeit zwei begann, wie sie blöder hätte nicht beginnen können. Der bereits gelb-verwarnte Martin Hinteregger ließ an der Mittellinie gegen den durchstartenden Meilinger den Körper stehen, wurde von Schiri Schüttengruber mit der Ampelkarte bedacht und unter die Dusche geschickt. Den nächsten „Platzverweis“ sprach er nur wenig später gegen Austria-Coach Gerald Baumgartner aus, der sich mehrmals beim vierten Offiziellen beschwerte und auf die Tribüne geschickt wurde.

Die Austria verlagerte sich, mit der Führung im Rücken, aufs Kontern und Salzburg fand lange keinen Weg durch die massierten Verteidigungsreihen des Gegners. Man vermisste die Leichtigkeit, die spielerische Eleganz und den organisierten Spielaufbau, der diese Mannschaft noch vor wenigen Monaten ausgezeichnet hat.

Die Hütter-Elf kommt einfach nicht in die Spur /  © GEPA

Das Pendel schlägt aus…

Stattdessen wirkten die Angriffe teils vogelwild und wurde immer wieder durch haarsträubende Fehlpässe und taktisch klug verteidigende Gäste unterbunden.

Erst in der 67. Minute kamen die Hausherren wieder gefährlich vors Tor – und prompt zum Ausgleich. Ankersen flankte vom rechten Flügel zur Mitte und Alan hielt, ungedeckt, den Kopf hin. 2:2.

Es keimte wieder etwas Hoffnung in der mit knapp 13.000 Zuschauern gefüllten Red-Bull-Arena auf. Kurz darauf hatten die Hausherren nämlich sogar die Chance auf die Führung, der auf das Tor der Austria zustürmende Sabitzer brachte den Ball jedoch nicht im Gehäuse unter, scheiterte an Heinz Lindner.

Auf der Gegenseite wurde Damari steil angespielt, der Israeli scheiterte zunächst noch am Salzburger Schlussmann. Zunächst. Denn in Spielminute 86 schlug das Pendel endgültig in Richtung Austria aus. Der pfeilschnelle Omer Damari wurde von Kamara per Kopf auf die Reise geschickt, ließ Ramalho einfach stehen und schob den Ball überlegt in die rechte untere Ecke.

In der Nachspielzeit hatte Kampl noch die Chance aufs 3:3, doch erneut konnte sich Lindner auszeichnen und sicherte seiner Mannschaft den Dreier in Wals-Siezenheim.

Blickt man auf die Bilanz der letzten Spiele, läuft einem der kalte Schauer über den Rücken. Vier der letzten fünf Spiele wurden verloren und das Torverhältnis von 6:12 spricht eigentlich auch Bände. Wir sind gespannt, wie Trainer Adi Hütter die Mannschaft bis zum Cupspiel gegen den Wiener Sportklub am kommenden Mittwoch wieder aufrichten will. Wenn er das noch darf.

Spielinfo

Tipico Bundesliga 2014/15, 9. Runde
Red Bull Arena, 13.210 Zuseher, Schiedsrichter: Schüttengruber
FC Red Bull Salzburg Trikot

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Austria Wien Trikot

FC RED BULL SALZBURG

 

FK AUSTRIA WIEN

 
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 Alan (31′), Alan (68′)
 Torschützen
 Meilinger (34′), De Paula (38′), Damari (86′)
Gelbe Karten
Mader, Holland
 Hinteregger (49.)
 Gelb-Rote Karten
 –
Rote Karten
 –

Für SALZBURG12.at berichteten Alex Januschewsky und Christoph Lumetzberger aus der Red Bull Arena.

Kategorien
FC Red Bull Salzburg
Christoph Lumetzberger

Christoph Lumetzberger ist Red Bull Salzburg Fan durch und durch. Tolle Spiele, schöne Tore und emotionale Momente mit seinem Lieblingsteam ziehen ihn immer wieder ins schönste Stadion Österreichs, die Red Bull Arena. Über diese Website: "SALZBURG12.at ist ein tolles Projekt hinter dem ich zu 100% stehe!"
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