Schock für Salzburg: Niederlage gegen FK Qarabağ

Das Hinspiel der 3. Runder der Champions League-Qualifikation gegen FK Qarabağ in Baku endet mit einer vielleicht überraschenden, aber dennoch verdienten Niederlage. Vor allem der Brasilianer Reynaldo und Keeper...
Salzburg muss im Rückspiel mehr geben
Salzburg muss im Rückspiel mehr geben
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Das Hinspiel der 3. Runde der Champions League-Qualifikation gegen FK Qarabağ in Baku endet mit einer vielleicht überraschenden, aber dennoch verdienten Niederlage für den FC Salzburg. Vor allem der Brasilianer Reynaldo und der bosnische Keeper Sehic zeigen ihre Klasse auf.
Bei den Bullen fehlen neben den Langzeitverletzten Berisha und Vorsah, der gesperrte Alan und der verletzte Stefan Ilsanker. Für die zwei letzteren rücken Marcel Sabitzer und Naby Keita in die Startelf. 

 

Aufstellung gegen FK Qarabağ

Aufstellung gegen FK Qarabağ

Fehlstart nach Maß

Das Spiel beginnt sehr offensiv von beiden Mannschaften, doch die Hausherren können ihre erste Chance nutzen und gehen bereits nach etwas mehr als einer Minute durch Danilo in Führung. Die Bullen- Abwehr, vor allem André Ramalho, der versucht eine Flanke mit dem Kopf zu klären, aber verfehlt und Christian Schwegler, der den Ball wegschießen will, die Kugel jedoch nicht trifft, kann dabei alles andere als glänzen und so ist es eine einfache Aufgabe für den Brasilianer, den Ball im Tor unterzubringen. 
Dieser Angriff ist bezeichnend für das Spiel, denn der FK Qarabağ versucht den Ball meistens in die Spitze zum technisch sehr starken Reynaldo zu bringen. Die Salzburger Abwehr tut sich sehr schwer ihn vom Ball zu trennen.

Den nächsten Tiefschlag gibt es in der 34. Minute: Christian Schwegler trennt Reynaldo bei einem Konterangriff vom Ball, jedoch durch ein Foul. Das kann man geben, aber strittig ist die Farbe der Karte: Der ukrainische Schiedsrichter sieht Christian Schwegler als letzten Mann, der die Notbremse zieht, aber nicht, dass Martin Hinteregger noch näher am eigenen Tor war und zieht fälschlicherweise die Rote Karte. Eindeutiger war die Situation auf der Gegenseite in der 57. Minute: Medvedev legt Sabitzer, als letzter Mann. Er sieht nur Gelb.

Der aserische Kapitän Teli muss in der 41. Minute nach einem Handspiel mit Gelb-Rot vom Platz, nachdem er nur 2 Minuten zuvor seine erste Gelbe Karte erhalten hat. Das Handspiel ist mehr als unnötig, aber dadurch ziehen die Bullen zumindest numerisch wieder gleich.

In der ersten Hälfte wirken die Bullen sehr unsicher und machen viele Fehler. Vor allem die Pässe in die Spitze kommen selten an und falls doch, ist es meistens Mané, der im Abseits steht. Aber auch in der Defensive läuft nicht alles rund: Einige Stellungsfehler, auch bei Peter Gulacsi, der sich wohl Manuel Neuer als neues Vorbild genommen hat und versucht den Libero zu spielen. Das kann auch schlecht enden, wie bei einem Angriff von Reynaldo, der sieht, dass der Salzburger Schlussmann zu weit vor dem Tor steht und versucht abzudrücken, jedoch die Kugel nicht richtig trifft.

Besserer Beginn der zweiten Halbzeit

Soriano schafft den zwischenzeitlichen Ausgleich

Soriano schafft den zwischenzeitlichen Ausgleich

Die zweite Halbzeit beginnt mit dem gewohnten Pressing der Bullen. Ulmer läuft Richtung Tor, überhebt den herauskommenden Goalie und scheitert letztendlich an der Stange (47’). Nur wenige Minuten später gibt es den nächsten Lattentreffer: Keeper Sehic will sein spielerisches Talent zeigen, verliert den Ball aber fast an Jonatan Soriano; beim Klärungsversuch bleibt die Kugel an Kevin Kampl hängen, der zu unserem Kapitän spielt, welcher nur Aluminium trifft.
Das Pressing der Salzburger lässt aber schnell wieder nach und die Heimmannschaft versucht den nächsten Treffer zu erzielen. Wie so oft kann Reynaldo nur durch ein Foul gestoppt werden und dabei hat Martin Hinteregger in der 61. Minute sogar noch Glück, dass er nicht vom Platz muss. Der Freistoß von Richard trifft „nur“ das Außennetz.

Jonny Soriano macht’s!

Die Salzburger versuchen nun wieder mehr zu drücken und spielen ihr berühmtes Offensivpressing, um so den Gegner früh zu stören und schnell zu Torchancen zu kommen. Und es dauert auch nicht mehr ganz so lange, bis es klappt: Nach toller Vorarbeit von Sadio Mané auf der Außenbahn,c bringt er den Ball in die Mitte zu Jonny Soriano, der zieht von der Strafraumgrenze ab und bringt den Ball flach im Tor unter – der hochverdiente Ausgleich ist vollbracht (77’).

Ernüchterung am Ende

 Nach 85 Minuten sollte man doch schon wissen, wenn ein Spieler gefährlich ist. In diesem Fall handelt es sich um die Nummer 9 des FK Qarabağ: Reynaldo; dribblestark und sehr schnell. So kommt es, dass dieser jene sich von der rechten Seite in die Mitte des Salzburger Strafraums durchtankt, den herauslaufenden Peter Gulacsi umdribbelt und dann einnetzt. Auch hier sieht die Verteidigung und mal wieder in diesem Spiel der Schlussmann der Bullen alles andere als gut aus.
Einen Gefallen macht Reynaldo den Salzburgern doch noch: Nach einem Foul an André Ramalho muss er mit einer Roten Karte vom Platz und fehlt somit im Rückspiel.
Im Großen und Ganzen war die Leistung der Salzburger viel zu wenig und bei weitem nicht Champions League-tauglich. Für das Rückspiel in Salzburg muss sich Trainer Adi Hütter einiges einfallen lassen, um noch in die nächste Runde austeigen zu können.

Spielinfo:

3. Runde der Champions League-Qualifikation
Tofig Bahramov-Stadion, 31.000 Zuschauer, Schiedsrichter: Boyko 
Qarabagh_1987_Logo.svg FC Red Bull Salzburg
FK Qarabağ2:1FC Salzburg
   

Tore: Danilo, Soriano, Reynaldo
Gelbe Karten: Leitgeb, Almeida, Guseynov, George
Gelb/Rote Karten: Teli
Rote Karten: Schwegler, Reynaldo

 

Kategorien
FC Red Bull Salzburg
Marc Waschnig-Theuermann

Marc Waschnig-Theuermann befasst sich schon seit seiner Kindheit mit der schönsten Nebensache der Welt; sowohl aktiv mit Freunden als auch passiv in der Red Bull Arena. Der Jurist hat das Gewinnspiel "Journalist für einen Tag" gewonnen und schreibt seitdem für SALZBURG12.at. @salzburg12at folgen
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