Eine Hommage an meinen Lieblingsspieler Eddie Gustafsson

Am 4. Mai 2014 beendete unsere Nr. 1 seine Karriere. Wir blicken zurück....
Eddie Gustafsson
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Es war der 8. Jänner 2009 als der FC Red Bull Salzburg einen Torhüter aus Schweden namens Douglas Edward Alexander Gustafsson McIntosh präsentierte. Der gebürtige Amerikaner (Philadelphia) und schwedische Nationaltorhüter kam von Lyn Oslo zur Salzburger Elf an die Mozartstadt, die damals von Co Adriaanse gecoacht wurde. Die damalige Nr. 1 im Tor Timo Ochs verletzte sich, eine Chance für den damals unbekannten Goalie.

Eddie – wie er von seinen Fans genannt wird – stand an 22.2.2009 zum ersten Mal im „Kasten“ der Salzburger. Der Gegner damals: Rapid Wien in der Red Bull Arena. Und in seinem ersten Spiel holte er sich auch gleich seiner erste Gelbe ab, als er gegen Ende des Spiels mit der Hand außerhalb des Sechzehner zulangte. Die Salzburger gewannen das Match.

Und in der ersten Saison wurde Eddie auch gleich Meister mit der Mannschaft. Schon damals bemerkten die Fans, dass Eddie ein ganz besonderer Mensch ist. Voller Emotionen am Feld, sehr sympathisch und kommunikativ abseits des Rasens. Ein Mann, der auch immer interessiert zuhörte und dem die Anliegen der Fans immer wichtig waren.

Eddie war immer nur er selbst. Und das kam und kommt bei den Fans bei gut an. So auch bei mir. Ich lernte Eddie bei einer Besprechung der Fanclubs kennen und war sofort fasziniert. Kompetent, ruhig in der Ausdrucksweise und wenn es um Fußball ging, Feuer und Flamme! So muss ein Fußball-Spieler sein!

Für die Ewigkeit

Die Saison 2009/10 sollte sein Meilenstein werden. Nicht durch den Meistertitel, aber seitdem hält Eddie Gustafsson einen Rekord, den wohl so schnell kein anderer Torwart in Österreich „knacken“ wird: In dieser Saison hielt Eddie jeden Elfmeter, der verhängt wurde, wenn er im Tor stand! Einzigartig! Dies brachte ihm den Spitznamen „Elferkiller“ bei den Fans ein. Das steht in den Geschichtsbüchern der heimischen Bundesliga für die Ewigkeit.

Schwere Zeiten

Alles war so schön! Mit Eddie im Tor spielte die Mannschaft befreit auf, die Fans waren glücklich. Bis zur 43. Minute am 18.4.2010. Lukas Kragl beendete fast die Karriere des Salzburg Goalies, als er ihm das Schien- und Wadenbein brach. Die Bilder sind heute noch in den Köpfen der Fans.

Die Bilder des Horrorfouls gingen um die Welt

Die Bilder des Horrorfouls gingen um die Welt

Doch Eddie wäre nicht Eddie, wenn er sich nicht durch diese schwere Zeit gekämpft hätte. Zahlreiche Monate der Reha folgten. Viele Fans und Journalisten sahen Eddies Tage als Aktiver damals gekommen. Am 13. Mai 2010 begleitete er aber schon die Mannschaft nach Graz, um dort mit dem FC Red Bull Salzburg den Meistertitel zu feiern!

Am 2. März 2011 feierte Eddie beim Auswärtsspiel gegen Kapfenberg sein Comeback im Tor der Salzburger.

2. Wahl

Nach seiner schweren Verletzung war es für Eddie schwer, wieder an alte Leistungen anzuknüpfen. In der Saison 2011/12c verlor er sein Stammleiberl an Alexander Walke, konnte aber in der darauffolgenden Saison wieder für einige Spiele als Nr. 1 auflaufen, nachdem Alexander Walke einige Unsicherheiten zeigte.

Erfolge

Seine erreichten Erfolge in Österreich sprechen für sich und können sich sehen lassen:

  • Österreichischer Meister 2009, 2010, 2012, 2014
  • Österreichischer Torhüter des Jahres 2010
  • Österreichischer Cupsieger 2012

Ein rührendes Karriereende

Am 4. Mai 2014 um 17.48 Uhr endete die Torwart-Karriere des Eddie Gustafsson. Eddie ging vom Feld, „übergab“ das Gehäuse Peter Gulacsi und verabschiedete sich von den Fans. Jeder Sektor wurde von ihm besucht, Hände geschüttelt, Fotos gemacht, Autogramme gegeben. Das noch laufende Spiel wurde zu einer Nebensache. Und über der Fankurve zeigte ein Spruchband:

„Durch deine Taten wurdest du zur Legende“

Ja Eddie, du bist für deine Fans eine Legende. Und du bist ein Vorbild für alle die jungen Menschen und Sportler auf der Welt. Du hast dir und uns immer wieder gezeigt, dass hinfallen keine Schande ist, aber das liegen bleiben. Du bist immer wieder aufgestanden und hast gezeigt, dass es auch nach Rückschlägen weiter geht. Dafür möchte ich mich – stellvertretend für alle Salzburg-Fans – ganz herzlich bedanken! Und ich wünsche mir, dich noch oft treffen zu dürfen und mit dir zu diskutieren. Jede Minute ist eine Bereicherung!

Danke Eddie! Für alles!

Alle Bilder (c) GEPA Pictures

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Die 3. Halbzeit
Alex Januschewsky

Alex Januschewsky wurde 1968 in Salzburg geboren und ist seit Mitte der 1970er Jahre Fan des Salzburger Spitzenfußballs - mit Leib, Herz und Seele. Er war Mitglied von heute nicht mehr existenten SV Austria Salzburg Fangruppierungen, ging aber den Weg der Fan-Neugründung im Jahr 2005 nicht mit. Seit 2010 ist er Herausgeber von SALZBURG12.at und zuständig für Neuigkeiten, Vorberichte sowie die Liveberichterstattung von den Spielen. Ebenso ist er Mitglied von Sports Media Austria, der Vereinigung österreichischer Sportjournalisten.
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